Wie die Blechbüchse ihr Image aufpoliert
Bleibt die Eingangsfrage: Wozu braucht man 200 Jahre nach ihrer Erfindung noch Konservendosen? Gesundheitsexperten wie Renate Kräft vom Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung (UGB) plädieren für eine regionale, saisonale und frische Ernährung. »Die Konservendose ist nicht mehr zeitgemäß«, sagt sie. »Verbraucher greifen heute zu frischen Karotten, die in Tüten unter Schutzatmosphäre verpackt sind.« Innovationen wie der Null-Grad-Kühlschrank halten die Ware länger frisch. So kann man einen Blumenkohl beispielsweise zwei Wochen statt zwei Tage lang aufbewahren.
Die jahrelange Haltbarkeit wird vielleicht nicht mehr vom Verbraucher erwartet, aber sie beschert den Händlern immer noch wichtige Vorteile. So müssen für Konservendosen keine Kühlcontainer benutzt werden; auch auf langen Transportwegen besteht kein Zeitdruck. Außerdem ist die Dose enorm stabil und gut zu stapeln. Und sie scheint fähig, moderner zu werden – auch wenn das fast nur Insidern auffällt. Die Dicke des Blechs wurde in den vergangenen 40 Jahren um fast die Hälfte reduziert, die Dosen werden also immer leichter und damit nachhaltiger. Zahlen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung zufolge lag die Recyclingrate von Stahl im Jahr 2010 in Deutschland immerhin bei 93,8 Prozent. In der Energiebilanz sieht selbst Renate Kräft die Konservendose im Vergleich zur Tiefkühlkost vorn: »Haltbarkeit bei Raumtemperatur ist deutlich nachhaltiger als die von Gekühltem.«
Die Nachhaltigkeitsdebatte könnte das verstaubte Image der Dose ins Positive wenden. Zudem gibt es Lebensmittel, die wie Hülsenfrüchte oder Eintöpfe ideal für die Dosenkonservierung sind. Und auch das alte Vorurteil, dass Essen aus Konservendosen praktisch vitaminfrei sei, ist längst durch Studien widerlegt. »Wer zu Hause mal versucht, einen Sack frische Bohnen zu garen, kriegt das kaum hin und bekommt am Ende weniger Vitamine ab, als in den Bohnenkonserven zu finden sind«, sagt Ulrich Nehring.
Eine Untersuchung des Instituts für Lebensmittelqualität in Willich vor vier Jahren bestätigt diese Einschätzung. Im Gegensatz zu anderen Studien wurden nämlich nicht die Vitaminverluste der Dosenprodukte allein betrachtet, sondern sie wurden mit denen einer alltäglichen frischen Zubereitung verglichen. Dabei testeten die Forscher, wie sich 19 Lebensmittel aus der Dose in ihrer Nährstoffzusammensetzung von den gleichen, frisch zubereiteten Gerichten unterscheiden. Das Ergebnis: Bei den Hauptnährstoffen Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate gab es kaum Unterschiede. Der Gehalt von Magnesium, Kalium und Vitamin C war beim frischen Essen etwas höher als bei den Lebensmitteln aus der Dose. Die Dosengerichte lagen dafür bei Vitamin B6 und Folsäure vorn.
Und die Evolution der Dose ist noch lange nicht abgeschlossen. In Zukunft soll vor allem das Öffnen der Dosen noch leichter werden. Peel-off-Deckel, leicht abziehbare Metallfolien wie bei Joghurtbechern, sollen vor allem älteren Menschen den Zugang zur Konserve erleichtern.
Der war bei der Einführung der Konservendose noch ebenso mühsam wie verletzungsträchtig: Denn der erste Dosenöffner wurde erst 1855 erfunden. Davor mühten sich die meisten Dosennutzer mit Hammer und Meißel ab oder setzten das Beil an, um an den Inhalt zu gelangen. Am besten für den Umgang mit der Konserve waren die Soldaten gerüstet: Sie griffen bei akutem Hunger einfach zum Bajonett.






Vorbei sind die Tage in denen Eingemachtes, Konserven, Kartoffeln und Wasser im Keller lagern. Weiter als drei Tage kauft in der Stadt niemand ein (ich auch nicht, in Ermangelung eines Kellers). Nicht zu vergessen die Freude, die das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfindet, wenn Haushalte nicht nur auf Sicht einkaufen würden sondern Rationen darüber hinaus vorhielten. Wer hat heutzutage noch Regale voll Konserven im Keller stehen, geschweige denn Wasser oder einen Kocher???
Ein vernünftiger Umgang damit spielt natürlich eine große Rolle, weggeworfen wird ja schon genug.
Gott bewahre, ist der nächste V-Fall und die nächste Katastrophe nicht in Sicht, nachdenken darüber lohnt sich aber.
In diesem Sinne: lang lebe die Konservendose und erhalte ihre Besitzer!!!
wenn das Blech dünner wird?
Energie und Resourcen zur Herstellung nötig sind.
Außerdem muß hinteher weniger Müll entsorgt werden.
tragen, die nicht wiederverwendbar sind, haben wir einem Menschen zu verdanken: "Jürgen Trettin". Diese aus Weißblech hergestellten Getränkedosen werden in der ganzen Welt verwendet, außer in Deutschland. Wir sind natürlich wieder einmal Vorreiter, seit 2004. Die Welt lacht sich schlapp.
und die Pfandautomaten. Wenn dann wieder 2-3 Leute vor dir stehen mit 3 Müllsäcken voll Plastikpfand. Und zwischendurch ist dann noch der "Behälter voll". An deutschem Wesen soll halt die Welt genesen.
"Dass wir heute aus Erdöl hergestellte PVC-Flaschen hin- und her..tragen, die nicht wiederverwendbar sind, haben wir einem Menschen zu verdanken: "Jürgen Trettin"."
Die Industrie war es, die weltweit! immer mehr auf PET-Flaschen und andere Einwegverpackungen umgestiegen ist.
Trittin können Sie also höchstens anlasten, dass nicht mehr ganz so viel Blech und Kunststoffmüll die Gegend versaut.
Keine Ahnung, was Sie daran stört.
Viele andere Länder waren da übrigens Vorreiter.
"4. Dass wir heute aus Erdöl hergestellte PVC-Flaschen hin- und her
tragen, die nicht wiederverwendbar sind, haben wir einem Menschen zu verdanken: "Jürgen Trettin". Diese aus Weißblech hergestellten Getränkedosen werden in der ganzen Welt verwendet, außer in Deutschland. Wir sind natürlich wieder einmal Vorreiter, seit 2004. Die Welt lacht sich schlapp.
"
Wenn man Vorurteile hat, dann ist einem wohl jedes Argument recht, um den anderen zu diskreditieren. In erster Linie war und ist es der Industrie anzulasten, dass immer mehr PVC-Flaschen verwendet wurden. Tritin war es nur, der diese dann mit Pfand belegt hat, in der Hoffnung, dass diese zum einen nicht mehr in der Landschaft entsorgt werden und dass der Verbraucher, wenn er denn Pfand zahlt, gleich zur richtigen Pfandflasche greift.
Die Crux an dem Gesetz ist, dass der Bürger denkt, er kauft wiederverwertbare PET-Flaschen, dabei werden diese "nur" recyclet, statt wiederverwendet. Das war mir zu Anfang auch nicht klar, bis ich mich mal gefragt habe, warum die Automaten bei den Discountern immer die Flaschen zusammenpressen. Seitdem kaufe ich wieder Glasfalsche, weil es in der Tat Verschwendung ist, was dort betrieben wird, wenn auch besser, als sie auf dem Müll zu entsorgen.
Wenn man Menschen darüber aufklärt, greift der ein oder andere dann doch zur Glasfalsche.
Nicht Tritin trägt also die Schuld, die Industrie war es. Wir halt meistens.
war Mitglied der CDU. Das ist eine interessante Neuigkeit.
und die Pfandautomaten. Wenn dann wieder 2-3 Leute vor dir stehen mit 3 Müllsäcken voll Plastikpfand. Und zwischendurch ist dann noch der "Behälter voll". An deutschem Wesen soll halt die Welt genesen.
"Dass wir heute aus Erdöl hergestellte PVC-Flaschen hin- und her..tragen, die nicht wiederverwendbar sind, haben wir einem Menschen zu verdanken: "Jürgen Trettin"."
Die Industrie war es, die weltweit! immer mehr auf PET-Flaschen und andere Einwegverpackungen umgestiegen ist.
Trittin können Sie also höchstens anlasten, dass nicht mehr ganz so viel Blech und Kunststoffmüll die Gegend versaut.
Keine Ahnung, was Sie daran stört.
Viele andere Länder waren da übrigens Vorreiter.
"4. Dass wir heute aus Erdöl hergestellte PVC-Flaschen hin- und her
tragen, die nicht wiederverwendbar sind, haben wir einem Menschen zu verdanken: "Jürgen Trettin". Diese aus Weißblech hergestellten Getränkedosen werden in der ganzen Welt verwendet, außer in Deutschland. Wir sind natürlich wieder einmal Vorreiter, seit 2004. Die Welt lacht sich schlapp.
"
Wenn man Vorurteile hat, dann ist einem wohl jedes Argument recht, um den anderen zu diskreditieren. In erster Linie war und ist es der Industrie anzulasten, dass immer mehr PVC-Flaschen verwendet wurden. Tritin war es nur, der diese dann mit Pfand belegt hat, in der Hoffnung, dass diese zum einen nicht mehr in der Landschaft entsorgt werden und dass der Verbraucher, wenn er denn Pfand zahlt, gleich zur richtigen Pfandflasche greift.
Die Crux an dem Gesetz ist, dass der Bürger denkt, er kauft wiederverwertbare PET-Flaschen, dabei werden diese "nur" recyclet, statt wiederverwendet. Das war mir zu Anfang auch nicht klar, bis ich mich mal gefragt habe, warum die Automaten bei den Discountern immer die Flaschen zusammenpressen. Seitdem kaufe ich wieder Glasfalsche, weil es in der Tat Verschwendung ist, was dort betrieben wird, wenn auch besser, als sie auf dem Müll zu entsorgen.
Wenn man Menschen darüber aufklärt, greift der ein oder andere dann doch zur Glasfalsche.
Nicht Tritin trägt also die Schuld, die Industrie war es. Wir halt meistens.
war Mitglied der CDU. Das ist eine interessante Neuigkeit.
Tragen sie denn genau in PVC Flaschen herum, doch hoffentlich keine Lebensmittel.
Bei 1 Mrd. Verkaufte Getränke Dosen in DE in 2011 (laut wikipedia) kann man ja wohl nicht von keine Verwendung sprechen. Außerdem ist mir nicht bekannt das es wieder verwendbare Getränkedosen gibt!? Lass mich da aber gern eines Besseren belehren.
und trotzdem nachhaltig (s.Text) - warum nicht auch Getränkedosen?
und trotzdem nachhaltig (s.Text) - warum nicht auch Getränkedosen?
und die Pfandautomaten. Wenn dann wieder 2-3 Leute vor dir stehen mit 3 Müllsäcken voll Plastikpfand. Und zwischendurch ist dann noch der "Behälter voll". An deutschem Wesen soll halt die Welt genesen.
"In Norwegen wurde 1999 gleichzeitig mit der Erlaubnis von Aludosen auch das Pfand eingeführt. Die Umstellung war unproblematisch, da bereits seit den 1970ern flächendeckend Rücknahmeautomaten existieren."
http://de.wikipedia.org/w...
Deutschland kam erst 30 Jahre später mit den Pfandautomaten!
"In Norwegen wurde 1999 gleichzeitig mit der Erlaubnis von Aludosen auch das Pfand eingeführt. Die Umstellung war unproblematisch, da bereits seit den 1970ern flächendeckend Rücknahmeautomaten existieren."
http://de.wikipedia.org/w...
Deutschland kam erst 30 Jahre später mit den Pfandautomaten!
"In Norwegen wurde 1999 gleichzeitig mit der Erlaubnis von Aludosen auch das Pfand eingeführt. Die Umstellung war unproblematisch, da bereits seit den 1970ern flächendeckend Rücknahmeautomaten existieren."
http://de.wikipedia.org/w...
Deutschland kam erst 30 Jahre später mit den Pfandautomaten!
und trotzdem nachhaltig (s.Text) - warum nicht auch Getränkedosen?
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