PersonenrätselLebensgeschichte

von Frauke Döhring

Manchmal muss einer ein paar Umwege gehen, um am Ende doch noch ans Ziel zu gelangen. So wie er: Denn er stand ja schon einmal ganz oben – nur kam dann, von einer Minute auf die nächste, alles anders als geplant. "Geht ganz schnell, dass du nicht mehr gefragt bist", resümiert er im Rückblick und gibt zu: "Das war schmerzhaft." Aber nun steht er wieder an dem Platz, an dem er sich heimisch fühlt. Das Sabbatical hat ihm gutgetan, man sieht’s: Er strahlt Ruhe aus, die wichtigste Eigenschaft für einen wie ihn. Selbstbewusstsein, ohne dabei abzuheben: "Ich will nicht darstellen, was ich nicht bin." Und, dies vor allem: Freude über "ein neues Kapitel, eine neue Chance".

Alles auf Anfang: Darauf hat er lange warten müssen, wenn man bedenkt, dass zwei Jahre in seinem Job eine halbe Ewigkeit sein können. Aber es ist nicht zu spät, das weiß er, und andere wissen es auch. Obwohl er bewusst Harmonie beschwört: "Wir hatten schon früher ein kollegiales Verhältnis." Schön, wenn man der Konkurrenz neidlos zu gönnen vermag, was man selbst begehrt. Nur, wie lange funktioniert das? Er wisse, hat er gesagt, "wie viel harte Arbeit und wie viel Verzicht in meiner Karriere stecken". Und auch dieser Satz klingt noch im Ohr: "Es ist schwieriger, den Status zu verteidigen, als ihn zu erreichen." Also doch eine Kampfansage? Man wird auch das sehen.

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Im Moment setzt er erst mal aufs Tagesgeschäft, als Teamplayer, Einzelkämpfer und – immer öfter – auch als Alphatier. Da muss er "in jeder Sekunde hellwach sein", darf sich nicht verzetteln (obwohl das einem Berufskollegen sogar mal geholfen hat). Gleichwohl hat er akzeptiert, dass Dinge schon mal in die falsche Richtung laufen können: "Es gibt gute und schlechte Tage." Doch falls dann so ein schlechter Tag die Stimmung dämpft, ist das nicht gleich ein Beinbruch. Dann geht er in eine Galerie oder ins Museum, Bilder anschauen, den Kopf freikriegen. Oder ins Konzert, sein Bruder spielt in einer Band. Es sei wichtig, sich nicht nur im Job, sondern als Mensch ständig weiterzuentwickeln, denn eins bedinge das andere, sagt er. Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 49:

Maria Stuart (1542 bis 1587) erbte die Krone des konfessionell zerstrittenen Schottland; durch ihre Ehe mit Franz II. war sie Königin von Frankreich. Als Katholikin bestritt sie die Legitimität Elisabeths I. und beanspruchte deren Thron

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