AbschiebungIch möchte euch danken
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 "Du bist deutscher als manch ein Deutscher."

Ich dachte mir, wir ändern nichts an unserer Lebensweise. Sie ist gut. Wir machen genauso weiter und das Beste aus der Situation. Das hier ist auch unser Land, wir haben es lieb gewonnen. Ich dachte immer, wir müssen allen zeigen, was wir draufhaben, sonst landen wir auch bei meinem Vater in der jordanischen Wüste. In einem Land, aus dem wir nicht kommen, zu dem wir keine Bindungen haben, dessen Sprache wir nicht sprechen. Vier meiner sechs Geschwister sind hier geboren und haben Deutschland noch nie verlassen. Wir sind hier heimisch geworden. Das war nicht einfach – und dann sollten wir wieder gehen?

Das durfte nicht passieren. Jeden Tag habe ich daran gedacht, dass ich aus meinem Leben gerissen werden könnte. Dass ich in einem Flüchtlingslager landen könnte, dass ich nie Anwalt werden könnte.

Ein deutscher Freund meinte zu mir: »Du bist deutscher als manch ein Deutscher.«

Diesen Satz habe ich im Laufe der Jahre von sehr vielen Menschen gehört, die uns unterstützten – Mitschülern, Kommilitonen, Lehrern, Schulleitern. Ein Professor schrieb zwei Rechtsgutachten zu unserem Fall, der Uni-Präsident setzte sich bei der Landesregierung ein, damit wir »in Deutschland eine dauerhafte Perspektive« erhielten. Alle sagten: »Ihr gehört hierher!« Sie gaben ständig Interviews in Zeitungen und im Fernsehen.

Zusammen haben wir Demos und Mahnwachen organisiert. Hunderte Menschen standen ein Jahr lang jeden Donnerstag vor unserer Ausländerbehörde, egal ob es hagelte, regnete, donnerte, schneite oder die Sonne schien. Meine Kommilitonen verteilten Tausende Flyer bei minus zehn Grad. Das werde ich ihnen nie vergessen. Ich bin ihnen von ganzem Herzen dankbar. Deshalb lebe ich gern in Deutschland – wegen der Menschen, ihres Engagements für andere und ihrer Willenskraft.

Dann gibt es wieder Tage, an denen ich hadere. Warum wir? Warum ich? Warum muss mein Vater seit mehr als fünf Jahren allein in der Wüste leben? Warum darf er nicht bei seiner Familie sein, obwohl uns die Behörden das zugesagt haben? Warum haben wir nach 20 Jahren Leben in Deutschland immer noch einen auf ein Jahr befristeten Aufenthaltsstatus? Aber ich will nicht jammern.

Jetzt beginnt ein neues Jahr, und wie andere Menschen habe ich Vorsätze. Dass meine Geschwister weiterhin gut in der Schule sind, zum Beispiel. Und ich habe einen Wunsch: dass mein Vater nach Deutschland zurückkommen kann.

Wenn ich in Schulen und Universitäten über das Schicksal meiner Familie erzähle, kommen danach wildfremde Menschen zu mir, um ihre Solidarität zu bekunden. Dann weiß ich, dass ich hier willkommen bin. Und das fühlt sich gut an. Ich habe ein Zuhause auf dieser Welt. Einfach eine Heimat.

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Leserkommentare
  1. ... sind meistens die Intelligentesten und Aktivsten.

    Solche kann das System nicht brauchen, weil es das Vorstellungsvermögen einer Behörde überfordert.

    Als Exportland braucht Deutschland sie weil man mit den Ländern später Geschäfte machen will.

    Aber ein Beamter macht nur seine Pflicht.

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    • thwe74
    • 04. Januar 2013 11:33 Uhr

    "... sind meistens die Intelligentesten und Aktivsten."

    Nö, nicht unbedingt!
    Kommt drauf an, welche Situation in jeweiligem Herkunfts-land herrscht. Bzw. wer dort wen unterdrückt bzw. vertreibt.

    Daher können entweder die Intellektuellen kommen oder die Ärmsten der Armen. Natürlich kann sich zwischen letzteren auch ein potentieller Doktor-Anwärter verbergen bei entsprechender Förderung;-)
    Aber nicht jeder Asylsuchende ist ein Wunderkind.
    Leider!

    Solche Artikel sollten auch regelmäßig gebracht werden, wenn wieder irgendwo "Fachkräftemangel" oder "Demographie" gerufen wird!

  2. Was kann man tun, dass Ihr Vater hierher zurückkehren kann und was kann man tun, damit Ihre Familie dauerhaft bleiben kann?
    Kann man nicht im Gegenzug andere aus Deutschland werfen? Ein paar Politik der NPD würden mir da einfallen. ;)

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    aufnehmen? Müssen wir schon allein mit fertig werden. - Aber daß Flüchtlinge derart grausam behandelt werden, obwohl sie sich integrieren, und immer mitten in der Nacht aus den Betten geholt wird, mit allen Kindern, ja selbst vor einer schwangeren Frau wird nicht Halt gemacht, ist unmenschlich und willkürlich. - Es möge gelingen, daß der Vater bald zurückkommt wie die niedersächsische Familie es auch erleben durfte - kurz vor der Landtagswahl! -

    • Quadrat
    • 04. Januar 2013 10:38 Uhr

    Ich habe den Artikel mit sehr großem Interesse gelesen. Leider muss ich Ihnen sagen, dass Sie kein Einzelfall sind. Es gibt viele Familien, die in der selben Situation sind. Die Kinder gehen zur Schule oder studieren, allerdings interessiert es niemanden. Die Ausländerbehörde mit ihren bornierten Beamten macht sie kaum die Mühe, um darüber nachzudenken, was passiert wenn man solche Talente wegschickt.

    Auch ich habe in der selben Situation gelebt. Jahre musste meine Familie in Angst und Schrecken leben. Jeden Tag hatten wir das Gefühl, dass die verdammte Polizei kommt und uns abschiebt. Trotzdem ist meine Mutter täglich Toiletten putzen gegangen um mir und meinen Geschwister die Studiengebühren zu finanzieren. Ich promoviere mittlerweile in Physik, mein anderer Bruder studiert Maschinenbau und der andere hat auch mit Physik angefangen.
    Und wenn Sie denken, dass alles dadurch besser wird dann muss ich Sie fast enttäuschen. Viele gebildete Ausländer werden massiv benachteiligt, ja eben weil sie Ausländer sind. Viele müssen sich öfter bewerben um eine Stelle zu bekommen. Der versteckte Rassismus, der hier in Deutschland existiert treibt viele Gebildete Menschen in den Wahnsinn. Viele meiner ausländischen Mitstudenten, die hier studiert haben und nun promovieren sehen sich gezwungen, dieses Land zu verlassen, weil sie sich schlecht behandelt fühlen.
    Klar gibt es Ausnahmen, aber das Gefühl bleibt.
    In diesem Sinne:"Danke Deutschland"

    15 Leserempfehlungen
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    Warum denkt eigentlich jeder das Deutschland sich extrem über jeden Flüchtling freut?
    Und warum sollte Deutschland weniger rassistisch sein als andere Länder...der Mensch fällt sein Urteil nun mal nach Ereignissen aus der Vergangenheit...Bsp: Herdplatte einmal heiss..Herdplatte wird in Zukunft wohl auch heiss sein.

    [...]

    Daher, bin ich froh das Menschen die hier leben wollen genauestens geprüft werden und nicht einfach alles und jedem die Tür geöffnet wird.[...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen und polemische Behauptungen. Danke, die Redaktion/au

    „Viele gebildete Ausländer werden massiv benachteiligt, ja eben weil sie Ausländer sind. Viele müssen sich öfter bewerben um eine Stelle zu bekommen.“

    Hab ich das jetzt richtig verstanden, dass sie offiziell kein deutscher Staatsbürger sind?
    Verstehen sie mich bitte nicht falsche, ich will ihnen damit nicht absprechen, dass sie nicht Teil der deutschen Gesellschaft sind und ich wünsche ihnen, dass sie hier weiterhin leben können.
    Wenn ich mir aber vorstelle, ich leite ein Unternehmen und habe eine Bewerbung vor mir liegen von jemanden, der kein deutscher Staatsbürger ist, wäre ich vorsichtig.
    Wenn ich ehrlich bin, würde ich die Bewerbung wahrscheinlich ablehnen, weil das Risiko besteht, das der Bewerber abgeschoben wird.
    (Allerdings kenne ich auch die gesetzlichen Regeln nicht. Werden Migranten mit einem festen Arbeitsplatz abgeschoben?)
    Ich weiß das macht ihre Situation auch nicht leichter, aber vielleicht erklärt das ein wenig, warum Ausländer sich häufiger bewerben müssen.
    (Vielleicht ließt das hier aber auch ein Personalchef und kann die Frage genauer beantworten)

    Sie stellen sich ja auf ein ganz schön hohes Ross...

    "Die Ausländerbehörde mit ihren bornierten Beamten macht sie kaum die Mühe, um darüber nachzudenken, was passiert wenn man solche Talente wegschickt."

    /Ironiean: Bestimmt beabsichtigt die "bornierte" Beamtenschaft alles, was Sie sich vorstellen. Vielleicht sind die auch neidisch auf diese "Talente". Der Beamte entscheidet solche Fälle immer an seinem ersten Tag auf Dienstposten und hat ja auch keine Erfahrungswerte in seinem Fachgebiet.
    /Ironieaus

    "Viele gebildete Ausländer werden massiv benachteiligt, ja eben weil sie Ausländer sind. Viele müssen sich öfter bewerben um eine Stelle zu bekommen. Der versteckte Rassismus, der hier in Deutschland existiert treibt viele Gebildete Menschen in den Wahnsinn."

    Ich kenne viele Menschen, die sich mehr als einmal für eine Stelle bewerben mussten. Ich kenne sogar Menschen, die trotz vieler Bewerbungen immer noch arbeitslos sind.
    Sie erwarten, dass der "gebildete Ausländer" bei Erstbewerbung eine Stelle bekommt, also eine Privilegierung gegenüber allen anderen. Sie erwarten also eine Diskriminierung der Deutschen. Das ist in meinen Augen Rassismus - egal, wo Sie jetzt genau herkommen.
    Hier ist nicht das Land, wo einem die gebratenen Täubchen in den Mund fliegen. Für niemanden.

  3. andererseits bleibt meiner Ansicht nach die Frage 'Was ist Asyl?'
    [...]

    Oder ist es eine Hilfe für den Moment der Verfolgung und wenn diese nicht mehr gegeben ist, ist der Flüchtling dazu aufgefordert, wieder zurück zu gehen?

    Das wird hier nicht angesprochen. Es werden die Bemühungen um Integration angesprochen und diese sind im Falle des Juristen auch nicht von der Hand zu weisen. Ganz großes Kompliment, wenn es jemand schafft, aus der Startposition an die Uni zu kommen und ein Studium hinzubekommen, das manche scheitern läßt, die es unter besseren Bedingungen heraus versuchen.

    Aber darum ging es beim Asyl und der Abschiebung nicht. Es ging nicht darum Flüchtlinge in die Gesellschaft zu integrieren sondern darum, ihnen in der akuten Bedrohung zu helfen

    Bereits im letzten Artikel zu dem Thema ging es um Gefühle. Wer Recht nach Gefühlen verteilt, hat meiner Ansicht nach verloren.

    Ich finde es schade, dass das Thema nicht vollständig angegangen wird und gefragt, wieso sich die Familie in den Jahren nicht fit machte, in dem Land, aus dem sie wegen ihres Engagemtents oder anderer Bedrohung flohen, etwas zu bewegen.

    Bei dem Talent läge es doch nahe.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/jp

    26 Leserempfehlungen
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    • Quadrat
    • 04. Januar 2013 11:26 Uhr

    Wenn sie morgens aufstehen und wissen, was der Tag für Sie bereit hält. Ich habe nichts gegen Asylverfahren, aber ich habe was wenn solche Verfahren Jahre!! andauern. Das schlimmste ist der Psychoterror, wenn sie nicht mal wissen, ob sie morgen noch da sind.
    Denken Sie wirklich die Beamten in der Ausländerbehörde ersticken in Arbeit? Die hocken da rum bearbeiten zwei Fälle am Tag und gehen um 15 Uhr nach Hause. Das sind keine Geschichten die ich erfinde, um zu polarisieren sondern entsprechen der Realität da ich einige der Mitarbeiter auch kenne. Ich selbst habe Jahre meines Lebens in der Behörde verloren, habe mich gedemütigt gefühlt, wurde dreckig, wie ein Mensch 2 Klasse behandelt.
    Es ist aber immer einfacher von oben zu schauen und "Objektiv" über Tatsachen zu sprechen. Wenn man von einer Sache nicht betroffen ist, interessiert es einen auch nicht was genau passiert.
    Und zum Thema Gefühl: Denken Sie wirklich, dass Menschen den Mut besitzen und mir direkt ins Gesicht sagen, dass sie mich nicht mögen, weil ich aus einem anderen Land komme? Dazu sind doch die meisten viel zu feige. Eher verstecken Sie ihre Ablehnung und zeigen es anders. Ich begrüße es (kein Scherz) wenn mir einer direkt ins Gesicht sagt, er habe was gegen Ausländer. Viele verstecken sich hinter Floskeln, und versuchen uns für dumm zu verkaufen.
    Gefühl hin oder her: Viele ausländische Akademiker verlassen dieses Land. Hier stimmt was nicht

    daß das Thema nicht vollständig angegangen wird. Das lautet nämlich: wie geht man in Deutschland mit Verfolgung UND Staatenlosigkeit um?

    Konnten Sie den Eindruck gewinnen, daß sich an der Situation der Palästinenser etwas geändert hätte? Haben die etwa ein Land, in dem sie 'etwas bewegen' können? Werden ihnen in den an Israel angrenzenden Fluchtländern neuerdings Bürgerrechte zugestanden und Papiere ausgestellt?

    Vielleicht lesen Sie noch einmal den ersten Artikel? http://www.zeit.de/2009/5... daraus: 'Eine bizarre rechtliche Situation, die nun seit 17 Jahren besteht: Auch wenn viele Palästinenser die jordanische Staatsangehörigkeit besitzen, stellten die jordanischen Behörden den Khateebs keine Pässe aus, gleichzeitig wurden die Dokumente der Familie, die sie als Palästinenser auswiesen, in Deutschland nicht anerkannt – aber als Staatenlose durften sie nicht abgeschoben werden.'

    Dazu bleibt zu sagen, daß Israel und Jordanien die einzigen Länder der Region sind, in denen es auch Palästinenser mit Bürgerrechten und Papieren gibt, das sieht z.B. in Libanon und Syrien anders aus.

    Ich weiß nicht, wie alt Sie sind, wie viel Zeit Ihres Lebens also 20 Jahre wären. Ich kann mir vorstellen, einzwei Jahre mit kafkaesker Bürokratie zu leben. Aber 20 Jahre? So lange kann wohl niemand ohne Heimat sein. Staatenlosland ist KEINE Heimat, Staatenlosland gibt es nämlich nicht. Aber ein *right of belonging* http://www2.ohchr.org/eng...

    • zorc
    • 04. Januar 2013 12:28 Uhr

    "[...] wer sich per Anwalt über lange Jahre mit Verfahren im Land hält [...] darf bleiben?"

    Ja, denn wenn der Anwalt erreicht, dass derjenige bleiben darf, dann darf er nach Recht und Gesetz bleiben. Wollen Sie Leute wider Recht und Gesetz aus dem Land werfen?

    "Bereits im letzten Artikel zu dem Thema ging es um Gefühle. Wer Recht nach Gefühlen verteilt, hat meiner Ansicht nach verloren."

    Wenn es um Menschen und ihr Leben geht, geht es immer um Gefühle. Was genau ist Ihre seltsame Angst vor "verschleppter Einwanderung", wenn nicht ein - mit Mühe rationalisiertes - Gefühl?

    "Ich finde es schade, dass das Thema nicht vollständig angegangen wird und gefragt, wieso sich die Familie in den Jahren nicht fit machte, in dem Land, aus dem sie wegen ihres Engagemtents oder anderer Bedrohung flohen, etwas zu bewegen."

    Genau - das Problem um die Palästinenser wäre doch längst gelöst, wenn die Khateebs sich nur ein bissschen mehr Mühe gegeben hätten. Wie naiv kann man eigentlich sein?

    • Statist
    • 04. Januar 2013 15:02 Uhr

    Sie haben da recht, wo Sie eine Trennung fordern. Andererseits sollte Asyl rechtlich nach mehr als 2 Jahren spätestens auch unter dem Gesichtspunkt der Einwanderung gesehen werden. Wenn jemand auf Grund der Zustände in seiner Heimat Asyl sucht, und die Zeit dann nicht einfach so verstreichen lässt, sondern versucht, ein normales Leben zu führen, ohne sich einfach nur auf den Geldern auszuruhen, die gezahlt werden, dann sollte diese Person doch BITTE auch die Möglichkeit haben, sich auch rechtlich eingliedern zu lassen.

    Nach zwei Jahren kann man, wenn man sich bemüht hat, sich in Deutsch ausdrücken, und wenn dann noch ein Wertebewußtsein dazukommt, dass teilweise oder ganz dem deutschen ähnelt, dann sehe ich keinen Grund, auf Abschiebung zu drängen. Es gibt Mittel, die zur Beurteilung eingesetzt werden können, auch objektiv, und ich wäre der Letzte, an dem die Umsetzung scheitern würde.

    Was mich stört, sind Parallelgesellschaften, die nicht einmal versuchen, mit Kursangeboten sich selbst zu integrieren. Dies liegt hier aber nicht vor.

    ...Ein wesentlicher Grund aus palaestinesischen Gebieten zu fluechten, ist die Unmoeglichkeit, dort etwas zu aendern. Das ist ja das Drama, dass viele "normale" Menschen dort ein normales Leben fuehren moechten. Doch die herrschende Clique, egal ob zuvor Fatah oder jetzt Hamas, lebt davon, den Hass und Zorn zu koecheln. Und in den arabischen Laendern erfahren Palaestinenser bekanntermassen Rasissmus. Da von "vor Ort was aendern" zu sprechen, ist entweder Naivitaet pur oder Wunschdenken.
    Mit solchen Dramen, wie diese Familie, haben leider viele Menschen in Deutschland zu kaempfen. Menschen die vielfach ohnehin schon zerstoert und verstoert sind, werden hier weiter drangsaliert. Erstaunlich zugleich, wie in Faellen einer nachvollziehbaren und rechtlich auch moeglichen Ausweisung diese nicht vollzogen wird. Auch dafuer gibt es eine Reihe von Beispielen.
    Menschen wie diese, die eine derartige intellektueller, wie humanistische Qulitaet einbringen, sind ein Gewinn fuer jedes Land. Es ist deshalb nicht allein menschlich gesehen voellig unverstaendlich, wie deutsche Behoerden manchmal ticken. Auch aus rein rationaler Sicht muesste sich Deutschland gluecklich schaetzen, solchen Menschen eine Chance zu geben.
    Es laesst mich immer wieder verzweifeln, dass Deutschland nicht das Land ist, nicht das weltweite Vorbild fuer humanes Handeln, das es sein koennte und nach den leidvollen, eigenen Erfahrungen auch sein muesste.

  4. Warum denkt eigentlich jeder das Deutschland sich extrem über jeden Flüchtling freut?
    Und warum sollte Deutschland weniger rassistisch sein als andere Länder...der Mensch fällt sein Urteil nun mal nach Ereignissen aus der Vergangenheit...Bsp: Herdplatte einmal heiss..Herdplatte wird in Zukunft wohl auch heiss sein.

    [...]

    Daher, bin ich froh das Menschen die hier leben wollen genauestens geprüft werden und nicht einfach alles und jedem die Tür geöffnet wird.[...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen und polemische Behauptungen. Danke, die Redaktion/au

    29 Leserempfehlungen
    Antwort auf "leider kein Einzelfall"
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    • Ndeko
    • 04. Januar 2013 11:13 Uhr

    "der Mensch fällt sein Urteil nun mal nach Ereignissen aus der Vergangenheit...Bsp: Herdplatte einmal heiss..Herdplatte wird in Zukunft wohl auch heiss sein."

    Danke für Ihre sehr kluge Argumentation!

    Dann wissen wir ja, was wir von den Deutschen zu halten haben, oder? Obwohl ich da leider noch die Einschränkung weiße Deutsche machen muss, denn schwarze Deutsche oder andere "dunkelhäutige" Deutsche waren an von weißen Deutschen begangenen Völkermorden, wie an den Juden, den Sinti und Roma oder den Herero nicht beteiligt, sondern eher Opfer derselben.

    #Ironie off#

    Rassistisches Denken ist durch nichts, ich wiederhole: nichts, zu rechtfertigen!!! Und ihr Versuch war noch ein besonders kläglicher. Da hab ich schon Rassisten argumentieren hören, die wesentlich mehr auf der Pfanne hatten.

    • zorc
    • 04. Januar 2013 12:21 Uhr

    "Warum denkt eigentlich jeder das Deutschland sich extrem über jeden Flüchtling freut?"

    Denkt das jemand? Belegte? Muss man sich über jemanden freuen, dem man hilft? Reicht es nicht, wenn man die Hilfe als seine Verantwortung sieht?

    "Und warum sollte Deutschland weniger rassistisch sein als andere Länder..."

    Länder sind nicht rassistisch, Leute sind es. Und die sollten nicht rassistisch sein, weil Rassismus irrationaler, böser Unsinn ist.

    "der Mensch fällt sein Urteil nun mal nach Ereignissen aus der Vergangenheit... Bsp: Herdplatte einmal heiss... Herdplatte wird in Zukunft wohl auch heiss sein."

    In der Tat. Die deutsche Herdplatte war besonders heiß in den Jahren 1933-1945. Eigentlich der beste Grund, ssie hinfort kühl und sich vom Rassismus fern zu halten. Aber für manche scheint das schon wieder zu lange her zu sein.

    Man, man, man - das nächste Mal im Geschichtsunterricht besser aufpassen und nicht wieder so gedankenlosen Stuss schreiben.

    "Und warum sollte Deutschland weniger rassistisch sein als andere Länder...der Mensch fällt sein Urteil nun mal nach Ereignissen aus der Vergangenheit...Bsp: Herdplatte einmal heiss..Herdplatte wird in Zukunft wohl auch heiss sein."

    Sobald der zweijährige Knirps dann allerdings in der Lage ist, alleine aufs Klo zu gehen, merkt er vielleicht, dass die Herdplatte fast rund um die Uhr kalt ist. Die geistigen Überflieger lernen vielleicht sogar, dass man die Herdplatte manuell ein und aus stellen kann. Entschuldigen Sie, aber mit diesem Beispiel outen Sie Ihren IQ und es ist erschreckend und nahezu schauderhaft, wie viele Leser Ihnen in Ihrer "Argumentation" folgen.

    Auch wenn es manchmal schwer fällt, aber Menschen sind individuell zu beurteilen und jemand, der mit diesen Hürden in der Lage ist, ein Jurastudium durchzuziehen, ist mir um einiges lieber als ein 18-jähriger Lacoste-Schnösel Jurist, der eine Herdplatte nur erkennt, wenn man sie anstellt und ihn draufsetzt.

    besser: Warum sollten die Deutschen? - Ja, warum wohl? Im Geschichtsunterricht gefehlt? Nicht mitbekommen, was von Deutschen zwischen 1933 und 1945 geschah? Auch nicht mitbekommen, daß Millionen von Deutschen selber Flüchtlinge waren, die sehr wohl wissen, was das bedeutet? - Keiner geht frohen Herzens aus seinem Land auf die Flucht ins Ungewisse. - Aber bei den vielen Leserempfehlungen könnte man glatt zwei Schulklassen für Nachhilfeunterricht aufmachen. -

  5. Es scheint unglaublich, dass es rechtens sein kann, dass der Vater abgeschoben wird, wenn andere bleiben dürfen. Der Vater sollte schnellstens zurück geholt werden.
    Wie kann man das schaffen?

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  6. 7. [...]

    Entfernt, da Doppelposting. Die Redaktion/au

  7. Unter Asyl verstehe ich, dass Schutzsuchende in einem fremden Land aufgenommen werden, da ihnen in ihrem Herkunftsland Gefahr droht. Asylsuchende verlassen meist mehr oder weniger unfreiwillig ihr Herkunftsland. Einwanderer machen das aus freien Stücken.

    Egal ob freiwillig oder nicht, wenn jemand nach Europa kommt, warum sollte man ihn dann schlechter behandeln als andere. Wenn ich Flüchtlinge aufnehme bis die Gefahr in deren Heimat vorüber ist, warum sollen diese hier nicht arbeiten und ihr Leben bestreiten dürfen?

    Die Einbürgerung ist ein Mittel des Staates zu sagen: "Dich will ich." Im Gegensatz zu den Eingeborenen die per Geburt Staatsbürger sind, kann es sich der Staat bei der Einbürgerung aussuchen wer ein neuer Staatsbürger wird.

    Wenn junge Flüchtlinge die Energie und das Talent haben im Gastland zu promovieren, dann ist das Gastland schön doof, diese nicht einzubürgern. Immerhin wurden diese Leute im Land ausgebildet und bringen neben der Ausbildung nach hiesigem Standard auch noch einen anderen kulturellen Hintergrund und damit viel zusätzliches Potential mit.

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