Berliner Bühne: Schlag die Merkel
Wie Stefan Raab das Kanzlerduell zur Wahl revolutionieren könnte
Wir sind entschieden dafür, dass Stefan Raab das Fernsehduell zwischen der Kanzlerin und dem Kandidaten moderiert. Und zwar allein. Das Format Vier Journalisten fragen – zwei Politiker antworten nicht, sondern sagen, was sie zuvor einstudiert haben hat sich als ähnlich erhellend und erfrischend erwiesen wie die Lektüre des FDP-Programms, dauert nur deutlich länger. Wir schlagen daher vor, dass mit dem Moderatoren-Schwarm auch der Titel "Duell" entfällt und die Sendung künftig danach benannt wird, was Peer Steinbrück leisten muss, aber nicht zu wörtlich verstehen darf, wenn es gelingen soll: Schlag die Merkel.
Wir stellen uns, analog zu Schlag den Raab, diverse Aufgaben für K&K vor: Bei der ersten jongliert Merkel lässig mit 27 EU- und 15 Euro-Bällen, während Steinbrück und die dreieinhalb Hansel seines Wahlkampfteams eine geordnete Aufstellung suchen. Gewinner ist, wer den souveräneren Eindruck macht.
In der zweiten Runde legt sich Steinbrück in eine Lernkurve, während Merkel unentwegt "Das mach ich jetzt auch" ruft. Wer zuerst bei der SPD ankommt, schnappt sich die Prozente. Die dritte Runde gewinnt, wer in der CDU einen Markenkern und in der SPD Siegeszuversicht entdeckt und exakt beschreiben kann, wo genau das sein soll. Die vierte und letzte Aufgabe besteht darin, so zu sein wie der andere. Und wenn Steinbrück dann ganz uneitel aus dem Blazer schaut und Merkel auf der Wolke ihrer Bedeutung entschwebt – dann hat Raab gewonnen.





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