Astronaut Gene CernanUnter ihm die Erde

Gene Cernan verließ vor 40 Jahren als letzter Mensch den Mond. Heute fragt er sich, ob er alles nur geträumt hat. von Peter Sartorius

Gene Cernan am 11. Dezember 1972 im Mond-Rover

Gene Cernan am 11. Dezember 1972 im Mond-Rover  |  Public Domain/Nasa

Ein Albtraum wie in Edgar Allan Poes Fieberfantasien. In einer Raupenhülle torkelt ein Mann durch eine lebensfeindliche Welt. Er ist schweißüberströmt und stößt heißen Atem aus, der zusammen mit der Körperausdünstung das Visier seines Helms von innen beschlägt und ihn blind macht. Er weiß, dass in unmittelbarer Nähe ein Stück Stahl, gezackt wie ein Sägeblatt, seinem Leben abrupt ein Ende machen kann. Sein Herz rast. 180 Schläge und mehr. Er ist tödlich erschöpft. Wenn er sich jetzt fallen ließe, hinein in die Leere, ins Nichts – es wäre eine Erlösung. Aber er findet wieder inneren Halt. Und stürzt in einen neuen Albtraum. Er will sich in eine Metallkapsel zwängen, die ihm Sicherheit böte, wenn er es nur schaffte, den Deckelverschluss zu schließen. Doch wie sehr er sich auch verrenkt, sein Kopf ragt noch immer aus der Öffnung. Von den Beinen aufwärts schnellt stechender Schmerz durch den Körper. Der Mann kann jetzt kaum noch atmen. Sein Gesicht läuft violettrot an. Der Kopf droht zu platzen.

Beinahe ein halbes Jahrhundert später versucht derselbe Mann in einem Büro unweit des Lyndon B. Johnson Space Center in Houston, Texas mir begreiflich zu machen, wie das war, als er in der Raupenhülle steckte. Ich kenne ihn von früher, als er sein Haar noch militärisch kurz trug. Heute lässt er es länger wachsen. Aber es ist schlohweiß geworden. 78 Jahre ist der Mann jetzt alt, doch immer noch gelenkig genug, seine Beine unter und hinter die Sitzfläche seines Stuhles zu strecken, gleichzeitig, mehr liegend als sitzend, das Rückgrat durchzudrücken und den Körper nach Art eines karibischen Limbotänzers zu verbiegen – so wie damals, als es ihm mit letzter Kraft schließlich doch noch gelungen war, die Kapsel zu verriegeln. Die Gefahr besteht, dass sein Kopf wieder anschwillt.

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Spontaner Gedanke: Wie viel Zeit muss vergehen, bis auf einen durchlebten Albtraum die Erfüllung eines großen Traumes folgen kann? Im Falle des Astronauten Eugene Cernan kommt man auf sechs Jahre, sechs Monate und sechs Tage.

Der Albtraum – das war Anfang Juni 1966, als die Supermächte USA und Sowjetunion um die Vormachtstellung im Weltraum rangen und Amerika in einem nationalen Kraftakt den Vorstoß zum Mond vorantrieb. Man war im Plan mit dem Apollo-Programm, aber, natürlich, noch immer erst auf einer Erdumlaufbahn. Cernan war Kopilot des Commanders Tom Stafford und stieg für ein Außenbordmanöver aus der zweisitzigen Gemini-Kapsel aus. Sein Landsmann Ed White und zuvor schon, als erster Mensch überhaupt, der Russe Alexej Leonow hatten ihm das vorgemacht. Aber anders als sie sollte Cernan nicht mehr nur die Machbarkeit des Außenaufenthalts in der Schwerelosigkeit demonstrieren, sondern auch herausfinden, inwieweit es möglich war, dort draußen Montagearbeiten zu verrichten. Es gab keine Erfahrungswerte. Deshalb wurde das, was man euphemistisch einen Weltraumspaziergang nennt, für ihn zum Höllenritt.

Gene Cernan im Oktober 2010

Gene Cernan im Oktober 2010  |  Public Domain/US Navy

Er selbst hat es mit solchen Worten beschrieben: a spacewalk from hell. Und jetzt, wieder in bequemer Sitzposition, setzt er eine Bemerkung hinzu, die einem auch heute noch den Atem nimmt.

»Ich wusste, dass ich in Schwierigkeiten war«, sagt er. »Wäre die Funkverbindung zum Raumschiff besser gewesen – denkbar, dass ich Stafford gebeten hätte: Tom, cut me loose!« Schneid mich ab!

Hat am Ende also lediglich ein technisches Problem Cernan daran gehindert, Stafford aufzufordern, den Verbindungsschlauch zum Raumschiff zu kappen, an dem sein Leben hing? Die Frage ist hypothetisch. Gleichwohl, bei Mission Control in Houston war man auf den Fall vorbereitet, dass Cernan nicht mehr in die Kapsel würde zurückkehren können. Cernan wusste es. Ihm war nicht entgangen, dass Deke Slayton, der Chef der Astronauten, den sie den Godfather nannten, vor dem Start Stafford beiseitegenommen hatte, um mit ihm unter vier Augen noch ein Letztes zu besprechen. Cernan war sich klar darüber, dass es um ihn ging, um sein Leben, um das Worst-Case-Szenario.

Cernan wird später auf seinen Durchhaltewillen eingehen. Aber das eigentliche Thema ist es nicht. Der Traum ist es oder, genauer: das, was Cernan heute wie ein Traum vorkommt.

Vor vierzig Jahren, im Dezember 1972, sechs Jahre, sechs Monate und sechs Tage nach dem Ausstieg aus der Gemini-Kapsel, betrat Cernan den Mond, und alles, was vorher war, spielte keine Rolle mehr, nicht in diesem großen Moment.

»Sie werden das nicht nachempfinden können«, sagt Cernan. »Keiner kann es. Drei Tage lang habe ich dort oben gelebt, aber manchmal frage ich mich – bin wirklich ich es gewesen, der das war?«

Captain Gene Cernan salutiert 1972 vor der US-Flagge.

Captain Gene Cernan salutiert 1972 vor der US-Flagge.  |  Public Domain/Nasa

Natürlich war er dort oben, wie zehn andere vor ihm. Er und der Geologe Harrison Schmitt, genannt Dr. Rock, machten das Dutzend voll. Doch danach war Schluss. Und das ist es, was Cernans Mondaufenthalt zum besonderen Datum macht, zum Kontrapunkt der ersten Mondlandung im Jahr 1969, als Neil Armstrong seinen kleinen Schritt und die Menschheit ihren großen Sprung tat. Armstrong hatte auf dem Mond das erste, Cernan aber das letzte Wort.

Bevor er, nach Dr. Rock, als letzter Erdenmensch im Mondstaub die Leiter zur Raumfähre hinaufzuklettern begann, hatte er noch einmal einen Blick auf die im All schwimmende Erde geworfen. Ein Gefühl der Überheblichkeit hatte ihn übermannt, wie er in seinen Erinnerungen zugibt. Als Auserwählter war er sich plötzlich vorgekommen. Und so fühlte er sich berufen, ein Wort für die Ewigkeit zu sprechen.

»Jetzt, da wir den Mond verlassen«, hatte er ausgerufen, »gehen wir so, wie wir kamen und wie wir, so Gott will, wiederkommen werden – in Frieden und voll Hoffnung für die ganze Menschheit.« Und dann hatte er noch, auf der Leiter stehend, hinzugefügt, er wolle zu Protokoll geben, dass Amerikas Herausforderung von heute bereits das Schicksal der Menschheit von morgen geprägt habe.

Es musste vieles zusammenkommen, bis Cernan ein so mächtiges Schlusswort sprechen konnte. Klar, die Männer, die damals in eine unberührte Welt außerhalb der Erdatmosphäre vordrangen, mussten eine hohe Qualifikation als Flieger mitbringen, weshalb die meisten von ihnen Testpiloten für superschnelle Militärjets waren. Aber anderes kam bei Captain Cernan hinzu, auch Glück – das Glück des Tüchtigen und dazu das schiere Glück, das einer am Spieltisch haben muss, wenn er alles auf eine Karte setzt. Und außerdem: War es nicht so, dass sich überhaupt erst durch ein tragisches Ereignis für ihn die Tür zum Weltraum öffnete?

Deshalb also jetzt mein Besuch bei ihm im Büro eines seiner Freunde aus vergangenen Mondflugtagen – gewiss aus Anlass des 40-Jahr-Jubiläums, aber auch aus Neugierde, einen Mann wiederzutreffen, dessen Lebensweg sich kein Drehbuchschreiber filmgerechter ausdenken könnte.

Ein Film über dieses Leben würde in den frühen fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts beginnen, als am Rand von Chicago ein aufs Fliegen versessener Junge aufwuchs, den sie Gene oder Geno riefen. Die Highschool verließ er als einer der 20 Besten unter mehr als 700 Mitschülern. Er verpflichtete sich für die Navy, schloss ein vierjähriges Grundstudium an der für ihre technische Forschung gerühmten Universität Purdue mit Bestnoten ab, wurde danach als Kampfpilot ausgebildet und machte schließlich an der Naval Postgraduate School im kalifornischen Monterey seinen Master in Luftfahrttechnik. Und gerade als er damit fertig war, rief auch schon Commander Shepard bei ihm an. Das war 1963, zwei Jahre nachdem Alan B. Shepard als erster Amerikaner auf einem Parabelflug über die Stratosphäre hinaus den Weltraum gestreift und dem jungen Präsidenten John F. Kennedy Anlass gegeben hatte, die Landung auf dem Mond als nationales Ziel anzukündigen.

Der Anrufer war nicht dieser berühmte Al Shepard, sondern ein anderer Shepard, einer, der in Washington mit Sonderprojekten der Navy beschäftigt war. Er fragte an, ob Cernan sich als Freiwilliger für ein Auswahlverfahren melden wollte.

Misstrauische Gegenfrage: »Wofür genau, Sir?»

»Für das Apollo-Programm.«

Pause.

Dann war es aus Cernan herausgebrochen wie aus einem Vulkan. »Well, yes Sir! Not only that, Sir, but, hell, yes Sir.«

So hatte alles angefangen. Und so ist es nachzulesen in der Autobiografie, die Cernan mit der Hilfe des Journalisten Don Davis geschrieben hat und die sich wie ein Thriller liest oder, eben, wie ein Skript für Hollywood. Einer seiner Bekannten, sagt Cernan, habe ihm gestanden, wie sehr er bei der Lektüre um sein, Cernans, Leben gebangt habe, obwohl er doch wusste, dass alles gut ausgegangen war bei diesem spacewalk from hell.

Da ist das Stichwort wieder. Der Höllenritt.

Was genau war da geschehen im Orbit, fast 300 Kilometer über dem Erdboden? Verkürzt gesagt, Folgendes: Cernan sollte nach dem Ausstieg einen Kasten mit Gestänge, Gurten, Hebeln, Schaltern, Ventilen bergen und auf den Rücken schnallen, einen unförmigen Tornister, der ihn mit allem versorgen sollte, was er zum Manövrieren im All benötigte. Aber nichts konnte wie geplant zu Ende geführt werden. Versuch mal, Druck auf etwas auszuüben, ohne selber festen Halt zu haben! Isaac Newtons 3. mechanisches Gesetz von Kraft und Gegenkraft. Alles, was du erreichst, ist, dass du dich um dich selbst drehst! Am Ende taumelte Cernan an der Bordwand der Raumkapsel entlang, mit rasendem Puls. Dazu die Blindheit. Und die Kenntnis, dass ein scharfkantiges, abstehendes Metallteil der Kapsel seine Raupenhülle aufschlitzen oder die Nabelschnur zerfetzen konnte. Cernan war nahe daran, sich fallen zu lassen.

Und warum, Captain, haben Sie sich dann trotzdem zurückgetastet – ins Raumschiff und ins Leben?

Cernan ist stolz auf seine militärische Vergangenheit. Als jüngster Offizier der Navy war er einst zum Captain befördert worden, und auch heute noch steckt in ihm viel von einem pflichterfüllten, patriotischen Offizier.

»Beim spacewalk«, sagt er, »ging es nicht um Leben oder Tod, es ging um Erfolg oder Fehlschlag, ausschließlich darum.«

Cernan konnte den Gedanken nicht ertragen, dass seine Mission mit einer Katastrophe enden sollte. Dass das nationale Programm durch sein eigenes Scheitern gefährdet würde – das durfte er nicht zulassen, das verlieh ihm die Kraft, sich wieder zum Raumschiff zu hangeln und sich so zu verbiegen, dass der Kopf nicht mehr aus der Luke ragte. Als er sich endlich des Helms entledigt hatte, blickte Tom Stafford in ein erschreckend verfärbtes Gesicht.

Astronauten leben immer in der Nähe des Todes. Damals, im Rennen zum Mond, noch viel mehr als heute. Und tatsächlich, drei Jahre nach dem Höllenritt war Cernan dem Tod schon wieder alarmierend nahe, diesmal nicht mehr auf der Erdumlaufbahn, sondern nun bereits im Bannkreis des Mondes. Abermals als Kopilot von Tom Stafford war er im Mai 1969 zu dem Erdtrabanten aufgebrochen, zur Generalprobe für Neil Armstrongs historische Mondlandung ein Vierteljahr später. Die Mondmission Apollo 10 sollte ein Test der Landefähre sein. Doch dann plötzlich ein Computerproblem. 14 Kilometer über dem Mond geriet die Fähre außer Kontrolle und raste, wild um ihre Achsen rotierend, der Kraterwüste entgegen. Oder anders: Der Mond war nicht mehr im Zielvisier, sondern wischte am Bordfenster vorbei, einmal, zweimal, immer von Neuem. Stafford blieben nur Sekunden, um wieder die Kontrolle über das spinnenbeinige Gefährt zu gewinnen. Sie reichten aus. Aber zwei, drei Pulsschläge später, und die Fähre wäre zwischen Kratern zerschellt.

Die Aufbruchsjahre des Menschen in den Weltraum waren eine Zeit dramatischer Geschichten. Als Reporter hatte ich die Flüge zum Mond aus der Nähe miterleben dürfen und auf Pressekonferenzen in Houston und am Startplatz in Florida Cernan und die anderen bewundert für die kühle Art, mit der sie von ihren Expeditionen zum Mond berichteten. Die Rückkehrer aus dem Weltraum kamen mir im Jahr des Mondes 1969 vor wie Aliens, nicht eigentlich wie Menschen aus Fleisch und Blut. Das sollte sich ein Jahr darauf ändern, 1970, als ich Cernan in Deutschland wiedersah. Diesmal steckte er nicht in einem Overall mit den Emblemen der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa darauf, sondern war in Jeans und Freizeithemd unterwegs. Er, der Mondfahrer, und Al Shepard, der richtige Shepard, der Veteran aus der Anfangszeit der Raumfahrt, waren mit den Weltraumneulingen Joe Engle und Ed Mitchell auf Besuch in der bayerisch-schwäbischen Idylle von Nördlingen. Spätabends kletterte Cernan, begleitet von Engle und uns Journalisten, hinauf zur Spitze des örtlichen Kirchturms, der Daniel heißt und nicht nur die Höhe, sondern, bei einiger Fantasie, auch die Form der Mondrakete Saturn V hat. Bordverpflegung hatte Cernan auch bei sich, ein paar gut gekühlte Flaschen Bier, wie er sich noch heute erinnert. Oben stießen er und Engle mit dem Turmwächter an, nachdem dieser laut »Los, G’sell, los!« in die schlafende Stadt hinuntergerufen hatte – ein Nördlinger Ritual von alters her, ursprünglich eine Fluchthilfe, Anfeuerung für einen vor der Obrigkeit Reißaus nehmenden Ganoven.

Cernan und die drei anderen Astronauten hielten sich in der Stadt auf, weil 15 Millionen Jahre vorher dort ein gewaltiger Meteorit einen Krater von 25 Kilometer Durchmesser gerissen hatte, mit solcher Wucht, dass Gestein bis in die Gegend des heutigen Tschechien und der Slowakei gespritzt war, dorthin, wo die Cernans ihre familiären Wurzeln haben. Die Astronauten schlugen im Nördlinger Ries Gestein aus Steinbrüchen, weil nicht auszuschließen war, dass sie später, wenn sie auf dem Mond standen, Meteoritensplitter vergleichbarer Art entdecken würden.

Aber würde sich Cernan auf dem Mond je auf die Suche nach der Vergangenheit unserer Welt machen können? Er war zwar nach seinem Flug mit Apollo 10 bereits wieder in der Pipeline zum Mond, wie er das nennt. Aber so viel konnte noch geschehen und verhindern, dass er abermals bei einem Weltraumeinsatz im Cockpit einer Mondfähre sitzen würde. Und so viel war ja auch zuvor geschehen, auf schockierende Weise, gerade erst ein paar Monate vorher. Apollo 13 war als Wrack zum Mond geflogen, und die Welt hatte den Atem angehalten. Wie oft würde sich Amerika den gefährlichen Luxus noch leisten wollen, Menschen zum Mond zu schicken, nachdem die amerikanische Flagge dort bereits aufgestellt und das Wettrennen mit den Russen gewonnen war? Ein paar Flüge würde es noch geben, aber nicht alle ursprünglich vorgesehenen. Zunächst jedenfalls bildeten Gene Cernan und Joe Engle nur die Ersatzcrew für Al Shepard und Ed Mitchell, die bei der bevorstehenden Mission Apollo 14 auf dem Mond landen sollten.

Cernan und Engle hatten sich, was ihre eigenen Chancen anging, in Nördlingen zuversichtlich gegeben. Engle konnte nicht ahnen, dass in Houston Überlegungen heranreiften, die dazu führen sollten, dass er den Mond nie aus der Nähe sah. Und was Cernan anging – kein Wort davon, dass er eben erst um seine Zukunft gespielt hatte. Wir Reporter wunderten uns nur darüber, dass einer wie er, der sich in Gemini- und Apollo-Raumschiffen bewährt hatte, als Backup herhalten musste, als Reserve für Shepard, der zwar eine nationale Heldengestalt war, aber eine aus längst vergangenen Tagen. Nach seinem Streifschuss in den Weltraum war Shepard wegen eines Hörschadens beinahe ein Jahrzehnt lang zu keinem Einsatz mehr gekommen, was vielleicht auch ein Grund dafür war, dass er nachkommenden Astronauten schnippisch und arrogant begegnete.

Jetzt in Houston kommt Cernan auf das zu sprechen, was sich damals hinter den glatten Fassaden des Weltraumzentrums der Stadt abgespielt hatte. Er tut es bei der Beantwortung einer Frage, die sich auf ganz anderes bezog – darauf, was er als den risikoreichsten Augenblick in seiner Karriere ansehe. Den Höllenritt außerhalb der Gemini-Kapsel? Oder den Moment, als bei Apollo 10 die Mondfähre unkontrolliert dem Mond entgegenstürzte? Oder vielleicht den Helikopter-Crash im Jahr 1971, über den wir bis dahin noch gar nicht geredet hatten?

»Nichts von alledem«, sagt Gene Cernan. »Das größte Risiko als Astronaut bin ich eingegangen, als ich Deke widersprochen hatte.«

Wem? Klar, Deke Slayton, dem Godfather.

Deke Slayton war wie Shepard einer jener legendären sieben Testpiloten, der Original Seven, die als erste Amerikaner für einen Einsatz im Weltraum ausgewählt worden waren. Auch er war dann lange Zeit vom aktiven Dienst als Astronaut suspendiert worden, in seinem Fall wegen einer Herzunregelmäßigkeit. Am Boden jedoch, in Houston, hatten er und Shepard Schlüsselstellungen inne. Shepard leitete das Astronautenbüro. Und Slayton, in einer Direktorenposition, entschied über die Besetzung der Raumschiffe und hatte damit das Schicksal derer, die zum Mond wollten, in seiner Hand, erfüllte ihre Träume oder ließ sie platzen.

Dem allmächtigen Paten also hatte er widersprochen, wissend, dass er dadurch möglicherweise seinen Traum von einer Mondlandung würde begraben müssen. Dabei hatte Slayton ihm paradoxerweise gerade helfen wollen, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Er teilte Cernan als Ersatzmann für die Mission Apollo 13 ein. Nach der Arithmetik der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa bedeutete dies, dass Cernan drei Missionen später zum wirklichen Einsatz kommen würde. Bei Apollo 16 würde er demnach wieder, wie schon bei Apollo 10, zum Mond aufbrechen können und diesmal auf ihm landen.

Doch Cernans Reaktion auf die verlockende Aussicht hatte Slayton sprachlos gemacht: No, thanks, Sir.

»Meinen ganzen Mut«, sagt Cernan, »musste ich aufbringen, um das Angebot auszuschlagen, ein fremdes Gestirn zu betreten. I gambled.«

Natürlich wollte er zum Mond. Er war begierig darauf. Aber er hatte auch seinen Stolz. Und seine Prinzipien. Und ein ausgeprägtes Ego. Er pokerte.

»Ich wollte den Flug zu meinen Bedingungen«, sagt Cernan. »Ich wollte im Cockpit den linken Platz.«

Der Godfather hatte ihm den rechten Platz zugewiesen, den Platz des Kopiloten, den Cernan dann auch später innehaben würde, wenn er an der Reihe war zu fliegen. Cernan jedoch wollte nur als Commander nochmals zum Mond, und dies hieß: auf dem Platz, den bis dahin stets die früheren Testpiloten unter den Astronauten eingenommen hatten. Sie empfanden sich als Elite, und Cernan gehörte nicht dazu. Aber war er nicht fliegerisch genauso gut oder, ja, sogar besser? Hatte er es mit seiner Erfahrung, seinen Verdiensten, seinen Talenten nicht verdient, auf dem linken Platz zu sitzen? Das war es, was ihn umtrieb.

»Deke hat mich für verrückt erklärt«, sagt Cernan und fügt hinzu, dass Slayton ihm unmissverständlich klargemacht habe, dass es für ihn eine zweite Chance kaum geben werde.

Doch Cernan hatte sich nicht beirren lassen. Commander oder gar nichts! Für Apollo 13 war er damit aus dem Spiel. Aber Apollo 14 musste jetzt besetzt werden. Shepard würde der Commander sein. Doch wer würde sein Ersatzmann werden und damit später Commander von Apollo 17 sein? Wer konnte Cernan vorgezogen werden? Infrage kamen vor allem die anderen Veteranen, die ebenfalls bereits zum Mond geflogen, jedoch nicht auf ihm gelandet waren. Aber Frank Borman und Bill Anders von Apollo 8, der allerersten Mondexpedition zu Weihnachten 1968, hatten das Astronautenkorps verlassen, und der dritte Mann an Bord, Jim Lovell, war bereits als Commander für Apollo 13 benannt worden. Michael Collins wäre dann erste Wahl gewesen, der bei Apollo 11 in einer Mondumlaufbahn hatte zurückbleiben müssen, als Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Mond Geschichte schrieben. Aber auch Collins wollte nicht noch länger warten. Er versuchte sich in der Politik. Wer blieb noch übrig? Tom Stafford, der Commander Cernans bei den Gemini- und Apolloflügen? Auch er nicht. Er wurde Nachfolger Shepards als Leiter des Astronautenbüros. Im Pokerspiel mag Cernan auch miteingerechnet haben, dass seine Widerborstigkeit Slayton vielleicht insgeheim imponiert hatte. Jedenfalls, Cernan glaubte, gute Karten in der Hand zu haben. Und er sollte recht behalten.

Noch einmal rief Deke Slayton ihn zu sich, um ihm diesmal mitzuteilen: Dein Pokern hat sich ausgezahlt, Geno. Du kriegst deinen Willen. Du wirst bei Apollo 14 Commander der Ersatzcrew, Backup von Shepard mit der Aussicht auf einen Einsatz bei Apollo 17. Gratulation.

Aber sofort, und überlaut, meldete sich abermals Cernans Ego. Er, mit all seiner Erfahrung vom Mond, zunächst im zweiten Glied hinter einem, der nie richtig im All war? Schwer zu ertragen. Natürlich versicherte er Shepard, dass er loyal zu ihm stehe. Aber dann konnte er sich nicht mehr zurückhalten. Es musste aus ihm heraus. »Für den Fall, dass Sie nicht fliegen können«, sagte er dem Älteren, fast 50-Jährigen, ins Gesicht, »werde ich da sein, um Ihren Job zu machen – nicht nur so gut wie Sie, sondern besser.«

Ein Affront. Cernan erinnert sich, dass Shepards Miene plötzlich einfror. Doch dann das Unerwartete. Der Unnahbare, im Astronautenlager Gefürchtete, streckte die Hand aus und sagte: »Geno, wir werden gemeinsam unseren Spaß haben.«

Das Eis war gebrochen. Cernan war auf Kurs. Unter Abwägung aller Risiken hatte er sich für das Glücksspiel entschieden und gewonnen und konnte sich in seiner Lebensphilosophie bestätigt sehen. Schicksal sei eine Sache eigener Wahl, ganz persönlicher Entscheidungen, ist sein Credo. Allein der Mensch selbst bestimme über sein Leben.

Wobei freilich, andererseits, die entscheidende Weichenstellung auf seinem Weg zu den Sternen nicht in seiner Hand gelegen hatte. Er hatte erst der dritten Generation amerikanischer Raumfahrer angehört und war einer unter mehr als zwei Dutzend anderen in den Jahren des Testens und Tastens am Rand des Weltraums gewesen. Jahrelang hatte er sich in Wassertanks, Düsenflugzeugen, Helikoptern, Zentrifugen auf einen Weltraumeinsatz vorbereitet – doch die Berufung in ein Cockpit der damaligen Gemini-Kapseln hatte er nicht bekommen. Immerhin, er und Tom Stafford waren schließlich als Ersatz für die Astronauten Elliot See und Charles Bassett bei Gemini 9 eingeteilt worden. Aber das Gemini-Programm näherte sich bereits dem Ende. Beim nachfolgenden Apollo-Programm würden die Karten neu gemischt werden. Und würden dann nicht wieder die Älteren, Erfahreneren in der Vorhand sein? Doch dann waren mit einem Male alle Spekulationen obsolet. Es war im Februar 1966. Cernan und Stafford flogen ebenso wie See und Bassett in zweisitzigen Militärjets nach St. Louis zum Training bei den McDonnell-Flugzeugwerken, den Erbauern der Gemini-Kapseln. Am Zielort herrschten Nebel und Schneetreiben. See und Bassett, die den Formationsflug anführten, scherten mit ihrer Maschine aus, wollten offenbar die Landung abbrechen – und rasten hinter dem Tower in die Flugplatzhallen und in den Tod. Noch am selben Tag wurden Stafford und Cernan als neue Einsatzcrew für Gemini 9 ausgerufen. Ein Vierteljahr später war Cernan im Weltraum.

Von welchen Empfindungen mag er ergriffen worden sein, als See und Bassett starben? Ich vergesse, Cernan jetzt in Houston danach zu fragen.

Aber vermutlich war es so, dass er ihren Tod akzeptierte, wie er erwartete, dass sein eigener Tod von den anderen akzeptiert würde, als letzte Konsequenz dessen, worauf sie alle sich eingelassen hatten. Schon vor Bassett und See war Theodore Freeman umgekommen, als eine Wildgans die Cockpitscheibe seines Jets zerschmettert hatte. Später, im Jahr 1967, verbrannten bei einem Bodentest Gus Grissom, Roger Chaffee und Ed White im Cockpit eines Apollo-Raumschiffs, und noch im gleichen Jahr starb ein weiterer Freund Cernans, Clifton Williams, auch er, wie Freeman, See und Bassett, bei einem Düsenjägerabsturz.

Sie alle wurden mit militärischen Ehren auf dem Nationalfriedhof von Arlington bei Washington beigesetzt. Und auch Captain Eugene Cernans leibliche Überreste würden heute dort ruhen, in der Nachbarschaft John F. Kennedys, wenn nicht...

Wenn nicht ein Schutzengel über ihn seine Hand gehalten hätte bei seinem Crash im Hubschrauber, im Januar 1971? Man kann es so sehen.

Richtig ist aber auch, dass Cernan den Unfall kaum ohne sein Astronautentraining überlebt hätte.

Der Unfall hatte sich eine Woche vor dem Start von Apollo 14 zugetragen. Als Ersatzmann Al Shepards trainierte Cernan am Cape Canaveral in einem Helikopter für die Mondlandung. Er wollte noch überflüssigen Treibstoff verbrauchen und bei dieser Gelegenheit den Badegästen ein paar Kunststücke aus dem Repertoire tollkühner Flieger vorführen. Er flog Schleifen, Spiralen, ließ den Helikopter fallen. Über kristallklarem Wasser ist die Wasseroberfläche nur schwer zu bestimmen. Cernan verschätzte sich. Der Helikopter riss eine Furche ins Wasser und überschlug sich. Die offene Kabine mit Cernan versank. Ausfließender Treibstoff verwandelte das Wasser in ein Flammenmeer. Am Ufer werden es nur wenige gewesen sein, die dem Piloten eine Überlebenschance gaben. Aber der Schutzengel, antrainierte Reflexe und die Stunden in den Tanks zum Simulieren von Schwerelosigkeit retteten Cernan das Leben. Unter Wasser befreite er sich aus dem Cockpit, tauchte unter den Flammen hindurch und kam erst dort wieder nach oben, wo das Wasser nicht mehr kochte – weitgehend unversehrt, jedenfalls nach wie vor in der Lage, eine Woche später, wenn nötig, für Shepard einzuspringen oder drei Missionen danach selbst zum Mond aufzubrechen.

Wirklich?

Wenn ein Astronaut sich selbst mutwillig in Gefahr bringt, ist dies nicht die beste Empfehlung, ihm das Kommando einer Mondmission anzuvertrauen. Ohnehin war schon vorher darüber nachgedacht worden, ob man nicht die Arithmetik der Nasa außer Kraft setzen müsse. Inzwischen nämlich waren die drei letzten ursprünglich vorgesehenen Apollo-Flüge, jene mit den Nummern 18, 19 und 20, gestrichen worden. Das Ersatzteam für Apollo 14 war damit das letzte, das bei einem Mondflug noch zum Einsatz kommen konnte. Aber musste nicht, andererseits, die Ersatzcrew von Apollo 15 in jedem Fall noch auf dem Mond landen? Die Wissenschaft musste ruhig gestellt werden. Unmut hatte sich bei ihr angestaut, weil stets Jetpiloten für Mondmissionen ausgewählt worden waren, obwohl man die Flüge mit wissenschaftlichen Motiven rechtfertigte und auch Geologen im Astronautentraining standen. Deke Slayton hatte deshalb Harrison Schmitt, den Dr. Rock, in die Ersatzcrew von Apollo 15 berufen, um ihn dann mit Apollo 18 zum Mond senden zu können. Aber nun gab es plötzlich keine Mission Apollo 18 mehr, und das ganze Konzept war dahin.

Musste deshalb nicht Cernans Helikopter-Crash dem Gedanken Auftrieb geben, die komplette Reservemannschaft von Apollo 14 aus dem Spiel zu nehmen und dafür die Reservemannschaft von Apollo 15 auf der letzten Mondmission einzusetzen, mit Harrison Schmitt, dem Dr. Rock, an Bord?

Alles war noch offen, als Cernan den Godfather aufsuchte, um ihm Bericht darüber zu erstatten, was zum Helikopterabsturz geführt hatte. Viel hätte er zu seiner Entschuldigung nicht vorbringen können. Aber Slayton ließ ihn erst gar nicht zu Wort kommen. Wann genau das Triebwerk ausgefallen sei, wollte Slayton wissen. Das Triebwerk sei nicht ausgefallen, entgegnete Cernan und wollte seinen Leichtsinn beichten. Und wieder schnitt ihm Slayton das Wort ab. Nochmals, Geno, wann hat das Triebwerk abgeschaltet? Es brauchte für Cernan nicht viel Scharfsinn, um zu erkennen, dass ihm Slayton eine goldene Brücke bauen wollte. Technischer Defekt.

Aber Cernan hätte die Öffentlichkeit belügen müssen und sich selbst ebenso. Das ließ die Ehre von Captain Eugene Cernan nicht zu. Er blieb dabei, dass alles sein Fehler gewesen sei.

»A dumb thing«, sagt er jetzt, und so ähnlich hatte er es Slayton auch gesagt. Eigene Dummheit, nichts sonst.

Vielleicht, so seine Hoffnung damals, würde er, wenn er Glück hatte, nicht mit bohrenden Fragen konfrontiert werden. Und er hatte Glück. Der Unfall geschah am Wochenende, als die Aufmerksamkeit der Presse am Kap nicht groß war. Und als die neue Woche begann, blickte ganz Amerika bereits gebannt nach Kalifornien, wo die Todesurteile gegen Charles Manson und dessen Hippie-Mädchen gefällt wurden, die in Los Angeles den Hollywood-Star Sharon Tate und ein halbes Dutzend weiterer Menschen im Drogenrausch niedergemetzelt hatten. Was hatte dem der glimpflich verlaufene Unfall eines Ersatzmannes für einen Mondflug an Sensationswert entgegenzusetzen? Cernan jedenfalls kam ungeschoren davon. Und wurde bald darauf als Commander von Apollo 17 bestätigt.

Einer musste jedoch den Preis für das Zugeständnis an die Wissenschaft bezahlen: Joe Engle, der auf dem Kirchturm von Nördlingen dem Mond bereits um hundert Meter näher gekommen war. Er hatte seinen Platz als Kopilot neben Cernan in der Mondfähre für Harrison Schmitt, den Geologen, zu räumen. Erst zehn Jahre später durfte er, nun Commander von Raumtransportern in der Shuttle-Ära, zweimal in den erdnahen Weltraum aufbrechen. Eine Entschädigung für den entgangenen Mondflug war es nicht. Slaytons Entscheidung traf auch Cernan hart. Nicht dass er seinen neuen Kopiloten als Menschen nicht geschätzt hätte. Aber dieser Dr. Rock war keiner aus seiner Welt, keiner derselben Spezies, kein gelernter Jetpilot, keiner mit ihren Genen, Fliegergenen.

Dennoch, Cernan war am Ziel. Nichts konnte ihn mehr aufhalten. Mit dem Mutterschiffpiloten Ron Evans und Harrison Schmitt als Begleitern machte er sich am 7. Dezember 1972 nach einem spektakulären Nachtstart auf zur letzten Mondlandung. Nach einem reibungslosen Anflug kamen Cernan und Schmitt in einem zernarbten Terrain am Rand des Mare Serenitatis an, erkundeten drei Tage lang die Kraterwelt in einem Rover, bargen mehr als hundert Kilo Gestein, hoben am 14. Dezember vom Mond wieder ab und nahmen nach der Rückkehr zur Erde den Schlussapplaus der Welt für das gesamte Monderoberungsprogramm entgegen.

Zeit zum Reflektieren anlässlich des Jubiläums. Er würde heute nichts anders machen als damals, sagt Cernan. Sein Privatleben lässt er aus. Da war auf dem Weg zum Mond mehr zerbrochen als ein Hubschrauber. Es war, wie bei vielen amerikanischen Astronauten, die Ehe. Barbara, seine große Liebe aus der Zeit, als er noch zwischen Hörsälen und Hangars pendelte, war es leid, Mrs. Astronaut zu sein, Anhängsel eines Mannes, der in der Welt herumreiste und sich mit Ehrungen überschütten ließ.

»Wir, die wir auf dem Mond standen, wurden in manchen Weltgegenden wie Gottheiten empfangen«, sagt Cernan, und es klingt wie eine Entschuldigung dafür, dass er in dieser Zeit sein Leben nicht exakt steuern konnte.

Gottheiten mögen für Ehen nicht taugen, Wirtschaftsunternehmen hingegen schmücken sich gern mit ihnen. Nach seinem Ausscheiden aus der Nasa wurde Cernan Vizepräsident einer Ölgesellschaft. Später gründete er ein Flugunternehmen und eine Beratungsfirma für Weltraumfragen. Heute, zum zweiten Male verheiratet, zieht er sich häufig auf seine Ranch in einem Waldgebiet im westlichen Texas zurück und lässt sich gegen die Öffentlichkeit durch eine Büroleiterin abschirmen, die er eine stählerne Magnolie nennt.

Viele von denen, die Cernan auf dessen Weg begleitet haben, sind inzwischen gestorben. Deke Slayton. Al Shepard. Ron Evans. Zuletzt auch Neil Armstrong. Beim offiziellen Gedenkgottesdienst für den ersten Mann auf dem Mond in der National Cathedral von Washington durfte Cernan die Trauerrede halten.

Im Büro des Freundes in Houston, zum Schluss des Interviews, sagt Cernan, dass er stolz darauf sei, einen Anteil daran zu haben, dass ein Menschheitstraum Wirklichkeit werden konnte.

Aber das ist nicht alles. Da ist noch etwas. Da ist noch sein eigener Traum.

»I am very American«, sagt Cernan.

Und so steht am Ende plötzlich die Erkenntnis, dass das, was sich für ihn auf dem Mond erfüllt hat, nichts anderes ist als der immerwährende Amerikanische Traum.

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Leserkommentare
  1. ...über einen meiner persönlichen Helden.

    Danke dafür.

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