Finanznachrichtendienst Gomopa: "Jetzt du wieder! Gruß Klaus"
Wie der Finanznachrichtendienst Gomopa gegen Betrüger kämpft und dabei selbst dubiose Geschäfte macht.
Es war an einem Mittwochmittag im September 2012 in Berlin-Kreuzberg, als Klaus Maurischat, ein Eis in der Hand und einen Kollegen neben sich, über eine Brücke spazierte und brutal überfallen wurde. Drei schwarz vermummte Männer griffen ihn an, sie schlugen ihn auf offener Straße nieder und traten ihm ins Gesicht, dann liefen sie davon. Blutend schleppte sich Maurischat in sein Büro am Tempelhofer Ufer und rief die Polizei.
Maurischat, 56, war wohl kein Zufallsopfer. Der Mann lebt gefährlich. Er ist Chef eines Finanznachrichtendienstes namens Gomopa, und er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Anlagebetrügern und anderen Wirtschaftskriminellen auf die Spur zu kommen und auf seiner Internetseite vor ihnen zu warnen. So schafft man sich Feinde in einem Milieu, in dem es Geld im Überfluss und wenig Skrupel gibt. Wer ihm die Schläger auf den Hals hetzte, ist nicht bekannt.
Eine der Firmen, mit denen sich Maurischat und seine Mitarbeiter in den vergangenen Jahren intensiv beschäftigten, ist die Immobiliengruppe S&K mit Sitz in Frankfurt. Die Rechercheure von Gomopa hatten einen guten Riecher, denn auch die Strafverfolgungsbehörden nahmen die Firma ins Visier, und sie holten jüngst zum großen Schlag aus: Am 19. Februar durchsuchten nicht weniger als 1.200 Ermittlungsbeamte und 15 Staatsanwälte eine Frankfurter Jugendstilvilla und mehr als 130 Objekte in sieben Bundesländern.
Die Hauptverdächtigen wurden verhaftet, es sind der 33-jährige Stephan Schäfer und der 31-jährige Jonas Köller, die beiden Chefs von S&K. Sie werden verdächtigt, ein betrügerisches Schneeballsystem aufgebaut und Geldanleger um einen dreistelligen Millionenbetrag betrogen zu haben. Das Geld soll unter anderem für den exzessiven und extrem aufwendigen Lebensstil der Beschuldigten verwendet worden sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall gegen insgesamt 50 Personen, darunter sind auch Anwälte und Sachverständige, die den Hauptverdächtigen zu Diensten waren.
Für Maurischat und seine Truppe könnte der Triumph kaum größer sein. Bereits im März 2010 hatten sie vor S&K gewarnt. Für ihre Berichterstattung waren die Rechercheure von der Frankfurter Firma mit Klagen überzogen worden. Auf der Internetseite des Finanznachrichtendienstes ist zu lesen: "Bis zur vorgestrigen Verhaftung von Schäfer und seines Geschäftspartners Jonas Köller wurden gegen GoMoPa.net insgesamt zwölf Klagen an vier Landgerichten (Stuttgart, Berlin, Köln und Frankfurt am Main) eingereicht und der Streitwert auf drei Millionen Euro hochgetrieben." Man habe sich davon aber nicht schrecken lassen: "GoMoPa.net hielt stand." Damit weckt der Fall S&K Sympathien für ein Unternehmen, das sich gerne als eine Art Schutzpolizei für Bürger und Anleger darstellt. "GoMoPa wurde mit dem Ziel gegründet, durch aktive Aufklärung und permanente Transparenz nachhaltig zur Betrugsprävention in Wirtschaft und Gesellschaft beizutragen", heißt es auf der Website.
Das klingt gut, wenn nicht: zu gut, um wahr zu sein. Recherchen der ZEIT legen den Verdacht nahe, dass die selbst erklärten Saubermänner ebenfalls Dreck am Stecken haben könnten. Es gibt Indizien für systematisch betriebene Erpressungen.
Gomopa steht für Goldman, Morgenstern & Partners, der Hauptsitz des Unternehmens ist New York, aber mit der berühmten Investmentbank hat die Firma nichts zu tun. Bei der auf der Website angegebenen Adresse von Gomopa handelt es sich um ein Gebäude an der Madison Avenue in Midtown Manhattan. Dort findet sich ein Business Center, eine Art Gemeinschaftsbüro, wo sich Unternehmen Fax, Kopierer und Konferenzräume teilen. Bei einem Besuch vor Ort war niemand von Gomopa für die ZEIT zu erreichen. Man solle einen Termin machen, sagte die Empfangsdame. Persönlich kenne sie niemanden von der Firma.
Tatsächlich scheint Gomopa maßgeblich von Deutschland aus betrieben zu werden. Am Tempelhofer Ufer in Berlin-Kreuzberg hat eine Gomopa GmbH ihren Sitz, es handelt sich um eine Niederlassung der US-Firma.
Ein ehemaliger freier Mitarbeiter der Firma beschreibt gegenüber der ZEIT den eigentlichen Zweck des Unternehmens als ein "ausgeklügeltes Schutzgeld-Geschäftsmodell".




Hier haben Sie sich für die Goldene Himbeere im Pressebereich qualifiziert. Eine wirklich schlechte journalistische Leistung. Bin echt enttäuscht, habe von Ihnen mehr erwartet. Fehlt eigentlich nur noch dieser Verrückte aus dem Internet, der über Dioxinmorde und Stasiverwicklungen schreibt. Ist das auch ein Zeuge von Ihnen? Geben Sie Ihren Lesern aber bitte die Möglichkeit auch die Fakten des angegriffenen Finanznachrichtendienstes zu lesen. http://www.gomopa.net/Pre...
Ich lese sonst sehr gern Ihre Zeitung, aber hier haben Sie einen journalistischen Flop gelandet. Der in der Aussage, es liegen 14 anonyme Zeugen vor, seinen Höhepunkt hat.
Ziemlich auffällig, dass Sie sich extra für diesen Kommentar neu angemeldet haben, finden Sie nicht?
Mir reicht ein Blick auf die Internetseite dieses Dienstes GoMoPa, um zu sehen, was für ein unseriöser Laden das ist. Da reißt auch die Gegendarstellung nichts raus.
Ziemlich auffällig, dass Sie sich extra für diesen Kommentar neu angemeldet haben, finden Sie nicht?
Mir reicht ein Blick auf die Internetseite dieses Dienstes GoMoPa, um zu sehen, was für ein unseriöser Laden das ist. Da reißt auch die Gegendarstellung nichts raus.
Gute Arbeit. Das im Artikel angesprochene Thema beschreibt eine ernstzunehmende Bedrohung unseres Gemeinwesens: erpressen (lt. Strafrecht: Drohen mit einem empfindlichen Übel), mundtot machen, kein Wunder, daß bis auf den fake user keinerlei Reaktionen erfolgen. Was braucht es mehr für dieses Geschäftsmodell.
Zwei Kommentare ob des Themas maßen bedenklich an, hinsichtlich der zeitweiligen Flut von Meinungsmitteilern hier im Forum.
Daher mein Senf:
(unabhängig der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu S+K)
(1. Ich habe den Erstkommentar gelesen und keine Angst.)
2. Ein Mensch einer Finanzberatungsgesellschaft wurde öffentlich von vermummten Personen geschlagen.
3. Die Finanzverkäufer (z.B. S+K) entpuppen sich als nicht unbedingt koscher und "prügeln"(?) per Nötigung zurück.
4. Es existiert ein strafrechtlicher Tatbestand, sonst hätte niemand auf die Mitglieder einer "Kontrollinstanz" zugeschlagen (fake?) oder munter bezahlt, um nicht die eigenen Machenschaften publik werden zu lassen.
5. Es existiert eine medienrelevante Finanzmafia.
6. Falls dem so ist, ist mein Beitrg wenig lebensförderlich.
7. Ich musste den Text dreimal lesen, um mir der Brisanz gegenwärtig zu sein: Es gibt Normal-Sparer, die Urteile "unabhängiger" Beurteiler zu Rate ziehen, während diese etwaig gekauft sind.
[...]
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/au
Entfernt. Kein Themenbezug. Danke, die Redaktion/jp
Entfernt. Kein Themenbezug. Danke, die Redaktion/jp
Während bei dieser Gomopa manches mit dieser S&K frühzeitig und zutreffend dargestellt publiziert wurde, erleben viele Kleinanleger immer wieder doch, wie etwa manche einschlägige Anwaltskanzleien, Finanz"fachleute" und andere, flink ihre Dienste dann anbieten, wenn ihr Investment den Bach hinuntergegangen ist. Und oft wollen diese Figuren nur eines, dass aus einem Leichen-Exsudat auch noch die letzten Tropfen ausgesaugt wird.
In der Regel wissen geschädigte Kapitalanleger dann nicht nicht mehr wirklich, welchen Figuren sie da noch vertrauen können. Diese geben meist vor, einen gewissen Teil ihres Verlustes wieder reinzuholen. Das Prinzip bei diesen "Nothelfern" ist dann meist ähnlich: Wenn jemand schonmal so blauäugig war, jemanden unbedarft Geld anzuvertrauen, dann lässt dieser sich wahrscheinlich noch einmal ganz gut melken.
Es wäre allemal hilfreicher, zu recherchieren, welche all von diesen "Rettern" frühermal in der Finanzbrache schonmal aktiv waren, bevor man nochmal gutes Geld einer Fehlinvestition hinterher wirft. Zum Glück ist Dank des Internets dies heutzutage etwas einfacher geworden. Es gibt ja manche gutgemachte, aufschlussreiche Internetseiten, die ganz gut dokumentieren, welche Verbindungen oft zwischen unseriösen Fondsanbietern, Finanzfirmen, Drückerfirmen, Rechtsanwälten und vielen verschiedenen unseriösen Figuren/Akteuren in der Finanzbranche da existieren.
danke an die ZEIT, dass sie darüber gut recherchiert berichtet. Auf dem Gebiet gibt es mit Sicherheit noch mehr Abgründe, und weil so viel Geld zu holen ist, sind auch Gutachter und Anwälte, Architekten dabei … was hier beschrieben wird deckt sich mit dem was mir ein Strafgefangener und auch ein Unternehmer erzählten.
Eine andere Welt. Ich bin froh, dass es nicht meine ist.
Langfristig wäre mehr staatliche Kontrolle sicher angezeigt.
Werte Frau Loll,
sie sollten einmal recherchieren was der feine Herr Klaus Maurischat früher alles so gemacht hat. Nur mal so als Tipp zwischendruch ;-)
Ziemlich auffällig, dass Sie sich extra für diesen Kommentar neu angemeldet haben, finden Sie nicht?
Mir reicht ein Blick auf die Internetseite dieses Dienstes GoMoPa, um zu sehen, was für ein unseriöser Laden das ist. Da reißt auch die Gegendarstellung nichts raus.
Ihnen reicht also "ein Blick" auf die Internetseite und Sie wissen Bescheid? Klasse! Schneller hat noch nie jemand den grauen Markt und alles was damit zusammenhängt verstanden.
Mir reicht ein Blick auf Ihren Kommentar um zu wissen, wessen Geistes Kind Sie sind ...
Ihnen reicht also "ein Blick" auf die Internetseite und Sie wissen Bescheid? Klasse! Schneller hat noch nie jemand den grauen Markt und alles was damit zusammenhängt verstanden.
Mir reicht ein Blick auf Ihren Kommentar um zu wissen, wessen Geistes Kind Sie sind ...
Ihnen reicht also "ein Blick" auf die Internetseite und Sie wissen Bescheid? Klasse! Schneller hat noch nie jemand den grauen Markt und alles was damit zusammenhängt verstanden.
Mir reicht ein Blick auf Ihren Kommentar um zu wissen, wessen Geistes Kind Sie sind ...
Ihnen reicht also "ein Blick" auf die Internetseite und Sie wissen Bescheid? Klasse! Schneller hat noch nie jemand den grauen Markt und alles was damit zusammenhängt verstanden.
Mir reicht ein Blick auf Ihren Kommentar um zu wissen, wessen Geistes Kind Sie sind ...
Entfernt. Kein Themenbezug. Danke, die Redaktion/jp
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren