OECD soll Aktionsplan für die G20 erarbeiten
Großbritanniens Premierminister David Cameron erklärte im Januar der in Davos versammelten Wirtschaftselite, Unternehmen hätten eine "moralische Verpflichtung", Steuern zu zahlen. Diejenigen, die sich um ihren gerechten Anteil drückten, müssten "aufwachen und den Kaffee riechen". Im Fall Starbucks hat der Weckruf gewirkt, das Unternehmen will in Großbritannien 20 Millionen Pfund zusätzlich abführen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel wetterte am Aschermittwoch gegen "riesige Unternehmen", die "riesige Umsätze bei uns" machten, sie dann aber "in einem Steuerparadies" versteuerten.
Die Fachleute sind schon länger alarmiert. Michael Sell, Chef der Steuerabteilung im Bundesfinanzministerium, beklagt eine "zunehmend aggressive Steuergestaltung bei multinationalen Konzernen".
Dem will Finanzminister Wolfgang Schäuble gemeinsam mit seinen Kollegen aus anderen Ländern nun etwas entgegensetzen. Bei ihrem Treffen in Moskau beschlossen sie in der Gruppe der 20 großen Industrie- und Schwellenländer (G20) am vergangenen Wochenende, vereint gegen die "Erosion der Steuerbasis und Gewinnverschiebungen" vorzugehen. Das Thema steht auch auf der Tagesordnung des G-8-Gipfels im Juni in London.
Das Generalsekretariat des Industrieländerklubs OECD hat gerade eine Studie über Steuerminimierung vorgelegt. Darin warnen die Experten: "Wenn die anderen Steuerzahler den Eindruck haben, dass multinationale Unternehmen auf legale Weise die Einkommensteuer umgehen können, wird das die Regeltreue unterminieren." Die OECD soll nun einen Aktionsplan für die G20 erarbeiten.
Der Name einer Steuerspezialität ist: "Double Irish with a Dutch sandwich"
Die beliebteste Methode der Steuervermeidung ist seit Langem: Man verkauft Güter und Dienstleistungen zwischen Gesellschaften eines Konzerns in verschiedenen Ländern so, dass am Ende die Gewinne in dem Land mit den niedrigsten Steuern landen. Kosten werden möglichst dort verbucht, wo die Steuern hoch sind. Das Ziel der Übung: dort keinen Gewinn auszuweisen, wo er mit dem Finanzamt geteilt werden muss.
Das Ganze funktioniert besonders gut in der Technologiebranche und in der Pharmaindustrie, denn in diesen Unternehmen besteht das Vermögen zu großen Teilen aus Wissen und Können. Solche immateriellen Werte in Zahlen zu fassen ist nicht einfach und unterlag immer schon einer gewissen Willkür. Zwar wird international vorgeschrieben, dass die Preise im Handel zwischen Firmen eines Konzerns denen entsprechen müssen, die zwischen unabhängigen Firmen berechnet werden, aber das durchzusetzen ist in der Praxis extrem schwierig.
Wie soll ein Finanzbeamter einer Softwarefirma und ihren Steueranwälten beweisen, dass der Wert eines Patents bei einem Verkauf im Konzern viel zu hoch angesetzt worden ist?
Eine andere bewährte Methode von weltweit operierenden Unternehmen, die Steuerlast zu minimieren, besteht darin, innerhalb des Konzerns Kredite über die Grenzen hinweg zu vergeben. Tochterfirmen, die in Ländern mit hohen Steuern arbeiten, erhalten Geld von Tochterfirmen, die in Ländern mit niedrigen Steuersätzen arbeiten. Die gezahlten Zinsen werden im Hochsteuerland von den zu versteuernden Gewinnen abgezogen, sodass von diesen möglichst wenig übrig bleibt. Im Niedrigsteuerland führen die Zinseinnahmen umgekehrt zwar zu ansehnlichen Gewinnen, aber eben nicht zu hohen Abgaben.




Auf der einen Seite nutzen google, amazon und Co. die bereitgestellte Infrastruktur, ohne die es die Konzerne nicht so weit gebracht hätten und auf der anderen Seite, sorgen sie mit ihrer Steueroptimierung dafür, dass ihr Geschäftsmodell nicht so schnell wächst, wie es könnte, da Gelder fehlen, um weiter in die benötigte Infrastruktur zu investieren.
verdienen mächtigst daran, dass Arbeitslose, Zeitarbeiter gezwungen sind, für sie zu arbeiten.
Zu miesesten Bedingungen.
Ist ja erhellend, wenn nun schon aus anderen EU-Ländern Arbeitnehmer herangekarrt werden müssen, die von Sicherheitsleuten bewacht werde ....
verdienen mächtigst daran, dass Arbeitslose, Zeitarbeiter gezwungen sind, für sie zu arbeiten.
Zu miesesten Bedingungen.
Ist ja erhellend, wenn nun schon aus anderen EU-Ländern Arbeitnehmer herangekarrt werden müssen, die von Sicherheitsleuten bewacht werde ....
verdienen mächtigst daran, dass Arbeitslose, Zeitarbeiter gezwungen sind, für sie zu arbeiten.
Zu miesesten Bedingungen.
Ist ja erhellend, wenn nun schon aus anderen EU-Ländern Arbeitnehmer herangekarrt werden müssen, die von Sicherheitsleuten bewacht werde ....
ist aber, dass eben nicht nur Arbeitslose und Zeitarbeiter für Amazon arbeiten müssen, sondern alle deutschen Steuerzahler.
Die Bad Hersfelder Centers wären etwa ohne die Verkehrsinfrastruktur sicherlich nicht rentabel. Auch in der Mitte Deutschlands nicht. Zur Auslieferung der Ware werden Straßen einfach gebraucht. Und die zahlt der Bund, also der Steuerzahler, nicht nur der Leiharbeiter oder Arbeitslose.
Bad Hersfelds Lokalpolitiker Heiderich verkündete kürzlich in der Lokalpresse ( Kreisanzeiger, Hersfelder Zeitung) seinen Stolz darauf, dass der Landkreis besonders viel Mittel für den Straßenbau bekommt.
Unter den zusätzlichen CO2 Emissionen, die u. A. Amazon verursacht, Leiden die Atemwege der Anwohner, Wetten, dass Amazon KEINE CO2 Zertifikate dafür kaufen muss?
ist aber, dass eben nicht nur Arbeitslose und Zeitarbeiter für Amazon arbeiten müssen, sondern alle deutschen Steuerzahler.
Die Bad Hersfelder Centers wären etwa ohne die Verkehrsinfrastruktur sicherlich nicht rentabel. Auch in der Mitte Deutschlands nicht. Zur Auslieferung der Ware werden Straßen einfach gebraucht. Und die zahlt der Bund, also der Steuerzahler, nicht nur der Leiharbeiter oder Arbeitslose.
Bad Hersfelds Lokalpolitiker Heiderich verkündete kürzlich in der Lokalpresse ( Kreisanzeiger, Hersfelder Zeitung) seinen Stolz darauf, dass der Landkreis besonders viel Mittel für den Straßenbau bekommt.
Unter den zusätzlichen CO2 Emissionen, die u. A. Amazon verursacht, Leiden die Atemwege der Anwohner, Wetten, dass Amazon KEINE CO2 Zertifikate dafür kaufen muss?
Und weshalb schon wieder Amazon? Erwähnen sie doch in dieser Liste sämtliche grössere Unternehmen, dann wird ein Schuh draus. Selbst grössere Speditionen lassen ihre Fahrzeuge im Ausland zu, Lackieranlagen von Automobilherstellern werden
in den USA geleast und in Deutschland betrieben usw. usw..
warum sagen sie nur Unternehmen, der dt. Staat in Form seiner Kommunen macht es doch genauso, nennt sich Cross-Border Leasing.
warum sagen sie nur Unternehmen, der dt. Staat in Form seiner Kommunen macht es doch genauso, nennt sich Cross-Border Leasing.
"Dem will Finanzminister Wolfgang Schäuble gemeinsam mit seinen Kollegen aus anderen Ländern nun etwas entgegensetzen"
Ich dachte immer, das wäre so beabsichtigt gewesen? Von Eichel, Steinbrück Schäuble?
Von Schröder und Merkel?
Schade, dass man da nichts macheBei so viel guter Absicht.
Vielleicht sollte man die MwSt erhöhen.
Leider sind Steuertricks kein Verbrechen, da man lediglich das Maximum aus bestehenden Steuergesetzen holt. Ich kann und werde den Unternehmen deshalb kein Fehlverhalten vorwerfen. Im Sinne des Unternehmen wäre es schlicht blödsinnig mehr zu bezahlen als man "muss".
Wem ich aber etwas vorwerfe sind die Politiker in Deutschland und in der EU, welche solche "Tricks" ermöglichen. Es ist schon ein Graus, dass wir ein Milliardengesetz zu Euro Rettung durch den Bundestag peitschen können bzw. welches in ganz Europa ratifiziert wird, aber das schließen von europäischen Steuerschlupflöchern am Wiederstand einzelner (z.B. Luxemburg bzw. Irland) scheitert. Tolles Europa!
noch verstärkt: Der beschäftigt sich ja bekanntlich gar nicht mit der Einnahme-Seite des Fiskus.
Und da dachte ich, dass Wettbewerb gewünscht sei im "(Wett-)Kampf der Nationen".
Gesetze wirken zwar wie in Stein gemeißelt, aber in Wirklichkeit gilt: Die Gesetzgebung und deren Anwendung (auch durch Unternehmen) sind im ständigen Fluß.
Aufgabe der Politik ist es, immer wieder von neuem zu prüfen, ob der langfristige Wille der Gesellschaft und die Wirkung der Gesetze übereinstimmen. Wenn sich schädliche Auswüchse ergeben, dann müssen Gesetze angepasst werden.
Der Freihandel und die Vielfalt in der EU hat uns in den letzten Jahrzehnten eine Verbesserung der Lebensverhältnisse gebracht. Wenn andererseits einige Unternehmen die neuen Möglichkeiten (Internethandel, ausgefeilte Logistik etc.) zwar im Einklang mit der Gesetzeslage, aber gegen den Willen der Gesellschaft ausnutzen, muss eine Änderung der Gesetze angestossen werden.
Genau dies wird durch Artikel wie den vorliegenden angestossen.
so sind es doch die Wortverdreher der großen Unternehmen, die viele Schlupflöcher erzeugen.
Da steht die geballte Macht der Konzerne, gegen eine kleine Behörde. Ganz so schuldlos sind die Konzerne also nicht.
noch verstärkt: Der beschäftigt sich ja bekanntlich gar nicht mit der Einnahme-Seite des Fiskus.
Und da dachte ich, dass Wettbewerb gewünscht sei im "(Wett-)Kampf der Nationen".
Gesetze wirken zwar wie in Stein gemeißelt, aber in Wirklichkeit gilt: Die Gesetzgebung und deren Anwendung (auch durch Unternehmen) sind im ständigen Fluß.
Aufgabe der Politik ist es, immer wieder von neuem zu prüfen, ob der langfristige Wille der Gesellschaft und die Wirkung der Gesetze übereinstimmen. Wenn sich schädliche Auswüchse ergeben, dann müssen Gesetze angepasst werden.
Der Freihandel und die Vielfalt in der EU hat uns in den letzten Jahrzehnten eine Verbesserung der Lebensverhältnisse gebracht. Wenn andererseits einige Unternehmen die neuen Möglichkeiten (Internethandel, ausgefeilte Logistik etc.) zwar im Einklang mit der Gesetzeslage, aber gegen den Willen der Gesellschaft ausnutzen, muss eine Änderung der Gesetze angestossen werden.
Genau dies wird durch Artikel wie den vorliegenden angestossen.
so sind es doch die Wortverdreher der großen Unternehmen, die viele Schlupflöcher erzeugen.
Da steht die geballte Macht der Konzerne, gegen eine kleine Behörde. Ganz so schuldlos sind die Konzerne also nicht.
Hallo Amazon,
wenn Ihr das gut gut drauf habt, wie Zeit Online behauptet: Warum bietet Ihr Euren Kunden nicht die Erledigung von Steuererklärungen an? Ich würde auch gerne von Eurer Expertise profitieren und als langjähriger Kunde und Fan würde es mich wirklich freuen, wenn Ihr einen Steuererklär-Service anbieten würdet!
schön, mal das so aufgelistet zu lesen. Die Reihe der sowas nutzenden Firmen ist natürlich weit länger....
Ich warte ehrlich gesagt nicht, bis die Politik da mal in die Gänge kommt. D.h. ich trage nach Möglichkeit nichts zu den Gewinnen dieser Firmen bei. Es gibt immer Alternativen.
Ein jeder hat es selbst in der Hand. Da braucht man nicht nach Mama, Papi, oder Staat zu rufen
Ein jeder hat es selbst in der Hand. Da braucht man nicht nach Mama, Papi, oder Staat zu rufen
ungeahnte Möglichkeiten! Wenn z.B. MONSANTOS seine (sicher bald erworbenen) Patente auf die Natur und den Menschen einem kritischen Verbraucher hier, mit versteckten Mitteln, unterjubelt.
Wer selbst den Sinn nur noch in Dollars erklären kann, wird nie merken, dass er lebt! Und genau diese Sinnlosträger brauchen (und finden zur Genüge) die Konzerne.
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