Martenstein: "Was ist denn schlimm an dem Wort 'Arzthelferin'?"
Über korrekte Bezeichnungen: "Was ist denn so schlimm an dem Wort 'Arzthelferin'?"
Vor ein paar Wochen habe ich geschrieben, dass man zu den früheren Sprechstundenhilfen inzwischen »Arzthelferin« sagt, damit sie sich nicht diskriminiert oder herabgesetzt fühlen. Dies war ein Irrtum. Ärzte haben mich darüber aufgeklärt, dass man das Wort »Arzthelferin« mittlerweile ebenfalls als unangemessen empfindet. Jetzt heißt es »medizinische Fachangestellte«. Das neue Wort ist natürlich ziemlich lang. Als Arzt hätte ich, besonders in kritischen Situationen, Angst, dass mir der Patient stirbt, bis ich das Wort »medizinische Fachangestellte« ausgesprochen habe.
Ich habe mich gefragt, was an »Arzthelferin« schlimm war. Jemandem zu helfen ist doch nichts Ehrenrühriges. Nun, das Wort ist nicht gut, weil es ja auch sehr viele Ärztinnen gibt und ein paar männliche Arzthelfer. Korrekt müsste der Beruf also heißen: »Ärztinnen- und Arzthelferinnen und Ärztinnen- und Arzthelfer«. Da ist die »medizinische Fachangestellte« vermutlich wirklich die Lösung, bei der in kritischen Situationen etwas mehr Patientinnen und Patienten überleben.
In der politisch korrekten Sprachverschiebung ist inzwischen die zweite Ebene erreicht, ähnlich wie bei der zweiten germanischen Lautverschiebung um 500 nach Christus. Alles wird immer mehr verfeinert und verschnörkelt, wie in der Kultur des Rokoko. Kürzlich traf ich mich mit einer Therapeutin. Sie sagte, das Wort »Behinderte« sei in ihren Kreisen inzwischen verboten, obwohl es ursprünglich ein politisch korrektes Wort gewesen ist. Jetzt heißt es: »Mensch mit Behinderung«, weil man ansonsten den Menschen, wenn man ihn einen Behinderten nennt, auf seine Behinderung reduziert. Jede Person hat ja zweifellos auch noch andere Eigenschaften als ihre Behinderung. Es gibt aber auch schon viele, die das Wort »Behinderung« als diskriminierend empfinden, weil viele Behinderte zweifellos fast alle Sachen machen können, die andere Leute auch machen, nur, es fällt ihnen schwerer. Deswegen müsse man statt »Behinderung« besser »Beeinträchtigung« sagen, Mensch mit Beeinträchtigung.
Ich kapiere das nicht. Zum Beispiel sagt man auch: Jude. Das ist okay, meines Wissens. Oder Hobbygärtner. Obwohl jeder Jude bestimmt noch andere Eigenschaften hat, vielleicht ist er Chemiker, Münchner, womöglich Hobbygärtner. Da müsste man also, nach der gleichen Logik, um ihn nicht zu reduzieren, sagen: Mensch mit jüdischer Religion. Besser gesagt, Mensch mit jüdischer Religion, der in seiner Freizeit gärtnert und sich bei einem Gartenunfall einen Finger abgeschnitten hat, was ihn dann zu einem Menschen mit jüdischer Religion und Beeinträchtigung und einem Faible für Gartenbau macht.
Ein Wort, das ich auch nicht kapiere, ist »bildungsfern«. Ein ungebildeter Mensch ist bildungsfern. Damit wird ausgedrückt, dass dieser Mensch für seinen Bildungsmangel nichts kann. Leider stimmt dies nicht immer. Auf der anderen Seite gibt es auch Menschen, die aus einer begreiflichen Notlage heraus Banken überfallen. Deshalb sollte man nicht »Bankräuberinnen und Bankräuber« sagen, sondern »legalitätsfern«, oder »Menschen mit Legalitätsferne«, sonst reduziert man diese Menschen auf ihren Banküberfall. Und bildungsferne Eltern, die ihre Kinder verprügeln, heißen sicher demnächst pädagogikfern.
Mir fällt in dieser Jahreszeit immer auf, dass eine der wenigen Berufsbezeichnungen, die bis jetzt alle Umbenennungen überstanden haben, das Wort »Weihnachtsmann« ist. Wenn ich das erste Mal »Weihnachtliche Honorarkraft« lese, wandere ich aus.
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Nicht nur wegen Martensteins Text, sondern insbesondere auch wegen einem gelöschten Kommentar zu einem Text von Martenstein mit der Begründung "Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/mo."
Schenkelklopfer! Weitermachen.
eine schwarz arbeitende weihnachtliche Honorarkraft ist eine weihnachtliche Honorarkraft mit Legalitätsferne:-)!!
Sie bekommen keinen einzigen geraden Satz heraus. Ihr Verschwurbeltes wird immer Verschwurbelter. Es gibt eine auch in Deutschland sehr erfolgreiche SitCom, in der angeblich hyper-intelligente Menschen zurückgebliebene, kindische Kreaturen sind: The Big Bang Theory. Der Körper des als "intelligentesten Menschen der Welt" geltenden Stephen Hawking ist kaum noch existent. Es gibt da sicher einen Zusammenhang. Glücklich, wer von so einer Plage wie "Intelligenz" verschont geblieben ist.
Die PC ist an den Elite-Universitäten der USA entstanden, an denen die später in leitenden Positionen Tätigen studieren, die kommenden Stützen der Gesellschaft. Die "politische Geschlechtsumwandlung" Gender Mainstreaming ist offizielles EU-Programm. Beides sind von oben befohlene Konzepte. Beides wird auch in Deutschland vor allem von Menschen propagiert, die sich selbst als kritisch und oppositionell ansehen. "Stupid is as stupid does." - Forrest Gump
Unter unseren Politikern sind rhetorische Talente rar. Wenn sie dann noch die meisten Energie darauf verschwenden, immer beide Geschlechter anzusprechen - "liebe Freunde und Freunde" (Özdemir) -, erhält ihr Phrasenbrei genau die Konsistenz, die in Deutschland so beliebt ist. Weiß irgendjemand nach einer Merkel-Rede, was sie gesagt hat?
Der feuchte Bürokratentraum PC macht die Sprache komplizierter und uninteressanter. Er trägt dazu bei, passive Untertanen zu schaffen. Was sagt das über seine feurigsten Unterstützer aus, "rebellische" Studenten?
Also ein Behinderter... ich muss ehrlich sagen, ich kenne keinen an der Uni, der so viel Wert auf pc legt. Selbst mein Strafrechtsprofessor spricht in bestimmten Zusammenhängen von Schwarzen und Weißen. Wenn sich jemand dadurch beleidigt fühlt, kann er es ja sagen. Aber ansonsten sollte man politische Wünsche nicht über Tatsachen stellen. Behinderte sind nun mal behindert und Schwarze sind schwarz, wie Weiße halt weiß sind... kann man ja völlig wertneutral sagen - wenn es denn mal auf die farbige Unterscheidung ankommen sollte. Aber gerade die pc zeigt ja, dass es eben doch noch darauf ankommt.
...als ein Gerücht, aber eines, an dem sich pseudokritische Geister und wild gewordene Kleinbürger austoben können. Das führt dann zu Sätzen wie diesen: "Die "politische Geschlechtsumwandlung" Gender Mainstreaming ist offizielles EU-Programm. Beides (also auch PC, ThexG) sind von oben befohlene Konzepte." Ja was nicht gar. Sollen irgendwelche Konzepte demnächst von unten befohlen werden? Man mag sich nicht ausdenken, wie das aussehen wird, denn von unten kommen Sätze wie dieser:"Der feuchte Bürokratentraum PC macht die Sprache komplizierter und uninteressanter."
Also ein Behinderter... ich muss ehrlich sagen, ich kenne keinen an der Uni, der so viel Wert auf pc legt. Selbst mein Strafrechtsprofessor spricht in bestimmten Zusammenhängen von Schwarzen und Weißen. Wenn sich jemand dadurch beleidigt fühlt, kann er es ja sagen. Aber ansonsten sollte man politische Wünsche nicht über Tatsachen stellen. Behinderte sind nun mal behindert und Schwarze sind schwarz, wie Weiße halt weiß sind... kann man ja völlig wertneutral sagen - wenn es denn mal auf die farbige Unterscheidung ankommen sollte. Aber gerade die pc zeigt ja, dass es eben doch noch darauf ankommt.
...als ein Gerücht, aber eines, an dem sich pseudokritische Geister und wild gewordene Kleinbürger austoben können. Das führt dann zu Sätzen wie diesen: "Die "politische Geschlechtsumwandlung" Gender Mainstreaming ist offizielles EU-Programm. Beides (also auch PC, ThexG) sind von oben befohlene Konzepte." Ja was nicht gar. Sollen irgendwelche Konzepte demnächst von unten befohlen werden? Man mag sich nicht ausdenken, wie das aussehen wird, denn von unten kommen Sätze wie dieser:"Der feuchte Bürokratentraum PC macht die Sprache komplizierter und uninteressanter."
nicht. Zumindest gibt es nicht wenig Firmen, in denen keine Weihnachtsgrüße mehr geschickt werden und keine Weihnachtsfeiern mehr stattfinden dürfen. Das muss alles interkulturell-islamkonform ausgedrückt werden, damit sich nur ja niemand ausgeschlossen, beleidigt oder sonstwas fühlt.
In diesem Sinne frohe Weihnachten.
...der dieses Jahr schon einen Wintermarkt besucht hat, über einen gelesen hat?
...der dieses Jahr schon einen Wintermarkt besucht hat, über einen gelesen hat?
eine themenbezogene frozzelei zu einer glosse über politisch korrektes neusprech wird hier zensiert.
/facepalm
Also ein Behinderter... ich muss ehrlich sagen, ich kenne keinen an der Uni, der so viel Wert auf pc legt. Selbst mein Strafrechtsprofessor spricht in bestimmten Zusammenhängen von Schwarzen und Weißen. Wenn sich jemand dadurch beleidigt fühlt, kann er es ja sagen. Aber ansonsten sollte man politische Wünsche nicht über Tatsachen stellen. Behinderte sind nun mal behindert und Schwarze sind schwarz, wie Weiße halt weiß sind... kann man ja völlig wertneutral sagen - wenn es denn mal auf die farbige Unterscheidung ankommen sollte. Aber gerade die pc zeigt ja, dass es eben doch noch darauf ankommt.
"Wenn ich das erste Mal »Weihnachtliche Honorarkraft« lese, wandere ich aus."
Aber Herr Martenstein, "Weihnachten" ist doch schon lang nicht mehr pc.
Martenstein übersieht bei der PC die dahinter liegende Motivation, Althergebrachtes zu hinterfragen und vielleicht auch versuchsweise hinter sich zu lassen.
Denn leider ist es oft so, dass der grammatikalische Nominalstil unseren Geist verhext und uns glauben lässt: Die Eigenschaft, auf die eine Bezeichnung fokussiert, ist gleichbedeutend mit der Kernidentität oder "dem Wesen" des Bezeichneten.
Der Begriff: "ein Behinderter" - fokussiert in der Tat (und in jedem Kontext) auf die Beeinträchtigung, von welcher der Betroffene selbst vielleicht sagen würde: ein Merkmal unter meinen Merkmalen, und für mich nicht mal das wichtigste. Zumindest nicht das, über das ich mich definieren (lassen) möchte.
Ähnlich schwingt in der Berufsbezeichnung "Arzthelferin" ein althergebrachtes Rollenmodell mit: dem Arzt (männlich) wird assistiert von einer Helferin (weiblich, in Bildung und Hierarchie unter ihm stehend). Dabei wissen wir doch alle, dass medizinische Fachangestellte sehr oft Tätigkeiten an Patienten selbständig (und nicht nur assistierend) vornehmen, die der Arzt (oder die Ärztin :o) aber als Eigenleistung abrechnen.
Unser Denken beeinflusst unsere Sprache und unsere Sprache beeinflusst unser Denken. Finde es daher gar nicht so schlecht, wenn hier oder da mal ein neues Wort ausprobiert wird, um verkrustete Strukturen einer vorgefundenen Welt aufzubrechen.
den Kommentar doch bitte lieber bleiben!
Zum einen entsprechen Ihre Vermutungen dem wissenschaftlichen Stand der Linguistik nicht, weil die vor ca. 250 Jahren von Humboldt geäußerte und von Ihnen aufgegriffene These nach heutigen Erkenntnissen nicht zuzutreffen scheint, auch wenn die Linguisten Sapir/Whorf das noch annahmen. Aber auch das ist schon einige Jahrzehnte her.
http://www.psychologie.un...
Vielmehr sieht es so aus, als würde die Sprache die Lebensrealität abbilden, sodass die gesamte politisch korrekte Verhunzung der Sprache nicht nur unästhetisch und sprachgeschichtlich falsch, sondern auch völlig sinnlos ist, zumal die Sprache nicht politischen, sondern ökonomischen Gesetzen folgt: Alles was zu umständlich, zu lang oder im Alltag irrelevant ist, geht unter. Anders herum veränderte sich z.B. die Anrede ("Frau" auch für Bürgerinnen) in dem Maße, in dem das Bürgertum an Bedeutung gewann. Da waren keine Lehrmeister(innen?) notwendig, um das durchzusetzen.
Und wenn statt dem maskulinen Wort Lehrling dann Azubi (sogar Azubine!!!) gesagt wird oder der Student zum Studierenden wird, was ist - abgesehen von einer angeblichen PC - gewonnen? Man zerstört die Sprache, den Klang und ändert die Gesellschaft doch nicht!
Und neben den "Freunde und Freunde" fällt die Überkorrektur "Grüninnen und Grüne" , die wie ähnliche Sinnlosigkeiten tatsächlich verwendet wird, nur auf, weil man die Endsilbe aussprechen muss!
"Unser Denken beeinflusst unsere Sprache und unsere Sprache beeinflusst unser Denken. Finde es daher gar nicht so schlecht, wenn hier oder da mal ein neues Wort ausprobiert wird, um verkrustete Strukturen einer vorgefundenen Welt aufzubrechen."
Die Sprache ist das verbale Abbild unserer inneren Welt und sicher beeinflusst sie auch unser Denken. Ich glaube auch nicht, dass Sie sehr viele Menschen finden werden, die etwas dagegen haben, wenn "hier oder da mal" neue Wörter, neue Formulierungen ausprobiert werden. Um das Probieren von neuer Sprache geht es nicht, sondern um die Verordnung einer bestimmten Form.
Die Funktion der Sprache ist die Kommunikation. Der Inhalt Ihrer Kommunikation ist NICHT das was Sie meinen, sondern immer nur das, was beim anderen ankommt. Haben Sie den Eindruck, dass PC-Sprech bei den Empfängern ankommt??? Wobei es weniger die Worte an sich sind, sondern der dahinter stehende Zwang, und ständige Belehrungen über das angebliche korrekte Sprechen (Denken). Und, noch schlimmer, die Ableitungen und Unterstellungen, die an jene gerichtet werden, die sich nicht den Formalien der PC unterwerfen wollen. Um Inhalte geht es dann nicht mehr.
Wenn mich interessiert, was und wie jemand denkt, kann ich mit "Frei Schnauze" mehr anfangen, als mit Formalsprache. Bestes Beispiel: unsere Politiker.
hilft über die Realität in der Arztpraxis nicht weg. Ich hab noch keinen Arzthelfer gesehen. Deren Zahl dürfte sich in Grenzen halten und selbst wenn es welche gibt, dann ist Arzthelfer doch korrekt genug. Und natürlich arbeiten auch Helfer verantwortlich und selbständig, seit wann ist übrigens "Helfen" eine Herabwürdigung?
"...Finde es daher gar nicht so schlecht, wenn hier oder da mal ein neues Wort ausprobiert wird, um verkrustete Strukturen einer vorgefundenen Welt aufzubrechen."
Mag sein.
Bei dem ganzen 'Krustenaufbrechen' könnte es aber auch passieren, dass das ganze Ding dabei zerbröselt. Wir sind da auf gutem Weg - nicht nur sprachlich ...
den Kommentar doch bitte lieber bleiben!
Zum einen entsprechen Ihre Vermutungen dem wissenschaftlichen Stand der Linguistik nicht, weil die vor ca. 250 Jahren von Humboldt geäußerte und von Ihnen aufgegriffene These nach heutigen Erkenntnissen nicht zuzutreffen scheint, auch wenn die Linguisten Sapir/Whorf das noch annahmen. Aber auch das ist schon einige Jahrzehnte her.
http://www.psychologie.un...
Vielmehr sieht es so aus, als würde die Sprache die Lebensrealität abbilden, sodass die gesamte politisch korrekte Verhunzung der Sprache nicht nur unästhetisch und sprachgeschichtlich falsch, sondern auch völlig sinnlos ist, zumal die Sprache nicht politischen, sondern ökonomischen Gesetzen folgt: Alles was zu umständlich, zu lang oder im Alltag irrelevant ist, geht unter. Anders herum veränderte sich z.B. die Anrede ("Frau" auch für Bürgerinnen) in dem Maße, in dem das Bürgertum an Bedeutung gewann. Da waren keine Lehrmeister(innen?) notwendig, um das durchzusetzen.
Und wenn statt dem maskulinen Wort Lehrling dann Azubi (sogar Azubine!!!) gesagt wird oder der Student zum Studierenden wird, was ist - abgesehen von einer angeblichen PC - gewonnen? Man zerstört die Sprache, den Klang und ändert die Gesellschaft doch nicht!
Und neben den "Freunde und Freunde" fällt die Überkorrektur "Grüninnen und Grüne" , die wie ähnliche Sinnlosigkeiten tatsächlich verwendet wird, nur auf, weil man die Endsilbe aussprechen muss!
"Unser Denken beeinflusst unsere Sprache und unsere Sprache beeinflusst unser Denken. Finde es daher gar nicht so schlecht, wenn hier oder da mal ein neues Wort ausprobiert wird, um verkrustete Strukturen einer vorgefundenen Welt aufzubrechen."
Die Sprache ist das verbale Abbild unserer inneren Welt und sicher beeinflusst sie auch unser Denken. Ich glaube auch nicht, dass Sie sehr viele Menschen finden werden, die etwas dagegen haben, wenn "hier oder da mal" neue Wörter, neue Formulierungen ausprobiert werden. Um das Probieren von neuer Sprache geht es nicht, sondern um die Verordnung einer bestimmten Form.
Die Funktion der Sprache ist die Kommunikation. Der Inhalt Ihrer Kommunikation ist NICHT das was Sie meinen, sondern immer nur das, was beim anderen ankommt. Haben Sie den Eindruck, dass PC-Sprech bei den Empfängern ankommt??? Wobei es weniger die Worte an sich sind, sondern der dahinter stehende Zwang, und ständige Belehrungen über das angebliche korrekte Sprechen (Denken). Und, noch schlimmer, die Ableitungen und Unterstellungen, die an jene gerichtet werden, die sich nicht den Formalien der PC unterwerfen wollen. Um Inhalte geht es dann nicht mehr.
Wenn mich interessiert, was und wie jemand denkt, kann ich mit "Frei Schnauze" mehr anfangen, als mit Formalsprache. Bestes Beispiel: unsere Politiker.
hilft über die Realität in der Arztpraxis nicht weg. Ich hab noch keinen Arzthelfer gesehen. Deren Zahl dürfte sich in Grenzen halten und selbst wenn es welche gibt, dann ist Arzthelfer doch korrekt genug. Und natürlich arbeiten auch Helfer verantwortlich und selbständig, seit wann ist übrigens "Helfen" eine Herabwürdigung?
"...Finde es daher gar nicht so schlecht, wenn hier oder da mal ein neues Wort ausprobiert wird, um verkrustete Strukturen einer vorgefundenen Welt aufzubrechen."
Mag sein.
Bei dem ganzen 'Krustenaufbrechen' könnte es aber auch passieren, dass das ganze Ding dabei zerbröselt. Wir sind da auf gutem Weg - nicht nur sprachlich ...
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