Polizeigewalt"Das war wie eine Hinrichtung"

Ein Notruf. Die Polizei kommt und schießt. Ein Mann wird verletzt und stirbt. So geschehen in Berlin im Oktober 2012. Werden die Beamten angeklagt? Oder schützt sie ihre Uniform? von Nadine Ahr und

Als die beiden Polizisten am Abend des 6. Oktober 2012 vor ihrer Haustür in Berlin-Wittenau standen, ahnte Brunhilde Conrad, dass etwas Schlimmes passiert sein musste. "Hoffentlich hatte keins der Kinder einen Unfall", dachte sie. In der Wohnstube nahmen die Beamten vor dem Fernseher Platz: "Ihr Sohn André ist in eine Auseinandersetzung mit der Polizei geraten." Von einem Messer sei die Rede gewesen, erinnert sich Frau Conrad, mit der André Polizisten bedroht haben solle. Dass man gezwungen gewesen sei zu schießen. "Wie geht es meinem Sohn?", fragte die Mutter, 78 Jahre alt. Er sei im Krankenhaus, die Ärzte hätten ihn operiert, Beinschuss. Keine Lebensgefahr, sie müsse sich keine Sorgen machen.

Der 6. Oktober 2012 war der Tag, an dem der 50 Jahre alte André Conrad von der Polizei im Berliner Stadtteil Wedding getreten, geschlagen und angeschossen wurde. Zwei Wochen später starb er an einem Multiorganversagen. Eine Kugel hatte seinen linken Oberschenkel durchlöchert, eine andere war durch Bauch und Rücken gedrungen. Sein rechter Unterschenkel war regelrecht zerstört, 42 Zentimeter lang war die Wunde laut Obduktionsbericht. In die rechte Hand hatte ihn ein Polizeihund gebissen, der linke Unterarm war blutunterlaufen.

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Was hatte André Conrad getan? Wie konnte es geschehen, dass er von Amts wegen so zugerichtet wurde?

Um 14.23 Uhr war der Notruf bei der Polizei eingegangen. So steht es in den Ermittlungsakten. Ein Mann mit einem Beil treibe sich vor einem Getränkeladen in der Antwerpener Straße herum; er sehe aus, als würde er etwas anstellen wollen. Von einer unmittelbaren Bedrohung steht im Protokoll des Notrufs nichts. Um 14.28 Uhr meldeten die Polizistin S. und ihr Kollege L., dass sie an Ort und Stelle seien. Zwei Minuten später schossen sie.

Die Polizistin habe ihn laut Aussagen von Zeugen mehrmals aufgefordert, das Messer wegzuwerfen. Beide Hände fest um die Waffe, soll S., eine Beamtin von Ende 20, auf der Straße gestanden haben. Ihr gegenüber, drei, vielleicht vier Meter entfernt, André Conrad. In seinem Hosenbund steckte eine Axt. In der linken Hand hielt er eine Bierflasche, in der rechten ein Küchenmesser. Die Klinge ist 19 Zentimeter lang, so wird es später aus den Akten hervorgehen.

Christiane Pregizer war in ihrem Blumenladen an der Antwerpener Straße, als sie den ersten Schuss hörte. Dann noch einen. Sie habe nachsehen wollen, was los war, erzählt sie uns. Im ersten Moment habe sie an Jugendliche und Knallkörper gedacht. Als sie durch das Schaufenster ihres Ladens blickte, sah sie die junge Polizistin gegenüber, die mit ihrer Waffe auf einen Mann zielte, der sich nicht bewegte. Der nur dastand, wie erstarrt, mit einem Messer in der Hand. Kurz sei er hin und her gewankt. "Der muss betrunken sein", habe sie gedacht. Wieder ein Schuss, in die Luft. Christiane Pregizer hörte die Polizistin schreien, kein beruhigendes Wort habe sie gesprochen: "Messer weg! Messer weg!" Doch der Mann habe nicht reagiert.

Dann, so geht es aus den Akten hervor, traf ein Schuss den Mann ins Bein. Er ging zu Boden, das Messer immer noch fest umklammert, die Axt rutschte ihm aus dem Hosenbund, sie lag nun unter ihm. Ein Hieb mit einem Schlagstock traf ihn auf den Arm. Der Mann ließ das Messer los. Dann zog er ein zweites Messer aus seiner Hosentasche.

14.36 Uhr. Die Beamten waren jetzt zu sechst. Auf der Straße hätten nun etwa 30 Schaulustige gestanden, berichten Zeugen. "Bullenschweine", habe einer aus der Menge gebrüllt. "Einen Betrunkenen fertigmachen, das könnt ihr." Mehrere Passanten holten ihre Handys hervor. Sie filmten, wie die Beamten dem am Boden sitzenden, blutenden André Conrad Pfefferspray in die Augen sprühten, aus mehreren kleinen Flaschen und einer großen. Sie duschten ihn geradezu, doch der Mann spürte offenbar keinen Schmerz. Er war schon ganz nass, sein Bein eigenartig verdreht, er wirkte abwesend, stach ziellos mit dem Messer in die Luft. Die Passanten filmten, wie ein Beamter Anlauf nahm und André Conrad mit Wucht in den Nacken trat.

Leserkommentare
  1. Widerlich ist das. Während ein Beamter einen schon wegen Beamtenbeleidigung anzeigen kann und man dann auch noch dafür munter hohe Bußgelder zahlen darf, darf ein Beamter einen betrunkenen Menschen, der offenbar nicht mehr Herr seiner Sinne ist einfach totprügeln.

    Unsere Exekutive glaubt wohl, sie wären Ahmadinedshad. "Ich tue was ich will, mir kann ja keiner was."

    Bananenrepublik Deutschland. Es wird Zeit, dass eine externe Stelle solche Vorfälle untersucht. Aber dafür scheint der Staat hier leider zu korrupt zu sein - dabei würde er so viel an Beamtenpensionen sparen, würde er diese Widerlinge einfach unehrenhaft entlassen!

    Bei den vielen Fällen, in denen Polizisten übertrieben gewalttätig werden, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass die Poliezi NIE daran schuld ist.

    Die Süddeutsche Zeitung berichtet auch regelmäßig über Polizeigewalt, aber der Ruf ist leider noch zu leise. Es wird Zeit, dass sich da etwas tut! Dringend.

    http://www.sueddeutsche.d...

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    Nein, D ist keine Bananenrepublik mit flächendeckend entfesselter Polizeigewalt. Es handelt sich immer noch um Einzelfälle.

    Es wäre wichtig, diese Fälle zu verfolgen und aufzuklären.

    Damit die große Masse der Polizisten, die ihre Arbeit verantwortungsvoll und unter schwierigen Bedingungen, zum Teil unterbezahlt, ausüben, nicht in Mißkredit geraten und pauschal mit den gewalttätigen Kollegen in einen Topf geworfen werden.

    ...und eine wahrscheinliche Verurteilung wegen Widerstandes, Beleidigung etc. erspart, was sonst zu den obligatorischen Ritualen der Polizei gehört, wenn diese jemanden verprügelt, verletzt:
    http://antirepression.blo...
    oder
    http://husuma.nirgendwo.i...

    Himmelherrgott, wie lange gibt es dieses Märchen denn noch?

    • Israfel
    • 15. Februar 2013 21:26 Uhr

    Egal, ob betrunken oder geistig verwirrt der Mann war bewaffnet und stach um sich. Kein Polizist sollte das Risiko eingehen und versuchen so jemanden mit irgendwelchen Bruce-Lee-Tricks zu entwaffnen, insbesondere nicht, wenn der Täter so weit weggetreten ist, dass er nicht einmal mehr auf Schmerzreize reagiert. Auch ein Besoffener kann einen mit einem Stich töten. Dass die Polizei in Überzahl war, ändert da auch nichts.

    Seltsam auch, dass außer von Warnschüssen, nur die Rede von einem Schuss auf den Mann ist, jedoch von zwei Treffern. Handelte es sich womöglich um einen Querschläger des Beinschusses?

    Zugriff in Überzahl, Pfefferspray, Hund, Schlagstock, Beinschuss: All das deutet nicht auf überzogene Polizeigewalt hin, sondern auf Vermeidung von Risiko für das eigene Leben und verhältnismässigen Gewalteinsatz. Und das gegenüber einem Mann der mit Küchenmesser und Axt bewaffnet durch Wedding zog. Aber manche würden auch noch motzen, wenn der Täter bei dem Zugriff einen Polizisten erstochen hätte. Das wäre dann halt Berufsrisiko gewesen.

    Entfernt. Tragen Sie zum Thema des Artikels bei. Die Redaktion/mak

  2. Derartige Vorgänge sollten von einer unabhängigen Instanz untersucht werden. Denn immerhin ist es die Polizei als Gesamtes die durch solche Vorfälle in ein schlechtes Licht gerückt wird. Ich will der Polizei definitiv keine Vertuschung unterstellen, aber solche Vorfälle sollten von einer dritten Stellen, vielleicht der Staatsanwaltschaft, untersucht werden.

    Teilweise mutet der Polizeieinsatz nicht übertrieben an: erst warnen, dann Warnschüsse und dann erst die Person bewegungsunfähig machen. Es ollte jedoch nie soweit kommen, dass die Amtshandlung tödlich endet.

    Warum der Einsatz des Polizeihundes gegen jemanden mit Schusswunde im Bein - also ziemlich bewegungsunfähig - notwendig war, kann ich mir nicht vorstellen.

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    • Acaloth
    • 15. Februar 2013 16:48 Uhr

    "aber solche Vorfälle sollten von einer dritten Stellen, vielleicht der Staatsanwaltschaft, untersucht werden."

    Damit Richter und Staatsanwälte dann die Karriere zerstören weil sie im kühlen Gerichtssaal binnen 4 Verhandlungstagen Entscheidungen zerlegen die ein einzelner innerhalb von Sekundenbruchteilen und unter Gefahr fällte....

    wird er nicht bewusst mitbekommen haben, da sein Adrenalin wahrscheinlich auf Hochtouren lief und wer schon mal versucht hat einen kräftigen alkoholisierten Mann oder auch Frau ruhig zu stellen, der/die in Rage ist, wird wissen, dass da manchmal 4 Leute nicht genug sind.

    @Thema
    Da man nicht direkt dabei war auch die Autoren nicht, ist es schwer den ganzen Sachverhalt zu beurteilen. Das Menschen gewaltsam so öffentlich sterben ist in der dt. Gesellschaft nicht allttäglich nur das ist anderswo tagtägliche Realität und die Polizisten müssen innerhalb kurzer Zeit Entscheidungen treffen, ob sie das im Nachgang auch nochmal so machen würden ist fraglich, aber das eigene Leben hat immer Vorang.
    Gäbe es auch einen solchen Aufschrei wenn der Mann einen Polizisten umgebracht hätte oder würde besonders dfie ZEIT wiedr von der schweren Kindheit reden. Hier wird mit zweierlei Maß Hetze betriebe, denn wennn deutsch-türkische Erwachsene einen Thai_Deutschen totschlagen ist es der ZEIT, weil man ja so kulturell sensibel ist nur eine Kurzmeldung wert. (http://www.zeit.de/news/2...).

    Die Autoren sollten mal eine Woche mit Polizisten im Wedding oder Neukölln auf Streife gehen, damit sie mal sehen wie die Realität der Polizisen aussieht.

    • NeeNich
    • 15. Februar 2013 17:31 Uhr

    ... - wie aus dem Artikel hervorgeht - nicht bewegungsunfähig.

  3. Es ist eine Eskalation der Gewalt, die vor Jahren begann. Und das durch die Lebenserfahrungen von hier Herrn Conrad und seinen Alkoholabusus. Das diese letzte Situation enstand war immer möglich. Herr Conrad war nach den allgemein zugänglichen Informationen bewaffnet mit zwei Messern und einer Axt im öffentlichen Raum. Da im Hosenbund, vermutlich mit kurzen Stiel. Und schwer alkoholisiert und hörte nicht auf zu kämpfen. Die Polizei fängt mit ihrer Aktion an und hört nicht auf, bis sie den Widerstand gebrochen hat. Das ist in den Polizeibehörden akzeptierter Standart und der wird auch nicht in folgenden Ermittlungen in Frage gestellt. Das ist der Grund, warum dann auch nie wirklich gegen die beteiligten Polizeibeamten ermittelt wird. Was bei diesen Einsätzen überhaupt keine Rolle spielt sind Diagnosen wie Depression oder Lebenskrisen bei den Betroffenen. Jeder, der die Polizei ruft, weil er jemanden angetrunken mit Bierflasche und Messer über die Strasse torkeln sieht, oder jemanden "retten" will, weil dieser Selbsttötungsabsichten geäußert hat und sich dann in seiner Wohnung eingeschlossen hat, was gar nicht verboten ist, muß sich über eines völlig klar sein: Es wird gewalttätig zugehen und es kann zum Tode des Betroffenen führen. Die Polizei bringt nie Psycholgen oder Notärzte mit. Ein Notarzt leistet nach beendigten Einsatz Hilfe oder stellt sofort den Tod fest. Das ist der Alltag, leider.

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    • HL83
    • 15. Februar 2013 18:06 Uhr

    Bei allem nötigen Mitgefühl den Angehörigen gegenüber weiß ich nicht bei wem hier die primäre Schuld gesucht werden muss. Das, wie ich finde sehr polemisch, auf das Alter der einen Beamtin eingegangen wird und darüber geschrieben wird wie sie schoss, kann versuchen absichtlich ein kritisches Bild auf die Polizei zu werfen. Das meine Vorschreiber wissen wie die Polizei arbeitet und das es "immer" Verletzte oder gar tote gibt wenn man Hilfe braucht lässt mich etwas schmunzeln. Ich nehme stark an das es theoretisch andere Möglichkeiten gegeben hätte. Zudem glaube ich aber auch das nicht immer "ein gegenüber" der Polizei sich beruhigt, sich von Pfefferspray beeindrucken lässt oder plötzlich keine Lust mehr hat sich mit der Polizei zu ärgern. Da ist es höchst tragisch der der Herr wohl krank war und eine tragische Lebensgeschichte hinter sich hat. Das meine ich völlig ernst.

    "Was bei diesen Einsätzen überhaupt keine Rolle spielt sind Diagnosen wie Depression oder Lebenskrisen bei den Betroffenen."

    Natürlich können die Beamten von sowas nichts wissen - aber das ist doch gar nciht die Frage. Punkt ist, dass hier ein unnötiges Maß an Gewalt an den Tag gelegt wurde. Die Polizei darf natürlich Gewalt gegen Bewaffnete anwenden - aber immer im Rahmen der Verhältnismäßigkeit!

    grade eben auch angesehen - und spätestens dann, als der Mann am Boden lag, war die weitere Gewalt unverhältnismäßig. Der Tritt in den Nacken bzw. der Einsatz des Hundes war zu dieser Zeit nicht unbedingt mehr notwendig.

    Dieser Mann, um das mal klar zu stellen, hat niemanden direkt bedroht - auch die Polizisten nicht, auf dem Video ist klar zu erkennen, daß der Abstand ausreichend ist, um nicht gefährdet zu sein.
    Eine Umstellung durch die Polizeibeamten und gutes Zureden hätte man zumindest versuchen können, man hätte auch einen Vermittler hinzuziehen können - wie gesagt, es war niemand direkt an Leib oder Leben bedroht und Zeit wäre da gewesen, um einen Arzt oder Psychologen hinzuzuziehen. Offensichtlich wollte man die ganze Sache schnell zum Abschluß bringen, ohne sich groß Gedanken machen zu müssen. Da wurde erst geschossen - und vermutlich hinterher Alternativen bedacht, wenn überhaupt.
    Es wäre unverhältnismäßig, diese Überreaktion der Polizisten nicht zu bestrafen. Es kann wohl nicht sein, daß sich in Deutschland eine Mentalität des 'Erst schießen, dann Fragen stellen' durchsetzt.
    Wenn ich dann noch die Berichte in der SZ über die Brutalität mancher Polizeieinsätze lese, dann wird es höchste Zeit, daß solche Vorfälle von einer unabhängigen Kommission geprüft werden.

    • Acaloth
    • 15. Februar 2013 16:46 Uhr
    4. ......

    Die Polizei hat die Aufgabe die Gefahr die von Leuten ausgeht zu bannen.
    Sie ist nicht Sozialarbeiter, Psychologe oder sonst was und das ist auch richtig so, denn das Ziel ist die Beendigung der Gefahr, [...]

    Gut wäre es wenn die Polizei ohne Klage raus kommt, denn sie hat nur ihren Auftrag erfüllt eine Gefahr für die Allgemeinheit zu beenden.

    [...]

    Bitte verzichten Sie auf pietätlose Äußerungen. Danke, die Redaktion/fk.

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    • NeeNich
    • 15. Februar 2013 17:31 Uhr

    ... für Ihre (gekürzte) Stimme der Vernunft.

    Verstehe die Aufregung überhaupt nicht. Wer mit Waffen herumfuchtelt und sie auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht weglegen will und sogar noch neue hervorkramt, verbrennt sich halt leicht die Finger.

    Von einer Hinrichtung zu sprechen ist schon heftig übertrieben. Er hätte ja einfach das Messer fallen lassen können, hätte eine Nacht in der Zelle gepennt und am nächsten Morgen wären alle glücklich gewesen.

    Ob der Mann betrunken war oder nicht, spielt polizei- und ordnungsrechtlich zumindest in RLP keine Rolle. Es geht einzig und allein darum, ob er eine Gefahr darstellt und wie die Polizei als Ordnungsbehörde diese beseitigen kann.

    Ein betrunkener Messerstecher stellt in der Tat eine Gefahr dar. Das Ergebnis ist tragisch, aber nicht vorhersehbar.

    ein wenig sozialarbeiter psychologe etc ist ein polizist scvhon, sonst währe er soldat, und da giebt es doch einen klar erkennbaren unterschied, und zwar den den sie verneinen.
    das mag für kaserniertze einastzkräfte anders aussehen, aber in anbetracht der erfahrung mit polizisten die nicht nur kämpfen sondern auch reden können finde ich das schon zu klähren, und ggf zu verurteilen ist, was da z.b. an ausbildung-, oder einsatzpersonal-wahl-mängeln auftrat das zu einem sinnlosen bauchschuss statt einer professionellen entwaffnung(ja, sowas ist schwierig) geführt hatt.

    • Acaloth
    • 15. Februar 2013 16:48 Uhr
    5. ......

    "aber solche Vorfälle sollten von einer dritten Stellen, vielleicht der Staatsanwaltschaft, untersucht werden."

    Damit Richter und Staatsanwälte dann die Karriere zerstören weil sie im kühlen Gerichtssaal binnen 4 Verhandlungstagen Entscheidungen zerlegen die ein einzelner innerhalb von Sekundenbruchteilen und unter Gefahr fällte....

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    Antwort auf "Untersuche dich selbst"
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    Schauen Sie sich das Video auf Youtube an. Den ersten Schuss konnte man nachvollziehen, was danach folgte allerdings NICHT MEHR.

    Wenn die Polizisten nicht mit der hau drauf Methode auf den Mann losgegangen wären, hätten die genug Zeit die Situation zu überdenken.

    PUNKT

    Und wenn bei solchen Leuten die Karriere im Arsch wäre, hätte ich kein Problem.

  4. Der Fall des André Conrad ist sicherlich sehr tragisch. Von einer "Hinrichtung" bei einem gezielten Beinschuss zu sprechen ist nun aber völlig übertrieben und populistisch.
    Grundsätzlich haben die Beamten richtig gehandelt.

    Wer sich weigert auf Aufforderung und nach einem Warnschuss eine Waffe niederzulegen, der muss gewaltsam entwaffnet werden, notfalls auch mit der Schusswaffe. Erst dann kann die Festnahme erfolgen.

    Wer glaubt, Deutschland habe ein Problem mit Polizeigewalt, der sollte abends auf St.Pauli oder bei Bundesligaspielen mal genau hinsehen, wie die Polizisten beleidigt, angespuckt und beworfen werden und zwar ohne dabei einzugreifen oder sich zu wehren.

    19 Leserempfehlungen
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    Wäre es nur ein Beinschuss gewesen, würde ich Ihnen zustimmen. Aber komischerweise hatte er wohl noch einen "Beinschuss" im Bauch??

    Tränengas hätte gelangt um ihn unschädlich zu machen, ihm das Messer abzunehmen und ihn in Gewahrsam zu nehmen.

    Aber solange alle der Meinung sind, das Polizisten tun dürfen, wonach ihnen ist, wird weiterhin eine Gefahr von der Polizei (vor allem in Bayern) ausgehen. Mögen Sie alle davor verschont bleiben. Oder auch nicht, dann könnte der Kronleuchter vielleicht doch noch anfangen zu leuchten...

    Lesen Sie sich in der Süddeutschen die Artikel über Polizeigewalt durch. Frankfurt am Main ist auch so ein Pflaster.

    Ich hoffe, nein, ich wünsche Ihnen, dass sie niemals von einem Polizisten so attakiert werden. Denn danach würde ich Ihnen Ihre obige Aussage um die Ohren hauen.

    Sehe ich durchaus, wenn demokratische Grundrechte wie Demonstrations- oder Versammlungsfreiheit auszuüben mit der Gefahr verbunden ist, niedergeprügelt oder von Wasserwerfern umgehauen zu werden. Oder stundenlang eingekesselt zu werden.
    Oder wenn ein Bürger hilflos ist und scheinbar unkontrolliert handelt (kann sogar Epileptikern passieren)

    Wo liegt das Problem, Fälle von Polizeigewalt umfassend und unvoreingenommen aufzuklären, Opfer ggf anständig zu entschädigen und zu rehabilitieren und Polizisten im Einsatz identifizierbar zu machen?

    • failure
    • 15. Februar 2013 17:29 Uhr

    Keine Frage, ein Polizist muss sich nicht in Gefahr bringen. Ein Bein-, ein Bauchschuss, Pfefferspray in Massen, zwei Hundebisse und dann noch mit dem Schlagstock auf den Arm. Na also da ist doch was falsch gelaufen. Es geht ja nicht um Bruce Willes sondern einen betrunkener Mann. Klingt eher nach einer 20jährigen Polizistin die nicht die Nerven hatte.

    nein, die aktion ist schlecht ausgeführt - da gibt es nichts zu rechtfertigen.

    der beinschuß ist schopn grenzwertig, wenn ich ihn auch für überzogen halte. der mann saß am boden (sichtlich alkoholisiert und oder psychisch auffällig) , es gibt keine unmittelbare gefahr von ihm aus.
    was danach kommt ist schlicht unfähigkeit und gewalt, tritt ins genick,hund verbeißt sich in den arm usw.
    die polizisten waren hier offensichtlich überfordert.

    was sehr unredlich ist an ihrem kommentar , dass sie gewalt gegen polizisten erwähnen auf st. pauli und co- das ist doch unbestritten und schlimm genug, aber hier nicht das thema!!! hier geht es um polizegewalt, von beamten die a. aus überforderung oder b. in anderen fällen aus purer lust an gewalt massiv fehlverhalten. b. sind eine schande für jeden guten polzisten udn gehören aus dem dienst entfernt. googeln sie polziegewalt rosenheim , passau und anderes , da wird einem nur schlecht. wenn sie das rechtfertigen wollen, weil es ja auch jede menge gewalt gegen polzisten gibg, haben sie leider nichts begriffen. lesen sie den guren aertikel von prof kersten in der sz. der geht das thema sachlich und ausgewogen an ohen jeden coprsgeist, den sie hier verbreiten wollen.

  5. Wäre es nur ein Beinschuss gewesen, würde ich Ihnen zustimmen. Aber komischerweise hatte er wohl noch einen "Beinschuss" im Bauch??

    Tränengas hätte gelangt um ihn unschädlich zu machen, ihm das Messer abzunehmen und ihn in Gewahrsam zu nehmen.

    Aber solange alle der Meinung sind, das Polizisten tun dürfen, wonach ihnen ist, wird weiterhin eine Gefahr von der Polizei (vor allem in Bayern) ausgehen. Mögen Sie alle davor verschont bleiben. Oder auch nicht, dann könnte der Kronleuchter vielleicht doch noch anfangen zu leuchten...

    18 Leserempfehlungen
    Antwort auf "objektiv betrachten"
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    Warum gibt es hier eine Redaktions-Empfehlung für einen Kommentar, in dem behauptet wird, daß "Tränengas gereicht hätte, um den Mann unschädlich zu machen"?
    Im Artikel steht doch ausdrücklich, daß die Beamten aus "mehreren Flaschen" auf den Mann eingesprüht hatten - ohne erkennbare Wirkung.

    Es ist immer schwierig, ein Geschehen zu beurteilen, bei dem man nicht selbst anwesend war. Daher möchte ich auch nicht Partei für oder gegen die Polizei ergreifen. Aber man sollte doch wenigstens die Fakten zur Kenntnis nehmen, die hier genannt werden.

    • andkin
    • 15. Februar 2013 17:32 Uhr

    ich bin sehr irritiert: es gibt eine redaktionesmpfehlung für jemanden der schreibt:
    "Mögen Sie alle davor verschont bleiben. Oder auch nicht ..."
    Also eine Redaktionsempfehlung für einen Kommentar, in dem jemand anderen Menschen wünscht, dass sie getötet werden!? mehr oder weniger unschuldig?!

    und was soll:
    "dann könnte der Kronleuchter vielleicht doch noch anfangen zu leuchten..." ich verstehe es nicht. aber es klingt für mich nicht sanftmütig, um es mal ganz schonend auszudrücken.

    • NeeNich
    • 15. Februar 2013 17:32 Uhr

    ... unter freiem Himmel? Wissen Sie, worüber Sie schreiben. Ausserdem hat kein Polizist heutzutage Tränengas in der Tasche.

    bei BTM und Alk-Intoxikationen kommt es häufig vor, dass die dienstlich gelieferten Reizstoffsprühgeräte wirkungslos bleiben.

    Beste Grüße CM

  6. dass dieses Verhalten zurückkommt und die Polizei sich wundert, dass es so viel Gewalt gegen Polizisten gibt!
    Die Polizei muss unbedingt besser geschult werden!

    8 Leserempfehlungen
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    Bei jedem zukünftigen Polizisten sollten die Beweggründe für seine Berufswahl hinterfragt werden !
    Gernegroß und Mininapoleon sollten sofort ausgesiebt werden !

    Wenn sich dieser Vorfall wirklich so ereignet hat, wie er uns hier dargestellt wird, dann haben wir es hier wohl eher mit einem eklantanten Mangel an Disziplin zu tun.

    Aber wie auch immer: absolute Notwendigkeit in so einem Fall ist eine sorgfältige und objektive Untersuchung und Bewertung des Vorgefallenen durch eine übergeordnete Kommission.

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