Präsentation

Einen Vortrag zu halten ist in vielen Berufen üblich – mit diesem Baustein müssen Bewerber deshalb bei 92 Prozent der Assessment-Center rechnen. Als Grundlage dienen oft Zeitungsartikel oder Geschäftsberichte, die man dann vor anderen Teilnehmern des Assessment-Centers oder Mitarbeitern des Unternehmens zusammenzufassen muss. Dabei ist der äußere Eindruck mindestens genauso wichtig wie der Inhalt der Präsentation. Man sollte deshalb darauf achten, gerade zu stehen, Blickkontakt zu halten und deutlich zu sprechen. Und: Mut zur Lücke! Bewusst nur auf die wichtigsten Aspekte eingehen und so zeigen, dass man Prioritäten setzen kann.

Gruppendiskussion

2001 wurde noch in 95 Prozent der Assessment-Center diskutiert, heute nur noch in rund 61 Prozent. Dabei wird einer Gruppe von Bewerbern ein Thema vorgegeben, etwa ein Geschwindigkeitslimit für Autobahnen. Manchmal werden für die Diskussion bestimmte Positionen vorgegeben, zum Beispiel wenn es um die Verteilung von Geldern innerhalb der Firma geht. Um zu überzeugen, präsentiert man am besten eigene Ideen und Standpunkte, ist aber auch bereit, auf Gegenstimmen zu hören oder am Ende einen Kompromiss zu schließen. Die Regeln für jedes gute Gespräch gelten auch hier – also anderen nicht ins Wort fallen oder laut werden.

Rollenübung

Sie werden von 85 Prozent der Assessment-Center eingesetzt. Hier wird eine kritische Situation vorgegeben, und der Bewerber muss in eine Rolle schlüpfen. Er spielt etwa einen Verkäufer, der einen Kaufvertrag abschließen soll, oder einen Vorgesetzten, der einen Mitarbeiter zur Ordnung rufen muss. Den Gegenpart übernehmen andere Teilnehmer oder Mitarbeiter des Unternehmens. Auf solche Rollenspiele muss man sich einlassen können. Wer sich unwohl fühlt, strahlt das auch aus. Der Bewerber sollte engagiert sein, aber gekünstelte und übertriebene Gesten vermeiden. Wichtig ist, dass man sich auf seine Stärken konzentriert: Der eine überzeugt eher mit Sachargumenten, der andere mit Einfühlungsvermögen. Genau das darf auch gezeigt werden.