Immobilien: China geht shoppen
Die Reichen kaufen Immobilien auf der ganzen Welt, weil die wirtschaftliche Lage sie aus dem Land treibt.
© AFP/Getty Images

Makler und potenzielle Kunden begutachten die neusten Hausmodelle auf einer Immobilienmesse in China
Es gibt sie also wirklich. Die Typen, von denen man glaubte, sie seien ausgedacht. Den rundlichen, freundlichen Chinesen zum Beispiel, den man eines Nachmittags bei Pekinger Künstlerfreunden trifft. Der Kleidung nach zu urteilen, könnte er Kleinunternehmer sein, Autohändler vielleicht. Aber chinesischen Millionären sieht man ihr Geld eben selten an. Der Mann ist in die USA ausgewandert, betätigt sich als Kunstsammler und lebt in einem Palast. Auf seinem iPhone zeigt er Bilder seines neuen Zuhauses in Atlanta. Darauf: das Weiße Haus. "Sieht genauso aus wie das in Washington", sagte er in möglichst bescheidenem Tonfall. "Ein bisschen größer vielleicht."
Der Neuamerikaner ist durchaus typisch, denn immer mehr reiche Chinesen kaufen Grundbesitz im Ausland und wandern aus. Umweltverschmutzung, Lebensmittelskandale und wirtschaftliche Unsicherheit treiben sie ins Ausland. Dort, glauben sie, seien ihre Besitztümer besser geschützt, bekämen ihre Kinder eine bessere Ausbildung, sei die Lebensqualität einfach besser. Kein Smog und kein verseuchtes Milchpulver. Dies sind Ergebnisse des jährlichen Berichts über die Internationale Migration der Chinesen, welche die renommierte Akademie für Sozialwissenschaften (CASS) jüngst veröffentlichte. Fast ein Drittel derer, die mehr als 10 Millionen Yuan besitzen, umgerechnet 1,2 Millionen Euro, haben das Land bereits verlassen. Fast die Hälfte derer, die noch in China leben, erwägt, ihnen zu folgen.
Neu ist, dass sich Chinesen mit dem Gedanken tragen, nach Europa und besonders nach Deutschland auszuwandern. Oder dort zumindest Grundbesitz zu erwerben. Durch die Eurokrise sind europäische Immobilien für Chinesen sehr günstig geworden. Deutsche mögen über die steigenden Immobilienpreise in Berlin klagen, einem Pekinger entfährt da nur ein erstauntes: "Unfassbar billig!" Chinesische Zeitungen preisen neuerdings Europa als Investitions- und Reiseziel. "Seit zwölf Monaten beobachten wir einen Wandel. Plötzlich ist Europa sehr interessant für unsere Kunden", sagt Simon Henry, Vizemanager von Juwai.com, der größten chinesischen Onlinebörse für Auslandsimmobilien.
Wer aber sind die Auswanderer? Laut CASS-Studie sind die meisten Privatunternehmer oder Manager zwischen 35 und 55 Jahren. Viele leben teilweise in China, sobald sie erst mal eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis anderswo erworben hatten – meist durch ein Investitionsvisum. 75 Prozent der Ausländer, die in den vergangenen drei Jahren in Nordamerika ein solches Visum erhalten hatten, waren Chinesen. Was den Auswanderern enorm hilft, sind die Netzwerke chinesischer Auswanderer überall auf der Welt – 45 Millionen Chinesen bilden schon jetzt die größte Auslandsgemeinschaft der Welt.
Für die Regierung in Peking ist der Migrationstrend ziemlich heikel. Schließlich sind es gerade die Gutausgebildeten und Reichen, die das Land verlassen wollen und damit zeigen, dass sie wenig Vertrauen in das politische und wirtschaftliche System ihres Heimatlands haben. Ganz zu schweigen vom Kapital und Know-how, das mit ihnen abfließt. Noch peinlicher ist, dass unter den Auswanderern auch korrupte Beamte sind. In China spricht man vom "nackten Beamten": Erst schickt der Beamte Frau und Kinder ins Ausland und sendet ihnen Stück für Stück das Vermögen nach. Er selbst bleibt allein und damit "nackt" in China, bis es auch für ihn Zeit wird, das Weite zu suchen.
Im Jahr 2011 veröffentlichte die Zentralbank auf ihrer Website eine Schätzung, die auf Recherchen der CASS zurückging. Demzufolge hatten zwischen 1995 und 2008 rund 18.000 Beamte das Land verlassen, viele offenbar von der Angst getrieben, in ein Korruptionsverfahren verwickelt zu werden. Sie nahmen ein Korruptionsvermögen von 800 Milliarden Yuan (96 Milliarden Euro) mit. Die Studie sorgte in China für große Aufregung, wenig später war sie von der Website der Zentralbank verschwunden.
Das chinesische Interesse an Grundbesitz im Ausland ist rapide gestiegen, seit die chinesische Regierung vor zwei Jahren durch allerlei Maßnahmen den heimischen Immobilienmarkt beschränkte, um der Überhitzung vorzubeugen. Mit einem Mal war es schwerer, an Kredite zu kommen, später kamen Regelungen hinzu, die Neuankömmlingen den Häuserkauf in Städten wie Peking empfindlich erschwerten. "Etwa die Hälfte der Chinesen, die Immobilien im Ausland erwerben wollen, suchen nach einer guten Investition", sagt Henry. "Andere wollen eine Wohnung für ihre im Ausland studierenden Kinder kaufen. Und dann gibt es jene, die selbst auswandern möchten."
Für eine Investition im Ausland spricht aus chinesischer Sicht einiges. Nach wie vor kann man Boden in China nicht besitzen, sondern lediglich das Nutzungsrecht für maximal 70 Jahre erwerben. Die meisten Chinesen aber bevorzugen feste Werte, statt ihr Vermögen ins Bonds, Aktien oder Fonds fließen zu lassen. Einige investieren in Kunst.
Dazu kommt, dass die Preise für Immobilien in Städten wie Peking, Shanghai oder Shenzhen in schwindelerregende Höhen geklettert sind. "Ein Mittelklassehaus in Europa zu bezahlen ist für Chinesen keine große Bürde", sagt Zhang Zheng, Auslandsmanager auf der Onlineimmobilienbörse Soufun, die auch Immobilien im Ausland anbietet. Seine Kunden beschreibt Zhang als Mittelklasse. "Die Reichen haben meist einen persönlichen Agenten." Wobei Mittelklasse heißt, "dass die meisten bereits mehrere Häuser in China haben." Seine Firma bietet nicht nur Informationen über den Immobilienmarkt vieler Länder, sondern auch über Erziehungs- und Gesundheitssystem, Gesetze und Visapolitik. Die einen wollen ihre Kinder im Ausland zum Studieren schicken, die anderen dort in Rente gehen. Soufun begleitet seine Kunden auch auf Besichtigungsreisen ins Ausland, auch nach Deutschland. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua schätzt, dass bereits 30 Prozent der chinesischen Immobilieninvestitionen ins Ausland gehen.
Am liebsten kaufen Chinesen in den USA. Dort stellen sie schon die zweitgrößte Käufergruppe, nach den Kanadiern. Neun Prozent amerikanischer Immobilien werden von Chinesen erworben. "Chinesen gehen gerne dorthin, wo es schon viele Auslandschinesen gibt. Nach Kalifornien, Los Angeles, Florida, Las Vegas, New York oder San Francisco", sagt Chen Hang von Foreopen LLC in Pittsburgh, der sich auf chinesische Kunden spezialisiert hat. "Viele zahlen in bar. Einmal kaufte einer auf einmal 100 Appartements in Los Angeles. In bar." Chen würde so etwas nicht sagen, doch ist es gut möglich, dass es dabei bisweilen um Geldwäsche geht. Die chinesische Nachfrage verändert jedenfalls das amerikanische Angebot. In Miami etwa versuchen Entwickler derzeit, ein neues "Chinatown" zu errichten. Andere locken asiatische Kunden mit Wokküchen oder Penthouses im achten Stock, die Acht gilt als Glückszahl.
Auch anderswo spürt man die Macht chinesischer Immobilienverkäufer, etwa in den bevorzugten Auswandererzielen Kanada und Australien. Laut China Daily werden 29 Prozent aller neuen Häuser in Vancouver mittlerweile von Festlandschinesen gekauft. "Die Businessclass zwischen Peking und Vancouver ist immer voll besetzt", berichtet ein Vielflieger. In Sydney sollen Chinesen gleich für 60 Prozent der Käufe neugebauter Immobilien verantwortlich sein.
Neuerdings lockt auch Europa chinesische Käufer. "Europas Wirtschaft geht nach unten, auch ist die europäische Einwanderungspolitik lockerer geworden. Also interessieren sich immer mehr Chinesen für Europa", sagt Zhang.
Schon lange zieht London chinesische Investoren an. Nicht nur, weil die britischen Gesetze ausländische Investoren willkommen heißen. "Sondern auch, weil Chinesen das amerikanische und das britische Erziehungssystem für das beste halten", sagt Zhang. Schon kaufen Investoren aus China und Südostasien jedes zweite Haus in Zentrallondon. Doch auch auf dem Land wirbt man um chinesische Käufer. Die Firma Maxhard hat im grünen Wales eine Siedlung individueller Natursteinhäuser für Chinesen gebaut. "Wir bieten Ihnen eine britische Heimat für Ihr chinesisches Herz." Wer 190.000 Pfund anzahlt, dem verspricht die Firma innerhalb von drei Monaten einen britischen Pass. "Ihre Identität wird sich auf luxuriöse Weise wandeln, schon bald werden Sie über Ruhm verfügen und das elegante Leben Ihrer Träume leben. Sie werden als Gentleman in Großbritannien willkommen geheißen." Ohnehin sehen europäische Immobilienmakler eine wachsende Nachfrage an Lifestyle-Immobilien: der chinesische Millionär, der sich ein Schlösschen oder ein Weingut leistet. Im französischen Burgund haben Chinesen in den vergangenen beiden Jahren 30 Weingüter gekauft.
Einige krisengeschüttelte EU-Länder wiederum bieten ausländischen Investoren neuerdings interessante Deals. Vor allem Portugal, Spanien und Zypern, sagt Henry. "Ein Ausländer, der dort investiert – das kann auch einen Hauskauf beinhalten –, bekommt die permanente Aufenthaltserlaubnis und kann sich dann um die Staatsbürgerschaft bemühen." In Zypern ist das am günstigsten. "Mit einer Investition von 300.000 Euro kann man dort schon die permanente Aufenthaltserlaubnis bekommen." Einer ihrer Partner habe dort in acht Wochen 174 Häuser an Chinesen verkauft. Henry glaubt nicht, dass die weltweiten Investitionen der Chinesen Ressentiments wecken. "Wir haben in den achtziger Jahren große antijapanische Ressentiments erlebt, als Japaner überall in der Welt Immobilien kauften. Jetzt ist das anders, denn wir sehen eine weltweite Rezession, die Investitionen der Chinesen werden da eher als Hilfe verstanden."
Auch Deutschland wird immer beliebter. Und das, obwohl es – außer in Hamburg – keine großen chinesischen Gemeinden in Deutschland gibt. "Vor zwei Jahren gehörte Deutschland noch nicht unter die Top Ten der Investitionsziele. Doch in den letzten drei bis sechs Monaten ist es auf Platz sieben gestiegen", so Henry. Die stabile Volkswirtschaft, das Erziehungssystem und die Lebensqualität seien hier für Chinesen attraktiv. "Vor allem in technischen Studiengängen und im Ingenieurswesen hat das deutsche Bildungssystem in China einen sehr guten Ruf", sagt Henry. Juwai hat seitenlang Deutschland im Angebot, Berlin und Dresden: Etwa das Penthouse in der Nähe des Brandenburger Tors für fünf Millionen Euro. Aber auch die Bar in der Nähe von Spree und Friedrichstraße für 225.000 Euro.
Das größte Problem für Chinesen, die ins Ausland emigrierten, sei nach wie vor das Essen, sagt Zhang. "Es ist sehr schwer für Chinesen, sich daran zu gewöhnen." Wie sagte doch der weit gereiste pensionierte Ingenieur? Das Leben in Deutschland sei einfach toll, die Ruhe, die Natur, die Sozialversicherung, sofort würde er hinziehen. "Aber jeden Tag Schweinebraten? Ganz ehrlich, wer hält das aus?"







Tja vielleicht kann er die Speisekarten nicht lesen oder weiss nicht was mediterrane Küche ist?
Der Bericht zeigt, dass China weit entfernt ist von Wirtschaft. USA und westliche Länder haben erstmal im eigenen Land gewirtschaftet vor oder gleichzeitig mit Expansion.
Und wenn man den Berichten über Kindesentführung zur Zwangsarbeit und Behebung von Frauenmangel glauben darf, ist dermassen viel im Argen, dass eigentlich genug zu investieren wäre. Aber scheinbar gehts da rasanter als Hier: Millionär oder gar nichts. Von einem Mittelstand weit entfernt ,und es zeigt was oassiert, wenn der Mittelstand hierzulande eliminiert wäre.
Falls die Chinesen Geld nach Deutschland bringen, und Immobilien nicht nur als reines Investitionsobjekt sehen, sollte doch jeder von ihnen herzlich empfanden werden. Mir sind persönlich Chinesen im Land lieber als Personen aus einschlägig bekannten Kreisen, die nicht wegen der kulturellen Schönheit Deutschlands hier sein wollen, sondern wegen der Almosen
jedoch wollen Sie bestimmt nicht eine Immobilienpreisexplosion wie z.B. in Vancouver sehen. Dort sind Preise fuer Immobilien in den letzten 10 Jahren in unerschwingliche Hoehen gestiegen. Ein durchschnittliches 1-Familienhaus kostet dort inzwischen ca. 1 Million-$. Dieser Boom wird zu grossen Teilen durch fernöstliches Geld getrieben. Aehnliches sieht man in vielen grossen Staeden in Nordamerika.
Was glauben Sie, was mit den ohnehin schon hohen Immobilienkosten in z.b. Frankfurt/Main, Duesseldorf oder Muenchen passieren wuerde? Schauen Sie sich mal Hong-Kong an, MIeten um die $10,000 pro Monat und Eigentum unerschwinglich.
Ich kann nur hoffen, dass Chinesisches Geld vom heimischen Immobilien Markt ferngehalten wird ...
Wer wird denn ausgerechnet an Ostern Almosen geben oder wollen?
Die, die uns unsere Lebensgrundlage nehmen, geben sich nicht mit Almosen zufrieden.
Ich habe nichts gegen Herrn Aldi der Frau Schickedanz usw.
Aber die ca 800.000 Menschen die bei uns bereits 50 Prozent der Vemögen haben (Herr Aldi Nord oder Süd konnte sein Vermögen in den letzten 10 jahren von 5 auf 15 Milliarden € verdreifachen), werden von Leuten wie ihnen entweder angebetet der missachtet aber wenn einer kommt und bekommt 350 € Sozialhilfe, dann sehen sich benachteiligt.
Frohe Ostern.
Es gibt nichts Schoeneres als liebgewonne Vorurteile zu verbreiten oder? Aber warum bitte ist ein Investment in Wohnungen jetzt ein Problem? Irgendwem muessen ja die Wohnungen gehoeren, die millionenfach vermietet sind. Ja, und wenn einer das letzte Prozent Profit daraus holt, kann ich nur entgegnen, dass ist eben Marktwirtschaft und da investiert keiner Geld weil er wohltaetig werden will. Sollte Ihnen das nicht so passen, muessen eben andere Politiker gewaehlt werden.
"Mir sind persönlich Chinesen im Land lieber als Personen aus einschlägig bekannten Kreisen, die nicht wegen der kulturellen Schönheit Deutschlands hier sein wollen, sondern wegen der Almosen"
Warum nennen Sie nicht einfach Ross und Reiter, statt nebulös Allgemeinplätze zu vertreten?
Ich glaube nicht, dass die paar, die wegen der Almosen hier herkommen, unser Hauptproblem sind. Das ist aushaltbar. Außerdem, wenn wir denen in anderen Ländern die Lebensgrundlage entziehen, finde ich, ist es ihr gutes Recht, zu uns zu kommen. Warten Sie doch erst einmal ab, wenn der Klimawandel vollends zuschlägt und so manchem Küstenbewohner und Insulaner das Wasser bis zum Hals steht. Die richtigen Völkerwanderungen haben wir noch vor uns. Dagegen ist das, was derzeit passiert, vernachlässigbar. Wir tragen unseren Teil dazu bei, dass es Menschen gibt, die zu uns kommen.
jedoch wollen Sie bestimmt nicht eine Immobilienpreisexplosion wie z.B. in Vancouver sehen. Dort sind Preise fuer Immobilien in den letzten 10 Jahren in unerschwingliche Hoehen gestiegen. Ein durchschnittliches 1-Familienhaus kostet dort inzwischen ca. 1 Million-$. Dieser Boom wird zu grossen Teilen durch fernöstliches Geld getrieben. Aehnliches sieht man in vielen grossen Staeden in Nordamerika.
Was glauben Sie, was mit den ohnehin schon hohen Immobilienkosten in z.b. Frankfurt/Main, Duesseldorf oder Muenchen passieren wuerde? Schauen Sie sich mal Hong-Kong an, MIeten um die $10,000 pro Monat und Eigentum unerschwinglich.
Ich kann nur hoffen, dass Chinesisches Geld vom heimischen Immobilien Markt ferngehalten wird ...
Wer wird denn ausgerechnet an Ostern Almosen geben oder wollen?
Die, die uns unsere Lebensgrundlage nehmen, geben sich nicht mit Almosen zufrieden.
Ich habe nichts gegen Herrn Aldi der Frau Schickedanz usw.
Aber die ca 800.000 Menschen die bei uns bereits 50 Prozent der Vemögen haben (Herr Aldi Nord oder Süd konnte sein Vermögen in den letzten 10 jahren von 5 auf 15 Milliarden € verdreifachen), werden von Leuten wie ihnen entweder angebetet der missachtet aber wenn einer kommt und bekommt 350 € Sozialhilfe, dann sehen sich benachteiligt.
Frohe Ostern.
Es gibt nichts Schoeneres als liebgewonne Vorurteile zu verbreiten oder? Aber warum bitte ist ein Investment in Wohnungen jetzt ein Problem? Irgendwem muessen ja die Wohnungen gehoeren, die millionenfach vermietet sind. Ja, und wenn einer das letzte Prozent Profit daraus holt, kann ich nur entgegnen, dass ist eben Marktwirtschaft und da investiert keiner Geld weil er wohltaetig werden will. Sollte Ihnen das nicht so passen, muessen eben andere Politiker gewaehlt werden.
"Mir sind persönlich Chinesen im Land lieber als Personen aus einschlägig bekannten Kreisen, die nicht wegen der kulturellen Schönheit Deutschlands hier sein wollen, sondern wegen der Almosen"
Warum nennen Sie nicht einfach Ross und Reiter, statt nebulös Allgemeinplätze zu vertreten?
Ich glaube nicht, dass die paar, die wegen der Almosen hier herkommen, unser Hauptproblem sind. Das ist aushaltbar. Außerdem, wenn wir denen in anderen Ländern die Lebensgrundlage entziehen, finde ich, ist es ihr gutes Recht, zu uns zu kommen. Warten Sie doch erst einmal ab, wenn der Klimawandel vollends zuschlägt und so manchem Küstenbewohner und Insulaner das Wasser bis zum Hals steht. Die richtigen Völkerwanderungen haben wir noch vor uns. Dagegen ist das, was derzeit passiert, vernachlässigbar. Wir tragen unseren Teil dazu bei, dass es Menschen gibt, die zu uns kommen.
jedoch wollen Sie bestimmt nicht eine Immobilienpreisexplosion wie z.B. in Vancouver sehen. Dort sind Preise fuer Immobilien in den letzten 10 Jahren in unerschwingliche Hoehen gestiegen. Ein durchschnittliches 1-Familienhaus kostet dort inzwischen ca. 1 Million-$. Dieser Boom wird zu grossen Teilen durch fernöstliches Geld getrieben. Aehnliches sieht man in vielen grossen Staeden in Nordamerika.
Was glauben Sie, was mit den ohnehin schon hohen Immobilienkosten in z.b. Frankfurt/Main, Duesseldorf oder Muenchen passieren wuerde? Schauen Sie sich mal Hong-Kong an, MIeten um die $10,000 pro Monat und Eigentum unerschwinglich.
Ich kann nur hoffen, dass Chinesisches Geld vom heimischen Immobilien Markt ferngehalten wird ...
Er ist auferstanden.
Nein, nicht Jesus, der vielleicht auch.
Nein, der Egoist.
Was unsere Eltern uns noch lehrten und unsere Großeltern uns einbläuten, ist out. Nicht mehr: "teile" oder "nimm Dir das kleinere Stück" oder "lass den anderen auch was übrig" sollen unsere KInder lernen.
Das Zeitalter des EGoismus (auch neoliberal genannt) ist angebrochen.
Nimm Dir was Du kriegen kannst - selbst wenn Du es nicht brauchst und morgen wieder wegwirfst - Hauptsache ein anderer bekommt es nicht.
Das ist ein globales, länder- und menschenverbindendes Prinzip.
Diese Welt des 21. Jahrundert wird nicht von Auseinandersetzungen zwischen Moslem und Christen oder Juden bestimmt oder zwischen Engländern und Franzosen. Eine Länderübergreifende Kapitalelite, die sich auf das Recht auf Eigentum beruft (egal woher das stammt), will über die restlichen 95 Prozent der Erdbevölkerung herrschen.
Es geht nicht um reiche Russen oder reiche Chinesen - es geht um eine neue Gesellschaftssordnung - weit weg von Religion oder Gerechtigkeit.
Die eigenen Gene sollen vererbt werden und diese Gene sollen in Luxus überleben können - am liebsten ewig. Damit wäre das Überleben der eigenen Gene gesichert - es wäre sozusagen ein ewiges Leben in einem geerbten und vererbbaren Paradies auf Erden. Das Stammhirn setzt sich gegenüber dem Großhirn durch.
Wie nutzt der neolliberale "Christ" Karfreitag oder Ostern? Er studiert die Aktienkurse und plant seine Profite zu steigern, indem er anderen immer noch weniger gönnt.
Das Zeitalter der Egoisten (bzw. Narzisten) liegt schon hinter uns; es folgt das Zeitalter der Soziopathen:
http://www.nrhz.de/flyer/...
" ... Die entfesselt und hemmungslos, also, wenn man so will, „psychopathisch“ gewordene Geldwelt zieht wie ein Magnet „psychopathische“ Menschen an und produziert sie. Die Qualifikationen für eine Psychopathen-Karriere erwirbt man im Schoß von Familien, die einen Zweckverbund von Warencharakteren und Geldsubjekten darstellen (...) trägt dazu bei, „funktionale Psychopathen“ zu erzeugen und qualifiziert den Nachwuchs für ein Leben in der kapitalistischen Welt von heute und morgen. (...) Mit Ritalin und anderen Psychopharmaka werden Kinder fit gemacht für die Konkurrenz, der sie früh ausgesetzt sind und in die sie sich einüben sollen. Der alles beherrschende und von allen vergötterte Markt wirft seine Schatten voraus und so ist das Klima in unseren Schulen gekennzeichnet durch Leistungsdruck, Vereinsamung, Mobbing und Feindseligkeit untereinander. Es steht zu fürchten, dass sozialdarwinistische Leistungskonkurrenz, Bindungslosigkeit, Kälte und Indifferenz sich im Inneren der Kinder als psychische Frigidität, Empathie- und Gewissenlosigkeit reproduzieren werden. Der Narzisst mag heute noch tonangebend sein, die Zukunft gehört dem Psychopathen. ..."
Das Zeitalter der Egoisten (bzw. Narzisten) liegt schon hinter uns; es folgt das Zeitalter der Soziopathen:
http://www.nrhz.de/flyer/...
" ... Die entfesselt und hemmungslos, also, wenn man so will, „psychopathisch“ gewordene Geldwelt zieht wie ein Magnet „psychopathische“ Menschen an und produziert sie. Die Qualifikationen für eine Psychopathen-Karriere erwirbt man im Schoß von Familien, die einen Zweckverbund von Warencharakteren und Geldsubjekten darstellen (...) trägt dazu bei, „funktionale Psychopathen“ zu erzeugen und qualifiziert den Nachwuchs für ein Leben in der kapitalistischen Welt von heute und morgen. (...) Mit Ritalin und anderen Psychopharmaka werden Kinder fit gemacht für die Konkurrenz, der sie früh ausgesetzt sind und in die sie sich einüben sollen. Der alles beherrschende und von allen vergötterte Markt wirft seine Schatten voraus und so ist das Klima in unseren Schulen gekennzeichnet durch Leistungsdruck, Vereinsamung, Mobbing und Feindseligkeit untereinander. Es steht zu fürchten, dass sozialdarwinistische Leistungskonkurrenz, Bindungslosigkeit, Kälte und Indifferenz sich im Inneren der Kinder als psychische Frigidität, Empathie- und Gewissenlosigkeit reproduzieren werden. Der Narzisst mag heute noch tonangebend sein, die Zukunft gehört dem Psychopathen. ..."
Wer wird denn ausgerechnet an Ostern Almosen geben oder wollen?
Die, die uns unsere Lebensgrundlage nehmen, geben sich nicht mit Almosen zufrieden.
Ich habe nichts gegen Herrn Aldi der Frau Schickedanz usw.
Aber die ca 800.000 Menschen die bei uns bereits 50 Prozent der Vemögen haben (Herr Aldi Nord oder Süd konnte sein Vermögen in den letzten 10 jahren von 5 auf 15 Milliarden € verdreifachen), werden von Leuten wie ihnen entweder angebetet der missachtet aber wenn einer kommt und bekommt 350 € Sozialhilfe, dann sehen sich benachteiligt.
Frohe Ostern.
Nett, dass Sie nichts gegen mich haben. Ich gebe mir auch alle Mühe, nicht allzu abgehoben zu wirken.
Nett, dass Sie nichts gegen mich haben. Ich gebe mir auch alle Mühe, nicht allzu abgehoben zu wirken.
Das stimmt nicht. Die wirtschaftliche Lage erlaubt ihnen ja gerade erst die Ansammlung riesiger Vermögen, die sie wegen der politischen Lage schleunigst im Ausland verstecken wollen. Mein Nachbar möchte sein Seegrundstück verkaufen. Eine Chinesin kam vorbei: "Wieviel?" -- "Anderthalb Millionen." -- "Nein danke, unter 2 Millionen kaufe ich nichts."
Es gibt nichts Schoeneres als liebgewonne Vorurteile zu verbreiten oder? Aber warum bitte ist ein Investment in Wohnungen jetzt ein Problem? Irgendwem muessen ja die Wohnungen gehoeren, die millionenfach vermietet sind. Ja, und wenn einer das letzte Prozent Profit daraus holt, kann ich nur entgegnen, dass ist eben Marktwirtschaft und da investiert keiner Geld weil er wohltaetig werden will. Sollte Ihnen das nicht so passen, muessen eben andere Politiker gewaehlt werden.
... informieren Sie sich doch erst einmal, was Marktwirtschaft bedeutet.
Kleiner Tipp: Wer trägt normalerweise Verluste?
... informieren Sie sich doch erst einmal, was Marktwirtschaft bedeutet.
Kleiner Tipp: Wer trägt normalerweise Verluste?
kommt sukzessiv zur heutigen Haushaltskonsolidierung in 10 Jahren nicht noch eine deutsche Kulturkonsolidierung hinzu.
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