ItalienMussolinis Erbe
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"Die Zeit der Ideologien ist vorbei"

Prompt trug Casa Pound Berlusconi nach dessen Duce-Lob die Gefolgschaft an. In der Region Latium ist der Ex-Premier schon längst mit den Neofaschisten von La Destra (Die Rechte) verbündet. Deren Führer Francesco Storace hat nichts dagegen, Mussolini zu loben, »aber vielleicht besser nicht am Holocaust-Gedenktag. Man kann es ja an den anderen 364 Tagen tun.« Für La Destra kandidiert auch der ehemalige italienische Konsul in Osaka, Japan. Der Diplomat wurde kürzlich versetzt, weil er als Sänger einer neofaschistischen Rockband auftrat. Versetzt, nicht fristlos entlassen.

Zu Berlusconis Entourage gehören rechte Nostalgiker wie die Duce-Enkelin Alessandra Mussolini. Und auf seiner Gehaltsliste steht nach wie vor der AC-Mailand-Torwart Christian Abbiati; er outete sich schon vor Jahren als Mussolini-Fan. In Italien ist das weder im Sport noch in der Politik ein Problem. Hauptsache, es hagelt Punkte und Stimmen.

Das hat auch der Internet-Populist Beppe Grillo mit seiner sogenannten Fünf-Sterne-Bewegung erkannt. Als er kürzlich mit einem Casa-Pound-Kandidaten ins Gespräch kam, sagte er leichthin: »Wenn einer von euch sich unserer Bewegung anschließen will, hätte ich nichts dagegen.« Bislang wurde sein freundschaftliches Angebot nicht angenommen. Dabei hatte Grillo auf seinem Blog noch präzisiert: »Fünf Sterne sind weder links noch rechts. Die Zeit der Ideologien ist vorbei.«

Für den Antifaschismus mag das gelten. Der Neofaschismus aber ist quicklebendig.

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Leserkommentare
    • hacht
    • 10. Februar 2013 16:53 Uhr
    1. [...]

    Wir wünschen in diesem Forum keine Unterstützung rechtsextremistischer Ideen oder Organisationen. Danke, die Redaktion/fk.

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    • lxththf
    • 10. Februar 2013 17:03 Uhr

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    • broeber
    • 10. Februar 2013 19:38 Uhr

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    • pekaef
    • 10. Februar 2013 16:57 Uhr

    ... es kommt die Zeit der Idiotien und der Idioten.

    31 Leserempfehlungen
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    Bitte verzichten Sie auf die Verbreitung von Verschwörungstheorien. Danke, die Redaktion/fk.

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  2. Rechtes Gedankengut kommt immer dann Zustande wenn es Bevölkerungen schlecht geht, die Bildung und der Wohlstand sinkt. Hier sieht man doch ganz klar, dass es das produkt geistiger Verarmung und Rückzug auf die Urinstinkte ist. Wer andere für die eigenen Probleme verantwortlich macht hat noch nicht begriffen wie die Welt funktioniert.

    27 Leserempfehlungen
  3. 5. [...]

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    • lxththf
    • 10. Februar 2013 17:03 Uhr
    6. [...]

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    • HeidiS
    • 10. Februar 2013 17:04 Uhr

    dass die Entwicklungen in der Eurozone, ja der EU allgemein, die rechten Parteien stärken werden. Es wird dann von den etablierten - demokratischen (!) - Parteien bedauert, sie werden den Trend aber nicht aufhalten können. Die griechische, demokratisch gewählte, Regierung entscheidet gegen ihr Volk, indem es einen privaten Sicherheitsdienst (Blackwater) vorsieht, sollten die eigenen Sicherheitskräfte irgendwann nicht mehr bereit sein, gegen Demonstranten vorzugehen und sie nicht mehr schützen kann. Was muss eigentlich noch - demokratisch legitimiert - passieren, damit dieser Verfall Europas aufhört? Glaubt noch irgendjemand, dass das Ruder herumgerissen wird? Von wem? Ein Leserbriefschreiber in der FAZ fragte, weshalb nicht das reiche Norwegen, dass immerhin die EU mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet hat, dieser EU beitritt. Das hat mich sehr nachdenklich gestimmt.

    11 Leserempfehlungen
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    • truetom
    • 10. Februar 2013 20:42 Uhr

    der nobel preis wird in stockholm und nicht in oslo verliehen

    • Baradin
    • 10. Februar 2013 17:04 Uhr

    Das ist das Problem, in das uns eine strenge Austeritätspolitik treibt. Im Moment mögen die Märkte und die Zinsen ruhig sein, die Völker sind es nicht und der Zorn gärt still. Doch wenn er sich Bahn bricht, lehrt uns Weimar, dass es zu spät sein kann.

    Die Idee Europas - nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus - würde plötzlich wieder an akuter Bedeutung gewinnen, wenn klar wird, wie dünn der Firness des mühsam errungenen Friedens und der europäischen Völkerverständigung ist.
    Man lasse es nicht so weit kommen! Europa ist mehr als ein Markt und dieser Artikel ist ein guter Grund unsere 'hart erarbeiteten Steuergelder' nicht allzu geizig zu handhaben. Denn ob wir sie in die Länder investieren, denen es heute schlecht geht oder in Armeen, um uns vor ihrem Zorn zu verteidigen, ist nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine moralische Frage.

    Es muss doch möglich sein, dass wir nicht nach weniger als einem Jahrhundert schon wieder vergessen haben, was es heißen kann, wenn Völker sich ungerecht behandelt fühlen; dass wir voraus- statt nachdenken und weitsichtig handeln, auch wenn es im Moment heißen würde, die etwas größere Rechnung zu bezahlen.

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    Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion so wie sie vorgesehen ist: Zur konstruktiven Diskussion des konkreten Artikelthemas. Verzichten Sie bitte außerdem auf die Verbreitung von undifferenzierten Äußerungen. Danke, die Redaktion/fk.

    Herzlichen Dank dafür!

    • caro-v
    • 10. Februar 2013 21:58 Uhr

    Ich habe selten einen solchen realistischen, abgeklärten Kommentar gelesen! Bravo! denn auf anderen rumhachen kann jeder

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  • Schlagworte Wahlkampf | Parlament | Benito Mussolini | Italien
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