Deutsche Jäger verballern jedes Jahr die unvorstellbare Menge von mehr als 1.000 Tonnen Bleischrot.

Zwar wird nur etwa ein Zehntel davon in freier Wildbahn verschossen – der Rest im Schießstand –, aber auch diese Bleimenge ist gefährlich: Das Schwermetall reichert sich im Boden an, im Körper von Tieren, die nur einzelne Schrotkugeln abbekommen, und nicht zuletzt in den Menschen, die Wildfleisch verzehren.

Warum überhaupt Blei? Schrotkugeln verwenden die Jäger vor allem, wenn sie auf kleine Tiere schießen, die sie mit einer einzelnen Kugel nicht sicher treffen würden. Und Blei ist ein weiches Material, das im Körper des Tiers noch einmal zersplittert und so sehr schnell tödlich wirkt.

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Wer zweimal im Jahr Wildbraten isst, muss laut Bundesinstitut für Risikobewertung kaum etwas befürchten. Jäger schaden vor allem ihren eigenen Familien, denn dort kommt über 50-mal pro Jahr Wild auf den Tisch.

Bald wird die Jagd aber in einigen Bundesländern bleifrei: In Schleswig-Holstein und den Staatswäldern von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg wird in diesem Jahr Bleischrot verboten.

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