Stimmt’s?: Verlieren gelagerte Äpfel ihre Vitamine?
...fragt Everhard Fritze aus Bremen
Die Äpfel, die wir jetzt im Supermarkt kaufen, sind – wenn sie nicht aus südlichen Ländern wie Neuseeland oder Südafrika kommen – im vergangenen Herbst geerntet worden. Wie kommt es, dass sie noch einen so frischen und knackigen Eindruck machen?
Wer Äpfel selber im Keller lagert, der weiß, dass sie zwar im Frühjahr noch genießbar, aber doch meist schon sehr schrumpelig und mehlig sind. In professionellen Kühlhäusern wird das verhindert, indem man die Äpfel in einer kontrollierten Atmosphäre lagert: bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und hoher Luftfeuchtigkeit. Vor allem besteht die Luft aus fast reinem Stickstoff – vom Sauerstoff, der sonst etwa 20 Prozent ausmacht, ist nur noch ein Rest vorhanden. Das stoppt die meisten Oxidationsprozesse.
Weil der Apfel aber selbst das Reifungshormon Ethylen produziert und daher weiter reift, hat sich in den letzten Jahren die Begasung mit 1-Methylcyclopropen (1-MCP) verbreitet. Dieser Stoff blockiert die Ethylenrezeptoren des Apfels und friert seinen Zustand praktisch ein.

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Aber selbst in diesen Standby-Äpfeln kommen nicht alle chemischen Prozesse zum Erliegen. Das betrifft besonders das empfindliche Vitamin C: Es zersetzt sich im Lauf der Zeit. Auch in knackigen Äpfeln bleibt nach einem halben Jahr maximal die Hälfte übrig.
Die Adressen für "Stimmt’s"-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de. Das "Stimmt’s?"-Archiv: www.zeit.de/stimmts
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der Kapitalismus....
Überhaupt keine Äpfel...
Überhaupt keine Äpfel...
erleidet in unserer Konsumgesellschaft nur, wer Obst und Gemüse konsequent meidet. Lageräpfel und Flugware, auch das vile Gemüse, das uns zur Verfügung steht, bieten uns mehr Vitamine, als früher selbst reichen Leuten zur Verfügung standen.
Also: das Gepienze bitte einstellen!
Wer bitte pienzt denn rum? Hier wird lediglich eine Sachlage erläutert bzw eine Leserfrage beantwortet.
Bzgl Vitaminmangel bzw. -überschuss hätte ich gern Quellen, die Ihre Aussagen belegen.
Wer bitte pienzt denn rum? Hier wird lediglich eine Sachlage erläutert bzw eine Leserfrage beantwortet.
Bzgl Vitaminmangel bzw. -überschuss hätte ich gern Quellen, die Ihre Aussagen belegen.
dann aber bitte ungespritzte. Denn dann kann man die Schale mit essen, da sich dort die meisten Vitamine befinden.
ungespritzte Äpfel vom Bauern aus näherer Umgebung. Die gesamte Problematik kommt doch nur dadurch zustande, dass die meisten Menschen zu jeder Jahreszeit jedes Gemüse und jedes Obst kaufen wollen. Es muss ständig Äpfel geben, es muss ständig Paprika geben, es muss ständig Tomaten geben, Kiwis, Bananen, Mangos, Ananas...
Man sollte sich wieder zurück besinnen auf "natürliche" Ernährungsweisen, sprich frische Lebensmittel nur zu den entsprechenden Jahreszeiten, und ansonsten gibts Eingelegtes. Dann wäre auch das Bio-Problem gelöst.
ungespritzte Äpfel vom Bauern aus näherer Umgebung. Die gesamte Problematik kommt doch nur dadurch zustande, dass die meisten Menschen zu jeder Jahreszeit jedes Gemüse und jedes Obst kaufen wollen. Es muss ständig Äpfel geben, es muss ständig Paprika geben, es muss ständig Tomaten geben, Kiwis, Bananen, Mangos, Ananas...
Man sollte sich wieder zurück besinnen auf "natürliche" Ernährungsweisen, sprich frische Lebensmittel nur zu den entsprechenden Jahreszeiten, und ansonsten gibts Eingelegtes. Dann wäre auch das Bio-Problem gelöst.
Der Vitamin C Gehalt von Äpfeln ist allein deswegen unwichtig, weil dieses Vitamin in so vielen Lebensmitteln zugestezt wird, bzw. natürlich enthalten ist, daß eher eine Überversorgung stattfindet. Da fände ich es besser, wenn über andere Stoffe und Nährwerte eines Lebensmittels berichtet würde. Es gibt schließlich auch Apfelsorten die durch Lagerung erst genießbar werden.
Mittel zum Leben, die "Zugesetztes" enthalten meiden ja eben schon viele. Diese Kompensation ist also heutzutage auch kein Argument mehr. - Einerseits wird gefordert, naturnahe Lebensmittel zu verzehren, andererseits wird auf die "Zusätze" verwiesen. Vitamin C und Magnesium sind, abgesehen davon, wohl tatsächlich schnell verbraucht, bei starken Rauchern und Alkoholikern (schätzungsweise 10 Mio Deutsche haben ein "Problem mit Alkohol").
Mittel zum Leben, die "Zugesetztes" enthalten meiden ja eben schon viele. Diese Kompensation ist also heutzutage auch kein Argument mehr. - Einerseits wird gefordert, naturnahe Lebensmittel zu verzehren, andererseits wird auf die "Zusätze" verwiesen. Vitamin C und Magnesium sind, abgesehen davon, wohl tatsächlich schnell verbraucht, bei starken Rauchern und Alkoholikern (schätzungsweise 10 Mio Deutsche haben ein "Problem mit Alkohol").
Drei weiterführende Links für den geneigten Leser:
https://de.wikipedia.org/...
http://www.chemgapedia.de...
https://de.wikipedia.org/...
Wer bitte pienzt denn rum? Hier wird lediglich eine Sachlage erläutert bzw eine Leserfrage beantwortet.
Bzgl Vitaminmangel bzw. -überschuss hätte ich gern Quellen, die Ihre Aussagen belegen.
ungespritzte Äpfel vom Bauern aus näherer Umgebung. Die gesamte Problematik kommt doch nur dadurch zustande, dass die meisten Menschen zu jeder Jahreszeit jedes Gemüse und jedes Obst kaufen wollen. Es muss ständig Äpfel geben, es muss ständig Paprika geben, es muss ständig Tomaten geben, Kiwis, Bananen, Mangos, Ananas...
Man sollte sich wieder zurück besinnen auf "natürliche" Ernährungsweisen, sprich frische Lebensmittel nur zu den entsprechenden Jahreszeiten, und ansonsten gibts Eingelegtes. Dann wäre auch das Bio-Problem gelöst.
Ich stimme Ihnen zu.
Für die "natürliche" Ernährungsweise aber bitte auch weniger Fleisch, an der Herkunft und am Konsum von Fleisch ist heute rein Garnichts mehr natürlich.
Um das ganze Perfekt zu machen bitte Fairtrade kaufen um die Menschen zu schonen, Bio für die Umwelt und Vegan für die Tiere.
Aber ich kann Sie trösten, jeder kleine Schritt reicht vorerst.
Es ist gar nicht so sicher, dass Lagerware energiegünstiger ist. Das trifft allenfalls auf auf Lagerung in Kellern zu, die ohne Kühlung auskommen. Das bedeutet Rückkehr zur Subsistenzwirtschaft. Den Traum kennen wir aus den frühen 80ern. Und wir wissen, dass es nicht funktioniert. Schrumpeläpfel werden nicht akzeptiert, der Verderb ist hoch, man benötigt viel Arbeitskraft/zeit, die keiner finanzieren will.
Wer sich die Entwicklung der Bio-Landwirtschaft ansieht, merkt bald, dass auch da der ökonomische Zwang zur Industrialisierung greift. Wer, wie mein Vater, 20 Ar Garten zur Verfügung hat, kann viel (aber nicht alles!) selbst produzieren. Es gibt aber selbst auf den Dörfern nicht viele Familien, die soviel Garten und auch die Zeit zum Bewirtschaften haben.
Ich stimme Ihnen zu.
Für die "natürliche" Ernährungsweise aber bitte auch weniger Fleisch, an der Herkunft und am Konsum von Fleisch ist heute rein Garnichts mehr natürlich.
Um das ganze Perfekt zu machen bitte Fairtrade kaufen um die Menschen zu schonen, Bio für die Umwelt und Vegan für die Tiere.
Aber ich kann Sie trösten, jeder kleine Schritt reicht vorerst.
Es ist gar nicht so sicher, dass Lagerware energiegünstiger ist. Das trifft allenfalls auf auf Lagerung in Kellern zu, die ohne Kühlung auskommen. Das bedeutet Rückkehr zur Subsistenzwirtschaft. Den Traum kennen wir aus den frühen 80ern. Und wir wissen, dass es nicht funktioniert. Schrumpeläpfel werden nicht akzeptiert, der Verderb ist hoch, man benötigt viel Arbeitskraft/zeit, die keiner finanzieren will.
Wer sich die Entwicklung der Bio-Landwirtschaft ansieht, merkt bald, dass auch da der ökonomische Zwang zur Industrialisierung greift. Wer, wie mein Vater, 20 Ar Garten zur Verfügung hat, kann viel (aber nicht alles!) selbst produzieren. Es gibt aber selbst auf den Dörfern nicht viele Familien, die soviel Garten und auch die Zeit zum Bewirtschaften haben.
Ich stimme Ihnen zu.
Für die "natürliche" Ernährungsweise aber bitte auch weniger Fleisch, an der Herkunft und am Konsum von Fleisch ist heute rein Garnichts mehr natürlich.
Um das ganze Perfekt zu machen bitte Fairtrade kaufen um die Menschen zu schonen, Bio für die Umwelt und Vegan für die Tiere.
Aber ich kann Sie trösten, jeder kleine Schritt reicht vorerst.
Eine vegane Ernährung beinhaltet ja zumeist auch den Konsum von Sojaprodukten.
Auch wenn von Menschen momentan nur 2 Prozent der geernteten Sojabohnen verzehrt werden-Tendenz steigend-kann das für die Umwelt negative Konsequenzen haben, denn die Plantagen benötigen Anbaufläche.Außerdem wird für den Anbau vermutlich nicht ausschließlich Naturdünger verwendet.
Damit wollte ich den Begriff nicht hervorheben, sondern mangels Synonym etwas entkräften. Deswegen ja auch eine (vermutlich zu) kurze Ausführung, was ich damit meine.
Grundsätzlich kann ich Ihrer Meinung etwas Positives abgewinnen. Allerdings würde ich die Begriffe "Bio" und "Vegan" gern aus der Aufzählung entfernen.
Zum einen bin ich für individuelle Ernährung. Ich möchte niemandem vorschreiben was und wie viel davon gegessen werden darf/soll.
Es sollte stattdessen eine breitflächige, ehrliche, transparente und damit von der Industrie abgekoppelte Aufklärung geben. Mittlerweile kann man sehr gut abschätzen, welche Inhaltsstoffe diverser Lebensmittel was im Körper bewirken. "Abschätzen" deswegen, weil es selbst unter Wissenschaftlern unterschiedliche Meinungen gibt. Wie wichtig ist zB Fleisch oder Fisch? Brauchen wir Milchprodukte?
Anhand dieses Wissens sollte dann jeder entscheiden, ob es Sinn macht, jeden Tag Steak zu essen oder ob es gesund ist, sich vegan zu ernähren. Das muss jeder selbst wissen, was er/sie sich antut.
Bzgl "Bio" ist zu sagen, dass der Begriff sehr dehnbar ist und im Laufe der Jahre nicht wirklich dazu geführt hat, dass Bio-Produkte wirklich auch solche sind. Das Bio-Siegel wird nach unterschiedliche Kriterien verteilt und es gibt unterschiedliche Ansichten bzgl der Kriterien. Bio vom Bauern ist anders als bio vom Discounter und wiederum anders als bio aus dem Reformhaus.
Es besteht ja bereits die Möglichkeit, regional zu kaufen. Allerdings hält sich das in Grenzen. Die Frage ist: wie kann man regional und saisonal so einführen, dass es akzeptiert und auch gekauft wird?
Im späten Sommer bin ich öfters im Südschwarzwald zu Besuch. Es gibt dort eine regionale Supermarktkette, die Fleischprodukte aus der Region kauft. Direkt von den Bauern. Bestimmte Waren sind somit nicht immer zu kriegen. Natürlich versucht man mit dem Konsum mitzuhalten. Aber manchmal ist eben nichts mehr da. Schade für den Kunden, wenn man 3kg Hack braucht. Deswegen kann man das aber zB vorab bestellen. Soweit ich das mitbekommen habe, wird dort wenig weggeschmissen.
Eier kommen auch aus der Region. Auf der Packung ist die Anschrift der Höfe zu finden. Man kann hinfahren und sich das anschauen, wenn man sich von der Zucht überzeugen möchte.
Kriegt man das auch in Frankfurt am Main oder in Berlin oder in München hin? Wird schwierig. Die Frage ist auch, ob es Sinn macht, dass zB ein Drittel aller Städter einmal die Woche 30km aufs Land fährt, um Gemüse, Obst und Tierprodukte zu kaufen. Wäre nicht im Sinne der Umwelt. Man bräuchte also Geschäfte vor Ort und kurze Lieferwege. Wäre machbar.
Aber: wie viel soll da produziert werden? Wie lange soll es reichen?
Man muss sich auch fragen, ob der Kunde wirklich König sein muss. Muss denn wirklich immer zu jeder Zeit alles käuflich sein? Kann man eventuell mal damit leben, dass die Theken/Regale nicht immer gefüllt sind?
Die Produktion sollte sich mMn darauf beschränken, was wirklich gebraucht wird. Der Verbraucher muss aber vor allem auch ein bisschen von seinen Erwartungen abweichen. Man braucht zB nicht jeden Tag Fleisch. Zumindest nicht so viel, dass potentiell jeder Mensch täglich Fleisch essen kann.
Man braucht nicht das ganze Jahr über Tomaten. Man braucht eigentlich ziemlich viele Dinge nicht zu jeder Zeit, stets greifbar und super günstig.
Diesen dekadenten Luxus leisten wir uns erst seit einigen Jahrzehnten und das auf Kosten anderer. Wie lange wird das noch gut gehen?
Diese Problematik hat viele Ursachen und hängt mit vielen Gegebenheiten zusammen. So einfach ist es sicherlich nicht lösbar und stur eine Änderung zu verlangen wäre auch der falsche Weg. Der Mensch muss sich einfach klar werden, welche Rolle sein Sein und sein Handeln spielt. Hier vor Ort, national, aber auch international. Es gibt sicherlich eine Lösung, die dazu führt, dass viele Menschen davon profitieren würden. Und wenn auch nur dadurch die Lebensqualität und die Qualität der Produkte steigt. Denn wenn es natürlich nur nach reinem Profit geht, dann haben wir wohl derzeit ein recht effektives System entwickelt.
Aber ob wir wirklich richtig stehen, sehen wir erst wenn das Licht aus geht.
Eine vegane Ernährung beinhaltet ja zumeist auch den Konsum von Sojaprodukten.
Auch wenn von Menschen momentan nur 2 Prozent der geernteten Sojabohnen verzehrt werden-Tendenz steigend-kann das für die Umwelt negative Konsequenzen haben, denn die Plantagen benötigen Anbaufläche.Außerdem wird für den Anbau vermutlich nicht ausschließlich Naturdünger verwendet.
Damit wollte ich den Begriff nicht hervorheben, sondern mangels Synonym etwas entkräften. Deswegen ja auch eine (vermutlich zu) kurze Ausführung, was ich damit meine.
Grundsätzlich kann ich Ihrer Meinung etwas Positives abgewinnen. Allerdings würde ich die Begriffe "Bio" und "Vegan" gern aus der Aufzählung entfernen.
Zum einen bin ich für individuelle Ernährung. Ich möchte niemandem vorschreiben was und wie viel davon gegessen werden darf/soll.
Es sollte stattdessen eine breitflächige, ehrliche, transparente und damit von der Industrie abgekoppelte Aufklärung geben. Mittlerweile kann man sehr gut abschätzen, welche Inhaltsstoffe diverser Lebensmittel was im Körper bewirken. "Abschätzen" deswegen, weil es selbst unter Wissenschaftlern unterschiedliche Meinungen gibt. Wie wichtig ist zB Fleisch oder Fisch? Brauchen wir Milchprodukte?
Anhand dieses Wissens sollte dann jeder entscheiden, ob es Sinn macht, jeden Tag Steak zu essen oder ob es gesund ist, sich vegan zu ernähren. Das muss jeder selbst wissen, was er/sie sich antut.
Bzgl "Bio" ist zu sagen, dass der Begriff sehr dehnbar ist und im Laufe der Jahre nicht wirklich dazu geführt hat, dass Bio-Produkte wirklich auch solche sind. Das Bio-Siegel wird nach unterschiedliche Kriterien verteilt und es gibt unterschiedliche Ansichten bzgl der Kriterien. Bio vom Bauern ist anders als bio vom Discounter und wiederum anders als bio aus dem Reformhaus.
Es besteht ja bereits die Möglichkeit, regional zu kaufen. Allerdings hält sich das in Grenzen. Die Frage ist: wie kann man regional und saisonal so einführen, dass es akzeptiert und auch gekauft wird?
Im späten Sommer bin ich öfters im Südschwarzwald zu Besuch. Es gibt dort eine regionale Supermarktkette, die Fleischprodukte aus der Region kauft. Direkt von den Bauern. Bestimmte Waren sind somit nicht immer zu kriegen. Natürlich versucht man mit dem Konsum mitzuhalten. Aber manchmal ist eben nichts mehr da. Schade für den Kunden, wenn man 3kg Hack braucht. Deswegen kann man das aber zB vorab bestellen. Soweit ich das mitbekommen habe, wird dort wenig weggeschmissen.
Eier kommen auch aus der Region. Auf der Packung ist die Anschrift der Höfe zu finden. Man kann hinfahren und sich das anschauen, wenn man sich von der Zucht überzeugen möchte.
Kriegt man das auch in Frankfurt am Main oder in Berlin oder in München hin? Wird schwierig. Die Frage ist auch, ob es Sinn macht, dass zB ein Drittel aller Städter einmal die Woche 30km aufs Land fährt, um Gemüse, Obst und Tierprodukte zu kaufen. Wäre nicht im Sinne der Umwelt. Man bräuchte also Geschäfte vor Ort und kurze Lieferwege. Wäre machbar.
Aber: wie viel soll da produziert werden? Wie lange soll es reichen?
Man muss sich auch fragen, ob der Kunde wirklich König sein muss. Muss denn wirklich immer zu jeder Zeit alles käuflich sein? Kann man eventuell mal damit leben, dass die Theken/Regale nicht immer gefüllt sind?
Die Produktion sollte sich mMn darauf beschränken, was wirklich gebraucht wird. Der Verbraucher muss aber vor allem auch ein bisschen von seinen Erwartungen abweichen. Man braucht zB nicht jeden Tag Fleisch. Zumindest nicht so viel, dass potentiell jeder Mensch täglich Fleisch essen kann.
Man braucht nicht das ganze Jahr über Tomaten. Man braucht eigentlich ziemlich viele Dinge nicht zu jeder Zeit, stets greifbar und super günstig.
Diesen dekadenten Luxus leisten wir uns erst seit einigen Jahrzehnten und das auf Kosten anderer. Wie lange wird das noch gut gehen?
Diese Problematik hat viele Ursachen und hängt mit vielen Gegebenheiten zusammen. So einfach ist es sicherlich nicht lösbar und stur eine Änderung zu verlangen wäre auch der falsche Weg. Der Mensch muss sich einfach klar werden, welche Rolle sein Sein und sein Handeln spielt. Hier vor Ort, national, aber auch international. Es gibt sicherlich eine Lösung, die dazu führt, dass viele Menschen davon profitieren würden. Und wenn auch nur dadurch die Lebensqualität und die Qualität der Produkte steigt. Denn wenn es natürlich nur nach reinem Profit geht, dann haben wir wohl derzeit ein recht effektives System entwickelt.
Aber ob wir wirklich richtig stehen, sehen wir erst wenn das Licht aus geht.
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