DeutschlandkarteSitzbezüge in U-Bahnen

Die Verkehrsbetriebe verteidigen die Unversehrtheit ihrer U-Bahn-Sitzbezüge mit verschiedenen Strategien. von 

Stoffe, mit denen U-Bahn-Sitze bezogen sind, gehören nicht zu den allerschönsten. Häme wäre aber unangebracht. Es ist die Angst vor dem Schmutz und vor dem Edding, die Verkehrsbetriebe vor einfarbigen Sitzbezügen zurückschrecken lässt.

Offenbar gibt es zwei Tricks, mit denen sie sich vor Vandalentum in ihren Bahnen schützen wollen: Eher im Norden gestalten sie die Sitze so, als wären die Edding-Benutzer schon längst da gewesen (in Dortmund: als hätten Raucher schon mal ihre Zigarettenkippen auf dem Sitz ausgedrückt).

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Unerforscht ist, ob das die Aggressivität der Vandalen nicht noch steigert, weil sie sich um ihre Aufgabe gebracht sehen. (Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie bitte hier).

Alle Deutschlandkarten des ZEITmagazins im Überblick

Alle Deutschlandkarten des ZEITmagazins im Überblick  |  © Jörg Block

Im eher wohlhabenderen Süden gestaltet man die Sitze hingegen in freundlichem Blau, so, als sei man nicht in der U-Bahn, sondern in einer Volksbank-Filiale, in der man sich ja auch zu benehmen weiß. Nur Frankfurt, mittendrin gelegen, versucht eine Mischform aus Graffiti und Bankfilialenteppich. Und das sieht mal wirklich blöd aus.

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    • Serie Deutschlandkarte
    • Quelle ZEITmagazin, 27.12.2012 Nr. 01
    • Schlagworte Bahn | U-Bahn | Dortmund
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