BrettspielSchach

von Helmut Pfleger

Schachaufgabe

Vor Kurzem war ich wieder in Geyer, einem kleinen Erzgebirgsstädtchen, in das die Kriegswirren meine Familie mit mir als Baby bis zum Kriegsende verschlugen. Früher wurde dort Zinn- und Silberbergbau betrieben, doch heute ist Geyer wie aus der Zeit gefallen, dafür sind die Menschen umso freundlicher und offener – eine ältere Frau sang dem Fremden sofort und voller Inbrunst das Lied vom "Vuglbeerbaam" (Vogelbeerbaum) vor. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit kam ich ins Turmmuseum, ein liebenswerter Anachronismus mit einem Sammelsurium verschiedenster Dinge, die einen Ort und Zeit vergessen lassen. So rankt sich in der Turmspitze als Geschenk eines Bürgers eine 6,50 Meter lange Pythonschlange empor, darunter stehen Zinnsoldaten aus dem Nachlass eines anderen Bürgers Wache, der "in der Fremde" zu Geld kam und sein ganzes Vermögen der Stadt und dem Turmmuseum vermachte. Doch besonders stolz ist man auf Karl Stülpner (1762 bis 1841), einen Wildschützen und Rebellen, auf den eine Kopfprämie ausgesetzt war und der in der Hungersnot den Armen mit gewildertem Fleisch und im Kampf gegen die Obrigkeit zur Seite stand und dessen Bild mit dem Spruch "Vergaß dei Haamit net" ich auch auf einer Hauswand prangen sah. Nun noch etwas Schach, diesmal von mir selber.

Mit welcher Kombination kam ich als Schwarzer am Zug 1962 beim Internationalen Juniorenturnier in Bamberg gegen Karl-Heinz Bachmann in entscheidenden Vorteil?

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Schachlösung
Schachlösung aus Nr. 52

Lösung aus Nr. 52:

Mit welchem Zug gewann Schwarz? Nach 1...e4! war Weiß verloren, weil auf 2.Sxe4 Sxe2+ 3.Kg2 f5! und auf 2.dxe4 Sxe2+! 3.Sxe2 Txd2 Schwarz jeweils den Springer gewönne. Weiß versuchte noch 2.Le3 , musste aber nach 2...exd3 3.Lxd4 dxe2 4.Sxe2 cxd4 5.Sc1 d3 6.Sb3 d2 7.Td1 De4 auch aufgeben

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