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Wie kaum eine Institution schafft es die grüne Kiste, einem gleichzeitig ein gutes und ein schlechtes Gewissen zu machen.

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Einerseits fühlt man sich super: Man zahlt ungefähr 30 Euro im Monat dafür, dass einmal pro Woche ein Fahrer Frisches vom Ökobauern bringt – darunter manches Obst und Gemüse, das man auf dem Markt entweder nie gefunden oder nie gekauft hätte, weil man es gar nicht kennt.

Das führt schnurstracks zum schlechten Gewissen: Man lagert das unbekannte Gemüse erst mal im Kühlschrank. Wird einem schon was einfallen damit. Wenn das unbekannte Gemüse runzelig wird, ist das wie ein Vorwurf. Kommt dann die neue Kiste: oje! Gutes Essen wegwerfen ist ja noch böser, als schlechtes zu kaufen. Anfangs war es eine Idee für Großstädter, die nicht zum Hofladen beim Bauern fahren können.

Offenbar, siehe Karte, scheut man inzwischen auch auf dem Land den Weg dorthin. Wer den Bauern hat arbeiten sehen, dessen Gewissen ist noch schlechter, wenn die Schwarzwurzel schrumpelt.