Wissen in Bildern: Vier Mann im Eiskanal
In den vergangenen Wochen fanden in St. Moritz die Weltmeisterschaft im Viererbob statt. Die deutschen Bobfahrer räumten viel Gold ab. So wie beim Rudern der Achter die Königsdisziplin ist, träumt jeder Bobpilot von der Meisterschaft mit dem großen Viererschlitten.
Im Winter 1888/89 schraubte im Sauerland ein Engländer ein Brett auf zwei Holzschlitten – fertig war der erste lenkbare Bob. Aus diesem klapprigen, aber lenkbaren Gestell entwickelten sich die Rennschlitten von heute, die eher an Formel-1-Wagen erinnern. In den ersten Jahrzehnten gab es nicht einmal einzelne Sitze für die Bobfahrer, und windschnittige Verkleidungen kamen erst in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts auf.
Seit 1924 ist der Bobsport olympisch. Die Meisterschaften wurden oft überschattet von tödlichen Unfällen, ein Stuntman starb 1981 bei den Dreharbeiten zu dem James-Bond-Film "In tödlicher Mission". Heute sind die Bahnen sicherer, die Bauweise der Bobs ist streng reglementiert, aber gefährlich ist der Sport immer noch.
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