SchwedenUns geht’s gut!

Ohne Euro kein Erfolg – stimmt das eigentlich? Eine Nachforschung in Schweden von 

Abseits des Hauptkorridors, in einem unbeleuchteten Nebenraum der schwedischen Reichsbank, stehen sechs Staffeleien. Die Holzgestelle tragen Papp-Attrappen von seltsam anrührenden Geldscheinen. Astrid Lindgren blickt, leicht versonnen, vom blass-violetten Grund einer 20-Kronen-Note. Einen 100er-Schein schmückt, lasziv weichgezeichnet, Greta Garbo. Und von der 1.000-Kronen-Note lächelt Dag Hammarskjöld, der UN-Generalsekretär aus dem schönen Småland.

Was ist das denn?

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»Ach so, die, ja«, sagt die Pressesprecherin der Reichsbank und bremst kurz ab. »Die sollen 2015 in Umlauf kommen.«

Der Rest Europas hat es fast vergessen, aber das EU-Land Schweden hat doch tatsächlich nie den Euro eingeführt. Nach allen geltenden Legenden müsste es ihm damit schlecht ergehen. Europas kleine Volkswirtschaften, so will es der Mythos der Gemeinschaftswährung, können in der großen globalisierten Welt ohne Euro nie und nimmer bestehen. Können sie nicht?

Schweden konnte es, kann es und plant allem Anschein nach, es noch ein Weilchen weiter zu schaffen. Sein Wirtschaftswachstum lag in den vergangenen Jahren zwei bis vier Prozentpunkte über dem Durchschnitt der Euro-Länder. Seine Regierung sitzt auf einem hübschen kleinen Haushaltsüberschuss. Die Arbeitslosigkeit liegt bei unter acht Prozent (im Euro-Raum-Schnitt: zwölf). Und wenn man mit den Finanzpolitikern des Landes spricht, muss man sie fast dazu zwingen, doch bitte, bitte einmal die Nachteile aufzuzählen, die die Euro-Abstinenz einbringe.

Versuchen wir es zuerst beim Vizegouverneur der Reichsbank, Per Jansson. Der Hüter der schwedischen Geldwertstabilität gibt sich redlich Mühe, ein Manko am Solowährungsdasein zu finden. »Na ja«, quält er sich, »wir könnten vielleicht irgendwann ein Schweiz-Problem bekommen.« Soll heißen: Die Krone könnte derartig an Wert zulegen, dass Schwedens Exportgüter anderswo unerschwinglich würden. Allerdings hatte Schweden dieses Problem schon einmal, in den neunziger Jahren, und die Lösung war relativ simpel: Die Regierung wertete die Krone ab, senkte ein paar Steuern und schnitt wachstumshemmende Regulierungen zurück. Daraufhin stieg die Exportrate an, die Inflation ging zurück, und nach acht Jahren hatte sich das Haushaltsdefizit so gut wie verflüchtigt. Also, noch mal, welche Nachteile hat das Nicht-Euro-Dasein? Zentralbanker Jansson entsichert jetzt, mit leichtem Widerwillen, ein politisches Argument. »Wir könnten Teil einer Fiskalunion werden, ohne dabei etwas mitzureden zu haben.« Dann müsste Schweden nach Regeln haushalten, die es nicht mitgestalten könnte. Wobei, relativiert Jansson sofort, gegen mehr organisierte Disziplin im Euro-Raum sei ja eigentlich nichts einzuwenden.

»Nein«, resümiert Jansson bedauernd, »ich glaube, wenn nichts Dramatisches passiert, dann werden wir diese neuen Banknoten da drüben einführen.«

Nun ja, vielleicht war Per Jansson nicht der Richtige. Es muss doch bessere Nachteile geben. Fragen wir als Nächsten einen, der für den Euro-Beitritt Schwedens gestimmt hat, 2003, als die Schweden ein Referendum darüber abhielten.

Anders Borg zählte damals zu der Minderheit von 42 Prozent, die den Euro einführen wollte. Heute ist er Finanzminister – und im Grunde heilfroh darüber, dass sein Lager unterlag. Er sagt das natürlich nicht geradeheraus. Er diplomatisiert vielmehr, »dass man im Rückblick sagen muss, es wäre schwierig geworden mit dem Euro«. Borg, 44, ist ein Konservativer der unkonventionelleren Sorte. Sein Haar trägt er zu einem Pferdeschwänzchen zurückgebunden, vom linken Ohr baumelt ein runder, goldener Anhänger, und sein bescheidenes Altbaubüro macht eher den Eindruck einer Studierstube denn eines Regierungszimmers. Borg beschäftigt sich offenbar mit tausend brennenden Themen; ganz oben auf seinem Schreibtisch liegt ein roter Wälzer, How China’s Leaders Think. Dass Europas Führer denken, sie müssten – koste es, was es wolle – den Euro retten, das entspannt Borg. Immerhin exportiert Schweden 40 Prozent seiner Ausfuhren, Handys, Holz und H&M, in die Euro-Zone. Es wäre für Schweden recht ungünstig, wenn sie kollabierte. Zum Rettungstopf beitragen möchte die schwedische Regierung, so Borg, trotzdem nichts. »Wir sind nicht Teil des Systems. Warum sollten wir?« Aha.

Leserkommentare
  1. wie sehr die Geschichte vom alleinseeligmachenden Euro ein bloßes Märchen ist.

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    , aber "alleinseeligmachend" heißt "alternativlos" in Merkelland.

    • vonDü
    • 06. Januar 2013 7:20 Uhr

    " Schweden zeigt uns,wie sehr die Geschichte vom alleinseeligmachenden Euro ein bloßes Märchen ist."

    Sind Sie sicher?

    Schweden zeigt uns, dass der Erfolg nicht unbedingt von der Währung, sondern von der Organisation der Wirtschaft abhängt. Den Luxemburgern geht es mit Euro glänzend, den Deutschen nicht schlechter als den Schweden. Der Euro muss immer als Ausrede für nicht, oder schlecht gemachte Hausaufgaben herhalten.

    Der echte Vorteil der Schweden gegenüber der Eurozone, liegt in der Kürze der Entscheidungswege, was schnelleres Handeln und Korrekturen ermöglicht.

  2. wie wir von unseren Politikern belogen wurden und noch werden.

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    ...aber ich selber frage mich gelegentlich, ob es wirklich immer Lüge oder vielmehr (oder zumindest auch) Unwissenheit (oder Dummheit ?) ist.

    Wurde nicht schon öfter nachgewiesen
    durch gezielte Sachfragen an unsere Spitzenpolitiker),
    daß die Parlamentarier die Komplexität der Themen gar nicht verstehen (können ?),
    zu denen sie regelmäßig Beschlüsse durchwinken ?

    Was ist aber schlimmer:
    Verlogenheit oder Inkomptetenz ?
    Es bleibt schwierig....

    • iolger
    • 04. Januar 2013 15:00 Uhr

    Seit der Zwangseuroeinführung verlor die Masse der Bevölkerung etwa 20 % an Wohlstand und mit jedem Jahr kommen 2, 3, 4 % dazu. Denn was wir Pleitestaaten "schenken" müssen, fehlt in Jedermans Börse. Ohne Euro ginge es uns meiner Meinung nach besser, vie besser.

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    • Chali
    • 04. Januar 2013 15:23 Uhr

    Wie europäischen Bürger hätten schon auch git mit dem Euro leben können - theoretisch.

    Man hat die mit dem Euro einhergehende Abschaffung jedweser Transparenz und Verantwortlichkeit dazu benutzt, das neoliberale Welt- und Menschenbild durchzusetzen - etwa dadurch, dass man den "Wettkampf" der Bürger gegeneinander ausgerufen hat - und das hat zur Verarmung der Vielen geführt. Und natürlich zur Des-Integration Europas. ("Der Grieche" - nicht wahr?)

    Kein Wunder, dass sich ein demokratisches Land wie Schweden (besser: die schwedischen Bürger) nicht die Macht über das Schicksal von anonymen Mächten aus der Hand nehmen liess.

    Das kommt auf die Prämissen an:
    Wenn es keinen € gegeben hätte, die dt. Regierungen aber trotzdem auf eine exportorientierte Politik fixiert gewesen wäre, weil so die Profitraten für die Kapitalbesitzer höher sein können, als bei einer Binnenwirtschaftsorientierung (die Massenkaufkraft bedarf = höhere Löhne = niedrigere Profite), ginge es Dt.* heute m.E. schlechter als ohne €.
    Der Grund liegt darin, dass sich durch den € die dt. Exporte verbilligten, was weitere reale Abwertungen (v.a. Lohnkurzüngen) ersparte um den Exportanteil erreichen zu können, den Dtl. aktuell hat.

    Flächendeckende Arbeitslosigkeit gibt schon seit den 80ern in ganz Europa. Der € hatte einfach das Pech, das seine Einführung mit dem Niedergang des aktuellen kapitalistischen Akkumulationszyklus zusammenlief und von zweifelhaften Politikern dazu auserkoren wurde, damit diesen Prozess zu verschleppen. Vorrangig mit Geldblasen um Wirtschaftswachstum zu generieren.

    * Dt. als statistisches Durchschnitskollektiv betrachtet; was heißen kann, dass es der Mehrheit erbärmlich gehen kann, wenn es nur eine Minderheit so viel besser geht, dass diese den Schnitt nach oben reißt.

    • footek
    • 04. Januar 2013 15:04 Uhr

    sicher ist der EUR momentan nicht populär aber dies war er ohnehin nur für schwächere Länder was Schweden damals auch schon nicht war. Zwei wichtige Aspekte vergisst man jedoch- als Exportland ist man auf die Kaufkraft der Abnehmerländer angewiesen, also geht es ihnen aut. schlechter wenn diese im Umfeld sinkt. Und die Sichtweise einer Schicksalsgemeinschaft auf die Landesgrenze zu beschränken ist mit Sicherheit kein Erfolgsrezept für eine Exportnation in der heutigen Zeit. Also erst mal abwarten, Schweden hängt nämlich mehr vom EUR ab als sie sich einzugestehen bereit sind.

    via ZEIT ONLINE plus App

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    • iolger
    • 04. Januar 2013 15:45 Uhr

    Nur noch 40 % unserer Exporte gehen in Euro-Länder und mit jedem Monat werden es noch weniger.

    • Vanita
    • 04. Januar 2013 17:05 Uhr

    Wenn man sich klar ist, dass Geld nicht an Bäumen wächst, dann erkennt man neben dem Exportmarkt auch einen Binnenmarkt, und der schwächelt hier immer mehr, weil die Leute immer weniger in der Tasche haben.

    Nimmt man noch dazu, dass deutsche Exporte von den Schuldenstaaten nicht bar, sondern per Schuldscheinen gezahlt werden (deren Einlösung in den Sternen steht), dann müsste einem Angst und Bange werden, was da noch auf uns zukommt.

    Übrigens, es ist die EU, die bestimmte Produktionen geradezu fordert und damit die Abwärttsspirale antreibt, aber die hat ja mi dem Friedensnobelpreis geradezu ihren Heiligenschein erworben und darf nicht kritisiert werden, sonst ist man anti-europäisch und Europa scheitert, oder so ähnlich.

    Eine Exportnation, die sich die Bezahlung zu einem erheblichen Teil "auf den Deckel schreiben" lässt, wird mittelfristig erkennen, dass das auch kein Erfolgsmodell sein kann.

    Die fehlenden Wechselkurse verbergen die Leistungsungleichgewichte. Und wo Preise unbeweglich gemacht wurden, bewegen sich die Mengen. Hier in Form von "Rettungsmilliarden".

    Wie hieß es früher? Machen wir´s den Schweden nach!

    • Swans
    • 04. Januar 2013 23:46 Uhr

    Wenn ich die meisten Waren in die EU exportiere und dafür auch Geld bekomme, haben sie recht.
    Leider aber bekommen die Südländer von uns Kredite, mit denen sie dann die Exporte bezahlen.
    Target 2
    Ergo erarbeiten wir diese Exporte und bezahlen sie dazu auch noch selbst.
    Was daran toll sein soll, müssten sie mir dann doch bitte nochmal genauer erklären.

  3. Die Frage nach dem optimalen Währungsraum unter ökonomischen Kriterien wurde bereits in der VWL durch Mundell und Co. untersucht. Demnach sollten einen Währungsraum vor allem Staaten gründen, die ein strukturell ähnliches Wirtschaftssystem haben (starker tertiärer Sektor, innovationslastig, starker internationaler Handel, etc.). In den 2000er Jahren wäre deshalb ökonomisch ein Währungsraum mit Schweden, Dänemark, Finnland, Deutschland, Benelux und Frankreich sinnvoll gewesen, ohne den Süden. Für den Einschluss des Südens sprechen deshalb ausschliesslich politische Argumente. Des Weiteren sollte nicht vergessen werden, dass die Architekten des Euros bei dessen Planung fest davon ausgingen, dass in den 1990er und 2000er Jahren eine europäische Wirtschaftsregierung existieren würde, um Mundells Vorbehalt auszuräumen und ein wirtschaftliches Zusammenwachsen zu ermöglichen. Der Rest ist Geschichte.

    Der Euro an sich war eine gute Sache. Nur die Wahl derjenigen, die ihn bekommen haben, war m.E. (ökonomisch) ziemlich unsinnig.

    6 Leserempfehlungen
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    frankreich können sie streichen. dieses land schon immer mehr club med-mentaöität gehabt.

    norditalien wiederum hat deutlich mehr witschaftliche nordstaatenmentalität.

    aber wie auch immer, der euro war eine unsinnige teure poltische idee und so wie die poltik das nun entschieden hat, wird er noch zig jahre dahinseichen und dann verschwinden.
    ökonomische grundgesetzte hebeln auch keine tagträumenden politiker aus.

    ich hoffe noch auf die poltik in österrecih zum beispiel oder finnland, das dort euro-tettungs-gegner ausreichenden stark werden, damit das euro-aus schneller kommt. zum nutzen aller. je länger es dahinsiecht umso teurer wird es.

    • jkochtr
    • 04. Januar 2013 15:06 Uhr

    Es überrascht mich doch sehr, dass ausgerechnet in der ZEIT ein Artikel publiziert wird, der ausgesprochen kontraproduktiv für die europäische Sache ist, was doch ansonsten der redaktionellen Linie gar nicht entspricht. Euro(pa)skeptizismus ist doch eher in abseitigen, meist rechten Blättern zu Hause. Gerade die Qualitätsmedien in Deutschland sollten unserer speziellen historischen Verantwortung für das europäische Projekt gerecht werden. - Wo bleibt ein Artikel darüber, dass Litauen im kommenden Jahr den Euro einführen will? - Dies würde zum Beispiel dem "deutschen Michel" vor Augen führen, dass der Euro nach wie vor attraktiv ist und Europa zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammenschweißt.

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    • Chali
    • 04. Januar 2013 15:44 Uhr

    " Europa zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammenschweißt"

    Das Schicksal wird ein für die Masse der europäischen Bürger nämlich ein ziemlich schlimmes sein. Griechenland ist überall.

    Die einzige Entschädigung:
    "Man" ist dann "Bestandteil" einer Grossmacht - manche entschädigt das ja für vieles. Mich nicht.

    Kontinent, sondern um einen Wirtschaftsraum, der an volkswirtschaftlichen Kriterien gemessen, zusammen gehört. Wären unsere Politiker in Volkswirtschaft bewandert, könnten sie auch Volkswirtschaft schreiben. So hat die Bevölkerung die Krücke Europa am Hals.

    • u.t.
    • 04. Januar 2013 16:50 Uhr

    Sie hören sich an als ob "Schicksalsgemeinschaft" etwas ganz tolles ist.

    Brrr...

    Wie wär's noch mit "Nibelungentreue"?

    zeichnet sich gerade dadurch aus, dass nicht nur einseitig auf ein Objekt Bezug genommen wird!
    In dem Artikel wird lediglich aufgezeigt, dass es ein anderes europäisches Land gut ohne Euro schafft. Darf man diese Sicht in einer freien Presse, in einer Demokratie, etwa nicht zeigen, weil das sogenannten Euroskeptizismus (Europa spar ich mir hier, da Euro nicht automatisch Europa bedeutet) ausdrücken könnte? Ich finde eher eine Sichtweise wie die Ihre befremdlich.

    ist ihnen ihr beitrag nicht ein bisschen peinlich?

    das ist ja wie weiland das "neue deutschland" was sie fordern. was ihnen nicht gefällt , soll nicht publiziert werden?

    das ist ihre europa-vorstellung? sorry mit der ansicht schaden sie einem demokratischen europa mehr,als es je ein europa-skeptiker könnte.

    • ST_T
    • 04. Januar 2013 19:15 Uhr

    Heißt das noch lange nicht, dass wir jeden Scheiß mitmachen müssen.
    Faktisch nämlich hätten wir alle diese Euro-Vorteile auch ohne Euro genossen. Der Euro selbst bietet nämlich nur Nachteile. Anstatt auf die Milliarden zu zeigen die beim Ausstieg aus dem Euro kämen (was sowieso absurd ist, da lediglich vermutend), sollten wir lieber einmal die Kosten und vor allem die noch folgenden Kosten errechnen die eine Transferunion mit sich bringt.

    Deutschland hat gewonnen? Nein, ein kleines Dorf multinationaler Unternehmer ist der einzige Gewinner. Die große Masse des Volkes geht leer aus und verliert jedes Jahr.
    Das sind dann die Steuern die wir nicht in unsere Zukunft investieren sondern in malevolente Banken, korrupte südländische Systeme oder aber kurz gesagt in die "Stabilisierung" der gemeinsamen Währung.

    • Swans
    • 04. Januar 2013 23:52 Uhr

    Wenn ich gegen den Euro bin, bin ich nicht Automatisch gegen Europa und erstrecht nicht rechts eingestellt.
    Eine Einheitswährung macht nur dann sinn, wenn die Wirtschaftlichen sowie auch sozialen Standarts und auch die Steuerabgaben der Länder mehr oder weniger Konkurrenzfähig sind.
    Ist dies gegeben, kann ich eine gemeinsame Währung kreieren.
    Die EU hat dies aber nicht gemacht und erst die Währung erschaffen.
    Genau deshalb wird das ganze Konstrukt auch zusammenfallen.
    Am Leben zu erhalten ist es nur, in dem der Norden den Süden stetig finanziert.
    Dies wird dann zwangsläufig zu Unruhen führen.
    Der €uro ist eine Fehlkonstruktion.

  4. "Politisch ist der Euro in Schweden gerade so attraktiv wie ein feuchter Keller."

    Und in Deutschland (bei den Bürgern, die garantiert nicht gefragt werden,) ist der Euro wohl gerade so attraktiv wie ein überfluteter Keller, in dem uns das Wasser bis zum Hals steht. Und bald brauchen wir einen Schnorchel....

    Aber das wird in der Regel als "Stammtischgerede" abdisqualifiziert. Ist Schweden demnach ein einziger Stammtisch ?

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    "bei den Bürgern, die garantiert nicht gefragt werden"
    --------------
    Natürlich werden sie gefragt, und zwar bei jeder Parlaments- und Ratswahl. Nur die Mehrheit wählt Euro-befürwortende Parteien.

  5. Die schwedische Bevölkerung durfte seinerzeit per Referendum über die Einführung des Euro abstimmen. Die deutsche Regierung hat ihrem Souverän dies seinerzeit bekanntlich nicht ermöglicht. Auch über die weitere Verwendung von Atomkraft stimmte die schwedische Bevölkerung bereits 1980 (nach dem Beinahe-GAU in Three Mile Island in den USA) ab. Die schwedische Bevölkerung entschied sich mehrheitlich für den Ausstieg. Glückliches Schweden!

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    "Der Ausstieg aus der Kernenergie sollte bis 2000 abgeschlossen sein. Diese Frist wurde auf 2010 verlängert und im Jahr 2009 ganz aufgehoben."

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kernenergie_nach_L%C3%A4ndern#Schweden

    Ohne Abstimmung. Soweit zur Skandinavien-Folklore.

    • dk9011
    • 04. Januar 2013 15:29 Uhr

    Dass auch in Schweden 2009 der "Ausstieg vom Ausstieg" erfolgte und im Gegensatz zu Deutschland auch nach Fukushima daran festgehalten wurde, sollte man der Vollständigkeit halber schon noch erwähnen.

    Kernenergie hat in Schweden einen Anteil von über 35% an der Gesamtstromerzeugung...glückliches Schweden.

    die schwedische Bevölkerung befürwortete einen weiteren BEGRENZTEN AUSBAU der Kernkraft (mit 58,1% Stimmen).

    Nur zur Korrektur

    mfg

    K-F

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  • Schlagworte Schweden | Euro | Europäische Währungsunion | Europa
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