Steuerflucht : Mon dieu – Ein Prolet!

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Ein Egoist muss er deswegen nicht sein. In dem Viertel von Paris, wo er – sagen wir: noch – wohnt, gilt er als Wohltäter. Hilft Gewerbetreibenden aus der Pleite. Kauft Kneipen und ein Fischgeschäft, damit das Stadtteilleben weitergehen kann. Beschäftigt 80 Leute, für alles Mögliche, nicht nur für Lukratives.

Almosen, lautet das Gegenargument. Erst die Verteilung des Reichtums durch die Republik schütze vor Willkür der Vermögenden. Ein Staat wie der französische indes, der unausgesetzt die Steuern erhöht und das Eingenommene verschleudert, führt diesen Einwand ad absurdum. Am Dienstag brachte es die Verwendung von Steuermitteln für die Machtinteressen der Pariser Sozialisten auf die erste Seite der linken Tageszeitung Le Monde. Kann man es Depardieu da verdenken, dass er die Dinge lieber konkret mag und selbst entscheidet, wohin sein Geld geht?

Steuern wird er ja auch in Zukunft zahlen. Nur weniger und anderswo.

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Kommentare

5 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Er hat mit seiner Ansprache den Nerv getroffen!!

Der Schauspieler Gérard Depardieu ist doch der Einzige, der sich traut eine Meinung über die Steuerpolitik in Frankreich kund zu tun. Wir Deutschen gehen Scheinheilig in das Ausland ohne irgendeine Kritik an der Merkel schen Regierung auf zu zeigen. Er sollte Unterstützt werden. Der aller meiste Reichtum unter den Großunternehmern ist doch z.b. in der Schweiz gebunkert - außerhalb des deutschen Steuersäckels. Vielleicht sollten die Regierungen in Frankreich und Deutschland mal darüber nachdenken, ob dieses Ausnutzungssystem über die Steuern der richtige Weg ist. Die Politik unter Merkel ist in vielen Dingen gescheitert, da dieses System Arme und Reiche auslaugt.