Ein schneller Erfolg im Kampf Steuerdrückerei ist unwahrscheinlich
Apple gilt auch in den USA nicht als guter Steuerzahler
Und auch aus amerikanischer Sicht ist der Konzern kein sonderlich guter Steuerzahler. Um die Gewinnsteuer in seinem Heimatland Kalifornien zu umgehen, hat Apple beispielsweise eine Tochterfirma in Reno im US-Bundesstaat Nevada angesiedelt. Dort gibt es außerdem keine Kapitalertragsteuer, ein zweiter Vorzug dieses Standorts.
In den USA gilt Apple als ein Unternehmen, das zwar den größten Teil des Werts seiner Produkte im Inland schafft, die Gewinne aber zu rund 70 Prozent im Ausland anfallen lässt.
Eine Rolle spielt auch in diesem Fall Luxemburg. Dort ist die iTunes Sarl registriert – jene Firma, bei der europäische Kunden per Download Musik, Filme und Apps kaufen können. Das Besondere: Bei solchen digitalen Geschäften geht dann auch die Mehrwertsteuer an den Luxemburger Staat, und die ist ziemlich niedrig.
Das Großherzogtum tut sehr viel, um sich international einen Vorteil zu verschaffen, neuerdings sogar bei der Mehrwertsteuer. Bei E-Books wird sie in dem Land fällig, wo die Server stehen. Selbst wenn der Konzern also elektronische Bücher deutscher Verlage an deutsche Leser verkauft, fällt die Luxemburger Mehrwertsteuer an. Deren Satz hat das Großherzogtum Anfang 2012 für E-Books von 15 auf 3 Prozent gesenkt.
Der Hauptprofiteur ist Amazon. Das Internetkaufhaus vertreibt seine Kindle-Bücher über die Luxemburger Firma Amazon Media EU Sarl. Deutsche E-Book-Vertreiber sind im Wettbewerb benachteiligt, sie müssen auf ihre Nettopreise 19 Prozent Mehrwertsteuer aufschlagen. Immerhin: Bei diesem Luxemburger Steuervorteil handelt es sich um ein Auslaufmodell. Von 2015 an wird auch bei E-Books die Steuer in dem Land fällig, in dem der Kunde wohnt.
Gleichwohl baut Amazon seine Aktivitäten in Luxemburg weiter aus. Im Frühjahr soll dort eine weitere Gesellschaft ihre Arbeit aufnehmen, der Verlag Amazon Publishing Europe, der vor allem englischsprachige Autoren und Bücher unter Vertrag nehmen wird.
Mit seiner Steuersenkung bei den E-Books hat Luxemburg die Europäische Kommission auf den Plan gerufen. Sie forderte das Großherzogtum und auch Frankreich, das den Steuersatz für elektronische Bücher 2012 auf 7 Prozent gesenkt hatte, dazu auf, die Sätze umgehend wieder anzuheben. Etliche Finanzminister der übrigen 25 EU-Staaten hatten sich in Brüssel über das Dumping beschwert.
Der EU-Kommissar für Steuern heißt Algirdas Šemeta und kommt aus Litauen. Von ihm stammt die Schätzung, dass die Länder der Union 1.000 Milliarden Euro pro Jahr durch Steuerhinterziehung und Steuerumgehung verlieren. Neben der Kriminalität gebe es "zu viele Möglichkeiten, seine Steuern offen zu minimieren", klagte Šemeta jüngst in der Wirtschaftswoche.
Bis Juni sollen die Steuerexperten der OECD Vorschläge für das weitere Vorgehen vorlegen. Anschließend müssten Länder wie Irland, die Niederlande und Luxemburg, aber wohl auch die USA überzeugt werden, ihr Steuerrecht zu ändern. Ein schneller Erfolg im Kampf gegen die große Steuerdrückerei ist daher unwahrscheinlich.







Auf der einen Seite nutzen google, amazon und Co. die bereitgestellte Infrastruktur, ohne die es die Konzerne nicht so weit gebracht hätten und auf der anderen Seite, sorgen sie mit ihrer Steueroptimierung dafür, dass ihr Geschäftsmodell nicht so schnell wächst, wie es könnte, da Gelder fehlen, um weiter in die benötigte Infrastruktur zu investieren.
verdienen mächtigst daran, dass Arbeitslose, Zeitarbeiter gezwungen sind, für sie zu arbeiten.
Zu miesesten Bedingungen.
Ist ja erhellend, wenn nun schon aus anderen EU-Ländern Arbeitnehmer herangekarrt werden müssen, die von Sicherheitsleuten bewacht werde ....
verdienen mächtigst daran, dass Arbeitslose, Zeitarbeiter gezwungen sind, für sie zu arbeiten.
Zu miesesten Bedingungen.
Ist ja erhellend, wenn nun schon aus anderen EU-Ländern Arbeitnehmer herangekarrt werden müssen, die von Sicherheitsleuten bewacht werde ....
verdienen mächtigst daran, dass Arbeitslose, Zeitarbeiter gezwungen sind, für sie zu arbeiten.
Zu miesesten Bedingungen.
Ist ja erhellend, wenn nun schon aus anderen EU-Ländern Arbeitnehmer herangekarrt werden müssen, die von Sicherheitsleuten bewacht werde ....
ist aber, dass eben nicht nur Arbeitslose und Zeitarbeiter für Amazon arbeiten müssen, sondern alle deutschen Steuerzahler.
Die Bad Hersfelder Centers wären etwa ohne die Verkehrsinfrastruktur sicherlich nicht rentabel. Auch in der Mitte Deutschlands nicht. Zur Auslieferung der Ware werden Straßen einfach gebraucht. Und die zahlt der Bund, also der Steuerzahler, nicht nur der Leiharbeiter oder Arbeitslose.
Bad Hersfelds Lokalpolitiker Heiderich verkündete kürzlich in der Lokalpresse ( Kreisanzeiger, Hersfelder Zeitung) seinen Stolz darauf, dass der Landkreis besonders viel Mittel für den Straßenbau bekommt.
Unter den zusätzlichen CO2 Emissionen, die u. A. Amazon verursacht, Leiden die Atemwege der Anwohner, Wetten, dass Amazon KEINE CO2 Zertifikate dafür kaufen muss?
ist aber, dass eben nicht nur Arbeitslose und Zeitarbeiter für Amazon arbeiten müssen, sondern alle deutschen Steuerzahler.
Die Bad Hersfelder Centers wären etwa ohne die Verkehrsinfrastruktur sicherlich nicht rentabel. Auch in der Mitte Deutschlands nicht. Zur Auslieferung der Ware werden Straßen einfach gebraucht. Und die zahlt der Bund, also der Steuerzahler, nicht nur der Leiharbeiter oder Arbeitslose.
Bad Hersfelds Lokalpolitiker Heiderich verkündete kürzlich in der Lokalpresse ( Kreisanzeiger, Hersfelder Zeitung) seinen Stolz darauf, dass der Landkreis besonders viel Mittel für den Straßenbau bekommt.
Unter den zusätzlichen CO2 Emissionen, die u. A. Amazon verursacht, Leiden die Atemwege der Anwohner, Wetten, dass Amazon KEINE CO2 Zertifikate dafür kaufen muss?
Und weshalb schon wieder Amazon? Erwähnen sie doch in dieser Liste sämtliche grössere Unternehmen, dann wird ein Schuh draus. Selbst grössere Speditionen lassen ihre Fahrzeuge im Ausland zu, Lackieranlagen von Automobilherstellern werden
in den USA geleast und in Deutschland betrieben usw. usw..
warum sagen sie nur Unternehmen, der dt. Staat in Form seiner Kommunen macht es doch genauso, nennt sich Cross-Border Leasing.
warum sagen sie nur Unternehmen, der dt. Staat in Form seiner Kommunen macht es doch genauso, nennt sich Cross-Border Leasing.
"Dem will Finanzminister Wolfgang Schäuble gemeinsam mit seinen Kollegen aus anderen Ländern nun etwas entgegensetzen"
Ich dachte immer, das wäre so beabsichtigt gewesen? Von Eichel, Steinbrück Schäuble?
Von Schröder und Merkel?
Schade, dass man da nichts macheBei so viel guter Absicht.
Vielleicht sollte man die MwSt erhöhen.
Leider sind Steuertricks kein Verbrechen, da man lediglich das Maximum aus bestehenden Steuergesetzen holt. Ich kann und werde den Unternehmen deshalb kein Fehlverhalten vorwerfen. Im Sinne des Unternehmen wäre es schlicht blödsinnig mehr zu bezahlen als man "muss".
Wem ich aber etwas vorwerfe sind die Politiker in Deutschland und in der EU, welche solche "Tricks" ermöglichen. Es ist schon ein Graus, dass wir ein Milliardengesetz zu Euro Rettung durch den Bundestag peitschen können bzw. welches in ganz Europa ratifiziert wird, aber das schließen von europäischen Steuerschlupflöchern am Wiederstand einzelner (z.B. Luxemburg bzw. Irland) scheitert. Tolles Europa!
noch verstärkt: Der beschäftigt sich ja bekanntlich gar nicht mit der Einnahme-Seite des Fiskus.
Und da dachte ich, dass Wettbewerb gewünscht sei im "(Wett-)Kampf der Nationen".
Gesetze wirken zwar wie in Stein gemeißelt, aber in Wirklichkeit gilt: Die Gesetzgebung und deren Anwendung (auch durch Unternehmen) sind im ständigen Fluß.
Aufgabe der Politik ist es, immer wieder von neuem zu prüfen, ob der langfristige Wille der Gesellschaft und die Wirkung der Gesetze übereinstimmen. Wenn sich schädliche Auswüchse ergeben, dann müssen Gesetze angepasst werden.
Der Freihandel und die Vielfalt in der EU hat uns in den letzten Jahrzehnten eine Verbesserung der Lebensverhältnisse gebracht. Wenn andererseits einige Unternehmen die neuen Möglichkeiten (Internethandel, ausgefeilte Logistik etc.) zwar im Einklang mit der Gesetzeslage, aber gegen den Willen der Gesellschaft ausnutzen, muss eine Änderung der Gesetze angestossen werden.
Genau dies wird durch Artikel wie den vorliegenden angestossen.
so sind es doch die Wortverdreher der großen Unternehmen, die viele Schlupflöcher erzeugen.
Da steht die geballte Macht der Konzerne, gegen eine kleine Behörde. Ganz so schuldlos sind die Konzerne also nicht.
noch verstärkt: Der beschäftigt sich ja bekanntlich gar nicht mit der Einnahme-Seite des Fiskus.
Und da dachte ich, dass Wettbewerb gewünscht sei im "(Wett-)Kampf der Nationen".
Gesetze wirken zwar wie in Stein gemeißelt, aber in Wirklichkeit gilt: Die Gesetzgebung und deren Anwendung (auch durch Unternehmen) sind im ständigen Fluß.
Aufgabe der Politik ist es, immer wieder von neuem zu prüfen, ob der langfristige Wille der Gesellschaft und die Wirkung der Gesetze übereinstimmen. Wenn sich schädliche Auswüchse ergeben, dann müssen Gesetze angepasst werden.
Der Freihandel und die Vielfalt in der EU hat uns in den letzten Jahrzehnten eine Verbesserung der Lebensverhältnisse gebracht. Wenn andererseits einige Unternehmen die neuen Möglichkeiten (Internethandel, ausgefeilte Logistik etc.) zwar im Einklang mit der Gesetzeslage, aber gegen den Willen der Gesellschaft ausnutzen, muss eine Änderung der Gesetze angestossen werden.
Genau dies wird durch Artikel wie den vorliegenden angestossen.
so sind es doch die Wortverdreher der großen Unternehmen, die viele Schlupflöcher erzeugen.
Da steht die geballte Macht der Konzerne, gegen eine kleine Behörde. Ganz so schuldlos sind die Konzerne also nicht.
Hallo Amazon,
wenn Ihr das gut gut drauf habt, wie Zeit Online behauptet: Warum bietet Ihr Euren Kunden nicht die Erledigung von Steuererklärungen an? Ich würde auch gerne von Eurer Expertise profitieren und als langjähriger Kunde und Fan würde es mich wirklich freuen, wenn Ihr einen Steuererklär-Service anbieten würdet!
schön, mal das so aufgelistet zu lesen. Die Reihe der sowas nutzenden Firmen ist natürlich weit länger....
Ich warte ehrlich gesagt nicht, bis die Politik da mal in die Gänge kommt. D.h. ich trage nach Möglichkeit nichts zu den Gewinnen dieser Firmen bei. Es gibt immer Alternativen.
Ein jeder hat es selbst in der Hand. Da braucht man nicht nach Mama, Papi, oder Staat zu rufen
Ein jeder hat es selbst in der Hand. Da braucht man nicht nach Mama, Papi, oder Staat zu rufen
ungeahnte Möglichkeiten! Wenn z.B. MONSANTOS seine (sicher bald erworbenen) Patente auf die Natur und den Menschen einem kritischen Verbraucher hier, mit versteckten Mitteln, unterjubelt.
Wer selbst den Sinn nur noch in Dollars erklären kann, wird nie merken, dass er lebt! Und genau diese Sinnlosträger brauchen (und finden zur Genüge) die Konzerne.
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