Wochenmarkt: Rosenkohl auf Italienisch
Die britische Kochbuchautorin Nigella Lawson hat einen Hang zum Überladenen. Ihr Rosenkohl-Rezept mit Pecorino und Zitrone konzentriert sich allerdings aufs Wesentliche.
© Jason Lowe

Gebackener Rosenkohl mit Zitrone und Pecorino
Die britische Kochbuchautorin Nigella Lawson gilt als Erfinderin der Küchen-Babes, denn sie weiß das Häusliche mit dem Erotischen zu verbinden. Auf den Bildern, die es von ihr gibt, knabbert sie an einem Hörnchen oder hält ein Baguette auf eine Art und Weise, die uns normalen Baguetteessern gar nicht einfallen würde. Entsprechend sind ihre Rezepte immer ein bisschen überladen: viel Zimt, viel Süßwein, viel Sahne.
Ihr neues Buch Genießen auf Italienisch (Dorling Kindersley Verlag) enthält dagegen ganz klassische Gerichte der italienischen Küche wie Pasta mit Lamm-Ragù und ein einfaches Maroneneis – sowie dieses Rezept für Rosenkohl, das schon fast etwas Minimalistisches hat.
Man achte beim Einkauf darauf, dass die Röschen des Rosenkohls noch fest geschlossen sind und die Blätter nicht abstehen. Die Röschen werden geputzt, wobei man die äußeren Blätter entfernt und dann längs halbiert. Den Backofen auf 220 Grad vorheizen. Auf einem Blech Olivenöl verteilen, Rosenkohl darauflegen, Zitronenschale und Rosmarin darüberstreuen (es schmeckt aber auch ohne diesen). Die Röschen sollten gleichmäßig auf dem Blech verteilt sein. 20 Minuten backen. Die Garzeit kann variieren, man sollte also am besten probieren. Etwas Biss schadet nicht.
Den Rosenkohl gibt man in eine vorgewärmte Schüssel. Den Pecorino (oder Parmesan) über den Kohl reiben und alles gut durchrühren. Salzen und pfeffern. Wer will, fügt zum Schluss noch etwas Zitronensaft hinzu.
So passt der Rosenkohl zu Lamm, Ente und Wild, falls es darum geht, einen Ehemann mit einem richtigen Essen zu beglücken. Für ein nettes Abendessen mit sich allein reicht vielleicht auch der Rosenkohl.
Gebackener Rosenkohl mit Zitrone und Pecorino
(für 4 bis 6 Personen)
2 EL Olivenöl
1 TL gehackter Rosmarin
abgeriebene Schale und Saft von 1 Zitrone
500 g Rosenkohl
2 EL geriebener Pecorino oder Parmesan
Salz und Pfeffer











What will they think of next?
Was, bitte ist an diesem Rezept italienisch?
Wahrscheinlich nicht einmal das Olivenoel!
@ 2: Was ist an Wirsing italienisch? Nun, der Kohl selbst natürlich! Auf französisch heißt er Mailänder Kohl, auf englisch nennt man ihn Savoy Cabbage -- er kommt also definitiv aus Norditalien.
@ 2: Was ist an Wirsing italienisch? Nun, der Kohl selbst natürlich! Auf französisch heißt er Mailänder Kohl, auf englisch nennt man ihn Savoy Cabbage -- er kommt also definitiv aus Norditalien.
ist auf jeden Fall etwas Besseres, als die sonst übliche britische Küche. Werde ich gerne mal ausprobieren. Zumindest italienisch daran ist doch wohl der Pecorino...!
@ 2: Was ist an Wirsing italienisch? Nun, der Kohl selbst natürlich! Auf französisch heißt er Mailänder Kohl, auf englisch nennt man ihn Savoy Cabbage -- er kommt also definitiv aus Norditalien.
@4: Na und nicht zu vergessen, die fürs Rezept unverzichtbare Leberwurst, die niemand auf der Welt German Sausage nennt - also wenn dieses Rezept nicht italienisch ist, was dann?
Das stimmt nicht: Auf Französisch heissen sie "choux de Bruxelles", auf Englisch "Brussels sprout" (also aus Brüssel). "Chou de Milan" und "Savoy cabbage" gibt es zwar auch, heisst aber auf Deutsch "Wirsing".
Ich zitiere Wikipedia: Erste Belege für den Anbau von Rosenkohl werden auf das Jahr 1587 in Belgien datiert. Der ursprüngliche Name ist Choux de Bruxelles. In Deutschland wurde er als Brüsseler Sprossen oder Brüsseler Kohl bekannt. Anfang des 19. Jahrhunderts begann Rosenkohl seinen Siegeszug als Wintergemüse durch ganz Europa und fand auch in den USA Verbreitung. Heute wird Rosenkohl vor allem in den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien angebaut. Etwa 15 % der Gesamtmenge kommen aus Deutschland.
... auf "Wirsing"???
@4: Na und nicht zu vergessen, die fürs Rezept unverzichtbare Leberwurst, die niemand auf der Welt German Sausage nennt - also wenn dieses Rezept nicht italienisch ist, was dann?
Das stimmt nicht: Auf Französisch heissen sie "choux de Bruxelles", auf Englisch "Brussels sprout" (also aus Brüssel). "Chou de Milan" und "Savoy cabbage" gibt es zwar auch, heisst aber auf Deutsch "Wirsing".
Ich zitiere Wikipedia: Erste Belege für den Anbau von Rosenkohl werden auf das Jahr 1587 in Belgien datiert. Der ursprüngliche Name ist Choux de Bruxelles. In Deutschland wurde er als Brüsseler Sprossen oder Brüsseler Kohl bekannt. Anfang des 19. Jahrhunderts begann Rosenkohl seinen Siegeszug als Wintergemüse durch ganz Europa und fand auch in den USA Verbreitung. Heute wird Rosenkohl vor allem in den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien angebaut. Etwa 15 % der Gesamtmenge kommen aus Deutschland.
... auf "Wirsing"???
@4: Na und nicht zu vergessen, die fürs Rezept unverzichtbare Leberwurst, die niemand auf der Welt German Sausage nennt - also wenn dieses Rezept nicht italienisch ist, was dann?
Das stimmt nicht: Auf Französisch heissen sie "choux de Bruxelles", auf Englisch "Brussels sprout" (also aus Brüssel). "Chou de Milan" und "Savoy cabbage" gibt es zwar auch, heisst aber auf Deutsch "Wirsing".
Ich zitiere Wikipedia: Erste Belege für den Anbau von Rosenkohl werden auf das Jahr 1587 in Belgien datiert. Der ursprüngliche Name ist Choux de Bruxelles. In Deutschland wurde er als Brüsseler Sprossen oder Brüsseler Kohl bekannt. Anfang des 19. Jahrhunderts begann Rosenkohl seinen Siegeszug als Wintergemüse durch ganz Europa und fand auch in den USA Verbreitung. Heute wird Rosenkohl vor allem in den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien angebaut. Etwa 15 % der Gesamtmenge kommen aus Deutschland.
mit einem richtigen Essen zu beglücken.
Für Frau allein reicht das Gemüse.
Das ist brav.
... auf "Wirsing"???
... als italienisches Gemuese. Deswegen (nehme ich mal an).
... als italienisches Gemuese. Deswegen (nehme ich mal an).
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