BrettspielSchach

von Helmut Pfleger

Schachaufgabe

Es ist ein veritabler Schatzkasten – das Buch Spiele der Stadt (SpringerWienNewYork), mit einer Fülle an wunderbaren alten, oft auch bunten Bildern und Texten, die nicht nur die Freuden vergangener Kindertage, sondern auch "erwachsene" Spielleidenschaften einfangen.

In seiner Einleitung schreibt Ernst Strouhal, ein unendlich Verspielter und gleichzeitig eminenter Wissenschaftler: "So unterschiedlich Spiele erscheinen mögen, eines ist ihnen gemeinsam: die seltsame Intensität, mit der gespielt wird. Sie gilt für das Kind, das seine Bausteine ordnet und erstaunlich lange in seiner Welt versinkt, wie für den Zocker, der am Automaten festhängt, sie gilt für den einsamen Dr. B. in Stefan Zweigs Schachnovelle und für die fröhliche Runde der Boule-Spieler, die sich um Mitternacht trifft und über Stunden Bälle wirft..."

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Arthur Schnitzler, mit einer Passion für Domino, Billard und Schach, lässt im Versspiel Paracelsus den Titelhelden sagen: "Was ist nicht Spiel, was wir auf Erden treiben. Sicherheit ist nirgends. / Wir wissen nichts von Andern, nichts von uns. / Wir spielen immer, wer es weiß, ist klug."

Das Buch weist auch auf die gleichnamige Ausstellung (bis 2. April) im Wien Museum Karlsplatz hin, die ihre Besucher nicht zuletzt mit diesem verwirrenden Problem erfreut oder verärgert. Weiß setzt in einem Zug matt!

Es gibt nur eine Lösung – wohl dem, der in diesem Figurensammelsurium die Übersicht behält.

Schachlösung
Schachlösung aus Nr. 2

Lösung aus Nr. 2:

Mit welch prächtigem Zug nutzte Weiß die prekäre Lage des schwarzen Königs im Eck aus, wobei der "Pfahl im Fleische" h6 kräftig mithalf? Nach dem Damenopfer 1.Dc7! gab Schwarz schon auf, weil er sowohl nach 1...Dxc7 2.Txe8 als auch nach 1...Kg8 2.Txe8+ Dxe8 3.Dg7 matt ist

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