MaliDie Angst und die Freiheit
Seite 4/4:

 Die Panzertüren hielten den Islamisten stand

"Wir werden euch unsere Telefonnummer hier lassen," sagt der Kommandeur der französischen Truppen am nächsten Tag, als er erstmals mit den Ältesten zusammentrifft. Nur eine Woche nach ihrer Ankunft bereiten die Franzosen bereits wieder ihren Abzug vor. "Schreiben Sie bitte uns auch ihren Kontakt auf, damit wir in Verbindung bleiben können." Die Verunsicherung unter den Komiteemitgliedern Timbuktus ist groß, hatte doch erst vor zwei Tagen Frankreichs Präsident François Hollande das Versprechen gegeben, so lange zu bleiben, wie es nötig sei. Wer untersuche jetzt ihre Gärten nach Munitionsverstecken, räume Blindgänger, schütze sie vor nächtlichen Einfällen der Islamisten? So viele Fragen prallen auf den Kommandeur. Doch er hat Order erhalten, mit dem Gros seiner Truppe Richtung Osten abzuziehen, nach Gao, wo die Islamisten erste Selbstmordanschläge verüben. "Wenn ihr Probleme habt," sagt er in die Runde hinein, "ruft mich an."

Das Schicksal der Stadt legen die ehemaligen Kolonialherren erneut in die Hände der malischen Armee, dieses bisher so desolaten Haufen. Die Streitkräfte Malis sind ein Spiegelbild des Landes, das auch 52 Jahre nach seiner Gründung ohne jeglichen Zusammenhalt ist. Obzwar sie die gleiche Uniform tragen, fühlen sie sich nicht dem Staat, sondern vor allem ihren jeweiligen Clans verpflichtet. Frisch eingekleidete Soldaten auf Pickups fahren die Hauptstraßen rauf und runter. Ihnen winkt in der Stadt niemand zu. In ihrem Hauptquartier sieht man sie schon früh morgens beim Saufen. Die Angst in Timbuktu ist groß, dass es nach Abzug der Franzosen zu Exzessen kommt. Oder dass die Islamisten wieder einfallen und Rache nehmen. Es ist schwer zu sagen, welche Angst die größere ist.

Für einen kurzen Moment lebt das Hotelgewerbe wieder auf. Mohamed Moussa hatte den Tourismus Timbuktus mit einem Bann belegt. Die Imame der Stadt hatten vier Jahre zuvor alle Moscheen für Touristen geschlossen, weil ein westliches Paar dabei ertappt worden war, wie es sich im Gebetsraum küsste. Darauf bauten die Islamisten auf. Viele Urlauber kämen nur nach Timbuktu, um Sex zu haben – untereinander oder mit Einheimischen. Die Hoteliers schraubten ihre Schilder ab, überstrichen ihre Namenszüge mit weißer Farbe. Die Köche vergruben ihre Biervorräte heimlich in der Wüste.

Eine Million Manuskripte

Der Mann, der am Anfang der Woche den Schatz seiner Familie aus der Grube hob, drei Kisten voller Manuskripte, Moulaye Haidara, träumt davon, eines Tages ein Privatmuseum zu eröffnen. Er greift mit den Händen in die Schichten der Manuskripte, um die Bestandsliste zu suchen. Die Ford-Stiftung hatte vor dem Einfall der Islamisten damit begonnen, den vielen kleinen Bibliotheksbesitzern bei der Katalogisierung ihrer Sammlungen zu helfen. Die Bücher Timbuktus hat die Wissenschaft erst vor 25 Jahren für sich entdeckt. Derzeit wird die Zahl der Manuskripte auf eine Million geschätzt, sie reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Unter ihnen finden sich ins Arabische übersetzte Werke antiker Autoren. Und noch sind längst nicht alle Privatsammlungen erfasst. Viele Familien halten sie als Glücksbringer unter ständigem Verschluss, auch gegenüber Wissenschaftlern. Haidara wühlt vergeblich zwischen den Bündeln, von denen einige bei der bloßen Berührung zerrieseln. So viele, klagt er, sind beim Transport in das Erdloch schon kaputtgegangen.

Den Großteil der Familie hat er in den sicheren Süden geschickt, wo sie bei Verwandten wohnen. Er aber, Haidara, könne die Stadt nicht verlassen. "Die Nachbarn sagen, solange ich hier bin, wird ihnen nichts geschehen." Ein tief verankerter Glauben, dessen Schlussstein die Manuskripte von Moulaye Haidara sind. 

Im Ahmed-Baba-Institut haben die Islamisten nur einen kleinen Teil der eingelagerten Manuskripte gefunden. Die Panzertüren des vollklimatisierten Archivs im Untergeschoss konnten sie nicht knacken. Die 30.000 Manuskripte, die noch im alten Institutsgebäude aufbewahrt wurden, schmuggelten die dortigen Wachmänner Mitte des vergangenen Jahres in Reissäcken heraus. Zwei Wochen brauchten sie, bis der Abtransport aller Bücher abgeschlossen war. Sie stapelten sie auf die Ladefläche von Lastern und fuhren sie an den Niger, wo sie auf kleine Pirassen umgeladen wurden. Drei Tage waren die Bücher dann auf dem Fluss unterwegs, um in der Hafenstadt Mopti wiederum auf Lkws gepackt und endlich in die Hauptstadt Bamako gefahren werden zu können, wo sie heute an geheimen Ort lagern.

Der Wachmann Maioga hat seinen letzten Lohn im Februar 2012 ausgezahlt bekommen. Seine Familie muss von etwas leben, sagt er. Aus diesem Grund hat er damit begonnen, die Bücher zu verkaufen – nur die zeitgenössischen, beruhigt er sogleich.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. Am besten gleich dort bleiben. Die Isamisten haben sich unter die Bevölkerung gemischt und tun jetzt scheinheilig, als wäre nichts gewesen. Bei der nächsten Gelengeheit kommen sie dann wieder hevor. Also aufgepasst, liebe Franzosen! Lasst Euch nicht an der Nase herum führen und drückt lieber einmal mehr ab, als zu wenig. Vor Europas Haustür darf es keine Terroristennester geben. Sofortiger Abzug würde genau dies bedeuten, denn ein zweitesmal wird Hollande seine Soldaten nicht in die Wüste schicken können, und Ansar Dine weiss dies genau. Eventuell könnten auch die Amis mit ihrer Drohnentechnologie einsteigen, das wäre billiger.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • lxththf
    • 18. Februar 2013 15:43 Uhr

    oder wie soll man dies interpretieren? Wäre es nicht vor der "Haustür Europas" würde es Sie nicht interessieren? Genauso auch "drückt lieber einmal mehr ab, als zu wenig". Das ist grob Menschenverachtend und löst das Problem nicht, sondern verstärkt es, genauso wie die von Ihnen gepriesene Drohneneinsätze.
    Der Konlflikt ist militärisch nicht zu lösen, sondern geht nur über die Stärkung der betroffenen Staaten, Stärkung der Bevölkerung, Unterbindung von Waffendeals vor allem in Krisenregionen.
    Krieg ist keine Antwort auf, sondern ein elementarer Bestandteil des Problems.

    • Apoxx
    • 18. Februar 2013 18:59 Uhr

    Ich halte ihre hier vertretene Meinung für scheinheilig. Ob sie diese Meinung schlicht aus politische Überzeugung oder einfach aus Ignoranz der historischen Fakten vertreten kann ich nicht beurteilen. Ich möchte ihnen denoch kurz anhand einiger Stichworte erläutern warum dieser Meinung bin.
    Seit 60 Jahren "intervenieren" die Westlichen Mächte aus offizell humanitären Gründen in diversen Ländern.
    Guatemala (United Fruit)
    Iran (Mossadegh/Iran Contra)
    Kongo (Lumumba)
    Cuba (Bay of Pigs)
    Vietnam/Kambodscha
    Chile (Allende)
    Afghanistan (1979/Bin Laden Support)
    Nicaragua (Sandinisten)
    Irak (Massenvernichtungswaffen?/Öl)
    Burkina Fasu (Thomas Sankara)
    ....
    Mali (Uran/Areva?????)

    Und immer wollten wir die Welt vor dem "Bösen" dort schützen. In Wahrheit waren es wirtschaftliche Interessen oder "falsche" politische Systeme. GENAU DAS IST SCHEINHEILIG.

    BTW: Der Nahe Osten ist näher vor unserer Haustüre als Mali (rein geografisch betrachtet).

    • lxththf
    • 18. Februar 2013 15:37 Uhr

    der viele Fragen offen lässt. Wohin sind die fundamentalistischen Islamisten alle geflüchtet und von wie vielen kann man da eigentlich ausgehen?
    Die Tendenz, dass sich der radikalisierte Islamismus ausbreitet, wird leider immer deutlicher und man kann die Frage stellen, ob es einen kausalen Zusammenhang zum "Krieg gegen den Terror" gibt und welche Rolle Saudi Arabien dabei spielt, denn vieles vom geschilderten Alltag in Timbuktu erinnert an Berichte aus SA.

    Der Bericht wirkt, wie aus einer anderen Welt und zeigt, dass Problem des Fundamentalismus, der keinen Dialog zulässt und Religion instrumentalisiert um die eigene Herrschaft zu legitimieren und Frauen zu unterdrücken.
    Das ist das Verlogene der Fundamentalisten. Sie schreien Freiheit und nehmen diese der Hälfte der Bevölkerung auf Grund des Geschlechts. Minderheiten schreiben der Mehrheit vor, nach welchen Regeln sie zu leben haben und wie sie sich kleiden sollen und das schlimme ist, dass sie in geschwächten Staaten sehr leicht Fuß fassen können. Eine Doku auf Phönix zeigte die Ausbreitung des fundamentalen Islamismus und Djihadismus und das die Bedrohung für Afrika wächst. Im schlimmsten Fall wird ein Regime nur durch ein neues ausgetauscht und dieses Risiko gibt es auch in den Ländern der arabischen Unruhen, vor allem Syrien. Darum sollte man genau schauen, welche Gruppen man mit Waffen versorgt, nicht dass diese sich erneut gegen die Bevölkerung richten. Woher haben die Islamisten die Waffen und das Geld für Waffen?

    4 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • kitha
    • 18. Februar 2013 17:30 Uhr

    "Woher haben die Islamisten die Waffen und das Geld für Waffen?"

    Spekulation: Das Geld kommt von den Entführungs- und Erpressungsgeschäften, den Drogen und Menschenhandel (von Süd nach Nord durch die Sahara schleusen) sowie durch einige islamische Organisation aus Arabien (wie im Artikel ja auch genannt).

    Die (leichten) Waffen sind natürlich in der Region überall mit Geld zu erhalten, bei den schwachen Staaten dort sicherlich auch ursprünglich aus mancher staatlicher Quelle. Dazu die offene Waffenschwämme durch Gaddafis Waffenlager...

    Wäre sicherlich interessant, dazu mehr Informationen zu erhalten, vermute aber, dass die Strukturen sich nicht so leicht in die Karten gucken lassen.

    Nun, eine Quelle ist hier ja schon genannt worden: Saudi-Arabien aber auch Qatar gelten in der gesamten Region als sichere Nummer bei der Finanzierung des "richtigen" (wahabitischen) Glaubens.

    Allerdings ist das nur ein Standbein: Seit dem Ende des algerischen Bürgerkriegs hatten sich viele der dort gescheiterten Terroristen im Wüstengebiet zwischen Algerien/Mali/Niger/Mauretanien festgesetzt und haben sich seither durch Schmuggel, Drogenhandel (Südamerika-Europa-Route) und Entführungen ein hübsches finanzielles Polster aufgebaut.

    Erinnern Sie sich an die Entführung der Deutschen, die man schon 2003 von Algerien nach Mali verschleppt hatte und für deren Befreiung "keinerlei Lösegeld" gezahlt wurde? Wahrscheinlich war dieses "Keinerlei" ein ganz guter Grundstock.

    • lxththf
    • 18. Februar 2013 15:43 Uhr

    oder wie soll man dies interpretieren? Wäre es nicht vor der "Haustür Europas" würde es Sie nicht interessieren? Genauso auch "drückt lieber einmal mehr ab, als zu wenig". Das ist grob Menschenverachtend und löst das Problem nicht, sondern verstärkt es, genauso wie die von Ihnen gepriesene Drohneneinsätze.
    Der Konlflikt ist militärisch nicht zu lösen, sondern geht nur über die Stärkung der betroffenen Staaten, Stärkung der Bevölkerung, Unterbindung von Waffendeals vor allem in Krisenregionen.
    Krieg ist keine Antwort auf, sondern ein elementarer Bestandteil des Problems.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Scheinheilig"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Scheinheiligkeit, das passt eigentlich auch zu Ihrem Kommentar. Denn einerseits scheint Ansar Dine auch für Sie ein ernstes Problem zu sein. Sie sehen ja ein bedrohliches Vorrücken des Islamismus. Andererseits verteufeln Sie aber die wirksamen Gegenmittel. Denn Sie sollten sich nichts vormachen, gegen Maschinengewehre helfen nur noch bessere Maschinengewehre, oder anders ausgedrückt: "Gegen einen bad guy mit Waffen hilft nur ein good guy mit Waffen". Und in dieser Frage haben Sie ja wie gesagt bereits Ihre Entscheidung getroffen, wer der bad guy ist.
    Konflikte können ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch militärisch gelöst werden. Und vor diesem Zeitpunkt ist es praktisch unmöglich "die betroffenen Staaten zu stärken", denn das Selbstbestimmungsrecht der Staaten verhindert es. Und man sollte auch nicht vergessen, dass ja gerade Sie dann auch am lautesten Aufschreien und von Einflussnahme reden würden. Sie würden die Mudjaheddin ins Feld führen, Saddam, Gadhafi etc etc etc., wo am Ende der ehemalige Partner zum Problem wurde.

  2. Scheinheiligkeit, das passt eigentlich auch zu Ihrem Kommentar. Denn einerseits scheint Ansar Dine auch für Sie ein ernstes Problem zu sein. Sie sehen ja ein bedrohliches Vorrücken des Islamismus. Andererseits verteufeln Sie aber die wirksamen Gegenmittel. Denn Sie sollten sich nichts vormachen, gegen Maschinengewehre helfen nur noch bessere Maschinengewehre, oder anders ausgedrückt: "Gegen einen bad guy mit Waffen hilft nur ein good guy mit Waffen". Und in dieser Frage haben Sie ja wie gesagt bereits Ihre Entscheidung getroffen, wer der bad guy ist.
    Konflikte können ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch militärisch gelöst werden. Und vor diesem Zeitpunkt ist es praktisch unmöglich "die betroffenen Staaten zu stärken", denn das Selbstbestimmungsrecht der Staaten verhindert es. Und man sollte auch nicht vergessen, dass ja gerade Sie dann auch am lautesten Aufschreien und von Einflussnahme reden würden. Sie würden die Mudjaheddin ins Feld führen, Saddam, Gadhafi etc etc etc., wo am Ende der ehemalige Partner zum Problem wurde.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • lxththf
    • 18. Februar 2013 17:43 Uhr

    weiß nur einer und das bin ich. Sie empfinden es als scheinheilig? Ich sehe es so:http://simpsonspedia.net/index.php?title=Pistolen und dieses Denken führt immer nur dann zum Frieden, wenn eine Seite vernichtet ist, aber das Ideologien nicht mit Waffen vernichtet werden können, müssen wir doch eigentlich nicht wirklich diskutieren, oder? Glauben Sie wirklich das getötete Islamisten, begleitet vom Tod oft Unschuldiger zum Frieden führt?
    Das diejenigen, die sich jetzt zurückgezogen haben, sich ins stille Kämmerlein zurückziehen und sich still in der Ecke schämen, bis sie begreifen, dass es nicht richtig ist, was sie machen? Ich kann mich dem nicht anschließen und das letzte Jahrzehnt hat gezeigt warum. Je intensiver "der Westen" zugeschlagen hat, desto breiter wurden die Vergeltungsschläge und Selbstmordattentate.
    Wirkungsvoll kann man Islamismus nur bekämpfen mit Hilfe der Strukturen, also der Einbeziehung der Clans in einen Friedensprozess, der Bevölkerung, in dem man Bildung nicht nur theoretisch ermöglicht, sondern dies praktisch umsetzt. Die anderen Maßnahmen habe ich benannt. Die Länder benötigen einen Sicherheitsdienst, der nicht genutzt wird, um die Bevölkerung zu schickanieren und über diese zu herrschen, sondern um sie zu schützen und das geht nur Hand in Hand weltweit.

  3. Großes Lob an die ZEIT! Der Artikel bietet sehr interessante Einblicke in das Auf und Ab mancher Regionen. Was ich besonders schlimm finde ist, dass die Frauen von allen Seiten mißbraucht werden. Frauen sind in manchen Gegenden wirklich nichts wert.

    3 Leserempfehlungen
  4. in Timbuktu haben doch immerhin eine Multikulti-Gesellschaft. Da gibt es doch eine Menge Menschen, die dieses Modell favorisieren. Oder hab ich das falsch verstanden?

    • kitha
    • 18. Februar 2013 17:30 Uhr

    "Woher haben die Islamisten die Waffen und das Geld für Waffen?"

    Spekulation: Das Geld kommt von den Entführungs- und Erpressungsgeschäften, den Drogen und Menschenhandel (von Süd nach Nord durch die Sahara schleusen) sowie durch einige islamische Organisation aus Arabien (wie im Artikel ja auch genannt).

    Die (leichten) Waffen sind natürlich in der Region überall mit Geld zu erhalten, bei den schwachen Staaten dort sicherlich auch ursprünglich aus mancher staatlicher Quelle. Dazu die offene Waffenschwämme durch Gaddafis Waffenlager...

    Wäre sicherlich interessant, dazu mehr Informationen zu erhalten, vermute aber, dass die Strukturen sich nicht so leicht in die Karten gucken lassen.

    Eine Leserempfehlung
    • lxththf
    • 18. Februar 2013 17:43 Uhr

    weiß nur einer und das bin ich. Sie empfinden es als scheinheilig? Ich sehe es so:http://simpsonspedia.net/index.php?title=Pistolen und dieses Denken führt immer nur dann zum Frieden, wenn eine Seite vernichtet ist, aber das Ideologien nicht mit Waffen vernichtet werden können, müssen wir doch eigentlich nicht wirklich diskutieren, oder? Glauben Sie wirklich das getötete Islamisten, begleitet vom Tod oft Unschuldiger zum Frieden führt?
    Das diejenigen, die sich jetzt zurückgezogen haben, sich ins stille Kämmerlein zurückziehen und sich still in der Ecke schämen, bis sie begreifen, dass es nicht richtig ist, was sie machen? Ich kann mich dem nicht anschließen und das letzte Jahrzehnt hat gezeigt warum. Je intensiver "der Westen" zugeschlagen hat, desto breiter wurden die Vergeltungsschläge und Selbstmordattentate.
    Wirkungsvoll kann man Islamismus nur bekämpfen mit Hilfe der Strukturen, also der Einbeziehung der Clans in einen Friedensprozess, der Bevölkerung, in dem man Bildung nicht nur theoretisch ermöglicht, sondern dies praktisch umsetzt. Die anderen Maßnahmen habe ich benannt. Die Länder benötigen einen Sicherheitsdienst, der nicht genutzt wird, um die Bevölkerung zu schickanieren und über diese zu herrschen, sondern um sie zu schützen und das geht nur Hand in Hand weltweit.

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Scheinheiligkeit zwei"

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service