DeutschlandkarteRegionalkrimis

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Regionalkrimis auf der Deutschlandkarte

Regionalkrimis auf der Deutschlandkarte  |  © Jörg Block

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Es wäre vermessen, so zu tun, als würde hier zum ersten Mal über das Literaturgenre Regionalkrimi geschrieben. Es ist eher so, dass schon alle darüber geschrieben haben.

Vor zehn Jahren ging es los. Bis circa 2005 hatte das Genre noch einen okayen Ruf, wurde im Feuilleton mitunter gelobt. Seither wird der Ton rauer, "dumpfelnd" seien die Krimis, betrieben "Verhübschung". Im Oktober 2009 schrieb die Welt, "Regionalkrimi" klinge nach "Regionalbahn", drei Monate später die Berliner Zeitung: "nach Regionalliga".

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2011 startete die Welt den Verriss des Genres: "Wer will die Regio-Krimis noch lesen?" Axel Hacke schrieb wenig später: "Erst wenn der letzte deutsche Lehrer und der letzte deutsche Journalist einen Regionalkrimi geschrieben haben werden, werdet ihr merken, dass man’s auch übertreiben kann."

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Alle Deutschlandkarten des ZEITmagazins im Überblick

Alle Deutschlandkarten des ZEITmagazins im Überblick  |  © Jörg Block

Zur Frankfurter Buchmesse 2012 ersann die SZ eine Liste der "Dinge die wir nie mehr lesen, sehen, kaufen wollen". Auf Platz eins kamen dabei: die Regionalkrimis. Oben eine Karte zum Thema.

Quelle Jürgen Seibold/mord-vor-ort.de

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Leserkommentare
    • Obeman
    • 10. Januar 2013 17:04 Uhr

    "Bis circa 2005 hatte das Genre noch einen okayen Ruf"
    Ein "okayer Ruf"? Das ist nicht ernst gemeint, oder? Was kommt als nächstes? Ein "happyer Geburtstag"?

    Abgesehen davon stimme ich den im Artikel wiedergegebenen Meinungen zu.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • cats
    • 04. April 2014 8:54 Uhr

    Sie waren schneller als ich.
    Mit Anglizismen kann ich eigentlich ganz gut leben, aber das tut weh. Gott sei Dank wurde dieser Beitrag nicht im Ressort Literatur veröffentlicht...

    • Bottini
    • 11. Januar 2013 12:36 Uhr

    Friedrich Ani schreibt Regiokrimis? Das wäre mir neu. Aber es ist eben wie so oft: (fast) alles in einen Topf.

  1. Genau: Friedrich Ani als Münchner Regionalkrimischreiber?? Unmöglich! Herr Stolz sollte einmal "German Angst" lesen.
    Auch Horst Eckert und Jakob Arjouni haben hier meiner Meinung nach nichts zu suchen.
    Den "okayen Ruf" finde ich plombenziehend, auweia!!

    • cats
    • 04. April 2014 8:54 Uhr

    Sie waren schneller als ich.
    Mit Anglizismen kann ich eigentlich ganz gut leben, aber das tut weh. Gott sei Dank wurde dieser Beitrag nicht im Ressort Literatur veröffentlicht...

    Antwort auf "Ein okayer Ruf?"

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  • Serie Deutschlandkarte
  • Schlagworte Frankfurter Buchmesse | Genre | Lehrer | Zeitung
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