Ulla Unseld-Berkéwicz"Das gehört sich nicht!"

Ist der Suhrkamp Verlag noch zu retten? Erstmals äußert sich die Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz im Gespräch mit Adam Soboczynski zum zerstörerischen Konflikt mit ihrem Minderheitsgesellschafter Hans Barlach. von 

DIE ZEIT: Frau Unseld-Berkéwicz, beginnen wir angesichts der Ereignisse um Ihren Verlag mit einer schlichten Frage: Wie geht es Ihnen?

Ulla Unseld-Berkéwicz : Ich habe gestern ein neues Manuskript von Peter Handke gelesen und heute morgen eines von Ann Cotten. Also geht’s mir gut. Aber natürlich ist die derzeitige Situation sehr belastend.

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ZEIT: Im Dezember unterlagen Sie beim Landgericht Berlin gegen den Minderheitsgesellschafter Hans Barlach und wurden als Geschäftsführerin abberufen, da der Einsatz finanzieller Mittel nicht korrekt mit diesem abgestimmt war – Sie haben Räume Ihrer Privatvilla in Berlin-Nikolassee rechtswidrig an Ihren eigenen Verlag für Veranstaltungen und Übernachtungen vermietet. Jetzt planen Sie, in Berufung zu gehen, ist das richtig?

Unseld-Berkéwicz: Die Familienstiftung hat bereits Berufung gegen das Urteil eingelegt. Der Verlag benötigt Räumlichkeiten für repräsentative Zwecke. Die festgestellte Überschreitung der Zustimmungsgrenze, wie sie das Gericht sieht, hätte in dieser Form nicht gegriffen, wenn beispielsweise berücksichtigt worden wäre, dass sich die Kosten auf Suhrkamp und Insel verteilen. Und überhaupt konnte es zu dieser Überschreitung nur kommen, weil wir von der Kaltmiete ausgegangen sind – und nicht, wie das Gericht, von einer Summe aus Kaltmiete und Nebenkosten. Hinzu kam, dass das Gericht die Kosten für verschiedene Möbelstücke, die im Laufe der Zeit vom Verlag angeschafft wurden, zu einer Investition zusammengefasst hat und auch darin die Überschreitung einer Zustimmungsgrenze sah.

Die Verlegerin

In den siebziger Jahren arbeitete die 1948 geborene Ulla Unseld-Berkéwicz als Schauspielerin und übersetzte Theaterstücke.

1982 veröffentlichte sie im Suhrkamp Verlag die weithin beachtete Erzählung Josef stirbt. Weitere literarische Publikationen folgten. Im Mai 2013 erscheint ihr neues Buch »Reine Erfindung«.

1990 heiratete sie den langjährigen Verleger des Suhrkamp Verlages, Siegfried Unseld. Nach dessen Tod 2002 wurde sie Mehrheitsgesellschafterin und Geschäftsführerin des Verlages.

Korrektursatz: In der Print-Ausgabe des Interviews wurde bei den Biographie-Angaben zu Ursula Unseld-Berkéwicz Siegfried Unseld mit Joachim Unseld verwechselt

ZEIT: Sie haben also Kalt- und Warmmiete verwechselt?

Unseld-Berkéwicz: Aber nein. Wir haben die Kaltmiete für wesentlich gehalten, weil es dabei keine jährlichen Schwankungen gibt. Und der Gesamtbetrag der Überschreitung liegt einschließlich der Nebenkosten bei 4.200 Euro pro Jahr – ich muss das bitte noch einmal sagen: 4.200 Euro pro Jahr über dem Schwellenwert des Gesellschaftsvertrags. Und der Verlag hatte ja auch vorher über Jahre einen Mietvertrag für repräsentative Räumlichkeiten in der Fasanenstraße, der durch den neuen Vertrag ersetzt wurde. So oder so würden Kosten für die Anmietung von Räumen entstehen, für Buchpräsentationen, Lesungen und Autorentreffen. Und die Räumlichkeiten in meinem Haus bieten im Gegensatz zur Fasanenstraße auch Übernachtungsmöglichkeiten für Autoren und Gäste des Verlags, und insgesamt werden hier die Verhältnisse geschaffen, wie sie auch in Frankfurt in der Suhrkamp-Villa vorhanden waren und wie sie seit 40 Jahren Suhrkamp-Tradition im Hause des Verlegers sind.

ZEIT: Haben Sie als Eigentümerin des Hauses nicht eine unzulässige Vermischung von Privatem und Geschäftlichem betrieben?

Unseld-Berkéwicz: Das habe ich nicht. Und dieser Aspekt spielt in der gerichtlichen Auseinandersetzung und in der rechtlichen Argumentation auch keine Rolle. Das Landgericht Berlin geht in seinen Entscheidungsgründen hierauf mit keinem Wort ein, anders als dies Herr Barlach öffentlich behauptet. Richtig ist, dass ich zusammen mit meinem Bruder Eigentümer der Berliner Immobilie bin und wir dort in eigenen abgetrennten Bereichen auch privat wohnen.

ZEIT: Ist der Verlag nach diesem Urteil führungslos?

Unseld-Berkéwicz: Der Verlag ist nicht führungslos und wird es auch nie sein. Zum einen ist das Urteil des Landgerichts Berlin nicht rechtskräftig und entfaltet daher noch keine Wirkung. Zum anderen werde ich mit der Mehrheit der Familienstiftung zu jedem Zeitpunkt dafür sorgen, dass eine Geschäftsführung vorhanden ist.

ZEIT: Hans Barlach fordert, dass Sie sich aus der Geschäftsführung zurückziehen, um noch einen Kompromiss zu ermöglichen, womit sich die derzeitigen Rechtsstreitigkeiten erübrigen würden. Ist ein solcher Schritt für Sie denkbar?

Unseld-Berkéwicz: Die Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung ist Mehrheitsgesellschafterin der Verlagsgruppe. Ich selber bin – und jetzt kommt ein juristischer Terminus – die »geborene Mitstifterin« und kann die Geschäftsführung berufen. Ich werde mich in dem Moment aus dem operativen Geschäft des Verlags zurückziehen, in dem es für den Verlag richtig ist, so wie ich in dem Moment eingestiegen bin, als es richtig und notwendig war.

ZEIT: Das heißt, Sie schließen einen Rücktritt nicht aus?

Unseld-Berkéwicz: Hans Barlachs Forderungen gehen doch weit über meinen Rücktritt hinaus. Sie folgen dem Ziel, maximale Ausschüttungen zu erhalten, und offenbar beabsichtigt er, wie der Focus ihn zitiert, den Verlag zu übernehmen. Diese Ziele werden mit allen Mitteln verfolgt, zum Beispiel auch mit Klagen gegen die Geschäftsführung persönlich, mit Klagen auf Ausschüttungen in Millionenhöhe, mit der Vorstellung, man solle doch Bankkredite aufnehmen, um Ausschüttungen an ihn vorzunehmen, und mit seit Jahren immer wiederkehrenden Versuchen, mehr Mitspracherechte zu erwirken. Sie können sicher sein, dass dies – mit oder ohne mich in der Geschäftsführung – immer die Logik seines Handelns bleiben wird. Jetzt zum Beispiel betreibt er die juristische Auflösung des Verlags, damit die Medienholding dann, so stellen es sich ihre Juristen offenbar vor, den Suhrkamp Verlag insgesamt kaufen kann.

ZEIT: Aber hätten Sie sich das nicht alles ersparen und den Verlag verkaufen können?

Unseld-Berkéwicz: Die Anteile der Stiftung waren und sind nicht verkäuflich. Zum Wohle des Verlags habe ich gern auf Alleinerbschaft und Pflichtteil verzichtet und beides in die Familienstiftung eingebracht. Das war kein Opfer. Aber ich habe, seit ich den Verlag leite, auch weitgehend auf mein Schreiben verzichten müssen. Das war eines. Und jetzt, nach vielen Hürden, jetzt, nachdem der Verlag, in seiner Substanz gesund und neu strukturiert, nach Berlin umgesiedelt ist, wirtschaftlich, gemessen an der Gesamtlage, gut dasteht und sich der Erfolg eingestellt hat, werde ich doch nicht vor einer Hürde, die den gesamten Verlag bedroht, scheuen und ausscheren, ehe sie genommen ist.

ZEIT: Gründen die Probleme, die es jetzt gibt, nicht in der komplizierten Nachfolgeregelung, die Siegfried Unseld getroffen hat?

Unseld-Berkéwicz: Siegfried Unseld ging es bei seinem langen und oftmals geradezu verzweifelten Bemühen um eine Nachfolgeregelung ja nicht um eine dynastische Lösung, es ging auch nicht allein darum, jemanden zu finden, der nach ihm den Verlag leiten könnte. Er wusste vielmehr, dass er jemanden finden muss, der diesen Verlag über die Zeit, die er damals sehr wohl kommen sah, in der es vor allem um Renditeerwartung und Gewinnmaximierung gehen würde, hinüberretten kann – als Arche Noah des Geistes, wie Alexander Kluge einmal gesagt hat – in eine bessere Zeit, von deren Kommen er überzeugt war. Und von deren Kommen auch ich überzeugt bin. Im Übrigen hatte ich nie vor, das hier bis an mein Lebensende zu machen. Obwohl die großen Verleger, wie der New Yorker Roger Straus zum Beispiel, genauso wie die großen Dirigenten oftmals steinalt noch tolle Arbeit leisten. Und für solche geborenen Verleger ist das ja auch gut und richtig. Das bin ich aber nicht.

ZEIT: Und was sind Sie?

Unseld-Berkéwicz: Ich habe meine Laufbahn als Schauspielerin an den großen deutschen Theatern, an denen ich viele schöne, große Rollen unter den wichtigen Regisseuren gespielt habe, früh abgebrochen, um mich zurückzuziehen, um zu schreiben. Inzwischen sind dreizehn Bücher entstanden. Wenn ich als Kind gefragt wurde, was ich denn mal werden wolle, habe ich Bauer oder Dichter gesagt. Zum Bauern fehlt mir der Hof, aber dichten kann ich noch bis 120, und ich wünsche mir, dass meine Bücher, so ich noch welche zustande schreibe, dann in einem Suhrkamp Verlag erscheinen können, der nach den Grundprinzipien Siegfried Unselds weitergeführt sein wird.

ZEIT: Wie kam es eigentlich zu diesem eskalierten Streit mit Hans Barlach? Der schwelt ja, seit dieser 2006 mit dem mittlerweile verstorbenen Claus Grossner bei Suhrkamp eingestiegen ist. Sie wollten damals die neuen Anteilseigner nicht akzeptieren. Warum eigentlich nicht?

Unseld-Berkéwicz: Die Übernahme der Anteile am Verlag war von Anfang an eine Kampfansage an die Verlagsstruktur, aber auch an meine Person, die darauf abzielte, mich zu diffamieren und meine Legitimation infrage zu stellen. Hinzu kam, dass die Familienstiftung von dem Ankauf der Anteile überhaupt nicht informiert worden war – nicht vom Verkäufer und nicht vom Käufer, sondern erst, als es zu spät war, als die Verträge bereits geschlossen waren. Die Familienstiftung hätte diesem Verkauf auch keine Zustimmung erteilt. Ob es dieser Zustimmung rechtlich bedurfte – wovon ich bis heute überzeugt bin –, war dann Frage eines Rechtsstreits, der sich viele Jahre durch alle Instanzen hätte hinziehen können und den ich schließlich beigelegt habe, um Ruhe in das operative Geschäft zu bringen.

ZEIT: Die Anteile, die Barlach kaufte, stammen vom damaligen Mitgesellschafter Andreas Reinhart – hätten Sie die nicht selbst kaufen können? Dann wäre es nicht zu dieser schwierigen Struktur gekommen.

Unseld-Berkéwicz: Im November 2006 stand die Familienstiftung bereits seit geraumer Zeit in Verhandlungen über den Ankauf der Anteile von Andreas Reinhart, da erreichte mich aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihm, er habe sie soeben an Hans Barlach und Claus Grossner verkauft. Unmittelbar darauf erschienen Interviews der beiden, in denen sie von Misswirtschaft sprachen und meinen sofortigen Rücktritt forderten. In der Presse gab es in diesem Zusammenhang Fotos, auf denen Claus Grossner, Hans Barlach, Arnulf Conradi und Joachim Unseld gemeinsam zu sehen waren. In den darauf folgenden und bis heute währenden Auseinandersetzungen wurde vonseiten der Medienholding auch insinuiert, Siegfried Unseld sei ein Betrüger gewesen, er habe sich seine Mehrheitsanteile »dazugeschummelt«.

ZEIT: Sie glauben also, Barlach sei es von Beginn an darum gegangen, Sie möglichst rasch aus dem Verlag zu drängen. Eine Art feindliche Übernahme?

Unseld-Berkéwicz: Nach dem ersten Auftritt Barlachs und Grossners schrieb Michael Krüger, der Verlagsleiter des Hanser Verlags, ich möchte das zitieren: »Wer an einem persönlichen, sachlichen Gespräch interessiert ist, eröffnet es nicht mit den Medien. (...) Mich ergreift das blanke Grausen, denn wenn jemand Anteile an einem Verlag kauft und nicht alles versucht, mit den Programmgestaltern und den Hauptinhabern in ein vernehmliches Gespräch zu kommen, dann zeigt das, dass die wenig Sensibilität für den Verlag haben, das zeigt, dass sie keineswegs nur den Verlag beraten wollen, sondern ich kann diese fünfzig Interviews, die diese beiden Herren inzwischen gegeben haben, nur dahingehend interpretieren, dass sie alles daransetzen, den Verlag zerstören zu wollen.« (FR, 22.11.2006).

ZEIT: Sie erleben das, was jetzt passiert, als eine Art Déjà-vu?

Unseld-Berkéwicz: Immer mehr Menschen beobachten sehr genau, dass das, was jetzt geschehen ist, nach demselben Muster, mit demselben Vokabular in Szene gesetzt ist wie das, was vor sechs Jahren geschah. Sie glauben zu erkennen, die Strategie der Medienholding bestehe darin, mich zuerst zu diskreditieren und meine beziehungsweise Siegfried Unselds Rechte zu bestreiten und zugleich die wirtschaftliche Situation des Verlags schlechtzureden, um schließlich mit hohem täglichem Druck auf die Geschäftsführung Fehler zu provozieren, uns mit Klagen oder Klagedrohungen zu überhäufen und meinen Rücktritt zu fordern.

ZEIT: Hätten Sie nicht trotzdem frühzeitig auf einen Kompromiss zusteuern können?

Unseld-Berkéwicz: Es gab zwei Vergleiche, um die Verhältnisse zu befrieden. Die Familienstiftung hat Herrn Barlach auch zusätzliche Gesellschafterrechte eingeräumt. So kann er beispielsweise einen Geschäftsführer in den Verlag entsenden. Die Familienstiftung hat sich auf vieles eingelassen, um mit dem Gesellschafter konstruktiv zusammenzuarbeiten. Wie man jetzt sieht, hat das aber alles nichts genützt.

ZEIT: Wie stellt sich aus Ihrer Sicht – nach Ihren langjährigen Erfahrungen mit ihm – Hans Barlachs Motivlage dar?

Unseld-Berkéwicz: Nach seinen Motiven müssen Sie Herrn Barlach selber fragen.

ZEIT: Hans Barlach beklagt, dass Sie nicht bereit waren und sind, Informationen auszutauschen, Bilanzen vorzulegen oder Gesellschafterversammlungen einzuberufen. Hat die Kompromisslosigkeit, mit der man ihm gegenüber offenbar vorgegangen ist, die Fronten nicht unnötig verhärtet?

Unseld-Berkéwicz: Es gibt eine solche Kompromisslosigkeit nicht. Sämtliche Gesellschafterversammlungen haben stattgefunden, und der Verlag hat der Medienholding alle Bilanzen immer ordnungsgemäß vorgelegt. Auch hat Herr Barlach ja seit 2010 das ihm von der Familienstiftung eingeräumte Recht wahrgenommen, einen Abgesandten im Verlag mit eigenem Büro zu haben, der jederzeit sämtliche Unterlagen einsehen konnte.

ZEIT: Wann haben Sie zuletzt persönlich mit Hans Barlach gesprochen?

Unseld-Berkéwicz: 2011 im Rahmen einer Gesellschafterversammlung.

ZEIT: Im Februar steht in Frankfurt ein weiteres Gerichtsurteil an. Beide Gesellschafter wollen den Ausschluss der Gegenseite. Der vorsitzende Richter stellte im Prozess fest: »Beide Gesellschafter sehen sich offenbar wechselseitig als Inkarnation des Bösen.« Er befürchtete: »Einer der namhaftesten Teilnehmer am Literaturbetrieb der Nachkriegszeit droht zu verschwinden.« Kann der drohende Untergang des Hauses Suhrkamp noch verhindert werden? Kann es etwa gelingen, aus eigener Kraft die Anteile Barlachs aufzukaufen?

Unseld-Berkéwicz: Ich bin der festen Überzeugung, dass es keine ausreichende Rechtsgrundlage für die Auflösung des Verlags gibt, allein schon deshalb, weil die Familienstiftung als Mehrheitsgesellschafter die Fortführung des Verlags wünscht und der Medienholding auch wiederholt entsprechende Kaufangebote gemacht hat. Herrn Barlach steht es doch frei, diese Angebote anzunehmen oder zumindest einer neutralen Bewertung des Verlags zuzustimmen, auf deren Basis die Anteile veräußert werden könnten, anstatt dem Verlag, den Autoren und der Öffentlichkeit mit einer Auflösung des Verlags zu drohen. Bisher hat er eine neutrale Bewertung des Verlags aber strikt abgelehnt.

ZEIT: Melden sich bei Ihnen andere Investoren, die anbieten, seine Verlagsanteile zu übernehmen?

Unseld-Berkéwicz: Ja, es melden sich jetzt viele, erstaunlich viele Leute, die daran interessiert sind, die Anteile der Medienholding zu kaufen, Mäzene und Investoren oder einfach nur solche, die mithelfen wollen, den Verlag zu erhalten. Fantasiepreise aber, wie sie Herrn Barlach vorschweben, wird keiner zahlen.

ZEIT: Hat die Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung das Vorkaufsrecht für die Anteile der Medienholding AG, die Barlach vertritt, wie die FAZ schreibt? Inwiefern hat das eine Bedeutung im weiteren Verlauf des Konflikts?

Unseld-Berkéwicz: Eine Bedeutung hat dies insofern, als es die Medienholding bisher vermieden hat, trotz der wiederholten Angebote unsererseits überhaupt mit uns zu verhandeln. Mehr werde ich hier nicht sagen – das sind Interna des Gesellschaftervertrags.

ZEIT: Können Sie sich auch einen Vermittlungsweg vorstellen, bei dem sich an den Eigentumsverhältnissen nichts ändert?

Unseld-Berkéwicz: Ja, das kann ich. Wir sind für Vermittlungsversuche offen, und wir werden Herrn Barlach auch weiterhin Vorschläge unterbreiten.

ZEIT: Wie könnte konkret ein derartiger Kompromiss aussehen?

Unseld-Berkéwicz: An einem Kompromiss muss gemeinsam gearbeitet werden, und deshalb haben die Gesellschafter nun auch gemeinsam vermittelnde Gespräche ins Auge gefasst. Wir haben auch vorgeschlagen, die Gerichtsverfahren vorerst auszusetzen, um diesen Gesprächen den nötigen Raum zu geben.

ZEIT: Wenn Sie auf den Gesellschafterstreit zurückblicken – gibt es Verfehlungen Ihrerseits, die Sie heute bereuen?

Unseld-Berkéwicz: Im Nachhinein gibt es immer Dinge, deren Verlauf man sich anders gewünscht hätte, auch in Bezug auf die Anmietung der Räumlichkeiten in meinem Haus. Aber wenn es einem um das Wohl des Unternehmens geht, setzt man sich doch zusammen, um dafür Lösungen zu finden. Mir tut es insbesondere leid, dass diese Auseinandersetzung so viele Personen direkt oder indirekt in Mitleidenschaft zieht, nicht zuletzt meine beiden Kollegen in der Geschäftsführung, die mit einem Großteil der Themen eigentlich gar nichts zu tun haben und nun mit mir unter den diversen Klagen der Medienholding auch persönlich leiden müssen.

ZEIT: Barlach verweist immer wieder auf die finanzielle Lage des Verlages, er mache sich Sorgen. Hat der Verlag in den letzten Jahren Verluste im operativen Geschäft gemacht?

Unseld-Berkéwicz: Wir sind wirtschaftlich gesund und praktisch schuldenfrei. In den Jahren 2010 und 2011 haben wir erhebliche Gewinne erzielen können, und dies auch, anders als behauptet wird, aus dem operativen Geschäft. Und 2012 war der Verlag einer der wenigen Verlage, die ihren Umsatz in einem wirklich schwierigen Marktumfeld nahezu konstant halten konnten, beim Insel Verlag haben wir sogar zweistellige Zuwachsraten. Wenn Sie den Umsatzrückgang vergleichbarer Verlage anschauen, haben wir allen Grund, auf unsere Ergebnisse stolz zu sein. Natürlich aber werden wir daran arbeiten, unsere Umsätze weiter zu steigern. Dass die Medienholding öffentlich die finanzielle Situation des Verlags schlechtredet und ihn in der ZEIT als »wirtschaftlich gefährdet« bezeichnet, ist in hohem Maße geschäftsschädigend. Umso mehr, als solche Aussagen natürlich eine schon viele Jahre währende Berichterstattung über den Verlag und meine Person bestätigen, die mir wirtschaftlich vernünftiges Handeln abspricht.

ZEIT: Barlach spricht von bestimmten Renditeerwartungen, die er hat – 5 bis 15 Prozent.

Unseld-Berkéwicz: Es gibt wohl niemanden, der sich im Verlagswesen auskennt, der regelmäßige Renditen von 5 bis 15 Prozent fordern würde, wie Herr Barlach es tut. Der Verlag kann Umsatzrenditen im Bereich von 2 bis 4 Prozent erwirtschaften – über solche Renditen wären heute viele Zeitungen froh –, in ganz guten Jahren auch mal 7 oder 8 Prozent. Damit musste Siegfried Unseld leben, und damit muss auch jeder andere Eigentümer leben. Herr Barlach hat, und das muss ich hier auch einmal sagen, in den vergangenen sechs Jahren Gewinne in Millionenhöhe aus der Verlagsgruppe gezogen, abgezogen. Und der Verlag ist nun einmal kein Bestsellerverlag und hat deshalb nie und zu keiner Zeit die ganz großen Gewinne gemacht. Wir müssen, genauso wie Siegfried Unseld es tat und früher auch die Gebrüder Reinhart, die Gewinne weitgehend reinvestieren, und die Gehälter auch in der Geschäftsführung müssen wie bei Siegfried Unseld bescheiden bleiben.

ZEIT: Lässt sich der derzeitige Konflikt als einer zwischen Geld und Geist begreifen?

Unseld-Berkéwicz: Der Verlag versteht sein Geschäft noch als einen Zweig des Geisteslebens und findet die Vorstellung nicht unbegreiflich, dass es so etwas wie ein Geistesleben als gesellschaftliche Einrichtung geben muss. Nicht Geist statt Geld bestimmt unser ökonomisches Handeln, sondern Geld mit Geist zu verdienen.

ZEIT: Und das erreichen Sie mit den Büchern aus Ihrem Programm? Genau das wird ja angezweifelt.

Unseld-Berkéwicz: Lassen Sie mich zum Beispiel ein Buch nennen, David Van Reybroucks Kongo, fast 800 Seiten stark, über ein afrikanisches Land, das viele verloren gegeben haben, auf einem vergessenen Kontinent. Nach allen Regeln der Ökonomie wäre ein solches Buch zu umfangreich, zu teuer, zu instruktiv, zu wenig unterhaltsam. Aber nein, es ist ein Weltbestseller, den wir in der fünften Auflage herausbringen. Natürlich hätten wir gerne einen Bestseller nach dem anderen. Doch wenn wir unser Niveau halten wollen, gelingt das eben nicht so oft, und selbst wenn wir es unterschritten, wäre es schwer. Und trotzdem gelingt es immer wieder auch, mit Uwe Tellkamp zum Beispiel, mit Don Winslow oder Isabel Allende. Aber wir müssen zum Glück auch nicht jeden Monat einen Bestseller haben, denn unser Programm verkauft sich in der Breite sehr gut.

ZEIT: Es wurde Ihnen auch zum Vorwurf gemacht, dass Sie in Ihrem eigenen Verlag Ihre Bücher veröffentlichen. Demnächst erscheint Ihr Buch Reine Erfindung. Fällt Ihnen der Spagat, sowohl Autorin als auch Verlegerin zu sein, schwer?

Unseld-Berkéwicz: Das ist kein Spagat, weil es der Arbeit mit und der Beziehung zu den Autoren guttut. Ein Verleger, der selber Autor ist, kennt die Not zum Beispiel aus der Schreibeinsamkeit heraus, sein Eigenes, das Eigentliche an die Öffentlichkeit zu geben oder gar in sie hineinzulaufen, was ja schon bald zur ersten Voraussetzung für Erfolg geworden ist. Und dann: Enzensberger hat Die Andere Bibliothek erfunden und jahrzehntelang verlegt. Gott sei Dank! Und denken Sie an Carlos Barral, den legendären Dichterverleger der fünfziger und sechziger Jahre, ohne den und dessen Kampf gegen die Franco-Diktatur es nie die goldene Zeit der spanischen Literatur gegeben hätte. Zwei meiner Lieblingsbeispiele, aber da gibt’s ja noch viele mehr. Und was meine eigenen Bücher angeht: Hätte ich denn nach vier erfolgreichen Büchern, als ich 1987 mit Siegfried Unseld zusammenkam, den Verlag wechseln sollen oder nach sechs weiteren auch nicht gerade erfolglosen Büchern und Theaterstücken mit Aufführungen an den Münchner Kammerspielen und dem Wiener Burgtheater, als ich 2003 die verlegerische Leitung des Verlags übernahm? Im Übrigen sind auch alle Bücher Siegfried Unselds, und das waren weit über 20, im Suhrkamp Verlag erschienen.

ZEIT: Es gab im Laufe der Jahre viele Suhrkamp-Führungskräfte, die den Verlag verlassen haben. Im Rückblick: Wie erklären Sie sich das, und denken Sie womöglich, da etwas falsch gemacht zu haben?

Unseld-Berkéwicz: Jedes Unternehmen, das eine neue Leitung bekommt, trennt sich von Mitarbeitern vor allem im Bereich der leitenden Angestellten, das ist in der Wirtschaft ein völlig normaler und akzeptierter Vorgang. Konstellationen finden sich neu oder finden sich eben nicht und müssen sich also ändern. Es war nicht zu erwarten, dass die Wellen der Erschütterung, die Siegfried Unselds Tod für Suhrkamp mit sich brachte, innerhalb weniger Monate verebben würden. Das wusste er selbst nur zu gut, daher auch sein Ringen um eine tragfähige Nachfolgeregelung. Ein Jahr nach seinem Tod war der Verlag kopf- und richtungslos. Die Mannschaft war vollkommen zerstritten, die verlegerische Geschäftsführung und die Programmleitung standen über Kreuz, und die Mitarbeiter wussten nicht, wer wofür zuständig war.

ZEIT: Und dann haben Sie sozusagen aufgeräumt?

Unseld-Berkéwicz: Nein, ich habe neu strukturiert. Mein Fehler war, dass ich ein Jahr zu lange gewartet habe, bis ich 2003 einsah: Ich muss Verantwortung übernehmen – ich hatte halt immer noch gehofft, dass mein Schritt ins operative Geschäft nicht notwendig werden würde. Aus heutiger Sicht kann ich sagen: Ich hätte gleich einsteigen müssen oder richtiger, gleich, als Siegfried Unseld mich in den neunziger Jahren immer wieder darum bat, oder zumindest in seinen letzten Lebensjahren, als seine Bitten immer drängender wurden und ein Versuch nach dem anderen, einen Verlagsleiter zu finden, scheiterte. Aber jetzt will ich hier endlich einmal etwas korrigieren: Es gab nicht viele Führungskräfte, die den Verlag verlassen haben. Das ist eine immer wiederkehrende Mär, die meisten sind doch noch da, allen voran Raimund Fellinger, der Cheflektor der Verlage. Und dass die Bindung aller Mitarbeiter an den Verlag sehr hoch ist, zeigt auch, dass beim Umzug vor drei Jahren die Mehrzahl der Mitarbeiter und das gesamte Suhrkamp-Lektorat mit nach Berlin gekommen sind. Wo gibt es so was schon.

ZEIT: Wie sehen Sie all die Geschichten und mitunter hämischen Klischees von der bösen Witwe, die über Sie in Umlauf sind, seit nunmehr vielen Jahren – ein Ex-Suhrkamp-Autor, Norbert Gstrein, hat sogar einen Roman bei Hanser veröffentlicht, in dem Sie als literarische Figur auftauchen sollen: Können Sie darüber lachen, verletzt Sie das, nehmen Sie das überhaupt wahr?

Unseld-Berkéwicz: Ja, natürlich nehme ich das wahr, und natürlich verletzt das auch. Ich bin doch nicht aus Stein. Auch auf Siegfried Unseld wurde eingeschlagen, und man dachte vielleicht, das mache ihm nichts aus, aber es hat etwas mit ihm gemacht, es hat ihm etwas zugefügt. Es geht ja oftmals her, als gäbe es keine Fakten und Belege, sondern lediglich Meinungen. Schlechtes und Falsches wird gezielt in die Öffentlichkeit gelenkt und verselbstständigt sich dort als Meinung. Manchmal werden sogar Bücher draus. Diffamierung, der Versuch der Delegitimierung, der Versuch, Fakten zu neutralisieren als Zerstörungsmittel, scheinen mir gängig geworden zu sein – und vergessen Sie nicht: Jedem kann das passieren! Dass heute überhaupt noch jemand der Wahrheit wegen etwas tut oder schreibt, ist eher eine Seltenheit.

ZEIT: Und Sie sagen immer die Wahrheit über Barlach?

Unseld-Berkéwicz: Ich habe niemals ein schlechtes Wort über Herrn Barlach verloren. Das gehört sich nicht. Öffentliche Beleidigungen wie die seinen schaden dem Verlag, und sie schaden mir, noch dazu, wenn sie mit derartigen Falschinformationen einhergehen. Das alles hat darüber hinaus unnötig Zeit und Kraft gekostet, die nötig für anderes sind. Trotzdem haben wir den Verlag aus seiner Krise nach Siegfried Unselds Tod herausgeführt, wir haben ihn aus guten Gründen nach Berlin gebracht, auch das ist uns geglückt. Jetzt sind wir so gut aufgestellt wie schon lange nicht mehr. Wir haben großartige Autoren dazugewonnen, viel, viel mehr gewonnen als verloren. Als Martin Walser ging, kam Christa Wolf, als Kehlmann zu Rowohlt wechselte, kam Tellkamp von Rowohlt zu uns. Auch zu Siegfried Unselds Zeiten sind immer wieder wichtige Autoren gegangen, aber manche von ihnen sind auch wieder zurückgekommen, zum Beispiel George Steiner und Marcel Beyer. Und wenn Sie sich die Mühe des Vergleichs machen wollen, von uns haben sich, obwohl Siegfried Unselds große Ära zu Ende gegangen ist und trotz all der Turbulenzen, viel weniger Autoren verabschiedet als von vergleichbaren Verlagen, die solche Ereignisse nicht zu überstehen hatten.

ZEIT: Welche Romanfigur wären Sie eigentlich am liebsten?

Unseld-Berkéwicz: Ach, eigentlich keine. Die großen Romanfiguren haben doch alle große Leidensgeschichten, davon habe ich jetzt genug. Aber ich kann Ihnen sagen, welche Rolle von denen, die ich nicht gespielt habe, ich zu meiner Theaterzeit gerne gespielt hätte: Kleists Käthchen von Heilbronn.

ZEIT: Was sind eigentlich Ihre persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Geld, seit der Kindheit, im Laufe des Lebens?

Unseld-Berkéwicz: Geld bedeutet leider viel, wenn auch nicht mir persönlich, aber eben für den Verlag. Und in meiner Kindheit? Mein Vater hatte aufgrund seiner jüdischen Herkunft alles verloren, später kam dann im Rahmen der sogenannten Wiedergutmachung und durch Erbschaften Besitz in die Familie zurück. Auch verdiente mein Vater als Professor der Medizin und Leiter einer großen Klinik recht gut. Trotzdem blieb die Vorsicht, und die Angst, mittellos dazustehen wie zu NS-Zeiten, währte fort. Ich selber bin, soweit man das in unserer Zeit sagen kann, durch meine Familie abgesichert.

ZEIT: Welche Diskussionen über den Verlag und Ihre Person, die öffentlich ausgetragen wurden, haben Sie in den vergangenen Wochen besonders verletzt?

Unseld-Berkéwicz: Der zum x-ten Male und wider besseres Wissen gemachte Versuch der persönlichen Delegitimierung, diese Wiederholung der Wiederholung. Das ist perfide, das ist böse. Aber ich bin froh, dass diese Dinge in der FAZ von Frank Schirrmacher nun ein für alle Mal richtiggestellt wurden.

ZEIT: Gab es – sei es von Barlach oder Kommentatoren – Behauptungen über Sie und den Verlag, die nicht den Tatsachen entsprechen? Gibt es Dinge, die Sie gerne richtigstellen würden?

Unseld-Berkéwicz: Ach, ja, was soll’s: Ich habe keinen eigenen Chauffeur, die Auffahrt gab es, lange bevor meine Familie das Haus gekauft hat, das große Fenster ist mit neuen Mitteln nach den alten Plänen erstellt worden, die Coachings von vor zehn Jahren (sie lacht), doch eine vollkommene Selbstverständlichkeit für ein größeres Unternehmen, Herr Reinhart selber hat sie mir und den leitenden Mitarbeitern übrigens empfohlen... aber mir fehlt jetzt wirklich die Lust, auf alle diese Falschmeldungen und Gerüchte weiter einzugehen.

ZEIT: Unter anderem Peter Handke, Durs Grünbein und Hans Magnus Enzensberger haben Ihnen im Konflikt öffentlich den Rücken gestärkt. War das Engagement der Schriftsteller hilfreich, oder hat es den Gesellschafterstreit noch unnötig verschärft?

Unseld-Berkéwicz: Wieso sollte die Meinung der Autoren den Gesellschafterstreit »unnötig« verschärfen? Sie sind doch autonom, und es ist doch ihr Verlag. Sie sind doch keine Ware, die man hier- und dorthin verschieben kann. Sie vertrauen ihrem Verlag ihr Wichtigstes an. Sie müssen doch mitreden können, wer es in die Hände bekommt und wie es und mit welchem Ziel in die Welt gebracht wird. Die Autoren und die Erben der Autoren haben alle das Recht, ihre Rechte zurückzuziehen, wenn sich die Mehrheitseigentümerschaft ändert oder der Verlag aufgelöst wird, was meines Wissens in der Rechtsgeschichte noch nie vorgekommen ist.

ZEIT: Siegfried Unseld ist seit zehn Jahren tot. Sie haben Tradition gewahrt – und Traditionen gekappt. Ihr Verlagsprogramm wird jedenfalls sehr einhellig gefeiert. Wie präsent ist er für Sie noch in der Berliner Pappelallee? Was würde er eigentlich zu den Prozessen sagen?

Unseld-Berkéwicz: Er wäre so fassungslos wie wir und würde wie wir in die Berufung gehen. Siegfried Unseld hat den Verlag zwar nicht gegründet, aber er hat ihn erfunden. Das Prinzip Unseld ist allgegenwärtig im Verlag.

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Leserkommentare
  1. Frau Unseld-Berkéwicz scheint eine kluge und couragierteFrau zu sein. Es ist ihr zu wünschen, dass ihrem Anliegen Erfolg beschieden ist. Die andere Seite scheint typisch für M&A zu sein.
    Dem Verlag und den Autoren ist jedenfalls zu wünschen, dass der Geist, die Idee die Führung vor dem Kapital behält.

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    • gast007
    • 24. Januar 2013 18:52 Uhr

    ... Mediator auszurufen. Nicht, dass es von Nachteil wäre, dass Herr Naumann schon alles gemacht hat, was es gibt, vom Wohnen über dem Kanzler bis zum Durchfaller in der Bürgermeisterwahl, von der Zeit-Redaktion bis zum Kulturverbieger.

    Nein, dieser gute Herr Naumann muss wohl im Vorfeld schon den Barlach-Enkel restlos zur Schnecke gemacht haben; Fahrradklingel gegen Orgel und so weiter. Da fragt man sich natürlich, was so ein Mediator als neutrale Instanz schaffen soll. Das Angebot der Dienste des Herrn Naumann war eine bodenlose Frechheit, mit der man einen Geschäftsmann natürlich nicht kulturell aufpeppen kann. Darum scheint es doch zu gehen.

  2. Die Lady soll sich an die gegen sie gesprochenen Gerichtsurteile halten und ihr künftiges Geschäftsgebahren an dem ausrichten, was deutsches Recht und Gesetz ihr vorschreiben. Jedes weitere Wort hierzu wäre überflüssig.

    2 Leserempfehlungen
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    ... sollten sich in Ihrem sprachlichen Gebaren an die Regeln der Orthographie halten, falls Sie sie beherrschen. Oder Sie sympathisieren deshalb mit Herrn Barlach, weil Sie die Sprache sowieso geringachten und mit dem Geistvollen nichts anfangen können. Aber warum fühlen Sie sich dann berufen,ausgerechnet zu diesem Thema ihre Plattitüden loszuwerden?

    • Yeti-1
    • 24. Januar 2013 20:56 Uhr

    Ist das die bezahlte Verlagsbeilage des Suhrkam Verlags, oder erleben wir bei der "Zeit" die Geburt einer neuen Interviewtechnik? Die beklagenswerte Witwe, eine große Künstlerin mit einem tief erfühlten jüdischen Stammbaum, darf ihr Herz vor uns ausschütten. Begleitet von den warmen und mitfühlenden Worten des Zeit-Feuilletons. Und die böse Welt von Kommerz, Intrigue und Unterstellungen, die ganzern Lügen in der Süddeutschen, der Welt und dem Hamburger Abendblatt bleibt endlich mal außen vor. Tatsachen können ja so lästig sein. Nur Frank Schirrmacher, der gute Ritter, darf diemal nicht fehlen. Seine innere Unabhängigkeit vom Frankfurter Kulturklüngel macht sein Urteil doppelt wertvoll. Journalismus kann doch so aufschlußreich sein. Danke dafür!

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  4. sonst ist dem Kommentar von Yeti nichts hinzuzufuegen.

  5. Ein sehr gutes Interview von Frau Ulla Unseld-Berkéwicz. Auch wenn es Richard Kämmerling und einige Zeit-Kommentarschreiber (noch) nicht verstehen können,
    Form und Argumente überzeugen. Sachlich und Kompetent. Super....

  6. ... sollten sich in Ihrem sprachlichen Gebaren an die Regeln der Orthographie halten, falls Sie sie beherrschen. Oder Sie sympathisieren deshalb mit Herrn Barlach, weil Sie die Sprache sowieso geringachten und mit dem Geistvollen nichts anfangen können. Aber warum fühlen Sie sich dann berufen,ausgerechnet zu diesem Thema ihre Plattitüden loszuwerden?

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