ZEIT Magazin : Einfach schön

Ein Heft über den neuen Minimalismus in der Mode

Minimalismus wird manchmal mit einer gewissen Freudlosigkeit assoziiert. Der Minimalist, so denkt man, isst das Schwarzbrot ohne Käse. Dabei verhält es sich gerade umgekehrt. Der Minimalist konzentriert sich auf die schönen Dinge, auf die es ankommt. Er isst den Käse ohne Brot. In diesem Heft widmen wir uns dem neuen Minimalismus in der Mode. Wir zeigen raffiniert einfache Looks, versenken uns in das Weiß des Sommers und lassen Menschen von ihrem allerliebsten, alles entscheidenden Kleidungsstück erzählen. Minimalismus ist überall: in der sparsamen Eleganz, mit der Francisco Costa Calvin Klein zu neuen Höhen verholfen hat. In den schlicht genialen Entwürfen von Jil Sander und in den aus wenigen Komponenten bestehenden Kleidern, die Raf Simons für Dior macht. Menschen verstehen heute mehr von Mode denn je. Wer sich minimalistisch kleidet, kleidet sich präzise. So wie jemand, der viel von Worten versteht, nur wenige verwendet. Die verschiedenen Seiten des Minimalismus in Kunst und Gesellschaft erörtern wir in einer kleinen Serie, die sich durch das Heft zieht. Es ist eine Haltung, die in eine Zeit passt, in der die Begeisterung für unbegrenzte Möglichkeiten vorbei ist und man wissen will, was wesentlich ist – vielleicht sogar, was die Welt im Innersten zusammenhält. Man ahnt es, der Minimalismus ist etwas sehr Deutsches. Allerdings: Der Minimalist war stets der angenehmste Deutsche.

Kommentare

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Einfach schön?

Was ist daran schön, wenn fast verhungerte Models mehr tot als lebendig abgelichtet werden?
Die Fotostrecke im aktuellen Zeitmagazin ist erschreckend, alle Models sind so extrem unterernährt, dass sie aussehen, wie kleine Mädchen- dünn, zart und nicht belastbar!
Ich finde es enttäuschend, dasss das Zeit-Magazin, das ich ansonsten sehr schätze, diesem fatalen Frauenbild kommentarlos eine Plattform bietet!