BrettspielSchach

von Helmut Pfleger

Schachaufgabe

Manfred Mädler erzählt, wie ein etwas zerknittert wirkender älterer Herr seiner Frau ein Telegramm schickte: "Liebling, ich habe den Schönheitspreis gewonnen!" Worauf sich die Postangestellten fragten: "Wie haben denn da erst die anderen ausgeschaut?!"

Das hätte dem ausgesprochen stattlichen Sebastian Siebrecht nicht passieren können, als er 2008 bei der Deutschen Meisterschaft den Schönheitspreis gewann – natürlich auch "nur" für die schönste Schachpartie. Siebrecht ist Internationaler Großmeister. Er selbst sieht es so: "Ich bin zwar nicht der stärkste, aber der längste Großmeister." Mit immerhin 2,02 Meter. Stark muss er sein, wenn er beim Sparkassen Chess Meeting in Dortmund die Partien der Weltelite erläutert. Und davon allein wird seine Kleinfamilie nicht satt, weshalb er in Essen alljährlich auch noch etwa 50 Mal den Weihnachtsmann macht.

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Doch das Weihnachtsfest wird vergehen, Schach bleibt. Deshalb spielt Siebrecht in acht (!) verschiedenen Ländern, selbst im krisengeplagten Spanien und Griechenland , für verschiedene Vereine. In Österreich beim Meister Baden dieses Jahr so erfolgreich, dass er mit 6,5 Punkten aus sieben Partien und einer fantastischen Elo-Leistung von 2763 zum erfolgreichsten Spieler wurde.

Mit welch überraschendem Zug kam er als Schwarzer gegen Lars Thiede von Wulkaprodersdorf in entscheidenden Vorteil?

Schachlösung
Schachlösung aus Nr. 51

Lösung aus Nr. 51:

Welch taktische Manöver brachte Weiß trotz oder wegen des gefesselten Springers e6 den entscheidenden Vorteil? Nach dem Pseudodamenopfer 1.Dxh5+! Dxh5 und nun der Springergabel 2.Sxg7+ Kd7 3.Sxh5 hatte Weiß zwei Bauern bei andauerndem Angriff auf den schwarzen König gewonnen

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