WochenmarktFarbe im Winter – Rote Bete

von Elisabeth Raether

Kochrezepte sollen ein Magazin eigentlich vor allem vergnüglicher machen, das hält unsere scharfzüngigen Leser aber nicht davon ab, auch unsere Rezepte einer gründlichen Ideologiekritik zu unterziehen.

Schlagen wir ein Rezept vor, für das Eier gebraucht werden, kann es sein, dass wir einen Leserbrief mit einem Foto von sterbenden Küken bekommen. Werden Muscheln gekocht, bekommt man eine Mail, in der eindringlich die Qual der Muschel beim Sieden im heißen Wasser beschrieben wird.

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Man könnte meinen, mit den Roten Beten, die heute für ein Risotto verarbeitet werden sollen, auf der sicheren Seite zu sein. Aber: Die Roten Bete müssen 90 Minuten oder länger in Wasser köcheln, bis sie gar sind. Für den CO₂-Fußabdruck nicht gut.

Alle Wochenmarkt-Rezepte

Alle Wochenmarkt-Rezepte  |  © Miguel Medina/AFP/Getty Images

Bevor Sie meinen, wir seien schon paranoid: Als wir mal Tomaten langsam im Ofen trockneten, schrieb eine Leserin, wir beförderten die Energieverschwendung, denn Tomaten schmeckten schließlich auch roh. Für das Garen der Roten Beten empfehlen wir also ausdrücklich die Verwendung eines Schnellkochtopfs. Dann sind sie nach ungefähr 20 Minuten gar.

Sie werden geschält und in Würfel geschnitten. In einem Topf das Öl erhitzen, Schalotten darin glasig dünsten. Den Reis dazugeben, 1 bis 2 Minuten mitdünsten. Dann kommen die Rote-Bete-Würfel dazu. Mit Weißwein wird abgelöscht, die Flüssigkeit lässt man einkochen. Mit etwas Gemüsefond wird aufgegossen, alles köchelt weiter.

Immer wieder gießt man Fond (oder, wer mag, Weißwein) dazu und rührt öfter um. Eventuell salzen. Wenn der Reis gar ist – die Garzeit variiert je nach Reissorte zwischen 20 und 30 Minuten –, schmeckt man mit Pfeffer ab, hebt Butter und Parmesan unter. Manche mögen es, eine gepresste Knoblauchzehe unterzurühren. Dazu gibt es für jeden ein Forellenfilet.

Rote-Bete-Risotto mit geräucherter Forelle
für 2 Personen

250 g Rote Bete
1 EL Olivenöl
2 Schalotten
125 g Risotto-Reis
125 ml Weißwein
600 ml Gemüsefond
Salz
schwarzer Pfeffer
20 g Butter
30 g geriebener Parmesan
1 Knoblauchzehe
2 geräucherte Forellenfilets

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