Ägypten"Deine Vagina gehört allen"

Auf Kairos Tahrir-Platz begann vor zwei Jahren der ägyptische Frühling, nun verkommt er zur Bühne sexueller Gewalt: Männer jagen Frauen.

Ort der Angst: Frauen wehren sich auf dem Tahrir-Platz gegen aggressive Anmache.

Ort der Angst: Frauen wehren sich auf dem Tahrir-Platz gegen aggressive Anmache.

Eigentlich sollte es ein Gespräch über Sex werden. Shereen El Feki, eine Ärztin ägyptisch-walisischer Herkunft, eine Expertin für HIV, sitzt in einem Café im Stadtteil Samalek, einem beliebten Viertel bei Ausländern. Es ist das moderne Kairo. Samalek ist ein wohlhabender Bezirk. Um uns herum nippen modisch gekleidete Ägypterinnen mit perfektem Make-up an ihrem Cappuccino, tippen mit rot lackierten Fingernägeln auf ihren Smartphones herum.

Keine zehn Minuten von hier entfernt, auf dem Tahrir-Platz, macht neuerdings ein Mob regelmäßig Jagd auf Frauen.

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Wir bestellen Pasta und Limonade. Shereen El Feki, die lange für den Economist und Al-Dschasira gearbeitet hat, hat ein Buch mit dem Namen Sex und die Zitadelle geschrieben. Es ist wie gemacht für diesen Ort, an dem verheißungsvolle Blicke ausgetauscht werden und sich Paare in den Abendstunden treffen, um dann an der Corniche entlangzuschlendern, fernab der strengen Blicke der Familie. Ein Ort, an dem es kaum jemanden interessiert, dass sich zwei Ausländerinnen auf Englisch unterhalten und ständig das Wort Sex fällt.

El Feki erzählt, dass natürlich auch bei Muslimen etwas vor der Ehe läuft – fast alles, bis auf den klassischen Geschlechtsverkehr. Es fehle aber oft an Aufklärung und Wissen. So habe ihr eine ägyptische Freundin bei den Gesprächen zu ihrem Buch gesagt, sie mache auch »blue jobs«. Es dauerte einen kurzen Moment, bis El Feki verstand, dass wohl eher »blow jobs« gemeint waren.

So sehr wir uns bemühen, über El Fekis Buch und über Sex und Sexualität zu sprechen und darüber, wie Muslime mit der Scham umgehen – es gelingt uns nicht länger.

Dieser Tage, zwei Jahre nach dem Beginn des Aufstandes gegen das Mubarak-Regime, als Ägypterinnen und Ägypter Wochen und Monate auf dem zentralen Tahrir-Platz Seite an Seite demonstrierten, gemeinsam in Zelten übernachteten, werden Frauen bei Demonstrationen von einer Meute gejagt, gestellt, ausgezogen und vergewaltigt. Die Fälle mehren sich. Es ist immer dasselbe Muster: Eine Frau wird von ihrer Gruppe getrennt, der Mob, oft mehrere Dutzend Männer, bildet einen Kreis um sie, die Männer begrapschen sie, reißen ihr die Kleider vom Leib, und wenn sie versucht, zu fliehen, hetzen sie ihr hinterher. Es gibt Videos solcher Jagdszenen. Verwackelte Bilder, die Quelle ist meist unbekannt.

Keiner weiß genau, wer diese Männer sind, warum sie Frauen quälen. Es gibt keine gesicherten Informationen, nur Gerüchte – und manche Indizien.

Wir wollen mit einem Taxi zum Tahrir-Platz fahren. Viele Fahrer weigern sich, uns mitzunehmen. Einige schauen ungläubig, als wollten sie sagen: »Mädchen, was wollt ihr denn da?« Die meisten Straßen um den Tahrir-Platz sind blockiert, Polizisten und Mannschaftswagen stehen um Absperrungen mit Stacheldraht. Einige direkte Zufahrten zum Platz sind zugemauert. Die Botschaft der Staatsmacht an die Aufständischen ist klar: Wer sich draufwagt, bleibt sich selbst überlassen.

Wir gehen über den Platz. Er starrt vor Dreck und Abfall. Nach dem Sturz Mubaraks haben Demonstranten hier ihren Müll eingesammelt und den Platz gekehrt. Jetzt stinkt es nach Diesel. Die Zeltstadt in der Mitte des Platzes ist verlassen. El Feki zeigt auf die Ruine des Gebäudes der alten Mubarak-Partei. Zwischenzeitlich sei sie eine Touristenattraktion gewesen, wie die Pyramiden. Nun kommen kaum noch Touristen nach Kairo.

Es ist Sonntagnachmittag, ein Arbeitstag. Wir schauen uns nach Frauen um und entdecken nur eine alte, die Zuckerwatte verkauft, und eine jüngere, die mit Mann und Kind schnell über den Platz läuft. Wir ziehen die Blicke der Männer auf uns. El Feki hat zwei Taschen dabei, die sie jetzt mit ihren Händen fester als vorher umklammert. Sie erzählt, wie das Institut d'Egypte, eine traditionsreiche Bibliothek, dessen Ursprünge bis in die Zeit Napoleons zurückreichten, bei einer Demonstration im Dezember 2011 in Flammen aufging. Sie ist nervös und drückt ihre Sonnenbrille auf den Nasenrücken. Man bekommt hier schnell das Bedürfnis, sich verhüllen zu wollen. Überall stehen Grüppchen mit Männern, die einen halten Transparente mit dem Konterfei des legendären Präsidenten Gamal Abdel Nasser hoch, andere Spruchbänder, auf denen die Ablösung des Regimes gefordert wird, wieder andere halten die ägyptische Fahne in die Luft. Wir kaufen auch eine an einem Stand, wir möchten glauben, dass sie Schutz bieten könnte. Eine Gruppe junger Männer kommt auf uns zu. Sie sind vielleicht 16, 17 Jahre alt. Halbstarke. »Wollt ihr ficken?«, fragen sie uns. Wir drehen uns um und gehen weg.

Der Platz der Befreiung ist für Frauen zum Platz der Angst und Gefahr geworden. In einem Land, in dem Sex so stark mit Scham belegt ist, kann er leicht als Waffe eingesetzt werden. »Als Massenvernichtungswaffe gegen Frauen«, sagt El Feki. Die Konsequenz ist, dass Frauen aus der öffentlichen Sphäre des Aufstandes weggedrängt werden. Sie trauen sich einfach nicht mehr hin.

Madinat Nasser, ein Stadtteil der Mittelschicht im Osten von Kairo. Nichts erinnert hier an Aufstand oder Revolution. Das Gefühl der Bedrohung ist weg. Marwa (Name geändert, Anm. d. Red.), Minikleid mit schwarz-pinkem Hahnentrittmuster, Stiefeletten, Brille mit rotem Kunststoffrahmen, wartet bei Costa Café, dem ägyptischen Starbucks. Marwa ist von Hauptberuf Feministin und arbeitet für eine Frauenorganisation. Ihre Entjungferung, so erzählt sie frei heraus, war für sie als unverheiratete Frau nicht nur Ausdruck von Lust, sondern auch Protest gegen die Gesellschaft.

Marwa war dabei, als der ägyptische Frühling anbrach. Sie ist frustriert, wie wenig er den Frauen gebracht hat: »Frauen werden als Untermenschen angesehen. Deine Vagina gehört nicht dir allein, sie gehört allen, so sehen die Menschen das hier. Wie sollen wir erwarten, dass uns die Straße respektiert, wenn es nicht einmal die Politiker tun?« Es gebe in der Gesellschaft kein Bewusstsein dafür, dass Belästigungen unrecht seien, sagt sie.

Die Regierung tut nichts, um ihre Bürgerinnen zu schützen. Sexuelle Gewalt gegen Frauen wird von den Behörden nicht verfolgt. Premier Hischam Kandil fällt allenfalls durch verbale Missgriffe auf. Frauen, so verkündete er, würden auch deshalb vergewaltigt, weil sie ihre Notdurft im Freien verrichteten. Und seine Sozialministerin Nagwa Chalil meinte: »Wenn sie gegen Sicherheitsbehörden oder die Polizei protestieren, können unsere Polizisten die Demonstrantinnen auch nicht beschützen.«

Überhaupt die Polizei. »Sie schreckt mich zu Tode«, sagt Marwa in Madinat Nasser. »Ich würde nicht zu ihr gehen, wenn mir etwas passiert.« Beschützer, die nicht schützen, sondern selbst Angst und Schrecken verbreiten, verletzen, foltern. So sehen Ägypter ihre Polizei schon seit langer Zeit. Daran hat der Aufstand nichts geändert.

Aber wer ist diese Meute? Wie kommt sie zusammen? Quält sie Frauen gegen Geld oder aus Überzeugung? Ist sie von der Polizei beauftragt? Vom Militär? Den Islamisten?

Eine junge Frau hat ihr Martyrium im Internet veröffentlicht: »Ich verstand nichts mehr... Was passierte gerade? Wer waren all diese Menschen? Alles, was ich weiß, ist, dass Hunderte von Händen meine Kleidung herunterrissen und meinen Körper vergewaltigten...sie steckten ihre Finger in meinen Körper, aus allen Richtungen, von vorne, von hinten. Einer von ihnen versuchte sogar, mich zu küssen. Ich war nackt, die Masse drückte mich in Richtung Hardee’s Restaurant... In dem Moment hörte ich einige junge Männer auf der linken Seite sagen, dass sie mich wegschleppen wollten. Einer von ihnen sagte: Und dann nehmen wir sie nacheinander, Jungs.« Eine Freundin der Anonymen sagt, dass sie Sängerin und Schauspielerin sei und sehr schön. Dass sie einen kleinen Sohn habe.

Für Shereen El Feki ist die Sache klar: Das, was auf dem Tahrir-Platz passiert, hat nichts mit sexueller Frustration zu tun. Aber sehr viel mit Frustration. Eine, die sich in der Demonstration von Macht entlädt. Es gehe nicht voran, der Aufstand habe Hoffnungen nicht erfüllt. Ob bezahlte Schergen oder nicht – »gedemütigte, unter Druck stehende Männer schlagen jetzt nach jenen aus, die noch schwächer sind als sie selbst«.

Treffen bei Nasra, einer Frauenrechtsorganisation, Garden City, der Nachbarstadtteil von Samalek. Die Straßen sind so kurvenreich, dass man glaubt, ständig im Kreis zu laufen. Es heißt, die Briten hätten sich das ausgedacht, damit die Ägypter sich nicht in diesen Stadtteil trauten. Masa und Tarek von Nasra sitzen im Besprechungsraum, der an ein Seminar-Café in der Uni erinnert: Zusammengesammelte Möbel, alte Rechner, es riecht nach Kaffee. Die zwei sehen erschöpft aus. Sie arbeiten viel und bekommen wenig Anerkennung. Zu wenig für das, was sie tun.

Nasra gehört zu den Organisationen, die Übergriffe dokumentieren und Erfahrungsberichte veröffentlichen. Die Aktivisten hier sind überzeugt, dass Polizei und Militär selbst hinter den Übergriffen steckten. Sie würden Schergen anheuern, um den Aufstand zu diskreditieren. »Augenzeugen haben berichtet, dass die Polizei bei Angriffen zusah und nicht einschritt«, sagt Masa. In einem Fall habe sich einer der Angreifer später ans Steuer eines Polizeiwagens gesetzt.

Tarek kann nichts mehr erschüttern. »Warum tun alle so überrascht, dass Frauen gejagt und vergewaltigt werden?« Neu sei doch nur, dass sie jetzt Messer und Klingen benutzten. Er ist verbittert. »Viele sagen jetzt: Nein, nein, so etwas wäre in den ersten 18 Tagen der Revolution nicht vorstellbar gewesen. Das stimmt nicht. Auch da wurden Frauen belästigt.«

Marwa hat die 18 Tage, die Zeit vom Beginn des Aufstandes bis zum Rücktritt Mubaraks, anders in Erinnerung. »Wir kamen als Frauen auf den Platz, die Männer standen Spalier und begrüßten uns mit den Worten: Willkommen, ihr freien Frauen!«, erzählt sie. »Wir hatten ein gemeinsames Ziel.« Männer hätten auch damals Kreise um Frauen gebildet – um ihnen Platz im Gedränge zu verschaffen, um sie zu beschützen

Wird jetzt für die Frauen Ägyptens alles noch viel schlimmer als vorher?

Die Opfer wollen keine Opfer sein, das steht fest. Wie zum Trotz hauchen sie der Zivilgesellschaft neues Leben ein. Freiwillige, Frauen und Männer, haben sich zu einer »Operation gegen sexuelle Belästigung« (OPantiSH) zusammengetan und gehen bei Demonstrationen in Gruppen auf den Tahrir-Platz, um Frauen aus den Fängen des Mobs zu befreien. OPantiSH hat auch Harassmap entwickelt, eine Internetseite, die Erfahrungsberichte über Anzüglichkeiten, Grapschereien und Vergewaltigungen veröffentlicht. Harassmap markiert die Orte der Belästigungen auf einer Karte. Innerhalb von zwei Jahren waren es mehr als 750 Fälle. Tendenz weiter steigend.

Auch Tarek ist jetzt Freiwilliger. Neulich hatte er seine erste Schicht auf dem Tahrir-Platz. An die Revolution glaubt er nicht mehr. »Die ist mir mittlerweile egal.« Ihm sei nur noch eins wichtig: die Sicherheit der Frauen.

Mitarbeit: Mohamed Amjahid

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

Anmerkung der Redaktion: In der ersten Version des Textes war fälschlicherweise von der Bibliothek der Amerikanischen Universität statt vom Institut d'Egypte die Rede. Wir haben den Fehler korrigiert.

 
Leser-Kommentare
    • zfat99
    • 22.02.2013 um 18:28 Uhr

    "Eine Gruppe junger Männer kommt auf uns zu. Sie sind vielleicht 16, 17 Jahre alt."

    Wenn es um ein Nachbarland geht, sind die gleichen arabischen "jungen Männer" KINDER.

    38 Leser-Empfehlungen
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    Jugendliche. Menschen , die fragen "willst du f...? " sind schwerlich als Kinder zu bezeichnen. Oder woe oft haben sie diesen Ausdruck schon von Kindern gehört??

    ..., eine Gruppe 16- und 17-jähriger männlicher "Kinder" (Jugendlicher) sei physisch und psychisch nicht in der Lage, eine Frau zu überfallen und zu vergewaltigen?

    ''Keiner weiß genau, wer diese Männer sind, warum sie Frauen quälen. Es gibt keine gesicherten Informationen, nur Gerüchte – und manche Indizien.''
    ''Eine Frau wird von ihrer Gruppe getrennt, der Mob, oft mehrere Dutzend Männer, bildet einen Kreis um sie, die Männer begrapschen sie, reißen ihr die Kleider vom Leib, und wenn sie versucht, zu fliehen, hetzen sie ihr hinterher.''
    Sollte genug beweisen, dass sie lediglich das lesen, was sie lesen wollen und nur jene Information heranziehen, die ihre Annahme ohnehin bestätigt.
    Wirklich traurig, solch einen Gedanken als ersten zu haben, wenn es darum geht, dass Frauen auf ekelhafteste Art und Weise vergewaltigt werden.
    Und fast genauso widerlich ist die Tatsache, dass ihr Kommentar 27 Empfehlungen hat.
    Herr, lass Hirn regnen.

    Jugendliche. Menschen , die fragen "willst du f...? " sind schwerlich als Kinder zu bezeichnen. Oder woe oft haben sie diesen Ausdruck schon von Kindern gehört??

    ..., eine Gruppe 16- und 17-jähriger männlicher "Kinder" (Jugendlicher) sei physisch und psychisch nicht in der Lage, eine Frau zu überfallen und zu vergewaltigen?

    ''Keiner weiß genau, wer diese Männer sind, warum sie Frauen quälen. Es gibt keine gesicherten Informationen, nur Gerüchte – und manche Indizien.''
    ''Eine Frau wird von ihrer Gruppe getrennt, der Mob, oft mehrere Dutzend Männer, bildet einen Kreis um sie, die Männer begrapschen sie, reißen ihr die Kleider vom Leib, und wenn sie versucht, zu fliehen, hetzen sie ihr hinterher.''
    Sollte genug beweisen, dass sie lediglich das lesen, was sie lesen wollen und nur jene Information heranziehen, die ihre Annahme ohnehin bestätigt.
    Wirklich traurig, solch einen Gedanken als ersten zu haben, wenn es darum geht, dass Frauen auf ekelhafteste Art und Weise vergewaltigt werden.
    Und fast genauso widerlich ist die Tatsache, dass ihr Kommentar 27 Empfehlungen hat.
    Herr, lass Hirn regnen.

  1. Entfernt. Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit entsprechenden Quellen und Argumenten. Danke, die Redaktion/jk

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    Mursi ist " in keinster Weise" besser als Mubarak ! Der ist genau so brandgefährlich in seinem Wahn, er und seine Muslimbrüder Bande!

    http://www.welt.de/print/...

    Doch es gibt Augenblicke im Leben, in denen Schweigen zur Schuld und Sprechen zur Notwendigkeit wird. Eine Bürgerpflicht, eine moralische Herausforderung, ein kategorischer Imperativ, dem man sich nicht entziehen kann.

    Mursi ist " in keinster Weise" besser als Mubarak ! Der ist genau so brandgefährlich in seinem Wahn, er und seine Muslimbrüder Bande!

    http://www.welt.de/print/...

    Doch es gibt Augenblicke im Leben, in denen Schweigen zur Schuld und Sprechen zur Notwendigkeit wird. Eine Bürgerpflicht, eine moralische Herausforderung, ein kategorischer Imperativ, dem man sich nicht entziehen kann.

  2. "Ihm sei nur noch eins wichtig: die Sicherheit der Frauen"
    Guter Mann.

    Hat Merkel dieses Thema beim Mursi-Besuch angesprochen? Ich finde, dass ist eines der wichtigsten Themen. Eine Gesellschaft in der Frauen teilweise so schutzlos sind, hat kein gutes Fundament und wird nie wirklich auf die Beine kommen. Als Kind merkt man, wie sich die Mutter fühlt und es wird einen durch und durch beeinflussen.
    Ich kann nicht verstehen, wieso man in manchen Gesellschaften so wenig Interesse am Glück der Frauen hat.

    35 Leser-Empfehlungen
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    "Ich kann nicht verstehen, wieso man in manchen Gesellschaften so wenig Interesse am Glück der Frauen hat."
    Warum sollte man(n), wird ihm doch das wahre Glück in Gestalt von 72 Jungfrauen im Paradies versprochen.

    fragen Sie?

    Mit großer Wahrscheinlichkeit nicht.
    Wird doch der arabische Frühling insbesondere auch von unseren staatstragenden Parteien als sehr positives Ereignis angesehen - da würde solche Kritik seitens der Bundeskanzlerin nur stören.

    Ganz anders letzt bei der Diskussion über die schändliche Verfolgung der Aktivistinnen von Pussy Riot durch das Putin-Regime.

    Da hat sie Putin auf offener Bühne vor laufenden Kameras den Marsch geblasen.

    Ja, so ist sie, unsere Kanzlerin, immer ganz vorne, wenn es um die Aufrechterhaltung der Opposition gegen den einstigen Erbfeind im Osten geht.

    da kann mamsell merkel lieber hier bei sich zuhause anfangen.
    hier in rpl gibts ne richterin, die eine frau, die mit ihren kindern vor ihrem prügelnden mann ins frauenhaus geflohen ist, für kindesentzug bestraft.

    "Ich kann nicht verstehen, wieso man in manchen Gesellschaften so wenig Interesse am Glück der Frauen hat."
    Warum sollte man(n), wird ihm doch das wahre Glück in Gestalt von 72 Jungfrauen im Paradies versprochen.

    fragen Sie?

    Mit großer Wahrscheinlichkeit nicht.
    Wird doch der arabische Frühling insbesondere auch von unseren staatstragenden Parteien als sehr positives Ereignis angesehen - da würde solche Kritik seitens der Bundeskanzlerin nur stören.

    Ganz anders letzt bei der Diskussion über die schändliche Verfolgung der Aktivistinnen von Pussy Riot durch das Putin-Regime.

    Da hat sie Putin auf offener Bühne vor laufenden Kameras den Marsch geblasen.

    Ja, so ist sie, unsere Kanzlerin, immer ganz vorne, wenn es um die Aufrechterhaltung der Opposition gegen den einstigen Erbfeind im Osten geht.

    da kann mamsell merkel lieber hier bei sich zuhause anfangen.
    hier in rpl gibts ne richterin, die eine frau, die mit ihren kindern vor ihrem prügelnden mann ins frauenhaus geflohen ist, für kindesentzug bestraft.

  3. haben eine andere Sichtweise als wir. Das liegt inb der [...] Ideologie, die von Klein auf in die Köpfe gepresst wird. Muslimbrüder Minister, die öffentlich derartigen Unfug verbreiten und Verbrechen rechtfertigen.

    Man kommt nicht umhin festzstellen, dass die in den arabischen Ländern jahrzehntelang vorherrschende Verfolgung der Muslimbrüder nicht unbedingt falsch war. Man sieht ja welch Geistes Kind die Muslimbrüder sind. Offensichtlich ist ein hartes Durchgreifen und Druck erforderlich, um die Muslimbrüder unter KOntrolle und Verbrechen niedrig zu halten.

    [...] Man hätte den Mursi gar nicht in Deutschland empfangen sollen.

    Wir sollten tunlichst die Finger davon lassen derartige Personen weiterhin zu unterstützen. Saudi Arabien zahlt ja schon Milliarden an diese Organisationen, u.a. in Syrien um dort auch derart widerliche ZUstände herbeizuführen.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen und achten Sie auf eine respektvolle Wortwahl. Wir wünschen uns eine differenzierte Diskussion von Argumenten. Danke, die Redaktion/jk

    32 Leser-Empfehlungen
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    das Mittelalter war war eine Reise in die Zukunft...Herrgott...wie Recht hatte Oriana Fallaci.

    dass das was Sie von den Muslimbrüdern glauben und behaupten, etwas mit der Wirklichkeit zu tun hat.

    http://quran.com/24/30

    Leider, leider interessieren sich viel zu wenige meiner islamischen Brüder dafür.

    Avicenna2010

    Das ägyptische Volk weiß nicht mal selbst, um wen es sich bei den Verbrechern handelt bzw von wem sie dazu angestiftet werden. Wie wollen Sie dann die Muslimbrüder als Schuldige aus dem sicheren Deutschland ausmachen?
    Bloße Abneigung, ob nun gerechtfertigt, oder nicht, ist jedenfalls eine dürftige Beweislage.

    Zum Artikel:
    Es ist jedenfalls offensichtlich, dass die Polizei diese Verbrechen vielleicht nicht fördert, aber zumindest billigt, obwohl es ein Einfaches wäre, dagegen vorzugehen. Den Ägyptern wird nichts anderes übrigbleiben, als zur Selbstjustiz zu greifen. Man kann ihnen nur raten: organisiert euch, trefft euch in größeren Gruppen und jagt die Vergewaltiger selbst.

    • AKONIT
    • 23.02.2013 um 1:38 Uhr

    Radikale Ansichten weisen Frauen immer Nebenrollen zu. Frauen sind die ersten Opfer der Radikalisierung und des „Arabischen Frühlings“. Ich kann es kaum glauben was da über die Ereignisse in Ägypten berichtet wird, aber es erstaunt mich nicht.
    Tunesische Freunde erzählten mir von 'Predigern' aus Ägypten, die die Einführung der Beschneidung von Mädchen in Tunesien fordern.
    Ein algerischer Freund und Boumedien Anhänger gab mir einen der besten Hinweise, die ich in Bezug auf die Menthalität in Nordafrika erhielt. Er sagte bei einer Diskussion über Fortschritt im Maghreb schlichtweg: Im Süden (Sahel und Sahara) sehen die Leute die Sache ganz anders als wir...
    Seitdem übertrage ich meine Leitbilder nicht mehr auf die Beurteilung von Zuständen im arabischen Orient und Accident.
    Im viel geschähten Iran soll der Frauenanteil in den Universitäten noch nie so hoch gewesen sein, wie aktuell.
    Vorsicht vor Rückschlüssen aus west europäischer Sicht!

    das Mittelalter war war eine Reise in die Zukunft...Herrgott...wie Recht hatte Oriana Fallaci.

    dass das was Sie von den Muslimbrüdern glauben und behaupten, etwas mit der Wirklichkeit zu tun hat.

    http://quran.com/24/30

    Leider, leider interessieren sich viel zu wenige meiner islamischen Brüder dafür.

    Avicenna2010

    Das ägyptische Volk weiß nicht mal selbst, um wen es sich bei den Verbrechern handelt bzw von wem sie dazu angestiftet werden. Wie wollen Sie dann die Muslimbrüder als Schuldige aus dem sicheren Deutschland ausmachen?
    Bloße Abneigung, ob nun gerechtfertigt, oder nicht, ist jedenfalls eine dürftige Beweislage.

    Zum Artikel:
    Es ist jedenfalls offensichtlich, dass die Polizei diese Verbrechen vielleicht nicht fördert, aber zumindest billigt, obwohl es ein Einfaches wäre, dagegen vorzugehen. Den Ägyptern wird nichts anderes übrigbleiben, als zur Selbstjustiz zu greifen. Man kann ihnen nur raten: organisiert euch, trefft euch in größeren Gruppen und jagt die Vergewaltiger selbst.

    • AKONIT
    • 23.02.2013 um 1:38 Uhr

    Radikale Ansichten weisen Frauen immer Nebenrollen zu. Frauen sind die ersten Opfer der Radikalisierung und des „Arabischen Frühlings“. Ich kann es kaum glauben was da über die Ereignisse in Ägypten berichtet wird, aber es erstaunt mich nicht.
    Tunesische Freunde erzählten mir von 'Predigern' aus Ägypten, die die Einführung der Beschneidung von Mädchen in Tunesien fordern.
    Ein algerischer Freund und Boumedien Anhänger gab mir einen der besten Hinweise, die ich in Bezug auf die Menthalität in Nordafrika erhielt. Er sagte bei einer Diskussion über Fortschritt im Maghreb schlichtweg: Im Süden (Sahel und Sahara) sehen die Leute die Sache ganz anders als wir...
    Seitdem übertrage ich meine Leitbilder nicht mehr auf die Beurteilung von Zuständen im arabischen Orient und Accident.
    Im viel geschähten Iran soll der Frauenanteil in den Universitäten noch nie so hoch gewesen sein, wie aktuell.
    Vorsicht vor Rückschlüssen aus west europäischer Sicht!

  4. Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich und respektvoll. Danke, die Redaktion/jk

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    Die Jungs finden das geil. 1. Angst machen und einschüchtern. 2. Mädels nackich machen. Geil. Respekt vor Frauen? Fehlanzeige. Und es gibt bei den Burschen keinen Ehrenkodex, der sowas ächtet.

    Die Jungs finden das geil. 1. Angst machen und einschüchtern. 2. Mädels nackich machen. Geil. Respekt vor Frauen? Fehlanzeige. Und es gibt bei den Burschen keinen Ehrenkodex, der sowas ächtet.

  5. das Mittelalter war war eine Reise in die Zukunft...Herrgott...wie Recht hatte Oriana Fallaci.

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    Antwort auf "Muslimbrüder"
  6. dass das was Sie von den Muslimbrüdern glauben und behaupten, etwas mit der Wirklichkeit zu tun hat.

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    Antwort auf "Muslimbrüder"
  7. Mursi ist " in keinster Weise" besser als Mubarak ! Der ist genau so brandgefährlich in seinem Wahn, er und seine Muslimbrüder Bande!

    http://www.welt.de/print/...

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