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Bislang kaum beachtet wurde, dass diese beiden Weltereignisse zusammenfielen: die deutsche Wiedervereinigung und der Beginn der Straußenzucht in Europa.

Es war ein gewisser Francis Ayres aus Oxfordshire, der stern porträtierte ihn im November 1991. Vielleicht haben das damals ein paar Bewohner Sachsens oder Sachsen-Anhalts gelesen und gedacht: Tolle Idee, tolle Tiere, mach ich auch. Jedenfalls gibt es bis heute nirgendwo so viele Straußenzuchten außerhalb von Afrika wie in Deutschland, niemand isst mehr Straußenfleisch als die Deutschen.

Bald klagten Tierschützer, den eigentlich südlich der Sahara beheimateten Straußen sei es zu kalt und zu eng in den Gehegen. Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein tun sich bis heute schwer, die Farmen zu genehmigen.

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Reich geworden sind die wenigsten Züchter. Francis Ayres’ Farm wurde vor fünf Jahren aufgelöst.

Im deutschen Osten jedoch züchten viele mit ein paar Straußen weiter vor sich hin. Wer gibt schon gerne Haustiere weg? Und wer seinen Lebenstraum auf?