PädagogenLieber Querulanten als Abnicker

Viel zu oft lassen Lehrer sich einschüchtern. Ein Aufruf zu pädagogischem Ungehorsam von Michael Felten

Eigentlich ist die Sache mittlerweile klar: Gute Lehrer sind nicht nur begleitende Beobachter, sondern vor allem auch geschickte Aktivatoren: erwartend, erklärend, ermutigend, einfordernd. Folglich kann guter Unterricht gar nicht anders als lehrerzentriert sein. Im Zentrum steht der Pädagoge – für den allerdings seine Schüler im Zentrum stehen. So bilanziert jedenfalls der Erziehungswissenschaftler Ewald Terhart die XXL-Metastudie des australischen Unterrichtsforschers John Hattie zu den Wirkungsbedingungen schulischen Lernerfolgs (siehe auch ZEIT Nr. 2/13). Eine Bilanz, die erfahrene Praktiker wenig verwundert – und einen plausiblen Ausweg aus mancher Reformhuberei weist.

Was aber tun, wenn man als Referendar einen Seminarleiter hat, der immer noch dem Dogma des selbst gesteuerten Lernens frönt? Oder wenn man als gemeiner Lehrer einem Schulleiter untersteht, der bei der landesweiten Qualitätsanalyse punkten möchte, deren Gütekriterien indes lehrerarme Unterrichtsformen bevorzugen? Oder wenn eine grün-rote Landesregierung per Schulgesetz eigenverantwortliches Arbeiten festschreibt, obwohl dies nicht sonderlich wirksam, für schwächere Schüler gar kontraproduktiv ist?

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Dass angehende Junglehrer, die eine feste Anstellung anstreben, in der Schule nicht allzu unabhängig sein können, darf man ihnen nicht vorwerfen. Von unkündbaren Lehrern indes wäre schon mehr Rückgrat zu erwarten. Zunächst einmal sind die »Fachleute für Unterricht« nämlich »zu Recht sehr autonom«, wie Jürgen Zöllner, zeitweiliger Chef der Kultusministerrunde, einmal in einem Interview bemerkt hat. Es gilt das Prinzip der pädagogischen Freiheit: Der Lehrer ist gehalten, diejenigen Mittel zu wählen, mit denen er seine Bildungsaufgabe möglichst gut einlösen kann.

Michael Felten

Der Autor ist seit 30 Jahren Gymnasiallehrer und lehrt an Pädagogischen Hochschulen. Zuletzt veröffentlichte er den Essay »Schluss mit dem Bildungsgerede!«

Selbst Beamte müssen keineswegs offensichtlichen Unsinn ausführen, man ist vielmehr zur sogenannten Remonstration verpflichtet. Das heißt: Bestehen Bedenken gegen die Rechtmäßigkeit oder Triftigkeit einer dienstlichen Anordnung, soll man bei seinem Vorgesetzten Einwand erheben – bei Nichterfolg auch auf der nächsten Dienstrangstufe. Nur so kann sich der Beamte von persönlicher Verantwortung für das geforderte Handeln entlasten – er darf sich das behördliche Insistieren sogar schriftlich geben lassen. Natürlich riskiert man einen Ruf als Querulant – aber ist der des Abnickers wirklich besser? Klar, nicht jeder Schulleiter schätzt kritische Fragen auf der Lehrerkonferenz – aber mehr als ein oder zwei zusätzliche Vertretungsstunden kann er einem ja kaum aufbrummen.

Auch das Anrücken der Abteilung für die Qualitätsanalyse ist nicht wirklich gefährlich – trotzdem verhalten sich ganze Kollegien plötzlich wie eine ängstliche Kinderschar angesichts des autoritären Vaters. Warum werden plötzlich Vorführstunden vorbereitet, die weder vom Arbeitsaufwand noch vom Materialeinsatz, noch von der Unterrichtsform her zielführend und alltagstauglich sind? Ist das jetzt eigentlich Abgeklärtheit (schließlich folgt der nächsten Wahl wahrscheinlich die nächste Pädagogik) – oder auch eine Portion Duckmäuserei? Warum zeigen erfahrene Lehrpersonen nicht den Unterricht, der sich an ihrer Schule, in ihrem Fach, mit ihrer Schülerschaft bewährt hat? Zumal die Qualitätsanalyse ja nicht einzelne Lehrer beurteilt, sondern nur die gemittelte Arbeitsweise des gesamten Kollegiums dokumentiert, und das nicht mal öffentlich.

Das Schlimmste, was passieren könnte, wäre ein kritischer Bericht der Inspektoren – und damit die Verpflichtung des Kollegiums zur gemeinschaftlichen Fortbildung. Aber könnte man dort nicht die Probleme übertriebener Selbstständigkeit und das Potenzial differenzierter Lehrerlenkung debattieren? Vielleicht hätten zuvor gar ein, zwei Unverfrorene im Lehrerzimmer einen Sammelordner angelegt mit fundiertem Material über das Für und Wider bestimmter Lehr- und Lernformen. Dann würde sich schon zeigen, ob die Fortbilder nur lokale Spindoctoren sind, die Organisationsmethoden aus dem Unternehmensmilieu ins Pädagogische einschleppen – oder ob sie tatsächlich etwas vom Unterrichten verstehen.

Das heißt keineswegs, dass es für Lehrer nichts hinzuzulernen gäbe – im Gegenteil. Allzu oft fehlen uns Zeit und Gelegenheit, im Kollegium konkrete und verlässliche Absprachen über Leistungsstandards und Verhaltensnormen zu treffen, Steuerungswissen und Einfühlungsfähigkeit zu schulen. Nur gilt es eben, bei der Auswahl der Fortbilder Spreu und Weizen zu unterscheiden. Der Erziehungswissenschaftler Rainer Dollase würde nur solche Trainer empfehlen, die in der Lage sind, jedes Jahr einen Monat lang erfolgreich eine schwierige Mittelstufenklasse zu unterrichten.

Es ist eben kein Geheimnis, dass Schulinspektoren bisweilen zu eher bizarren Befunden kamen – »gute Leistungsergebnisse, aber falsche Unterrichtsmethoden«, hieß es dann sinngemäß. Genau diese Paradoxie könnte letztlich erleichtern: Die Evaluationskriterien entstammen offenbar nicht göttlicher Offenbarung, sondern einem laufenden, noch offenen, je nach Bundesland und Wahlperiode mäandrierenden Prozess. Irgendwann werden sich die Hattie-Befunde auch in den mittleren Amtsstuben herumgesprochen haben. Bis dahin könnte der gemeine Schulmeister doch ruhig zur Avantgarde von morgen gehören.

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Leserkommentare
  1. 1. Danke

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

    9 Leserempfehlungen
  2. Außer vielleicht, dass John Hattie, wenn er auch in Melbourne lehrt, Neuseeländer ist.

    Eine Leserempfehlung
    • Jakobi
    • 10. Februar 2013 10:09 Uhr

    Zu mehr als 80 % ist das, was in der Ausbildung und Fortbildung diskutiert und gelehrt wird, kompletter Schwachsinn und ich schäme mich regelmäßig, dazuzugehören. In regelmäßigen Abständen werden Säue durchs Dorf getrieben, die bei genauerem Hinschauen Altbekanntes in neuem Gewand im Gepäck haben, im schlimmsten Fall kontraproduktiv und rückwärts gewand sind und mehr Schaden anrichten als irgendeinen Nutzen. Ursächlich hierfür ist der verwaltungstechnische Rahmen, in dem sich Lehrer und Verwaltungspersonal in Abhängigkeit zur Politikern befinden, die sich immer nur kurzzeitig zu profilieren versuchen.
    Da gibt es beispielsweise eine achtseitige Korrekturanweisung zu einem Bericht aus Schülerhand in einer Lernstandserhebung, zu Deutsch, ich sollte drei fehlerhafte Sätze mit Hilfe dieser 8 Seiten hinsichtlich Kohärenz bzw. Kohäsion untersuchen, musste erstmal nachschlagen, was das ist. Als ich meinem Schulleiter sagte, dass ich diesem sinnentleerten Arbeiten nichts abgewinnen kann, sagte er mir, darum gehts ja gar nicht, machen sie es einfach, sonst bekommen sie eine dienstliche Anweisung.
    Insgesamt saß ich bald 14 Tage mehrer Stunden täglich an dieser Erhebung, die keinen praktischen Nutzen hat, außer eine Daseinsberechtigung von überflüssigen Mitarbeitern im Ministerium zu liefern.
    Das beste Beispiel für Schulwahnsinn ist jedoch die Gemeinschaftsschule, die zur Restschule verkommt, da ziehen drei starke Schüler 10 schwache mit, alles ohne Gymnasiasten, wie soll das gehen?

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  3. Zu den Tabus der Qualitätssicherung von Lerninhalten gehört das Thema "Von Kollegen lernen!" Immer wenn ich in Fachkonferenzen vorschlage, die Kollegen möge sich doch hin und wieder im Unterricht besuchen, um voneinander zu lernen, aber auch um sich so in Praxis besser abzustimmen sind aggressive Wut und empörende Ablehnung die Folge. Gleiches gilt für den Vorschlag Kollegen in anderen Schulen zu besuchen. Ein derartige heimlichtuerei will die Lernprozesse mystifizieren und eigene Probleme vertuschen. Diese Handhabung von Lernprozessen zeugt von selbstherrlichen Lehren mit wenig Souveränität, die weiterhin mit Machtmitteln wie Noten und Intransparenz Ihre Unterrichtsmethoden weitgehend unkontrolliert und bestenfals nur auf einer Metaebene reflektiert durchsetzen. Zur Demokratisierung der Schule gehört mehr Transparenz und die gleichberechtigte Beteiligung von Schülern bei der Notenvergabe (auch für die Lehrer), der Wahl der Lehrer bzw der Lehrmethoden. Diese Partizipations-Bereiche wären aus meiner Sicht dringend zu aktivieren. Aus dem "großen Aktivator" wird so der menschliche "Aktivator mit stärken und schwächen, der das Lernen als vergnügliche Reise praktizieren kann und sich nicht nur zum unentbehrlichten Reiseveranstalter, Reiseleiter und Reiseführer in Persona macht bzw. machen läßt.

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    sonst müssten Sie es tatächlich ertragen eine Freistunde zu opfern, um in meinem Unterricht zu sitzen. Und nachher noch darüber zu reden.
    Man, machen Sie doch einfach! Dieses Geweine geht mir ordentlich auf den Keks. Bei uns ist es inzwischen üblich sich mal für 15 Minuten (oder länger) bei einem Kollegen in die Tür zu stellen und ein wenig zu schauen, nachdem ich einfach damit angefangen war.
    Trotzdem lass es sicher nicht meine Schüler über ihre Noten, oder meinen Unterrichststil abstimmen oder verhandeln. Gehts noch? Die sollen sagen, wenn was nicht passt. Da denk ich dann drüber nach und reagier oder nicht. Aber Schule ist eben keine demokratische Veranstaltung sondern eine Zwangseinrichtung. Und das lässt sich auch durch pseudodemokratische Abstimmungen ändern, die nur vernebeln (sollen), dass der oder die Kollegin sich entweder nicht durchsetzen kann oder will; oder nicht bereit ist die Verantwortung für Entscheidungen alleine zu tragen!

  4. Sobald sich die Pädagogen als freie Bürger im Sinne von Citoyen und nicht als Staatsbürger oder gar Untertanen verhalten, können sie tatsächlich als Pädagogen wirken.

    Gute Vorbilder gibt es genügend. Und gute pädagogische Ein- und Ansichten auch.

    "... Je größer aber die Erfordernisse der Zeit, das Anliegen der Gesellschaft an das Kind sind, desto sorgfältiger muß der Erzieher sich in die Eigenart des Kindes hineindenken, desto mehr muß er die Forderung der Gesellschaft mit den spezifischen kindlichen Neigungen und Lebensformen in Einklang zu bringen verstehen, desto intensiver muß er dem Kind in einer desssen Entwicklungsstufe entsprechenden Weise bei der Erfüllung jener Forderungen helfen. ..." A. S. Makarenko

    Als Pädagoge muss man die Kinder einfach als Kinder und nicht als nach der neuesten BWL-Methoden abzurichtende kleine Erwachsene ansehen und behandeln. Und sich selbst muss man als Pädagogen sehen und nicht als betriebswirtschaftlichen Optimierer.

    6 Leserempfehlungen
  5. ... Die Eltern frühzeitig mit ins Boot nimmt, ihnen sein Händeln erklärt, seine Beweggründe erläutert und ihnen vielleicht sogar noch ein wenig Lesestoff mit an die Hand gibt, dann wird das "Querulantsein" direkt richtig erträglich. Man mag sich gar nicht vorstellen wie sehr Eltern einem guten, aber für die Behörden und Vorgesetztenu bequemen, Lehrer zur Seite stehen können.

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    2 Leserempfehlungen
    • climpe
    • 10. Februar 2013 10:26 Uhr

    verstehe ich viele Dinge in dem System nicht. Warum werden nicht mal übergreifend Fragen diskutiert, wie z.B.:
    - Warum sollten Lehrer nicht - wie andere Arbeitnehmer auch - 40 Stunden pro Woche in der Schule verbringen, mit Zeiten für Vor- und Nachbereitung von Unterricht, Zeiten für Projekte, Zeiten für viele andere schöne Dinge?
    - Warum wird die Urlaubszeit von Lehrern nicht auch auf 30 Tage im Jahr begrenzt, mit der Möglichkeit, in den "Ferien", die für die Kinder sinnvoll und notwendig sind, ebenfalls Projekte, Vor- und Nachbereitung etc. durchzuführen?
    - Warum beginnt Schule morgens zu einer unmenschlichen, insbesondere unkindlichen Zeit? Warum ist Schule dann oft um elf wieder aus? Wegen den Zeiten der Busunternehmen? Das kann jawohl kein Argument sein...

    Vor allem vor dem Hintergrund des gesellschaftspolitischen Wunsches, mehr Frauen in den Beruf zu bringen oder dort zu halten und gleichzeitig mehr Kinder zu bekommen, ist mir manches, in meinen Augen so Offensichtliches, so unverständlich... Hier sollten Debatten geführt und neue Wege, nicht nur durch für Normalverdiener unbezahlbare Privatschulen, flächendeckend gefunden werden. Damit wären die Lehrer auch präsenter in den Schulen...

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    Meinen Erfahrungen als Lehre zufolge verhält es sich wie folgt:
    - Frage: Warum sollten Lehrer nicht - wie andere Arbeitnehmer auch - 40 Stunden pro Woche in der Schule verbringen, mit Zeiten für Vor- und Nachbereitung von Unterricht, Zeiten für Projekte, Zeiten für viele andere schöne Dinge?
    - Antwort: Weil Lehrer in der Schule keinen Arbeitsplatz haben. Der Durschnittswert an PCs und Schreibtischen liegt bei ca. 8 auf 80 Lehrer. Von Aufbewahrungsmöglichkeiten ganz zu schweigen. So muss ich leider zu Hause arbeiten.
    - Gegenfrage: Welche Konsequenz hat dies für Schüler?
    - Warum wird die Urlaubszeit von Lehrern nicht auch auf 30 Tage im Jahr begrenzt, mit der Möglichkeit, in den "Ferien", die für die Kinder sinnvoll und notwendig sind, ebenfalls Projekte, Vor- und Nachbereitung etc. durchzuführen?
    - Antwort: Unglaublich, aber wahr: In den Ferien arbeite ich auch! Genau an solchen Dingen, die Sie benennen, plus etlichen weiteren. Problem: Mich sieht dabei niemand!
    - Warum beginnt Schule morgens zu einer unmenschlichen, insbesondere unkindlichen Zeit? Warum ist Schule dann oft um elf wieder aus? Wegen den Zeiten der Busunternehmen? Das kann jawohl kein Argument sein...
    - Doch, offiziell ist es eins. Aber es könnte auch daran liegen, junge Menschen möglichst früh auf das wahre Leben vorzubereiten. Das fängt nun mal nicht erst um 10 Uhr an. außerdem folgt dann schon bald das Mittagstief...Eigentlich ist es unmöglich, den armen müden Schülern hier angemessen entgegen zu kommen.

    1. Es gibt nicht genug Arbeitsplätze für Lehrer an den Schulen. Oder war die Frage so gemeint, warum Lehrer gefälligst nicht 40 Stunden pro Woche arbeiten? Denn das wäre zwar süß, aber angesichts der Vor- und Nachbereitungszeiten eine Stundenzahl, von der viele Lehrer träumen. Mit entsprechenden Fächerkombinationen, v.a. in der Oberstufe, sind 60 Stunden keine Seltenheit.
    2. Die Urlaubszeit IST insofern begrenzt, dass die Ferien zu einem nicht unerheblichen Teil gar keine Ferien sind! Auch hier gilt wieder: korrekturintensive Fächer + mögliche Abiturbelastung = Hälfte der Ferien Korrekturzeit. Zusätzlich ist in vielen Bundesländern die letzte Woche der Sommerferien Präsenzpflicht, da Fortbildungen etc.
    3. Es gibt keinen Frauenmangel im Lehrerberuf, es gibt einen Männermangel! Vor allem an Grundschulen. Einer der Gründe, weshalb man inzwischen von einer Feminisierung der Pädagogik spricht, unter der vor allem Jungen zu leiden haben.

    Ihr Beitrag hier zeugt wieder einmal davon, dass sich etliche Menschen keine Gedanken darüber machen, was als Lehrer zu leisten ist!
    Sie sehen lediglich die Zeit, in der der Lehrer tatsächlich unterrichtet - mehr nicht.
    Eine volle Stelle umfasst 27 Unterrichtsstunden die Woche. Was glauben Sie, wie hoch der Umfang an gewissenhaften Vor- bzw. Nachbereitungen, Klausurenkonzeption bzw. -korrektur, Elterngesprächen usw. ist? Da kommen Sie aber ganz schnell auf mehr als 40 Stunden die Woche!

    Kleiner Rat:
    Wenn Sie schon davon überzeugt sind, dass 'Lehrer spielen' so einfach ist, setzen Sie sich mit einer Schule in Verbindung, begleiten Sie einen Lehrer mal zwei Wochen lang auf seinem Berufsweg, mit allem, was dazugehört, und nehmen Sie sich Zeit!
    Es kann durchaus sein, dass Eltern abends um 22.00 Uhr noch anrufen und Sie für eine Stunde 'arbeiten' lassen...

    Es ist eben genau so, wie mit dem Pfarrer:

    "Wozu bekommt der soviel Geld?! - Dafür, dass er am Sonntag eine Stunde auf der Kanzel steht? - Toller Stundenlohn!!!"

    Unwissenheit ist eben nicht gerade eine Tugend!

    • Nailix
    • 04. März 2013 17:31 Uhr

    Lehrer müssen nicht 40 Stunden pro Woche in der Schule arbeiten, weil die Bundesländer (wenn also der Lehrer nach Hause geht nach seinen 40 Stunden und Feierabend macht) dann ungefährt 30% mehr von diesen faulen Stinkern einstellen müssten ;-)
    Es gibt eben KEINE Zeiterfassung... Das ist ziemlich komfortabel für den Arbeitgeber.

    Ich als Lehrer unterstütze Ihre Forderung mit allem Nachdruck! Aktenschränke, Schreibtisch, PC, Arbeitsmaterialien, etc. alles zur Verfügung! Und dann um 16:00 Uhr (07:30 Unterrichtsbeginn) nach Hause und Feierabend!! Egal ob fertig korrigiert ist und der Unterricht für den nächsten Tag steht oder nicht.

    Wie gesagt: Unterstützung mit allem Nachdruck.

    • scoty
    • 10. Februar 2013 10:38 Uhr

    verdienen in diesem Land viel mehr Respekt als ihnen zusteht.

    3 Leserempfehlungen
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    GUTE Lehrer verdienen in diesem Land viel mehr Respekt UND gute Lehrer verdienen das entsprechende Feedback der Eltern.

    Hiermit stimme ich dem Eintrag 8 von Scoty voll zu.

    Meines Erachtens zeichnet sich ein guter Lehrer durch folgende Punkte aus:
    1) Ihm sind die Kinder nicht egal, auch nicht nach dem Klingelzeichen.
    2) Er übernimmt Verantwortung für den Lernerfolg.
    3) Er hinterfragt permanent seine Methode und verifiziert deren Wirkung. Er hat einen Fundus verschiedener Methoden.
    4) Er nimmt Eltern in die Verantwortung und hinterfragt vordergründige Leistungsverweigerung.
    5) Er ist Klar. Klare Grenzen, klare Erwartungen und Ziele, klares Feedback.

    Gute Eltern sind nicht minder wichtig.
    1) sie übernehmen Verantwortung. Eltern sind die die erste Instanz für Werte, Benehmen, Anstand und Lernbegierde. Das müssen die Eltern liefern.
    2) Eltern sollten mit dem Lehrer kooperieren und KLEINE, empfundene Ungerechtigkeiten tolerieren. Absolute Gerechtigkeit gibt es nicht und es wird schon mal der Falsche bestraft.
    3) und noch vieles mehr ....

    Eine gute Gesellschaft.
    1) gibt die Verantwortung dorthin wo sie hingehört und fordert sie ein.
    Lehren der Schule, (Basis-) Erziehung und Wertevermittlung den Eltern.

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  • Schlagworte Lehrer | Pädagogik | Bildung
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