Aufstand gegen den ZarDer letzte Kampf

Vor 150 Jahren, im Januar 1863, erhebt sich Polen ein letztes Mal gegen das Zarenreich. Es wird ein Guerillakrieg, der in eine blutige Tragödie mündet – die erhoffte Hilfe aus dem Westen bleibt aus. von Ivan Pfaff

Eine Gruppe Aufständischer in Święty Krzyż, 1863

Eine Gruppe Aufständischer in Święty Krzyż, 1863  |  © Public Domain

Aus der alten Großmacht Polen war im Laufe des 18. Jahrhunderts ein Spielball der Mächte geworden, der neuen Mächte zumal: Preußen und Russland. Dreimal – 1772, 1793 und 1795 – wurden große Gebiete des Landes zwischen den Hohenzollern, den Habsburgern und den Romanows aufgeteilt; zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Polen als eigenständiger Staat von der Karte Europas verschwunden.

Doch immer wieder begehrten die Polen auf. Unter der Herrschaft Napoleons schien die Wiedergeburt ihres Staates in greifbare Nähe gerückt, mit dem Untergang des französischen Despoten aber schwand auch diese Hoffnung wieder. Der Wiener Kongress setzte 1815 allen Träumen ein Ende: Der Zar wurde offiziell König von Polen (Kongresspolen), und der Rest an Autonomie, der noch geblieben war, geriet in den Aufständen der unmittelbar folgenden Jahrzehnte oft in Gefahr. Es waren Aufstände sowohl gegen die russische als auch gegen die österreichische und preußische Herrschaft.

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Im Januar 1863 kam es zu einer letzten heftigen Erhebung – gegen das Russische Kaiserreich. Dabei hatte Zar Alexander II., der Sohn des im ganzen liberalen und demokratischen Europa verhassten Nikolaus I., nach dem Ende des Krimkriegs 1856 zunächst einen gemäßigten Kurs eingeschlagen, hatte eine polnische Zivilregierung in Warschau gewähren lassen und manche Erleichterung in Aussicht gestellt.

Ivan Pfaff

Der Autor ist Historiker und lebt in Heidelberg.

Doch Polens Freiheitssehnsucht ließ sich so nicht stillen. Der Triumph der Italiener im Risorgimento, der im März 1861 zur Errichtung des Königreichs Italien führte, belebte von Neuem die Hoffnung auf eine Wiederkehr des geraubten Staates, zumal man erwartete, Frankreich und England würden intervenieren.

Die polnische Nationalbewegung indes litt unter einer fatalen Schwäche: Ihre soziale Basis war der Adel; für die Bauernschaft hingegen blieb sie weitgehend fremd und ohne Reiz. Dazwischen fehlte ein selbstbewusstes Bürgertum, wie es in anderen Staaten zur treibenden Kraft der Modernisierung geworden war.

Und es gab noch eine weitere Belastung: die rivalisierenden Strömungen innerhalb der Unabhängigkeitsbewegung. Dies führte zu ständigem Streit. Auf der einen Seite standen die »Weißen«, eine eher moderate, liberale Gruppierung mit starker Beteiligung des Adels, auf der anderen die »Roten«, eine radikaldemokratische Strömung, deren Programm soziale Forderungen umfasste. Damit nicht genug, gab es in beiden Lagern natürlich auch noch jeweils einen rechten und einen linken Flügel. Von einem Programm und einer Taktik konnte folglich keine Rede sein.

Dennoch strahlte der unbändige polnische Freiheitswille weit nach Europa hinein. Polens Dichter wurden überall gefeiert, Adam Mickiewicz’ Losung Für eure und unsere Freiheit!, die schon den großen Aufstand von 1831 begleitet hatte, wurde begeistert zitiert. Die Erinnerung an einen Staat, der sich 1791 als der erste in Europa eine moderne Verfassung gegeben hatte, beflügelte nicht zuletzt jene, die in ihren eigenen Ländern um die Konstitution kämpften.

Ende der fünfziger, Anfang der sechziger Jahre schien sich in Russland eine neue Ära anzukündigen. Alexander II. verfügte 1861 die Entlassung der Bauern aus der Leibeigenschaft und ging daran, sein Reich zu reformieren. Auch in Polen begann er die Fesseln zu lockern. Politische Gefangene erhielten die Freiheit zurück, neue Hochschulen entstanden. Dennoch kam es erneut zu Unruhen; über Warschau wurde der Belagerungszustand verhängt. Im Mai 1862 schließlich ernannte der Zar seinen als liberal geltenden Bruder Konstantin zum Vizekönig. Die Regierung der Zivilverwaltung wurde Alexander Wielopolski übertragen. Der Graf, 1803 bei Lodz geboren, sann auf Ausgleich und predigte seit 1848 ein enges Zusammengehen der »beiden größten slawischen Nationen«.

Natürlich ohne Erfolg. Für die meisten Polen war Wielopolski nichts als ein Kollaborateur. Großfürst Konstantin Nikolajewitsch agierte derweil zunehmend hilflos. Der Zarenbruder, dessen Truppen noch 1849 den Habsburgern dabei geholfen hatten, den ungarischen Freiheitskampf niederzuschlagen, polonisierte zwar Polizei und Gerichte und stellte de facto die Rest-Autonomie von 1815 wieder her. Doch verstand er es nicht, den Adel für sich zu gewinnen, und scheiterte mit seiner Strategie, die aufbegehrende Jugend zu »neutralisieren«. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis sich Polen erneut erheben würde. Schon im Sommer 1862 kam es zu Attentaten auf Konstantin und Wielopolski; beide überlebten.

Viel schneller als geplant schlägt die Stunde: Als Wielopolski zur Jahreswende 1862/63 eine langjährige Wehrpflicht verfügt, mit der Polens rebellische Söhne zum Dienst in der Armee des Zaren gezwungen werden sollen, drängt alles zur Tat. Das konspirative Zentralkomitee der »Roten« in Warschau, das seit dem Sommer im Untergrund agiert und an der Vorbereitung der nationalen Erhebung arbeitet, glaubt, nicht länger zögern zu dürfen. Am 22. Januar ruft es den Aufstand aus, Monate vor dem geplanten Zeitpunkt. Die militärische Führung ist General Ludwik Mierosławski zugedacht, der an der Seite Garibaldis für Italiens Einheit und Freiheit stritt und 1849 die badischen Freiheitskämpfer anführte.

Es ist ein Hasardspiel. Es fehlt an Vorbereitung, an jeder militärischen Organisation. So gerät der Aufstand rasch zum Guerillakrieg, der über einige örtliche Überraschungserfolge nicht hinauskommt. Mierosławski selber, der von Preußisch-Polen aus eingreift, muss sich zurückziehen. Vergeblich versuchen die Freiheitskämpfer, die russischen Garnisonen auszuschalten, vergeblich versuchen sie, Warschau ganz unter ihre Kontrolle zu bekommen. Auch andere Städte bleiben in russischer Hand.

»Allgemeiner Volkskrieg« lautet jetzt die Parole. Doch die Bauern enttäuschen. Zwar hat ihnen Mierosławski gleich eine umfassende Landreform versprochen, aber zum großen Aufstand kommt es nicht. Das Misstrauen des Landvolks gegen den Adel, gegen die »Herren« sitzt zu tief, als dass die Bauern viel riskieren würden.

Monat um Monat zieht sich der Kleinkrieg hin, erfasst das gesamte russische Polen, Litauen, auch Wolhynien-Podolien in der heutigen Ukraine. Doch gegen das 300.000-Mann-Heer des Zaren haben die insgesamt vielleicht 30.000 polnischen Kämpfer keine Chance.

Die »Roten« sind von Anfang an die treibende Kraft. Die »Weißen« schließen sich zwar dem Aufstand an, wenden sich aber gegen die Ernennung Mierosławskis zum »Diktator«. Nachdem ihm militärisch nichts gelingt, erreichen sie nach wenigen Wochen seine Ablösung. Doch auch ihr Kandidat, General Marian Langiewicz, schafft es trotz einiger Anfangserfolge nicht, das Blatt zu wenden, und flüchtet sich bald nach Österreich. Im November übernimmt Romuald Traugutt die Führung, ein junger ehemaliger Offizier der zaristischen Armee, der sich im Krimkrieg ausgezeichnet hat.

Zur Spitze der »Roten« gehört Jarosław Dąbrowski, der den Aufstandsplan im Sommer 1862 maßgeblich vorangetrieben hat; auch er ursprünglich ein Offizier der russischen Armee. Und Ludwik Żychliński, der wie Mierosławski und Langiewicz mit Garibaldi in Italien kämpfte – und bis 1863 im Amerikanischen Bürgerkrieg für Lincoln und die Union.

Bismarck interessiert nur, Russland und Frankreich zu entzweien

In ihrer Not richten die Freiheitskämpfer all ihre Hoffnung gen Westen. In Paris residiert das inoffizielle Oberhaupt der polnischen Emigration, Fürst Władysław Czartoryski, Sohn des legendären Adam Czartoryski, der wenige Jahre zuvor gestorben ist. Kaiser Napoleon III., so hofft auch er, möge rasch eingreifen, so wie der Kaiser es 1859 in Italien getan hat.

Napoleon passt der Konflikt durchaus in sein ambitioniertes machtpolitisches Spiel. Gleich im Februar 1863 interveniert er in London und Wien zugunsten der Aufständischen. England und Österreich sollen Russland mit ernsten Konsequenzen drohen, falls es in der polnischen Frage nicht beidrehe. Natürlich beißt er damit auf Granit. Im April kommt nur eine lahme diplomatische Note zustande. Der Hof in St. Petersburg reagiert verstimmt und weist den Protest mit warnender Geste zurück: Der Aufstand werde ganz Europa ins Chaos stürzen.

Aber Napoleon gibt noch nicht auf. Öffentlich schlägt er einen internationalen Kongress vor, unter Teilnahme Russlands und Preußens – natürlich in Paris. Aber die potenziellen Teilnehmer lehnen ab. Und obwohl aus allen Ländern Europas Sympathiekundgebungen für die kämpfenden Polen kommen, aus Spanien wie Holland, aus Schweden wie Griechenland, bleibt konkrete Hilfe aus. Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Unterstützung des Freiheitskampfes, mit der Polen fest gerechnet hat, erweist sich als blanke Illusion, als polnische Romantik.

Auch aus Deutschland, wo einst Polens Freiheitskämpfer so enthusiastisch gefeiert wurden, wo die Dichter »Polenlieder« schrieben und man gemeinsam mit Polen und Franzosen 1832 in der Pfalz das Hambacher Fest für ein freies und geeintes Europa gefeiert hat, kommt nichts. Die preußische Regierung hat sich – wen wundert’s? – von Anfang an auf die Seite Russlands gestellt. Otto von Bismarck, seit einem knappen halben Jahr preußischer Ministerpräsident, demonstriert Härte. Fürchtet er wirklich, wie er der Öffentlichkeit zu verstehen gibt, der Aufstand könnte auf das eigene Gebiet übergreifen, auf Preußisch-Polen, und die territoriale Integrität Preußens gefährden? Oder geht es ihm nicht vielmehr allein um das Wohlwollen der Regierung in St. Petersburg, die er unter keinen Umständen irritieren will?

Kurz nach Beginn des Aufstands schickt er General Gustav von Alvensleben, der schon mitgeholfen hat, 1849 den badischen Aufstand niederzuschlagen, nach St.Petersburg. Der Generaladjutant des preußischen Königs trifft dort mit Russlands Außenminister eine Vereinbarung: Nach der späterhin sogenannten Alvenslebenschen Konvention ist es russischen Truppen nun erlaubt, polnische Aufständische, die nach Preußisch-Polen fliehen, über die Grenze hinweg zu verfolgen; umgekehrt soll das auch für preußisches Militär gelten.

Die liberale deutsche Öffentlichkeit reagiert mit Unmut. Einmal mehr sieht man sich in der Vermutung bestätigt, dass Bismarck nichts anderes sei als ein erzreaktionärer Handlanger des russischen Absolutismus und der eigentliche Totengräber des heldenhaften polnischen Freiheitskampfes. Ja, er sei mitschuldig an einer »kolossalen, von ganz Europa mit sittlicher Empörung betrachteten Menschenjagd«, wie der große liberale Historiker Heinrich von Sybel es am 26. Februar 1863 Bismarck im Preußischen Landtag in Berlin persönlich vorhält.

Den skrupellosen Machtjongleur indes, der für die Polen bloß abfällige Worte findet, interessiert an der ganzen Krise nur ein einziger Aspekt: Er will Frankreich und Russland auseinanderbringen. Den nahenden Konflikt mit Frankreich schon im Blick, möchte er das Zarenreich in jedem Fall fest an Preußens Seite wissen. Da kratzt ihn der liberale Protest wenig.

Zudem ist das Ende des Aufstandes im Laufe des Sommers 1863 abzusehen. Bereits im Mai wird der wegen seiner Brutalität gefürchtete General Michail Murawjow zum Gouverneur in Wilna ernannt; er soll den Widerstand in den litauischen Provinzen rigoros brechen. In Warschau hat der deutschbaltische General Friedrich von Berg, der als neuer Statthalter an die Stelle des Vizekönigs Konstantin tritt, dieselbe Aufgabe.

Noch bis ins Frühjahr 1864 hinein halten sich Gruppen der Aufständischen. Erst Ende Mai ist alles verloren, Tausende Kämpfer sind gefallen.

Die von Vergeltung besessene russische Regierung in Polen gibt sich der Rache hin, es kommt zu einem regelrechten Massaker. Murawjow und Berg lassen Hunderte Menschen hinrichten, auch den letzten militärischen Führer des Aufstandes, Romuald Traugutt. Tausende werden zu Zwangsarbeit verurteilt und in Strafkompanien gesteckt und mehr als 20.000 Polen nach Sibirien verbannt, darunter Ludwik Żychliński. Seinem Mitstreiter Jarosław Dąbrowski hingegen gelingt es zu fliehen. Der radikale Demokrat geht nach Frankreich und fällt 1871 auf den Barrikaden der Pariser Commune.

Ohne Rücksicht geht man nun dazu über, das Land zu russifizieren. Jede Eigenständigkeit soll ausgelöscht werden, alles politische und kulturelle Leben Polens zum Erliegen kommen. Im Laufe der sechziger Jahre werden etliche Güter und andere Besitztümer konfisziert, viele Menschen ins Exil getrieben. Die polnische Universität in Warschau ist bald rein russisch, im Gerichts- und Verwaltungswesen Polnisch verboten. Auch eliminiert das Zarenregime alles, was an einen polnisch-litauischen Staat erinnern könnte: Das nominell nach wie vor bestehende Königreich Polen, ebenjenes Kongresspolen, ist endgültig Geschichte. Das polnische Gebiet wird zur »Weichselprovinz« degradiert; an die Stelle des Vizekönigs – ein Amt, das noch eine gewisse Selbstständigkeit suggerierte – tritt jetzt ein zaristischer Gouverneur. Zudem geschieht einiges, um Polen und Litauen einander zu entfremden.

Viele Freiheitskämpfer werden postum zu nationalen Legenden

Doch so hart der Zar die Peitsche schwingen lässt, es wird auch Zuckerbrot gereicht. Mit aller Macht versucht die russische Regierung, Polens Bauern für sich zu gewinnen. Bereits im März 1864 übereignet ihnen ein Ukas des Zaren allen Boden, den sie selber bebauen. In den nachfolgenden Jahrzehnten erlebt das Land einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Auch in anderer Hinsicht ist die Bilanz des Aufstandes nicht so eindeutig, wie es zunächst scheint. Denn immerhin: Mehr als ein Jahr lang hatte Polen gekämpft. Obwohl alle Hoffnungen zerstoben, so erneuerte der zähe Widerstand doch den Mythos vom heldenhaften Polen. Seine Protagonisten – viele von ihnen als Freiheitskämpfer in ganz Europa bekannt – wurden Teil der nationalen Saga; noch in unseren Tagen gab es die Idee, Romuald Traugutt seligzusprechen.

In jedem Fall stellt der Januaraufstand einen Wendepunkt in der Geschichte des Landes seit 1795 dar. Er war der letzte Höhepunkt der revolutionären Romantik Polens, die einst mit dem großen europäischen Freiheitskämpfer Tadeusz Kościuszko begonnen hatte. 1864 nahmen die Polen Abschied von diesem Traum. Zugleich entstand die Nation neu, wenngleich sie bis 1918 ohne Staat blieb. Polens weißer Adler – tatsächlich ist er der ewige Vogel Phönix aus der Asche.

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Leserkommentare
  1. Ganz korrekt ist das nicht. Womöglich zugunsten einer antideutschen Tradition wird in Polen gerne "vergessen", dass schon während des 1. Weltkriegs ein neuer polnischer Staat gegründet wurde, der eng mit Deutschland verbunden sein sollte. Wie dies gedankt wurde, konnte man nach 1918 sehen.

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    war ein Satellitenstaat.

    Die Apartheitsregierung hat in Südafrika ein eigenes "Bantustan" für die Schwarzen eingerichtet. Nett, nicht? Ihrer Logik zufolge hätte es damit für die Schwarzen keinen weiteren Grund mehr geben dürfen, gegen die Apartheid zu sein...

    <em>„dass schon während des 1. Weltkriegs ein neuer polnischer Staat gegründet wurde, der eng mit Deutschland verbunden sein sollte.“</em>

    Dieser „Staat“ war nicht mehr als eine leicht durchschaubare Absichtserklärung zur Errichtung eines Marionettenstaats auf zu eroberndem russischen Territorium - eine vage Hoffnung, mit der die polnische Bevölkerung zur Loyalität angehalten werden sollte... Da hatte das bis zum Januaraufstand bestehende „Kongresspolen“ noch mehr Ähnlichkeit mit einem unabhängigen Staat als dieser Propagandatrick.

  2. war ein Satellitenstaat.

    Die Apartheitsregierung hat in Südafrika ein eigenes "Bantustan" für die Schwarzen eingerichtet. Nett, nicht? Ihrer Logik zufolge hätte es damit für die Schwarzen keinen weiteren Grund mehr geben dürfen, gegen die Apartheid zu sein...

    4 Leserempfehlungen
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    Auch wenn es natürlich darum ging, sich einen Pufferstaat zu schaffen. Jeder kann aber hier nachlesen, dass das mit südafrikanischen Verhältnissen nichts zu tun hatte:
    http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigreich_Polen

    Im Übrigen: Was war denn das Polen der Zwischenkriegszeit (und das Kunstgebilde Tschechoslowakei) anderes für Großbritannien und Frankeich als ein Satellitenstaat? Die Tschechoslowakei ließ man 1938 in Verhandlungen über sie hinweg über die Klinge springen. Der Beistandspakt an Polen galt 1939 nur gegenüber Deutschland, aber nicht gegenüber der ebenfalls angreifenden Sowjetunion. Mit letzterer wurde Polen in Kooperation mit den Westalliierten letztendlich wie eine Reservatsfläche verschoben.

  3. Auch wenn es natürlich darum ging, sich einen Pufferstaat zu schaffen. Jeder kann aber hier nachlesen, dass das mit südafrikanischen Verhältnissen nichts zu tun hatte:
    http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigreich_Polen

    Im Übrigen: Was war denn das Polen der Zwischenkriegszeit (und das Kunstgebilde Tschechoslowakei) anderes für Großbritannien und Frankeich als ein Satellitenstaat? Die Tschechoslowakei ließ man 1938 in Verhandlungen über sie hinweg über die Klinge springen. Der Beistandspakt an Polen galt 1939 nur gegenüber Deutschland, aber nicht gegenüber der ebenfalls angreifenden Sowjetunion. Mit letzterer wurde Polen in Kooperation mit den Westalliierten letztendlich wie eine Reservatsfläche verschoben.

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Naja, das"
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    • Auer
    • 04. Februar 2013 17:19 Uhr

    Polen in der Zwischenkriegszeit war Unabhängig.
    Was die deutschen während des I WK vorhatten, war Bildung eine Staates , daß von Deutschland abhängig sein sollte.Das ist ein Grundsätzlicher Unterschied

    • cosimo
    • 03. Februar 2013 18:53 Uhr
    4. Django

    Das war ein Aufstand von Adeligen - 90% Bauernsklaven war der Aufstand egal. Polen braucht immer noch ein Django als Aufklärung.

    2 Leserempfehlungen
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    und der polnische Adel kämpfte sicher nicht für die Freiheit des polnischen Volkes, sondern für die eigenen Privilegien, die der Zar in St. Petersburg erheblich einschränkte!

  4. 5. exakt!

    und der polnische Adel kämpfte sicher nicht für die Freiheit des polnischen Volkes, sondern für die eigenen Privilegien, die der Zar in St. Petersburg erheblich einschränkte!

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Django"
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    "und der polnische Adel kämpfte sicher nicht für die Freiheit des polnischen Volkes, sondern für die eigenen Privilegien, die der Zar in St. Petersburg erheblich einschränkte!"

    Aber sicher. Auch Ludwik Mierosławski (General der Revolutionsarmee während der Badischen Revolution), Theophil Mniewski, Tadeusz Kosciuszko, Kazimierz Pulaski, Jozef Bem und viele andere kämpften für ihre eigenen Privilegien...

    • Auer
    • 04. Februar 2013 17:10 Uhr

    Der Adel hätte ihre Privilegien behalten können, wen er nicht für Polens Unabhängikeit gekämpft hätte...........

  5. "Er will Frankreich und Russland auseinanderbringen. "------------------------Hier zeigte sich Bismarcks Genie, das dem späteren Kaiser so total und fatal abging. Der Rest ist traurige Geschichte.

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    das 'genie' war wohl eher eine (nicht unwesentliche) komponente im ermöglichungskontext dieser 'traurigen geschichte'.
    _____________________

    haarspalterei am rande: der 'aufstand' im header war weniger einer gegen den 'zar' als gegen den zarEN ( http://www.duden.de/rechtschreibung/Zar ).

  6. 7. naja..

    das 'genie' war wohl eher eine (nicht unwesentliche) komponente im ermöglichungskontext dieser 'traurigen geschichte'.
    _____________________

    haarspalterei am rande: der 'aufstand' im header war weniger einer gegen den 'zar' als gegen den zarEN ( http://www.duden.de/rechtschreibung/Zar ).

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    Antwort auf "Bismarcks Genie"
  7. "und der polnische Adel kämpfte sicher nicht für die Freiheit des polnischen Volkes, sondern für die eigenen Privilegien, die der Zar in St. Petersburg erheblich einschränkte!"

    Aber sicher. Auch Ludwik Mierosławski (General der Revolutionsarmee während der Badischen Revolution), Theophil Mniewski, Tadeusz Kosciuszko, Kazimierz Pulaski, Jozef Bem und viele andere kämpften für ihre eigenen Privilegien...

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    Antwort auf "exakt!"

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