BMW X3 xDrive20dPflug durch den Tiefschnee

Margit Stoffels fährt mit dem BMW X3 xDrive20d auf Rügen von Sellin nach Putgarten. von Margit Stoffels

Der BMW X3 xDrive20d

Der BMW X3 xDrive20d  |  © Miguel Medina/Getty Images

Paff! Eine fette Ladung Schnee landet auf der Windschutzscheibe. Ein Bogen aus Schnee, um genau zu sein, jener Bogen, den eine Schneefräse zur Seite wirft wie ein Mähdrescher im Kornfeld. Zehn Grad unter null, es schneit seit Tagen, mit einem Pflug wäre diesen Massen nicht mehr beizukommen. Als wir überholen, zeigt sich im Gesicht des windgegerbten, tief bemützten Fräsenfahrers keine Regung. Ist ja auch keine Saison.

Von A nach B
Alle Folgen der Serie "Von A nach B" aus dem ZEITmagazin

Alle Folgen der Serie "Von A nach B" aus dem ZEITmagazin  |  © .marqs/Photocase

Im Winter hat man Rügen fast für sich. Mit Vor- und Nachteilen: Auf der einen Seite ist endlich mal Platz auf Deutschland beliebtester Ferieninsel, auf der anderen Seite sind die Tage kurz und die Öffnungszeiten so hart wie der Winter. Um 18 Uhr schließt der Supermarkt; bei Interesse an einem warmen Abendessen außerhalb der Ferienwohnung sollte man bis 19.30 Uhr am Restauranttisch sitzen. Wir haben uns einiges vorgenommen für heute: erst nach Kap Arkona, dann zu einer Hofmolkerei, zu einer Schnapsbrennerei und zu dem putzigen Funicular, das ist eine Seilbahn mit Holzkabine. Dieses Programm ist bis Einbruch der Dunkelheit nur mit Allradantrieb zu schaffen. Allein von Sellin bis Putgarten sind es knapp 60 Kilometer.

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Als wir an der Fräse vorbeiziehen, öffnet sich eine Neuschneelandschaft unter Caspar-David-Friedrich-Himmel. Selbst meine Telefonkamera zeigt sich später beeindruckt von den Blautönen. Jetzt ist der Straßenrand kaum noch zu erkennen. In einem normalen Auto könnte man in diesem Augenblick vielleicht nervös werden. Der X3 jedoch zieht mühelos seine Bahn. Das Navi weist unbeirrt geradeaus. Vermutlich könnte man an der vorderen Stoßstange auch ein Räumgerät befestigen. Dann aber geht es auch für den X3 nicht mehr weiter. Die letzten drei Kilometer zum Kap Arkona sind für Autos tabu. Wir gehen zu Fuß, hören nur noch den Wind und den knirschenden Schnee unter unseren Schuhen. Ohne beheizte Ledersitze, den Naturgewalten ausgeliefert, beginnen wir die Inselbewohner zu verstehen. Bei dieser Kälte erstarrt jede Eile, jede Anstrengung richtet sich auf den Erhalt der Vitalfunktionen. Die zwei Leuchttürme und den Peilturm nicken wir nur noch ab. Mit spitz gefrorenen Nasen stapfen wir zurück zum Auto. Die folgenden Programmpunkte werden vertagt. Ab nach Hause, Tür zu, Sauna an. Alles andere hat Zeit bis morgen.

Technische Daten

Motorbauart: 4-Zylinder-Dieselmotor
Leistung: 135 kW (184 PS)
Beschleunigung (0–100 km/h): 8,5 s
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
CO₂-Emission: 147 g/km
Durchschnittsverbrauch: 5,6 Liter
Basispreis: 39.900 Euro

Margit Stoffels ist Mitarbeiterin beim ZEITmagazin

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Leserkommentare
  1. Was zahlt BMW denn für so was?

    8 Leserempfehlungen
  2. hat man Rügen fast für sich.

    Und im Sommer hat man endlose Kolonnen von SUV-Fahrern, die einen als Radfahrer überholen, mit Minimalabstand, versteht sich, denn die Straßen dort wurden ja nicht für SUV gebaut. Radwege gibt's dort auch keine, oder sie werden dem Ortsunkundigen nicht angezeigt. Dank dieser enorm praktischen und sicheren Riesenautos wurde der Trip nach Binz zum Alptraum.

    Aber ist schon klar - ich war ja selbst schuld. Was habe ich als Rad-Urlauber auch auf dieser Insel zu suchen. Ich werde nie wieder hinfahren und Frau Stoffels im Weg sein.

    6 Leserempfehlungen
  3. "Ohne beheizte Ledersitze, den Naturgewalten ausgeliefert" - oje.
    Gut, dass das spritfressende Ungetüm zur Rettung bereitstand.
    Ich kann mich bluemilla nur anschließen.

    5 Leserempfehlungen
  4. ... tut's eine BMW-SUV-Mutti nicht. Warum auch den eigentlichen Begriff "Standseilbahn" verwenden?
    Ziemlich hyperliquid das Ganze ...

    4 Leserempfehlungen
  5. ist schon mehr als leichtfertig. Die unbedarften Fahrer dieser SUV enden dann als Opfer dieser Technik irgendwo am Baum oder im Abgrund. Denn die Physik lässt sich nicht überlisten.

    4 Leserempfehlungen
  6. nennt sich "Autobahn".

    Alle anderen Straßen sind für alle da. So lange wir Recht und Gesetz beachten, versteht sich.

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Irrtum!"
  7. Ich habe einen Izuzu,3.2 Liter auf Autogas der zieht meinen Haenger fur Brennholz muehelos aus dem Wald heraus , immer.. 2x reduction die Kiste ist von 1999. Ich habe einen Landy Pickup mit allen Sperren, alles Blattfedern, overdrive, fast 50 Jahre alt mit einen neuen Turbodiesel, Ketten fahren immer mit, der zieht meinen Gyrocopter, ach nen Auto, japanisch, klitziklein, braucht echt unter 5 L gibt es auch.
    Sone Wulst Kiste brauch kein Mensch, ich parke immer selber ein. Scheefraesen habe ich noch nie ueberholt, da wurde ich selbst bei der Landy Landy Ketten aufziehen, zuviel Arbeit...... Der Text ist sinnfrei, son SUV ist dafuer nie gemacht, steckt das in einer Tracktorfurche unter Pappschnee auf dem Acker ist Ende.......BMWEH

    2 Leserempfehlungen
    • Sikasuu
    • 21. Februar 2013 14:51 Uhr

    Strasse= Mischverkehrsfläche:)
    .
    Dort sind zu finden (fahren, bewegen sich rechtmässig) Fussgänger, Handwagen, Radfahrer, Trecker, Pferdewagen, .....
    usw.
    .
    Frei nach dem alten Monoipilisatz: Zurück aus Start aber über "Fahrschule"!
    .
    Sikasuu

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Irrtum!"

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  • Serie Von A nach B
  • Schlagworte BMW | Auto | Ferienwohnung | Schnee | Winter | Rügen
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