Ein Egoist muss er deswegen nicht sein. In dem Viertel von Paris, wo er – sagen wir: noch – wohnt, gilt er als Wohltäter. Hilft Gewerbetreibenden aus der Pleite. Kauft Kneipen und ein Fischgeschäft, damit das Stadtteilleben weitergehen kann. Beschäftigt 80 Leute, für alles Mögliche, nicht nur für Lukratives.

Almosen, lautet das Gegenargument. Erst die Verteilung des Reichtums durch die Republik schütze vor Willkür der Vermögenden. Ein Staat wie der französische indes, der unausgesetzt die Steuern erhöht und das Eingenommene verschleudert, führt diesen Einwand ad absurdum. Am Dienstag brachte es die Verwendung von Steuermitteln für die Machtinteressen der Pariser Sozialisten auf die erste Seite der linken Tageszeitung Le Monde. Kann man es Depardieu da verdenken, dass er die Dinge lieber konkret mag und selbst entscheidet, wohin sein Geld geht?

Steuern wird er ja auch in Zukunft zahlen. Nur weniger und anderswo.