E-Tretroller Egret OneMit Elektroanschub auf den Teufelsberg

Friederike Milbradt fährt mit dem E-Tretroller Egret One auf den Teufelsberg in Berlin. von Friederike Milbradt

Der Tretroller Egret One

Der Tretroller Egret One  |  © Egret One

Schnee, Regen, Eis: Der Egret One ist nicht für den Berliner Winter gemacht. Nach seinem Eintreffen dauert es ganze zwei Wochen, bis ich endlich mit ihm losziehen kann. Erschwerte Bedingung: Dieser Tretroller mit Elektroantrieb hat noch keine Zulassung für den Straßenverkehr, er darf nur auf Privat-, Firmen- oder Messegelände genutzt werden. Also hieve ich ihn in mein Auto und lade ihn im Grunewald wieder aus. Dort soll er mich vom Ufer des Teufelssees auf den Gipfel des Teufelsbergs bringen. Die zu bestreitende Strecke besteht zum größten Teil aus einem Privatweg der Berliner Forsten, der sich den knapp 115 Meter hohen, aus Trümmern des Zweiten Weltkriegs aufgeschütteten Berg hinaufschlängelt.

Von A nach B
Alle Folgen der Serie "Von A nach B" aus dem ZEITmagazin

Alle Folgen der Serie "Von A nach B" aus dem ZEITmagazin  |  © .marqs/Photocase

Drei Handgriffe, und der Roller steht, ein Druck auf den Startknopf, und das Display leuchtet blau. Ich stelle den linken Fuß auf das Trittbrett, stoße mich mit dem rechten ab, ziehe den Gashebel an, fahre mit einem surrenden Geräusch los – und bleibe im Sand stecken. Die kleinen Räder finden keinen Griff. Ich muss schieben, bis der Untergrund fester wird. Neuer Versuch: Surrrrr. Der Roller rollt, aber ich spüre jeden Hubbel, jeden Stein. Keine gemütliche Spazierfahrt. Dann Kopfsteinpflaster. Trotz der Gabelfederung und des stabilen Rahmens werde ich wieder kräftig durchgeschüttelt.

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Endlich Asphalt. Yeah! Ich gleite, schwebe, fliege. Der kleine Roller hat Power, wir flitzen den Berg hinauf. Ich lehne mich in die Kurven, gebe Gas bis zum Anschlag. Wenn die Steigung zu steil wird, helfe ich mit ein paar Anschüben per pedes nach. Großer Spaß! Nach wenigen Minuten sind wir auf dem Gipfel angelangt – vor einem Relikt aus dem Kalten Krieg: der ehemaligen US-amerikanischen Abhörstation.

Die verlassenen Gebäude mit den fünf Radarkuppeln zählen zu meinen Lieblingsorten in Berlin. Heute verzichte ich auf einen Rundgang und die spektakuläre Aussicht aus einer der Kuppeln auf die Stadt. Ich will wissen, wie sich der Egret One bergabwärts macht. Doch meine Vorfreude wandelt sich nach wenigen Metern in Panik. Der Roller nimmt so schnell Fahrt auf, dass ich fürchte, mich könnte gleich einer der Bäume am Wegesrand stoppen. Teils mit angezogener Handbremse, teils schiebend schleiche in den Berg hinab. Ich bin halt ein Angsthase. Es war trotzdem ein schöner Ausflug.

Technische Daten:

Motorbauart: Elektromotor
Leistung: 250 W (0,34 PS)
Reichweite: 23 km
Gewicht: 15 kg
Maximale Zuladung: 100 kg
Höchstgeschwindigkeit: 20 km/h
Akku: 36 V, 8 Ah
Ladezeit: 4,5 Stunden
Basispreis: 995 Euro

Friederike Milbrandt ist Mitarbeiterin in der iPad-Redaktion des ZEITmagazins

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Leserkommentare
  1. Der Artikel ist nicht mehr als ein schlechter Scherz! Es fehlt so ziemlich alles was zu einem ordentlichen Test dazu gehört.
    Dafür gibt es viel subjektives im Stile eines Tagebucheintrages. Wer will das lesen?

    Eine Leserempfehlung
  2. nicht auf den Redaktionsfluren der ZEIT herumgekurvt? Da wäre das Fahrgefühl erheblich besser gewesen und es hätte mit Sicherheit auch zu interessanten Begegnungen geführt. Bitte nochmal.

    Eine Leserempfehlung

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  • Schlagworte Akku | Berg | Elektroantrieb | Elektromotor | Berlin
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