WochenmarktMit Zitronen durch den Advent

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Weihnachtsgebäck, privat hergestellt, war jahrzehntelang Massenware: So viele Zimtsterne, Nougattaler und Butterplätzchen wurden gebacken, dass die Familie damit ohne weitere Nahrung bis Ende März hätte überleben können. Das Gebäck wurde in Dosen gefüllt, so groß wie Popcorn-Eimer im Multiplexkino.

Dann kamen, so vor vier, fünf Jahren, die Macarons, diese bunten Mandel-Baiser-Kekse aus Frankreich (oder der Schweiz , es gibt da eine Debatte), und sie waren das Gegenteilchen vom Massengebäck: so teuer oder so aufwendig herzustellen, dass niemand auf die Idee käme, Popcorn-Eimer damit zu füllen.

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Wer sich nicht ans Macarons-Backen heranwagen will, weil dieses ebenso viele Utensilien und Fertigkeiten voraussetzt wie die Sushi-Zubereitung, dem sei ein Kompromiss vorgeschlagen: der doppelte Zitronenkeks. Auch deshalb, weil die Zitrone, obwohl Winterfrucht, es nie so richtig zur deutschen Weihnachtszutat geschafft hat (außer als Zitronat im Christstollen).

Die Idee zu diesem Keks stammt aus dem Berliner Restaurant San Nicci, in dem man zum Kaffee einen ähnlichen Keks serviert bekam. Und obwohl der Keks gut war, gibt es das Restaurant nicht mehr, an seiner Stelle ist ein bei Touristen beliebtes Restaurant, in dem keine Kekse verteilt werden. Wir backen sie uns also nach, aus dem Gedächtnis.

Alle Wochenmarkt-Rezepte

Alle Wochenmarkt-Rezepte  |  © Miguel Medina/AFP/Getty Images

Am besten bereitet man zuerst die Creme zu, weil sie ein paar Stunden lang kalt stehen muss: den Saft einer Zitrone mit etwas geriebener Schale, Zucker und Eiern im Wasserbad 10 bis 15 Minuten lang erhitzen, dabei mit dem Schneebesen schlagen. Sobald die Masse cremig ist, Butterflocken zugeben. Kühl stellen. Für den Teig alle Zutaten mit der Hand verkneten, eine Stunde kühl stellen. Zu einer Stange rollen und davon circa 4 Millimeter dicke Scheiben abschneiden. Diese 12 Minuten lang bei 180 Grad backen – bis sie unten leicht braun sind. Sind sie ausgekühlt, gibt man zwischen je zwei Kekse etwas Zitronencreme, bestäubt mit Puderzucker. Die Doppelkekse sollten wegen der Creme, anders als die Nougattaler, nicht bevorratet, sondern gleich aufgegessen werden.

Zitronendoppelkekse
(ungefähr 30 Stück)

Für die Creme:
1 große Bio-Zitrone
75 g Zucker
2 Eier
40 g Butter

Für den Teig:
200 g Mehl
30 g Zucker
100 g Marzipanrohmasse
125 g Butter
1 Ei
etwas Puderzucker

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Leserkommentare
    • devise
    • 16. Dezember 2012 9:55 Uhr

    ... mit Puderzucker? Nett ;-)

    • Socke9
    • 16. Dezember 2012 11:09 Uhr

    Danke für das hübsche Rezept.
    Ich werde mal die kommende Woche testen, ob das so eifnach ist und wie sie schemcken.
    Ich bin sonst eher sehr konservativ bei meiner Kekszubereitung :P
    Die Butterflocken verflüssigen sich dann im Kühlschrank mit dem Rest der Creme?

    2 Leserempfehlungen
    • kasi_z
    • 16. Dezember 2012 12:03 Uhr

    oder? wird jedenfalls so ähnlich hergestellt....

    Viele Grüsse,

    K.

    2 Leserempfehlungen
  1. mmhmm lecker! Meine italienische Oma konnte sie am besten...herrlich!
    Da verzichte ich gerne und sofort auf einen Stollen, mag ich nämlich gar nicht!

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Tiroler
    • 17. Dezember 2012 23:08 Uhr

    Liebe italienische Eiche, ob Sie Stollen mögen oder nicht, interessiert eher wenig und gehört hier wirklich nicht zum Thema. Zitronencremekekse sind eine wunderbare Sache, gehören aber auch nicht zum Thema Weihnachtskekse, weil man sie sofort essen muss und nicht wie echte Weihnachtskekse in Dosen geben kann. Die Creme wird übrigens auch mit Limoncello sehr gut.

    • honett
    • 17. Dezember 2012 1:48 Uhr

    .. betäubt mit Puderzucker ..
    .. nicht bevorratet ..

  2. 6. mmhhhh

    yammy, yammy,
    liest sich sehr lecker.
    Bin gespannt, ob sie gelingen. *ggg

    Danke für diese Süßigkeit.

    Eine Leserempfehlung
  3. Redaktion

    Liebe Leser, die Kekse sollen natürlich bestäubt werden.
    Wir haben den Fehler korrigiert.

    • Tiroler
    • 17. Dezember 2012 23:08 Uhr

    Liebe italienische Eiche, ob Sie Stollen mögen oder nicht, interessiert eher wenig und gehört hier wirklich nicht zum Thema. Zitronencremekekse sind eine wunderbare Sache, gehören aber auch nicht zum Thema Weihnachtskekse, weil man sie sofort essen muss und nicht wie echte Weihnachtskekse in Dosen geben kann. Die Creme wird übrigens auch mit Limoncello sehr gut.

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  • Schlagworte Debatte | Gedächtnis | Kaffee | Frankreich | Schweiz
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