GesetzesnovelleGeld oder Leiden

Anlässlich der Novelle des Tierschutzgesetzes wird in Deutschland derzeit wieder gestritten: Was darf man Tieren zumuten, was muss man Landwirten oder Forschern verbieten? von 

Alle paar Jahre flammt der Streit zwischen Tierschützern und Tiernutzern von Neuem auf. Immer geht es dabei um die Frage: Wie sehr dürfen Nutz- und Versuchstiere für unser Wohl leiden? Und welchen Stellenwert hat der Tierschutz in Deutschland? Seit einigen Wochen steht dieses Thema wieder auf der Agenda. Dabei geht es um die Kastration von Ferkeln ebenso wie um Brandzeichen für Pferde oder den Einsatz von Tieren für die Wissenschaft.

Anlass für die Debatte ist eine neue Versuchstier-Richtlinie des Europäischen Gerichtshofs vom November 2010. Diese sollte bis Ende 2012 in nationale Rechtsprechung überführt werden. Der Deutsche Tierschutzbund hatte versucht, diese Gelegenheit zu nutzen, um hierzulande ein strengeres Tierschutzgesetz durchzusetzen; darin sollten etwa die Ferkelkastration ohne Betäubung verboten werden sowie das Brandmarken von Pferden. Auch forderten Tierschützer strengere Bestimmungen für Labortiere.

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Vertreter der Agrarindustrie argumentierten hingegen, strengere Tierschutzstandards würden die deutschen Bauern benachteiligen. Den Haltern von Nutztieren dürfe nicht zu viel abverlangt werden, hieß es etwa beim Bauernverband. Sonst seien deutsche Landwirte auf europäischer Ebene nicht mehr wettbewerbsfähig.

Der Schlagabtausch gleicht einem Ritual: Die eine Seite argumentiert mit Geld und Wettbewerbsnachteilen, die andere mit dem Leiden von Tieren. Und die Politik sucht den Kompromiss. Die Gesetzesreform, die der Bundestag in der vergangenen Woche beschloss, zeigt das exemplarisch. So ist im reformierten Tierschutzgesetz vorgesehen, dass Bauern ihre Ferkel noch bis zum Jahr 2019 ohne Betäubung kastrieren lassen dürfen.

Der Tierschutzbund und die Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hatten ursprünglich durchsetzen wollen, dass die Betäubungspflicht schon 2017 in Kraft tritt. Dagegen hatten die Landwirte vehement protestiert: Für sie bedeutet der Kauf von Betäubungsmitteln zusätzliche Kosten. Zudem muss der Züchter für jede Betäubung einen Tierarzt bemühen, die Kastration nimmt er bisher selbst vor. Das verteuere die Haltung, treibe die Fleischpreise in die Höhe und führe so zu einem Wettbewerbsnachteil gegenüber Zuchtbetrieben anderer europäischer Staaten, hatten die Schweinezüchter kritisiert. Notwendig ist die Kastration der Ferkel, weil die ausgewachsenen Eber sonst Hormone produzieren, die das Fleisch unangenehm schmecken lassen.

Brandzeichen bei Pferden bleiben erlaubt

Auch Brandzeichen bei Pferden sollen bis auf Weiteres erlaubt bleiben. Tierschützer hatten ein Totalverbot gefordert und dies damit begründet, dass es heute möglich ist, die Tiere mithilfe von Elektrochips zu kennzeichnen, die den Pferden bei der Einpflanzung kaum wehtun. Bei einer Brandmarkung erleide die Haut der Pferde dagegen Verbrennungen dritten Grades. Dennoch halten Pferdezüchter noch immer an dieser Form der Kennzeichnung fest. Sie sei eine Art Gütesiegel und symbolisiere den wirtschaftlichen Wert der Pferderasse. Der Deutsche Bauernverband bezeichnet den Schenkelbrand gar als »bedeutendes Kulturgut«, das es zu erhalten gelte.

So wird das erneuerte Gesetz nur in wenigen Punkten den Ansprüchen der Tierschützer gerecht. Zum Beispiel untersagt es erstmals die Zucht von Rassen, die aufgrund genetischer Defekte unter Schmerzen oder Verhaltensstörungen leiden. Zudem soll es Bauern von 2016 an verboten sein, Hühnerschnäbel zu kupieren – ein gängiges Mittel in der Massentierhaltung, da die beengt lebenden Tiere sich sonst gegenseitig mit den spitzen Schnäbeln verletzen oder gar totpicken würden. Wenn das Verbot in Kraft tritt, müssen die Bauern laut der Novelle »Haltungsbedingungen« schaffen, die die Ursachen dieser Verhaltensstörungen »ausschließen« oder »minimieren«.

Leserkommentare
  1. ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Menschliches Computermodell nicht präziser wäre, als eine Ratte!

    Und gerade das Thema Transplantation ist Interessant, weil nach und nach immer mehr Möglichkeiten geschaffen werden, diese Ohne Erkentnisse und Vorbereitung zu Lasten der Tiere durchzuführen. Das ist entscheidend, denn wir Tierversuchsgegner behaupten ja, dass die Medizin und Forschung sehr wohl genau so weit wäre und auch weiterhin weit kommen kann ohne Tierversuche, weil die Experimente ja nicht ersatzos gestrichen werden sondern durch Alternativmethoden ersetzt werden. (Gunther O. Hofmann zb.)

    So ist es doch erst aufgrund des massiven Drucks der Konsumenten Loreal dazu veranlasst hat eine künstliche Haut zu entwickeln, auf der nun Allergie und Verträglichkeitstest durchgeführt werden anstatt auf Ratten und Kanninchen (Deren Haut ja auch völlig anders aufgebaut ist, als die menschliche!)

    Deshalb spreche ich mich dafür aus möglichst viele Tierversuche zu verbieten um die Wissenschaft zu zwingen in Richtung Alternativmethoden zu forschen. Denn das wird nicht ausreichend getan, weil Tiere nunmal etabliert und ihr Missbrauch weltweit anerkannt ist.

    Die Politiker tun nicht nur nichts, sondern sie begünstigen und fördern Tierversuche sogar, indem sie bei Medikamententests unnötiger Weise vorgeschrieben sind und viele weiter Beispiele.

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    Sie schreiben:
    "nennen Sie mir 2 für den Menschen wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse, die Ohne Tierversuche nicht möglich gewesen wären! Ich bin gespannt!"

    und bekommen die korrekte Antwort Transplantation und Immunologie, da der heutige Kenntnisstand ohne Tierversuche nicht vorhanden wäre. Als "Gegenargument" bringen Sie dann:

    "Und gerade das Thema Transplantation ist Interessant, weil nach und nach immer mehr Möglichkeiten geschaffen werden, diese Ohne Erkentnisse und Vorbereitung zu Lasten der Tiere durchzuführen. Das ist entscheidend, denn wir Tierversuchsgegner behaupten ja, dass die Medizin und Forschung sehr wohl genau so weit wäre und auch weiterhin weit kommen kann ohne Tierversuche, weil die Experimente ja nicht ersatzos gestrichen werden sondern durch Alternativmethoden ersetzt werden. (Gunther O. Hofmann zb.)"

    Aber woher weiß man denn, dass die Alternativmethoden (manchmal) so funktionieren und die gleichen Ergebnisse bringen, wie Tests am kompletten Organismus z.B.? Dazu braucht man doch erst einmal die Erkenntnis von vorhergegangenen Tierversuchen. Demnach wurden Ihnen die 2 verlangten Beispiele gegeben (und es gibt viele mehr).
    Zu Alternativmethoden und Modellen muss man erstmal kommen, und das kann man nur, wenn man sie mit dem Organismus und dessen Reaktion vergleichen kann, um die Korrektheit der Modelle zu überprüfen. D.h. Modelle können meist nur Folge"versuche" sein, aber kaum Grundlagen schaffen.

    • vonDü
    • 06. Januar 2013 12:57 Uhr

    "ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Menschliches Computermodell nicht präziser wäre, als eine Ratte!"

    Die Grenzen ihrer Vorstellung, sind nicht Grenzen der Wirklichkeit.

    Um ein Computermodell zu programmieren, muss man zunächst die Variablen und ihr systemisches Zusammenwirken kennen - und da ist man heute, noch weit davon entfernt. Täglich werden neue Botenstoffe, neue Regelkreisläufe entdeckt. Die alle noch redundant sind. Das ist ein wenig komplizierter, als neue Autos oder Flugzeuge im digitalen Windkanal zu testen.

    • PGMN
    • 06. Januar 2013 15:04 Uhr

    hat die Entgegnung zu Ihrer Annahme

    "ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Menschliches Computermodell nicht präziser wäre, als eine Ratte!"

    im Prinzip schon gegeben. In Ihrer vorherigen Konversation haben Sie beide allerdings das Wort "präzise" falsch gebraucht. Ersetzen Sie "präzise" durch "richtig" und "präziser" durch "richtiger". Denn mit einem haben Sie recht: Computermodelle sind meist "präziser" als existierende Systeme, wie z.B. Ratten, aber solange man das System Ratte nicht genau kennt, sind Messungen an der Ratte immer "richtiger" als jedes Computermodell, das man von ihr erstellen könnte. Sie müssen bedenken, dass ein Computer immer genau das tut, was man ihm sagt, dass er tun soll. Wenn man ihm also nicht sagen kann, wie er die Realität nachbilden soll, dann wird er auch Ergebnisse ausspucken, die mit der Realität nichts zu tun haben. Und ironischerweise sind Tierversuche die einzige Möglichkeit, das System Ratte so weit zu erforschen, dass man eines Tages vielleicht tatsächlich Versuche an Ratten durch Computermodelle ersetzen kann.

    • Xarx
    • 06. Januar 2013 16:01 Uhr

    Meine Mitbewohnerin hatte im Hirnforschungszentrum in Leipzig Mäusehirne für die Alzheimerforschung präpariert. Die Tiere wurden mit der Krankheit infiziert und anschließend wurde ihnen ein Gegenmittel verabreicht. Nach einer Lebenszeit von 1,5 Jahren wurden sie mit CO2 erstickt und ihre Gehirne auf Veränderungen durch das Gegenmittel untersucht(man bedenke: Alzheimer breitet sich zu langsam aus um in diesem Zeitraum für die Mäuse negative Auswirkungen zu haben).
    Auch wenn ich ihre Position mehr als nachvollziehen kann und mir selber wünsche, dass unnötige Tierversuche abgeschafft werden sollten, so fällt mir in diesem Falle keine Alternative ein (die vor allem eine Entwicklung eines Medikamentes in absehbarer Zeit ermöglichen würde). Es ist schließlich zwangsweise nötig die Krankheit an Lebewesen zu erforschen. Natürlich wären theoretisch auch Menschen geeignet, aber wie viel Alzheimerpatienten bzw. deren Vormünder würden sich bei Anfragen darauf melden? Und wie viel Proben wären dagegen notwendig um von signifikanten Erfolgen zu sprechen?

    Und im übrigen: nein ein Computermodell ist nicht so präzise wie das "Original". Schließlich ist es ein Modell, gekennzeichnet durch eine Reihe von mitunter drastischen Vereinfachungen. Bestimmte Sachverhalte lassen sich aktuell einfach nicht nachbauen wie beispielsweise die künstliche Haut von Loreal.

  2. "der Forschung werden Tierversuche ersetzt und reduziert und wenn das nicht möglich ist möglichst schonend für die Tiere durchgeführt."

    Die Zahl der Tierversuche ist in Deutschland steigend. Auch wegen REACH.

    "Das Wissen aus der Grundlagenforschung wird dann aber zur Entwicklung von Medikamenten und Terapien benötigt."

    DAs ist eine Behauptung aber die wurde noch nie in einer Studie bestätigt. Das Gegenteil aber schon, nämlich dass für den Menschen sinnvolle Therapien so gut wie nie auf Grundlage von Tieversuchen entwickelt worden sind.

    In der Lehre wird nicht gespart. Ich habe das in Köln in der Medizin doch selbst erlebt. Da werden 1. Semestern Ratten vorgeschoben, der Prof dreht ihnen vor versammelter Studentenscahft den Hals um und dann wird lustig geschnibbel. Absolut vermeidbares und unnötiges Leid in Zeiten von Computermodellen.

    "verbrauchte Tiere"

    das ist auch so eine Sache die mich stört. Diese Tierversuchskiste verroht euch doch! Ihr redet von "modellen" und solche Sachen, ihr töten ohne mit der Wimper zu zucken denkendes und Fühlendes Leben. Das sind doch keine Pflanzen Mensch! Und dann haltet ihr sie auch noch in bescheuerten Macrolonboxen, häufig sogar allein. Wenn ich nur daran denke kommt mir mein Frühstück hoch, als Rattenhalterin.

    Ich gehe für RAtten und Mäuse auf die Straße. Aber wie! Ich finde die Trennung auch unsäglich. Es ist irrelevant wie sehr ein Tier dem menschlichen Tier ähnelt. Relevant ist ob es Kognition und Emotion hat.

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    und hier werden Sie dann teilweise ausfallend, schade...

    Was für ein Argument ist es, generell zu widersprechen, nur weil an Uni X Kurse mit Tierversuchen vielleicht nicht reduziert wurden. Dann kann sich die Gegenseite auch hinstellen und sagen "es gibt doch in Deutschland gar keine Tierversuche, in meinem Botanikkurs haben wir noch nie ne Ratte aufschnibbeln müssen"

    Ihre Behauptung, dass noch nie Therapien auf Grundlage von Tierversuchen entwickelt wurden, ist schlichtweg falsch. Es ist sicher nicht alles 1:1 übertragbar, aber es gibt sehr wohl Gemeinsamkeiten.

    Grundlagenforschung und die Entwicklung von Medikamenten/Therapien auf Grundlage von Tierversuchen sind übrigens zwei Paar Schuhe.

    • skeptik
    • 06. Januar 2013 12:18 Uhr

    Anzahl der Tiere steigt. Wegen REACH aber vor allem ist sie Wegen der Genetik und auch wegen der Molekularbiologie gestiegen. Um Gene zu erforschen braucht man zumeist den ganzen Organismus. Für Zellkulturen braucht man Gewebe und die Zellen auch Stammzellen sind in Vitro nicht unbegranzt Teilungsfähig.
    Einen Tierversuch bekommen Sie übrigens nur unter bestimmten Bedingungen genehmigt. Und schon bloße Beobachtung im Labor ist ein Tierversuch.

    Verrohen? Ja aber nicht mehr als ein Tier, dass Beute reißt.
    Oder ein großer Pflanzenfresser, der ein Raubtier tötet.

    Wir sind übrigens auch die, die man als Spinner ansieht, wenn sie kritische Kommentare über das unnötige Töten von Spinnen kundtun, oder jemanden kritisieren, weil er lieber regelmäßig Ratten vergiftet, als sein Abwassersystem reparieren zu lassen. Und was glauben sie wie auch sog. Tierfreunde schauen, wenn man denen sagt, dass bei normaler Hygiene das Gift gegen Schaben die Gesundheit mehr gefärdet als die Schaben selbst und sie einfach die Nahrung dicht verschlossen halten sollen? Oder wenn man sagt, dass man den Garten nicht so, mit kurzgrasschnitt und penibel gestutzen Büschen verkrüppeln soll? Oder das der Schutthaufen in einem Eck des Gartens eine tolle Sache ist?
    Ja das sind wir auch. Und für viele von uns gibt es nur einen wesentlichen Unterschied zwischen Mensch und Tier: Menschen sind Artgenossen, das wars. (Und was glauben Sie was man selbst von einigen Tierschützern dann höhrt, wenn man das sagt?)

    • vonDü
    • 06. Januar 2013 17:51 Uhr

    "Das Gegenteil aber schon, nämlich dass für den Menschen sinnvolle Therapien so gut wie nie auf Grundlage von Tieversuchen entwickelt worden sind."

    Da alle heute angewandten medizinischen Therapien und Präparate, auf der Grundlage von Tierversuchen entwickelt wurden, erschließt der Unsinn der These von selbst.

  3. Sie schreiben:
    "nennen Sie mir 2 für den Menschen wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse, die Ohne Tierversuche nicht möglich gewesen wären! Ich bin gespannt!"

    und bekommen die korrekte Antwort Transplantation und Immunologie, da der heutige Kenntnisstand ohne Tierversuche nicht vorhanden wäre. Als "Gegenargument" bringen Sie dann:

    "Und gerade das Thema Transplantation ist Interessant, weil nach und nach immer mehr Möglichkeiten geschaffen werden, diese Ohne Erkentnisse und Vorbereitung zu Lasten der Tiere durchzuführen. Das ist entscheidend, denn wir Tierversuchsgegner behaupten ja, dass die Medizin und Forschung sehr wohl genau so weit wäre und auch weiterhin weit kommen kann ohne Tierversuche, weil die Experimente ja nicht ersatzos gestrichen werden sondern durch Alternativmethoden ersetzt werden. (Gunther O. Hofmann zb.)"

    Aber woher weiß man denn, dass die Alternativmethoden (manchmal) so funktionieren und die gleichen Ergebnisse bringen, wie Tests am kompletten Organismus z.B.? Dazu braucht man doch erst einmal die Erkenntnis von vorhergegangenen Tierversuchen. Demnach wurden Ihnen die 2 verlangten Beispiele gegeben (und es gibt viele mehr).
    Zu Alternativmethoden und Modellen muss man erstmal kommen, und das kann man nur, wenn man sie mit dem Organismus und dessen Reaktion vergleichen kann, um die Korrektheit der Modelle zu überprüfen. D.h. Modelle können meist nur Folge"versuche" sein, aber kaum Grundlagen schaffen.

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    Antwort auf "Präzise"
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    Dass nicht OHNE Tierversuche wir nicht vielleicht viel weiter wären, weil wir nicht mit dem stumpfen Instrument des Erkenntnisgewissns, dem Tierversuch, stecken bleiben würden. Vielleicht wäre Krebs schon lkängst geheilt, wenn wir ihn nicht dauernd an Ratten testen würden?

    Was große Rumgerate "was wäre wenn" ist müßg. Es gibt genug hinweise dafür, dass Tierversuche mehr Verhindern als schaffen, wie etwa die Studie zeigte, die eine große Zahl an Veröffentlichungen in Fachzeitschriften bei denen Tierversuche eine Rolle spielten verglich und feststellte, dass der Ertrag in der Realität für den Erkrankten MEnschen gleich null ist!

    Und wenn Sie jezt albern werden mit Pflanzen, dann breche ich die Diskussion ab. Ich rede von mit menschlichen emotionen und kognitionen vergleichbare Kreaturen. Wenn wir aufgrund der Vergleichbarkeit feststellen, dass Leid bei diesen Kreaturen existiert, sollte der moralische Mensch, dieses Leid von Unschuldigen verhindern.

    Wenn Sie Pflanzen oder Objektschützer werden wollen, bitte sehr. Hier wird was anderes diskutiert

  4. 36. Schade

    und hier werden Sie dann teilweise ausfallend, schade...

    Was für ein Argument ist es, generell zu widersprechen, nur weil an Uni X Kurse mit Tierversuchen vielleicht nicht reduziert wurden. Dann kann sich die Gegenseite auch hinstellen und sagen "es gibt doch in Deutschland gar keine Tierversuche, in meinem Botanikkurs haben wir noch nie ne Ratte aufschnibbeln müssen"

    Ihre Behauptung, dass noch nie Therapien auf Grundlage von Tierversuchen entwickelt wurden, ist schlichtweg falsch. Es ist sicher nicht alles 1:1 übertragbar, aber es gibt sehr wohl Gemeinsamkeiten.

    Grundlagenforschung und die Entwicklung von Medikamenten/Therapien auf Grundlage von Tierversuchen sind übrigens zwei Paar Schuhe.

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    Antwort auf "DAs ist nicht wahr"
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    Irrsinn begründen und wenn Tiere schon nicht im eigenen Interesse auftreten können, braucht es eben Fürsprecher. Übrigens gibt es noch immer nur sehr vereinzelt ein Verbandsklagerecht für Tierschutzorganisationen.
    Angesichts der Tatsache, dass die Zahlen in der Massentierhaltung, bei den Tierversuchen, bei der Jagd und durch die Vernichtung des Lebensraums durch Monokulturen und Landschaftsversiegelung steigen statt zu sinken, kann man gelegentlich schon ausfallend werden vor lauter Verzweiflung.

    nicht gesagt, dass nochj nie durch Tierversuche eine Therapie für den Menschen entwickelt worden ist, sondern dass fast alle Versuche der jüngeren Zeit sinnlos waren und zu keiner Therapie führten. Die Forscher forschen in die falsche Richtung mit den falschen Mitteln.

    Auch habe ich nicht gesagt, dass die Tierversuche ansteigen, weil an der Uni Köln diese angewendet werden, sondern wollte damit einen der vielen Bereiche zeigen in dem sinnlos Tiere missbraucht und ermordet werden.

    Dass die Tierversuche ansteigen können Sie schnell ergoogeln. Es gibt Statistiken.
    Hier zb:
    http://albert-schweitzer-...

  5. aber kennen Sie alle Tierschützer und alle Organisationen?
    Diese strunzdummen Einwürfe mit irgendwelchen Behauptungen und Hinweisen auf "bigotte" Tierschützer, die dies und das angeblich nicht kümmert, sind einfach nur noch öde.
    Übrigens, Leute, die Handtaschenhündchen hätscheln und zum Friseur schleppen und jeden Konsumirrsinn mitmachen, sind keine Tierfreunde!
    Auch nicht die, die ihre Rassehunde und -katzen vom fragwürdigen Züchter kaufen, während die Tierheime voll sind von Wegwerf-Tieren.
    Denen geht es nur um sich selbst!

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    Antwort auf "Was mich bewegt"
  6. genannt sind, dürfen sie nochmal wiederholt werden:

    Worin besteht der Unterschied, ob das Wildschwein vom Wolf oder vom Jäger erbeutet wird?
    Das Fressen-und-gefressen-werden in der "freien Natur" wird von den Tierrechtlern doch auch nicht in Frage gestellt?
    Das Lebensrecht des Wolfes in unserer Landschaft wird doch derzeit geradezu bejubelt. Wieso darf der Tiere töten, wir aber nicht?
    Die ökologische Schiene:
    Auch Pflanzenproduktion verschiebt die "ökologischen Gleichgewichte" (was immer damit überhaupt gmeint ist) der Landschaft .
    Also selbstverständlich werden sich "Wild"-tiere mit an den gedeckten Tisch unserer Äcker setzen. Ob nun Maiszünsler, Kartoffelkäfer oder Wildschwein. Irgendwie reagieren wir da drauf. Auch der Biobauer tut das.
    Oder ist der Kartoffelkäfer in der nächsten Runde der Tierrechtsdebatte auch mit drinn?
    Warum nicht gleich das universelle Lebensrecht für "Pflanzen"?
    Es ist wirklich "ethisch unbedenklich", das Weizenkorn sein Leben in der Mühle, die Maispflanze ihres im Ökostrom-Gärtank aushauchen zu lassen?
    Hier mal Litertur aus dem anderen Universum:
    http://www.amazon.de/Jage...
    Oder nochmal Ökologie:
    Worin besteht der (wirtschaftliche) Wert einer Graslandschaft für Veganer?
    Die Wiederkäuer als Teil nicht nur unserer kulturellen, sondern mittlerweile auch physiologischen Evolution.....
    Schade, daß die Debatte so ideologisch aufgeladen ist.

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    Sie fragen: "Worin besteht der Unterschied, ob das Wildschwein vom Wolf oder vom Jäger erbeutet wird? Das Fressen-und-gefressen-werden in der "freien Natur" wird von den Tierrechtlern doch auch nicht in Frage gestellt? Das Lebensrecht des Wolfes in unserer Landschaft wird doch derzeit geradezu bejubelt. Wieso darf der Tiere töten, wir aber nicht?"

    Ein Raubtier jagt wenn es hungrig ist des Überleben willens. Ich denke da liegt der Kernunterschied zum Menschen, es sei denn man argumentiert jetzt, dass sämtliche Jäger kurz vorm Verhungern sind und das Präparieren und über dem Kamin platzieren der Jagdbeute dem Überleben dient.

    Es gibt aber auch noch einen anderen Aspekt: Gezielte, reglementierte Jagd zum erhalten des Gleichgewichts und der Gesundheit der Wildnis, immerhin haben wir sämtliche natärlichen Räuber, die diese Aufgabe seither hervorragend ausgefüllt haben, größtenteils ausgerottet. In diesem Fall begrüße ich die Jagd, da sie ökologisch begründet ist. Das darüber hinausgehende Spaßschießen des Kicks wegen verurteile ich allerdings. Wenn wir irgendwann Erfolg haben mit dem wiedereinführen der natürlichen Räuber (z.B. dem Wolf), wird auch die ökologisch begründete Jagd irgendwann nicht mehr notwendig sein.

    Vielleicht einer der Gründe warum es auch Jäger gibt, die beinahe gerne auf die Suche nach Wölfen zu gehen scheinen und dann unfreiwillig aus reiner Notwehr auf die Bestie schießen müssen (vorsicht: Ironie).

    • skeptik
    • 06. Januar 2013 12:18 Uhr

    Anzahl der Tiere steigt. Wegen REACH aber vor allem ist sie Wegen der Genetik und auch wegen der Molekularbiologie gestiegen. Um Gene zu erforschen braucht man zumeist den ganzen Organismus. Für Zellkulturen braucht man Gewebe und die Zellen auch Stammzellen sind in Vitro nicht unbegranzt Teilungsfähig.
    Einen Tierversuch bekommen Sie übrigens nur unter bestimmten Bedingungen genehmigt. Und schon bloße Beobachtung im Labor ist ein Tierversuch.

    Verrohen? Ja aber nicht mehr als ein Tier, dass Beute reißt.
    Oder ein großer Pflanzenfresser, der ein Raubtier tötet.

    Wir sind übrigens auch die, die man als Spinner ansieht, wenn sie kritische Kommentare über das unnötige Töten von Spinnen kundtun, oder jemanden kritisieren, weil er lieber regelmäßig Ratten vergiftet, als sein Abwassersystem reparieren zu lassen. Und was glauben sie wie auch sog. Tierfreunde schauen, wenn man denen sagt, dass bei normaler Hygiene das Gift gegen Schaben die Gesundheit mehr gefärdet als die Schaben selbst und sie einfach die Nahrung dicht verschlossen halten sollen? Oder wenn man sagt, dass man den Garten nicht so, mit kurzgrasschnitt und penibel gestutzen Büschen verkrüppeln soll? Oder das der Schutthaufen in einem Eck des Gartens eine tolle Sache ist?
    Ja das sind wir auch. Und für viele von uns gibt es nur einen wesentlichen Unterschied zwischen Mensch und Tier: Menschen sind Artgenossen, das wars. (Und was glauben Sie was man selbst von einigen Tierschützern dann höhrt, wenn man das sagt?)

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    Antwort auf "DAs ist nicht wahr"
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    "Um Gene zu erforschen braucht man zumeist den ganzen Organismus. Für Zellkulturen braucht man Gewebe und die Zellen auch Stammzellen sind in Vitro nicht unbegranzt Teilungsfähig."

    Nur wegen nervigen Aktivisten wie ich es bin, gibt es doch überhaupt die In-Vitro Methoden, die die Wissenschaftler damals auch nicht für Möglich gehalten haben. Es ist viel mehr möglich, als man glaubt, wenn man nur endlich die Methode wechselt.
    Ich behaupte auch nicht, dass sofort alle Methoden mit Tieren ersatzlos gestrichen werden können. Ich sage, dass wir nicht annährend genug dafür tun um ersatzmethoden zu erforschen. Die größte Anstalt die das tut, ist die Akademie des deutschen Tierschutzvereines, die sich durch Spenden über Wasser hällt. Die Politik tut zu wenig, denn sie hat zu wenig Druck, wegen Leuten wie Ihnen, die den Tierversuch preisen.

    "Verrohen? Ja aber nicht mehr als ein Tier, dass Beute reißt."

    Richtig, die Menschen verrohen. Der intelligente Mensch macht sich selbst zum weniger etnwickelten Tier. Er legt seiner vernunft ad acta und führt sich auf, als hätte er keine Verantwortung, keinen Verstand.als dürfe er sich an den Schwächeren bedienen, wie es ihm gefällt.
    Nein Sir, der Mensch ist kein Löwe. Er hat Verantwortung für Schwächere. Deswegen kümmern wir uns um Kinder und Behinderte (Was wir auch nicht immer taten, sondern auch viele Bewegungen und Sinneswandel brauchte bis es so war)
    Der Mensch ist ein Tier, aber er unterscheidet sich erheblich von anderen Tieren.

  7. Die Brandzeichen dürften markenrechtlich geschützt sein.
    Bei einem Chip kann halt der einfache Beobachter nicht erkennen, welchen "Stammbaum/Herkunft" so ein Gaul hat.
    Das Brandzeichen kann aber auch er erkennen.
    Man stelle sich einfach einmal vor, es würde den PKW-Herstellern verboten, ihre Fahrzeuge mit dem Markenlogo zu versehen. Da sähen dann die Verkaufszahlen auch etwas anders aus.

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