BrettspielSchach

von Helmut Pfleger

Schachaufgabe

Heute also etwas zur Rivalität zwischen Berlin und München . Zur Einstimmung die bekannte Frage des Preußen an den Einheimischen: "Wissen Sie, wo es hier zum Hofbräuhaus geht?" Und die knappe Antwort: "I scho." Wohlgefälliges Nicken der Umstehenden.

Wundert es da noch, dass der Preuße Bismarck Bayern für das einzige deutsche Land hielt, das "ein wirkliches und in sich selbst befriedigtes Nationalgefühl" habe entwickeln können, und dass es in Leon Feuchtwangers München-Roman Erfolg über die Stadt heißt: "Sie war zufrieden mit sich. Ihr Wahlspruch war: "Bauen, brauen, sauen."

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In diesem Kanon fehlt nur noch der rumänische Philosoph E. M. Cioran, der während eines Münchenaufenthalts feststellte: "Feist, befriedigt, mit uninteressantem Gesichtsausdruck, von Bier aufgeschwemmt und gutmütig, bieten die Bayern den Anblick schändlicher Ausgeglichenheit und ebensolcher Normalität." Jetzt langt’s aber! Nachdem ich, Bayer und Münchner, dies alles mit stammesgemäßer Langsamkeit habe in mich einsickern lassen, vermisse ich schmerzlich die Gewitztheit und den flinken Geist. Oder sollten das, wie andernorts kolportiert, wirklich nur die Preußen haben? Sollte ein solches "Matt in 3 Zügen" (wobei natürlich Weiß anzieht) mit erzwungenem "En-passant-Schlagen" in der Hauptvariante wirklich nur ein Berliner wie Kurt Richter komponieren können?! Und nur Preußen lösen?! Das darf doch nicht wahr sein!

Schachlösung
Schachlösung aus Nr. 49

Lösung aus Nr. 49:

Wie setzt Weiß am Zug in 2 Zügen matt?

Der Schlüsselzug ist 1.Lf7! , wonach bei 1...e3 2.Lxg6 und bei 1...c3 2.Sf4 matt setzt

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