Regionalkrimis auf der Deutschlandkarte

(Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie bitte hier)

Es wäre vermessen, so zu tun, als würde hier zum ersten Mal über das Literaturgenre Regionalkrimi geschrieben. Es ist eher so, dass schon alle darüber geschrieben haben.

Vor zehn Jahren ging es los. Bis circa 2005 hatte das Genre noch einen okayen Ruf, wurde im Feuilleton mitunter gelobt. Seither wird der Ton rauer, "dumpfelnd" seien die Krimis, betrieben "Verhübschung". Im Oktober 2009 schrieb die Welt, "Regionalkrimi" klinge nach "Regionalbahn", drei Monate später die Berliner Zeitung: "nach Regionalliga".

2011 startete die Welt den Verriss des Genres: "Wer will die Regio-Krimis noch lesen?" Axel Hacke schrieb wenig später: "Erst wenn der letzte deutsche Lehrer und der letzte deutsche Journalist einen Regionalkrimi geschrieben haben werden, werdet ihr merken, dass man’s auch übertreiben kann."

Alle Deutschlandkarten des ZEITmagazins im Überblick

Zur Frankfurter Buchmesse 2012 ersann die SZ eine Liste der "Dinge die wir nie mehr lesen, sehen, kaufen wollen". Auf Platz eins kamen dabei: die Regionalkrimis. Oben eine Karte zum Thema.

Quelle Jürgen Seibold/mord-vor-ort.de