Sexueller MissbrauchDer Onkel kam davon

Eine indische Professorin spricht erstmals darüber, wie sie als Kind in der eigenen Familie missbraucht wurde. von 

Der dunkle, unterkühlte Hörsaal im Kolonialstil ist schon am frühen Morgen voll besetzt. Sechzig Studentinnen schauen gebannt auf eine Frau mit bunten Turnschuhen und einem langen Zopf. Bijayalaxmi Nanda, eine der bekanntesten Feministinnen Indiens, unterrichtet an der Universität Gender Studies. Heute geht es nicht um akademische Theorien. Nanda spricht über die Vergewaltigung einer Medizinstudentin, die vor anderthalb Monaten das Land erschüttert hat. Die Frauen wissen: Es hätte jeder von ihnen passieren können. Konzentriert schreiben sie Nandas Worte mit: "Vergewaltigungen sind nicht nur Ausdruck der sexuellen Begierde des Mannes, sondern Symbol seiner Macht. Sie lassen Frauen in ständiger Angst leben."

Auf einmal rückt die Professorin ihren Stuhl in die Mitte des Hörsaales und setzt sich wortlos hin. Stille. Sie lächelt verkrampft, dann holt sie tief Luft: "Ich breche heute mein Schweigen, damit auch ihr reden könnt." Lange hat die 45-jährige Professorin ihre eigene Geschichte verdrängt. "Dafür hasse ich mich", sagt sie. Nun will sie reden, nicht nur über die anderen, sondern über sich selbst. Das ist ein Akt der Selbstbefreiung, der ihren Studentinnen Mut machen soll, es ihr nachzutun.

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Einige Tage vor diesem Auftritt sitzt sie auf einem Sofa in ihrem Penthouse und erzählt, wie sich die Wut in ihr aufbaute. Sie vergisst vor lauter Anspannung, Tee anzubieten: "Es fing an, als ich sehr jung war. Ich war sechs, als einer unserer Hausangestellten mich zu belästigen begann. Er unternahm lange Spaziergänge mit mir und zeigte mir seinen Penis. Er zwang mich, ihn anzufassen. Ich traute mich nicht, Hilfe zu rufen." Tränen steigen ihr in die Augen.

Der Aufseher, der sie misshandelte, genoss das Vertrauen der Familie, bis er auch ihrer Mutter nachstellte. Dann erst musste er gehen. Doch das war nicht das Ende ihrer Tortur. Als Nanda zehn Jahre alt war, begann ihr Onkel, sie zu missbrauchen. Er zwang sie zum Analverkehr. Als ihre Mutter ein Bettlaken mit Blutflecken bei ihr fand, schimpfte sie sie aus. "Da wusste ich, dass meine Mutter mich nicht beschützen würde", flüstert Nanda. Ihr Onkel ist heute Arzt und wird in der Familie immer noch verehrt.

Tod einer Studentin

Am 16. Dezember 2012 vergewaltigten sechs Männer eine 23-jährige Studentin in einem Delhier Bus. Erst schlugen sie ihren Freund bewusstlos, dann vergewaltigten sie nacheinander die Frau. Anschließend warfen die Männer sie und ihren Begleiter aus dem Bus. 13 Tage später starb die Studentin an ihren inneren Verletzungen.

Der Prozess

Fünf der Männer stehen unter Anklage, sie sind zwischen 19 und 35 Jahre alt. Der jüngste Tatverdächtige ist vermutlich noch minderjährig und kommt vor ein Jugendgericht. Alle Angeklagten plädieren auf nicht schuldig. Das Gerichtsverfahren gegen die fünf hat am 21. Januar an einem Schnellgericht in Delhi begonnen. Da es seitdem viele Proteste gegeben hat, ist die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Der einzige Augenzeuge der Tat ist der Freund des Opfers, er hat inzwischen ausgesagt. Wann das Urteil gesprochen wird, ist noch unklar.

Die Todesstrafe

50 Tage nach der Vergewaltigung der Studentin hat die indische Regierung das Sexualstrafrecht in einem Schnellverfahren drastisch verschärft. Täter, deren Opfer dauerhaft ins Koma fallen oder an den Folgen ihrer Verletzungen sterben, sollen künftig mit dem Tod bestraft werden. Die Mindeststrafe bei Gruppenvergewaltigungen steigt von 10 auf mindestens 20 Jahre. Obwohl viele die Todesstrafe für die Täter gefordert hatten, sind die neuen Gesetze in der Bevölkerung umstritten.

Es ist das erste Mal, dass Nanda über ihren Missbrauch spricht. Sie sagt, der Zeitpunkt habe nichts mit der aktuellen Vergewaltigungsdebatte zu tun. Sie könne es einfach nicht mehr ertragen, ihre Geschichte mit sich herumzutragen. Aber vielleicht haben ihr die vielen Proteste der letzten Wochen doch zusätzlich Mut gemacht.

Bisher war es für die meisten indischen Frauen unmöglich, überhaupt über ihr Sexualleben zu reden. Zu groß war die Angst, von der Männer- und Medienwelt als "leichte Mädchen" eingestuft zu werden. Sie hätten damit den Ruf ihrer Familie beschädigt und einen Bruch mit sämtlichen Verwandten riskiert. Auch deshalb sind Mütter und Großmütter oft die Ersten, die Misshandlungen und Vergewaltigungen in der Familie vertuschen.

Erst die Booker-Preisträgerin Arundhati Roy schaffte es 1996 mit ihrem Roman Der Gott der kleinen Dinge, die alltägliche sexuelle Unterdrückung in Indien zu beschreiben. Der Roman handelt von einer Familie, die an Kindesmissbrauch und verbotener Liebe zerbricht. Doch immer noch, klagt Nanda, würden sexuelle Übergriffe von der indischen Großfamilie als Geheimnis gehütet. "Kein Mann wurde für diese Dinge je belangt – wie mein damaliger Aufseher und mein Onkel", sagt sie.

Als Kind war sie stumm und wehrte sich nicht, doch als Jugendliche entwickelte sie eine Wut auf Männer. Ihre Hausangestellten trat sie mit Füßen, und in der Schule hielt sie sich von Jungen fern. Zwar heiratete sie auf Vermittlung ihrer Eltern und bekam eine Tochter: "Doch ich habe in meinem Leben auf alle sexuellen Freuden verzichtet und sie auch meinem Mann vorenthalten. Ich kam über die Vergangenheit einfach nicht hinweg."

Umso klarer erkennt die Politologin heute die Ursachen ihrer traumatischen Kindheitserlebnisse. Sie war die Tochter eines hohen, von der Zentralregierung entsandten Regierungsbeamten in der Provinz. Das stattliche Anwesen der Familie war Treffpunkt der Verwandtschaft. Ständig waren Onkel und Tanten zu Besuch, Mutter und Vater kümmerten sich um die Gäste, Bedienstete kreisten um sie herum.

In den vier Wänden der Großfamilie herrschte eine gewisse sexuelle Freizügigkeit. Als Kind nahm Nanda wahr, wie Onkel und Tanten, Cousins und Cousinen regelmäßig zusammen ins Schlafzimmer gingen. Für sie waren sexuelle Beziehungen innerhalb der Familie die einzige Möglichkeit, vor der Ehe ein Sexualleben zu führen. Nicht alles geschah gegen den Willen der Frauen. "Ich erinnere mich an dramatische Trennungsszenen in unserem Haus, wenn wieder eine Tante oder ein Onkel wegziehen und heiraten musste", erzählt Nanda.

Dennoch waren meist die Frauen die Leidtragenden. "Keiner der Männer musste sich sorgen, eine Frau zu schwängern – die Familie würde es schon decken", sagt Nanda. Zur Not auch stillschweigend per Abtreibung. Selbst das Dienstpersonal hatte kaum etwas zu befürchten. "Die Hausangestellten machten es unseren Verwandten nach", so Nanda. Nach außen hin wurde peinlich darauf geachtet, einen Anschein von Sitte und Anstand zu wahren. Nie hätten sich die Eltern vor Kindern oder Gästen berührt. "Das Liebesleben in der arrangierten Ehe ist oft trostlos. Indische Männerfantasien beginnen meistens bei der Ehefrau des Bruders", erklärt Nanda.

Quer durch alle Kasten verstehen sich indische Familien als Bollwerk gegen Individualisierung und Verwestlichung. Auch heute noch gelten Liebesehen als unzuverlässig, und vorehelicher Sex wird nur in kleinen Teilen der Oberschicht toleriert. Frauen, die in eine unpassende Kaste einheiraten, droht nicht selten der Ehrenmord durch Angehörige. Die Polizei verhält sich oft komplizenhaft, weil sie nicht interveniert und solche Taten als Familienangelegenheit betrachtet. Die meisten Ehen im heutigen Indien werden arrangiert. Die Scheidungsrate ist wegen des immensen Drucks der Familien niedrig. Politik und Gesellschaft feiern das als Erfolg indischer Tradition.

Die dunkle Seite dieser Tradition ist eine tabuisierte Vergewaltigungskultur in den Familien, die jetzt erst an die Öffentlichkeit kommt. "80 Prozent aller Vergewaltigungen finden zu Hause statt", sagt Nanda. Kein Wunder: Das indische Recht sieht für Vergewaltigung in der Ehe keine Strafe vor. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Ehemann seinem Bruder die eigene Frau zum Sex anbietet. Auf der Strecke bleiben romantische Liebe und sexuelle Selbstbestimmung. Professorin Nanda hat am eigenen Leib die Vergiftung der Geschlechterverhältnisse in den indischen Familien erlebt.

Als sie den Studentinnen ihre Geschichte erzählt, sind sie erst ganz still. "Es ist schwer, als Frau Gewalt zu ertragen und darüber zu reden. Aber wir müssen reden!", fleht sie zum Schluss. Nanda ist bekannt geworden durch ihre Kampagne gegen die Abtreibung von weiblichen Föten. Wenn sie nun wie derzeit viele andere Aktivistinnen im Land gegen die Vergewaltigungskultur kämpft, ist das nur eine andere Form des gleichen Kampfes gegen Frauenhass.

Nach einer Weile brechen die ersten Studentinnen im Hörsaal ihr Schweigen. Sie sind 18 bis 20 Jahre alt. Eine erzählt, wie sie von ihrem Lehrer im Internatszimmer beinah vergewaltigt wurde und sich danach vor allen versteckte. "Wenn das mein zukünftiger Ehemann wüsste", sagt sie bitter. Eine andere erzählt, dass ihre Schwester von ihrem Cousin vergewaltigt wurde und sich seither völlig verschlossen hat. Eine Dritte erzählt von einem Nachhilfelehrer, der ihr immer wieder unter die Bluse fasste.

"Die meisten Leute würden uns für verrückt halten, wenn sie uns zuhören könnten", sagt Nanda, "aber das ist ja eben das Problem." Dann erzählt sie, wie sie einmal im Audimax der Uni neben einem berühmten Professor saß und der sie während einer Veranstaltung gegen ihren Willen streichelte. Sie stand auf und beschuldigte ihn vor versammeltem Publikum. Anschließend bekam sie viel Zuspruch von anderen Frauen.

Die Vorlesung ist zu Ende. Die Studentinnen im Hörsaal springen auf, einige klatschen, andere drängen zu ihrer Professorin. Erst nach einigen Minuten verlassen die Ersten den Saal.

Am Nachmittag aber ist Nanda wieder allein: Als Vorsitzende des Beschwerdekomitees ihrer Uni für sexuelle Belästigungen gibt sie auf der nahen Polizeistation eine Anzeige auf.

Zwei Polizistinnen und ein Polizist behandeln sie freundlich. Noch am gleichen Tag kommt es zu einer Ladung des Beschuldigten. Doch weder die klagende Studentin noch eine ihrer Kommilitoninnen wollen Nanda beim erneuten Gang zur Polizei begleiten.

Die Professorin bittet sie eindringlich darum. "Wir müssen mit unserer Kritik raus aus der Uni!", sagt Nanda. Doch die jungen Frauen fürchten auch den geringsten Anlass, der ihren Namen mit einer sexuellen Belästigung in der Öffentlichkeit in Verbindung bringen könnte. Selbst als Zeuginnen wären sie in den Augen vieler beschmutzt und entehrt.

Nanda hat diese Ängste abgelegt. In ihrer Gegenwart kassiert der Beschuldigte herbe Kritik und einen schriftlichen Verweis der Polizei.

Etwas hat sich geändert, seit sie von sich erzählt hat. Die Zeit des Schweigens ist vorbei.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

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Leserkommentare
  1. Ich kann Frau Nanda nur zu Ihrem Entschluss gratulieren und ihr viel Unterstützung wünschen. Sie setzt auf jeden Fall etwas Wesentliches in Gang.

    Und auch wenn das in unserer Kultur keiner so recht wahrhaben will: auch bei uns ist Missbrauch fest im Alltag verankert und erfüllt eine Funktion.

    Was mir leider erst im Laufe der vergangenen Jahre so richtig aufgegangen ist: Missbrauch betrifft Mädchen und Jungen gleichermaßen. Frauen sind mindestens genauso übergriffig wie Männer. Da sich die meisten rollenkonform verhalten gehen sie allerdings anders vor. Sie misshandeln kleine Kinder, häufig ihre Söhne, indem sie sie für die Diffamierung büßen lassen, die ihnen selbst auf vielfältige Weise angetan wird. Durch Demütigung, Herabwürdigung, Vernachlässigung, sexuelle Instrumentalisierung.

    So entsteht ein Teufelskreis von Hass und Übergriffen.

    [...]

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von über 7 Millionen Wahlberechtigten in diesem Land, die in der Kindheit Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

    Verzichten Sie bitte auf nicht nachvollziehbare Theorien und Unterstellungen. Danke, die Redaktion/fk.

    8 Leserempfehlungen
  2. Klar, niemand will mehr von Sexismusdebatte hierzulande hören. Oder dass irgendwelchen fremden Frauen aus weit entfernten Ländern nach einem Rudelfick, sie müssen aber im Koma liegen oder tot sein, nicht nur 10 sondern jetzt 20 Jahre Freiheitsentzug drohen.

    Es ekelt mich an, dass Situationen reinster Niederträchtigkeit familienintern toleriert werden.

    Sei es o.g. Nanda (Indien), sei es Warris Dirie (Afrika) oder Odenwaldschule, Canisiuskolleg (D)...

    Ich werde jetzt mein Abendessen in der kloschüssel entsorgen.

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    <em>Klar, niemand will mehr von Sexismusdebatte hierzulande hören. Oder dass irgendwelchen fremden Frauen aus weit entfernten Ländern nach einem Rudelfick, sie müssen aber im Koma liegen oder tot sein, nicht nur 10 sondern jetzt 20 Jahre Freiheitsentzug drohen.</em>

    Finden Sie? Ich finde gerade diese Entwicklung äußerst berichtenswert, insbesondere, wenn man bedenkt, welches Ereignis hierzulande eigentlich überhaupt erst die Sexismusdebatte angestoßen hat (auch wenn das eine das andere nicht besser macht).

  3. Ich hoffe in Indien und auch in anderen Ländern, wo es bitter nötig ist, verbessert sich die Lage der Frauen. Und genauso müssen wir hier aufpassen, dass wir nie solche Zustände bekommen. Dafür müsste man sich zu Tode schämen!

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    • andkin
    • 15. Februar 2013 17:58 Uhr

    "dass wir nie solche Zustände bekommen"

    die hatten wir hier schon, jahrhunderte, jahrtausendelang. und erst in den letzten jahrzehnten wurde es besser. aber es ist noch nicht vorbei. es ist besser geworden, aber noch nicht vorbei. es gibt immer noch massenweise sexuellen missbrauch, sexuelle/sexualisierte gewalt, sexismus und unterdrückung von frauen.

    deshalb müssen wir nicht "genauso ... hier aufpassen", "dass wir nie solche zustände bekommen". Sondern wir müssen dafür sorgen, dass sie vollständig verschwinden aus unserem land. aus der ganzen welt.

    aber, haben Sie in den letzten Jahren geschlafen und nichts mitbekommen von den tausenden von seelengequälten Jungen und Mädchen nur in Deutschland?

    • mirido
    • 15. Februar 2013 17:36 Uhr

    Die Opfer dieser Übergriffe machen sich Vorwürfe. Warum?
    Woher kommt das?
    Eine Frau, ein Mädchen, ein Junge, ein Mann, wird gezwungen Dinge zu tun und macht sich Vorwürfe.
    Kommt das von der Erziehung in Familien oder der Gesellschaft?
    Begriffe, wie Missbrauch, (gäbe es da auch einen Gebrauch?) oder Vergewaltigung, sind keine passenden Begriffe für solch schwerwiegenden und nachhaltige Delikte. Seelenmord ist ein Tötungsdelikt.

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    • andkin
    • 15. Februar 2013 18:04 Uhr

    doch, eben, es gibt einen gebrauch: einvernehmliche, gewaltfreie, selbstbestimmte, verantwortungsbewusste sexualität zwischen zwei menschen.

    und da wo es kein gebrauch mehr ist, ist es missbrauch.

    zur definition von missbrauch:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Missbrauch

    ich finde das wort missbrauch keine verniedlichung, wie Sie es andeuten, sondern eher eine notwendige und sensible differenzierung, die anzeigt, wo der missbrauch bereits im kleinen beginnt. und dass es bereits da auch kein "kavaliersdelikt" ist, sondern eben missbrauch.

  4. zu leisten. ein und kein seltenes beispiel in deutschland: vater bedient sich sexuell an der tochter und die eigene mutter deckt wissentlich die taten des vaters. z.b. weil die mutter auch sexuell missbraucht wurde als säugling und, oder mädchen, von vater oder opa oder onkel. oder allen dreien. und das bei einer gesellschaftlich 'etablierten normalen' familie in deútschland.

    das missbrauchte mädchen spricht als spätere frau das thema an, will es aufarbeiten und hat die ganze familie gegen sich, geschwister eingenommen. das öffentliche hat auch eine erklärung parat, seit sigmund freuds verrat an der erziehungshypotese, natuerlich hat das kind den vater verfuehrt!!

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    seit sigmund freuds verrat 'mit der' erziehungshypotese

  5. da zuviele persönlich betroffen sind und lieber verdrängen

    6 Leserempfehlungen
    • andkin
    • 15. Februar 2013 17:58 Uhr

    "dass wir nie solche Zustände bekommen"

    die hatten wir hier schon, jahrhunderte, jahrtausendelang. und erst in den letzten jahrzehnten wurde es besser. aber es ist noch nicht vorbei. es ist besser geworden, aber noch nicht vorbei. es gibt immer noch massenweise sexuellen missbrauch, sexuelle/sexualisierte gewalt, sexismus und unterdrückung von frauen.

    deshalb müssen wir nicht "genauso ... hier aufpassen", "dass wir nie solche zustände bekommen". Sondern wir müssen dafür sorgen, dass sie vollständig verschwinden aus unserem land. aus der ganzen welt.

    9 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Widerlich"
    • andkin
    • 15. Februar 2013 18:04 Uhr

    doch, eben, es gibt einen gebrauch: einvernehmliche, gewaltfreie, selbstbestimmte, verantwortungsbewusste sexualität zwischen zwei menschen.

    und da wo es kein gebrauch mehr ist, ist es missbrauch.

    zur definition von missbrauch:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Missbrauch

    ich finde das wort missbrauch keine verniedlichung, wie Sie es andeuten, sondern eher eine notwendige und sensible differenzierung, die anzeigt, wo der missbrauch bereits im kleinen beginnt. und dass es bereits da auch kein "kavaliersdelikt" ist, sondern eben missbrauch.

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    Antwort auf "Opferrolle?"
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    "und da wo es kein gebrauch mehr ist, ist es missbrauch"

    Sorry, aber im Zusammenhang von Sexualität von "Gebrauch" zu sprechen ist, ohne Ihnen diese Absicht oder Denke zu unterstellen, wirklich menschenverachtend.

    Ich "gebrauche" Sachen. Ich "gebrauche" einen Schraubenzieher um einen Tisch zusammenzubauen. Ich "gebrauche" Messer und Gabel um zu essen. Aber ich "gebrauche" doch keinen anderen Menschen. Menschen sind keine Objekte!

    • mirido
    • 15. Februar 2013 20:06 Uhr

    Gebrauchen, darf man Gegenstände, nicht Menschen, nicht Lebewesen, egal was Wikipede/ia sagt. Was soll das?
    BISSE b.....

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