Wochenmarkt: Blumenkohl, lange unterschätzt
In Yotam Ottolenghis neuem Kochbuch "Jerusalem" erfährt man alles über die Küche Israels. Und wie man aus einem langweiligen Gemüse wie Blumenkohl ein aufregendes Gericht macht.
© Jason Lowe

Gerösteter Blumenkohl mit Haselnüssen
Manche Leute glauben, Israel sei das Land der Paranoiker und des Gefilten Fischs, können diese Vorstellung aber nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen, weil sie aus Angst vor den palästinensischen Selbstmordattentätern nicht dorthin reisen. Diese Leute können sich jetzt Yotam Ottolenghis neues Kochbuch Jerusalem kaufen (erschienen im Dorling Kindersley Verlag).
Ottolenghi wuchs im jüdischen Teil der Stadt auf, sein Co-Autor, Freund und Geschäftspartner Sami Tamimi im muslimischen Ostjerusalem. Man erfährt in dem Buch alles über die Küche Israels, was man wissen will. Zum Beispiel, dass Gefilte Fisch sozusagen der Mett-Igel Israels ist: Alle reden darüber, keiner isst es.
Dagegen schätzt man auch in Israel die kulinarische Methode, für die wir das Verb »ottolenghisieren« erfinden. Es bedeutet, aus einem langweiligen Gemüse ein aufregendes Gericht zu machen, indem man Kumin, Safran oder Granatapfelkerne dazugibt oder alle drei Zutaten. Einfach ausprobieren, meistens klappt es.
Für einen Salat aus geröstetem Blumenkohl wird der Kohl zunächst in kleinere Röschen zerteilt. Diese werden in einer Mischung aus 3 Esslöffeln Olivenöl, 1/2 Teelöffel Salz und etwas Pfeffer gewendet. Der Backofen sollte inzwischen auf 220 Grad vorgeheizt sein.
In einer ofenfesten Form verteilt man den Blumenkohl und grillt ihn ungefähr 25 bis 35 Minuten lang, wobei man ihn ab und zu wendet.
Den Backofen auf 170 Grad herunterschalten und die Haselnüsse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streuen. Etwa 15 Minuten lang rösten. Abkühlen lassen, grob hacken und zusammen mit den anderen Zutaten und dem abgekühlten Blumenkohl in eine Schüssel geben. Durchmischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und zimmerwarm servieren.
Gerösteter Blumenkohl mit Haselnüssen
für 2 bis 4 Personen
700 g Blumenkohl
5 EL Olivenöl
30 g Haselnusskerne
1 großen Stangensellerie (in 0,5 cm breite Stücke geschnitten)
etwas glatte Petersilie
50 g Granatapfelkerne
1/3 TL Zimt
1/3 TL gemahlener Piment
1 EL Sherryessig
1 1/2 TL Ahornsirup
Salz und schwarzer Pfeffer










... einen hip geschriebenen Koch braucht, um Blumenkohl schätzen zu lernen, kann sie einem von Herzen leid tun.
Oder vielleicht auch einfach ein gutes Kuchbuch? Dieses Rezept klingt wirklich lecker.
Oder vielleicht auch einfach ein gutes Kuchbuch? Dieses Rezept klingt wirklich lecker.
"Manche Leute glauben, Israel sei das Land der Paranoiker (...) können diese Vorstellung aber nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen, weil sie aus Angst vor den palästinensischen Selbstmordattentätern nicht dorthin reisen."
Ganz grosses Kino... ;-)
Oder vielleicht auch einfach ein gutes Kuchbuch? Dieses Rezept klingt wirklich lecker.
Haben das Rezept gestern ausprobiert, mit mehr Haselnüssen und außerdem zusätzlich einigen Walnüssen, Cranberries statt Granatapfelkernen (waren nicht verfügbar) und Zuckerrübensirup statt Ahornsirup (dito) - das Rezept war problemlos umzusetzen, und es schmeckte grandios ! Das wird für uns ein neues Standardgericht, wenn Gäste kommen.
als langweiliges gemüse bezeichnet, dem muss es an kulinarischem verständnis und wissen aber reichlich fehlen.
traurig traurig frau Elisabeth Raether!
Das ist wohl weniger der Grund. [...]
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Einen ähnlichen Blumenkohlsalat hat bereit vor Jahrzehnten meine Großmutter gemacht. Der Blumenkohlsalat war nicht langweilig, gleich wie die verschiedenen anderen Rezepte mit Blumenkohl, die ich noch aus meiner Kindheit kenne. Das hier beschriebene Rezept ist ausgezeichnet, es besteht aber kein Grund, so zu tun, als wenn es etwas ganz Außerordentliches wäre.
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