BrettspielSchach

von Helmut Pfleger

Schachaufgabe

Der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim hat 20 weiße Hemden, auf denen seine Initialen DB eingenäht sind, und einen dazu passenden Witz: "DB wie Deutsche Bahn, ich könnte als Schaffner arbeiten." Ähnliche Assoziationen oder Gelüste könnten vor Kurzem auch Ex-Weltmeister Anatoli Karpow (Russland), Nigel Short (England), Jan Timman (Niederlande), Robert Hübner (Deutschland) oder Vlastimil Hort (Tschechien) gehabt haben, als sie als "Leuchttürme" ihre insgesamt zehn Eisenbahner-Länderteams anführten. Bei einem Turnier der besonderen Art unter dem Motto "Logik trifft Logistik", wo die Länder, zwischen denen einst der Trans-Europ-Express verkehrte, gegeneinander spielten. Und das im Ambiente des zum Unesco-Weltkulturerbe zählenden Kaiserbahnhofs in Potsdam, neben dem Waggon, mit dem Lenin 1917 heimlich durch Deutschland zur Oktoberrevolution nach Russland geschleust wurde. Nicht überliefert ist, ob Lenin in diesem Waggon auch Schach spielte; sicher aber ist, dass er sich laut seinem Schachpartner Gorki über Niederlagen furchtbar ärgerte.

Keinen Grund zum Ärger hatte indes der einstige Kommunist Karpow, der kein einziges Mal verlor und Russland zum Sieg vor den Deutschen führte. Aber auch Nigel Short strahlte, vor allem, als ihm als Weißem gegen den Österreicher Stefan Kindermann dank des "Sargnagels" h6 ein wunderschöner Entscheidungszug glückte. Welcher war’s?

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Schachlösung
Schachlösung aus Nr. 1

Lösung aus Nr. 1:

Mit welchem Schlag konnte Schwarz gewinnen? Nach 1...Txg2! 2.Dxg2 Le4 3.f3 Lxd3 4.Txd3 De1+ 5.Kh2 Le5+ gab Weiß auf, weil er nach 6.f4 Lxf4+ 7.Tg3 h4! den gefesselten Turm verlöre

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