ZEIT: Da Sie sich doch in einigem einig sind – können Sie, Frau von der Leyen, am Ende nicht doch mit Frau Göring-Eckardt eher als mit...

Von der Leyen: Oje, wir wissen schon, wie die Frage weitergeht. Wir sind jetzt in der Schlusskurve des Interviews. Bitte, bitte überraschen Sie uns!

ZEIT: Aber wir wüssten wirklich gern, wie Sie Wählern weismachen wollen, dass Sie Ihre Ziele mit der FDP eher erreichen als mit den Grünen.

Von der Leyen: Wir werden nicht gewählt für Koalitionen, sondern wollen als Union möglichst stark werden.

ZEIT: Frau Göring-Eckardt, wir wissen, dass Sie mit Herrn Steinbrück regieren wollen. Falls es aber anders käme: Wären Sie sich nicht mit Frau von der Leyen bei Koalitionsverhandlungen schnell einig?

Göring-Eckardt: Frau von der Leyen hat eine bayerische Schwesterpartei, deren Familienpolitik ich besonders rückständig und schwierig finde. Wegen der CSU wird das Betreuungsgeld eingeführt, obwohl Frau von der Leyen und ich es falsch finden. Deshalb wäre es ganz verrückt, nur darauf zu schauen, wo wir beide uns einig sind. Und dann sind da noch die Flüchtlingspolitik und die zu lasche Energiepolitik. Nein, das wird nichts.