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Es heißt, dass »Big Data« das nächste big thing sei. Firmen kaufen riesige Datenmengen, um herauszubekommen, ob man einen blauen oder einen roten Pulli möchte, bevor man es selbst weiß.

Über die Grippe gibt es heute auch sehr viele Daten. Google Flu Trends sammelt, wo auf der Welt jemand nach dem Wort Grippe sucht. Auf den Seiten des Robert Koch-Instituts kann man sehen, wo in Deutschland die Krankheit gerade grassiert. Die Karten oben stammen von diesem Institut, sie zeigen für jeden Winter die schlimmste Woche. Alles ist flächendeckend dokumentiert.

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Aber: Mediziner können hinterher nicht sagen, warum es kam, wie es kam. Und schon gar nicht können sie etwas über kommende Grippewellen sagen. Die Daten nutzen noch nicht mal dem, der bereit wäre, vor der Grippe zu fliehen. Vielleicht kommt sie, vielleicht nicht. Vielleicht kauft man einen blauen Pulli, vielleicht einen roten. Vielleicht geht es Datensammlern wie einst Briefmarkensammlern: Am Ende will keiner die vollen Alben haben.