WochenmarktEin Milchlamm mit Zwiebeln und Nüssen

von Elisabeth Raether

In Spanien gibt es »Calçots«, sie ähneln Frühlingszwiebeln. Um diese Jahreszeit werden sie gegrillt, bis sie schwarz und süß werden. Sie sind in Deutschland schwer zu bekommen. Die Tapasbar Raval in Berlin bringt uns auf die Idee, blasse deutsche Frühlingszwiebeln scharf anzubraten, statt damit wie sonst unsere Wurstplatte zu dekorieren. Dazu gibt es Milchlamm und eine Romesco-Soße, einen Klassiker der spanischen Küche und für alle, die sie noch nicht kennen, eine Erleuchtung.

Kartoffeln in 1 cm dicke Scheiben schneiden, Zwiebeln in dünne Streifen. Beides auf einem Backblech auslegen. Darauf kommen die Knoblauchknolle, nicht geschält und quer halbiert, sowie die Rosmarinzweige. Salzen und pfeffern. Olivenöl darübergeben, mit Wasser und Wein auffüllen, sodass die Kartoffeln gerade bedeckt sind. Das mit Pfeffer und Salz eingeriebene Lamm darauflegen, bei 180 Grad zwei Stunden garen, wobei alle 30 Minuten das Fleisch mit dem Sud begossen wird. Die Garzeit hängt von der Größe der Lammschulter ab, man muss also mit Gefühl an die Sache herangehen.

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Für die Romesco-Soße gibt man auf ein zweites Blech je im Ganzen Tomaten und 1 bis 2 Knoblauchknollen. 30 Minuten garen, dann Tomaten schälen. Der Knoblauch ist weich und schmeckt süßlich, das Mus lässt sich leicht herausdrücken. Mit Mandeln, Haselnüssen, getrockneten Paprika (wer keine bekommen kann, lässt sie weg), Paprikapulver, Petersilie und Essig im Mixer zerkleinern.

Alle Wochenmarkt-Rezepte

Alle Wochenmarkt-Rezepte  |  © Miguel Medina/AFP/Getty Images

Ist das Lamm gar, sind die Kartoffeln goldgelb, die Flüssigkeit ist fast vollständig verdampft. Man entfernt Rosmarin und Knoblauch und gibt das Fleisch auf eine Servierplatte. Die Romesco-Soße mit den Kartoffeln vermengen, ebenfalls auf der Platte anrichten. Die Frühlingszwiebeln in einer Pfanne in heißem Öl braten, bis sie etwas Farbe angenommen haben. Salzen und pfeffern.

Lammschulter im Ofen mit Romesco-Soße und gebratenen Frühlingszwiebeln
für 4–6 Personen

Für das Fleisch:
6–8 Kartoffeln
2 Zwiebeln
1 Knoblauchknolle
einige Rosmarinzweige
Salz
schwarzer Pfeffer
ein Schuss Olivenöl
etwas Weißwein
1–2 Milchlammschultern

Für die Soße:
6 Tomaten
1–2 Knoblauchknollen
100 g geröstete Mandeln
50 g geröstete Haselnüsse
2 getrocknete Paprika (eine Stunde lang in Wasser eingelegt)
süßes Paprikapulver
eine Handvoll Petersilie
etwas Essig

Für die Beilage:
24 Frühlingszwiebeln

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Leserkommentare
    • GS2013
    • 24. März 2013 11:07 Uhr
    1. [...]

    Bitte bleiben Sie beim Thema. Danke, die Redaktion/mo.

    6 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    aber Lamm, Zicklein und Kalb kommt bei uns auch nicht auf den Tisch.

    Tierschutz und Tiere essen schließt sich doch nicht aus!
    Den Tieren soll es schließlich gut gehen, bevor ich sie esse!

    Dem ist ja eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.
    Ich finde es auch einfach nur widerlich und ignorant.

    Es wird wohl leider noch Jahrhunderte dauern, bis sich ein Bewusstseinswandel zum respektvollen und achtsamen Umgang gegenüber jeglichen Lebensformen vollzieht.

    Die Beseitigung von Machtverhältnissen aus der Sicht der Privilegierten beinhaltet offenbar immer auch die Angst davor, die eigene Komfortzone aufgeben zu müssen - Gewohnheiten aufgeben, vermeintlich Verzicht zu üben. Dabei ist gerade das so bereichernd.

    Ebenso schwer tun wir uns ja auch mit der Beseitigung von Rassismus, Sexismus etc.

    • Socke9
    • 24. März 2013 12:47 Uhr

    Wollen Sie also eine Zensur?
    Es darf nur noch das gelesen werden, was ihrem moralischen Standpunkt entspricht?

    Bitte gehen Sie nicht wählen!

    Raus aus den Ställen, weg von den Weiden...... gefüttert wird auch nicht mehr, sind ja nur Nahrungskonkurrenten.
    .
    Zaun um die Anbauflächen, die Weiden werden umgebrochen und mit Getreide beflanzt,teilen mit "Mitessern? NO!..... und Tierarzt? Ne kommt nicht in die Tüte, ist ja unnatürlich!
    .
    Das können die "freien" Nutztiere in Freiheit verhungern! Auf welchen Flächen sollen die denn hier leben, wenn sie keinen "Nutzen" mehr für uns haben?
    .
    Das dabei die jetzt wildlebenden Klein-/Wildtiere und fast sämtliche Biotope drauf gehen, ist ein zwar unangenehmer, aber nicht zu vermeidender Nebeneffekt.
    .
    Kopfschüttelnde Gruesse
    Sikasuu
    .
    Ps. Wolle=NO, Leder=No, Seife=NO, Honig=NO, Erdöl=NO(ist ja fossile Biomasse...... wenn wir alle von Tieren abhängenden Produkte aus dem Wirtschaftskreislauf rausnehmen, wird es ganz schön steinzeitlich. Ganz zu Ende gedacht, sollten wir dann auch andere Mitgeschöpfe wie Pflanzen, auch die Pflanzenkinder=Samen und Früchte.... nicht mehr ausbeuten.
    .
    Am einfachsten, der "Homo Sapiens Sapiens" löst sich ganz schnell in Humus auf! Dann nützt er der Umweld wirklich!

    ...(vom Schlachten im Nov) und das Rezept mal versuchen.
    .
    Blech dürfte für Keule nicht das richtige sein, aber offener Bräter mit angepasster Flüssigkeitsmenge im Backofen....??
    .
    Hört sich lecker an.
    .
    Guten Hunger
    Wuenscht
    Sikasuu

    ...Meinungspluralität zu tun. Also mit einem hohen Gut demokratischer Gesellschaften.

  1. aber Lamm, Zicklein und Kalb kommt bei uns auch nicht auf den Tisch.

    2 Leserempfehlungen
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    • cm30
    • 24. März 2013 12:58 Uhr

    Das Fleisch ist schön zart, sie sollten es wenigstens einmal versuchen.

    Osterlamm ist 12 Wochen, Lamm (richtiges) wenn es hochkommt 6 Monate alt! Vergl. Spanferkel, Stubenkücken......
    .
    Hier geht es um "Schaf" ca 1 Jahr alt! Die sind ausgewachsen. Das deutsche Lebensmittelrecht macht solche "Falsch"deklaration möglich.
    .
    Die haben auch nicht im Stall gestanden und wurden mit Kraftfutter gemästet, sondern sind in der Herde auf der Wiese rumgelaufen. (Neuseeland, Türkei, Spanien ..... oder die inländische Variante "Salz"lamm, "Heide"lamm..... wenn man so etwas leckeres ohne Beziehungen und Kenntnisse denn bekommt!

  2. Das ist fies! Jetzt hab ich Hunger!
    Das klingt sehr sehr lecker! Und wer weiß wie die Lämmer zumindest im schönsten Bundesland aufwachsen, weiß wieso sie so gut schmecken!
    Hach, wenn im Frühjahr die Lämmer auf dem Deich in der Sonne hüpfen…

    4 Leserempfehlungen
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    • 4p9xD
    • 24. März 2013 11:41 Uhr

    Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/mo.

  3. Tierschutz und Tiere essen schließt sich doch nicht aus!
    Den Tieren soll es schließlich gut gehen, bevor ich sie esse!

    6 Leserempfehlungen
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    • 4p9xD
    • 24. März 2013 11:39 Uhr

    wirst du es niemals kontrollieren können, ob es deinen Tieren gut geht, die du isst.
    Interessanter Fakt am Rande: 98% des Fleisches in DE kommt aus der Massentierhaltung. Deinen Tieren geht es bestimmt ausnahmslos gut.

  4. Dem ist ja eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.
    Ich finde es auch einfach nur widerlich und ignorant.

    Es wird wohl leider noch Jahrhunderte dauern, bis sich ein Bewusstseinswandel zum respektvollen und achtsamen Umgang gegenüber jeglichen Lebensformen vollzieht.

    Die Beseitigung von Machtverhältnissen aus der Sicht der Privilegierten beinhaltet offenbar immer auch die Angst davor, die eigene Komfortzone aufgeben zu müssen - Gewohnheiten aufgeben, vermeintlich Verzicht zu üben. Dabei ist gerade das so bereichernd.

    Ebenso schwer tun wir uns ja auch mit der Beseitigung von Rassismus, Sexismus etc.

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
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    Daher eine Empfehlung von mir!

    Wenn ja, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Kühe, Schafe, Ziegen etc. nicht aus Jux und Dollerei Milch geben. Ohne Nachwuchs keine Milch.

    Was sollte Ihrer Meinung nach ein Landwirt mit überzähligem und männlichem Nachwuchs tun ? Soll er auf die Geschlechtsreife von 10 Böcken warten und sie anschließend über Winter füttern obwohl er nur einen Bock braucht ?

    Denken Sie mal darüber nach und stellen sie dann evtl. das Trinken von Milch, und den Verzehr von Milchprodukten ein.

    • cabron
    • 24. März 2013 19:40 Uhr

    und was ist mit Gemüse - ist schlieslich auch ne Lebensform! Schon mal überlegt wie sich ne Mohrrübe fühlt wenn sie brutal aus dem Boden gerissen wird?

    • 4p9xD
    • 24. März 2013 11:39 Uhr
    6. Leider

    wirst du es niemals kontrollieren können, ob es deinen Tieren gut geht, die du isst.
    Interessanter Fakt am Rande: 98% des Fleisches in DE kommt aus der Massentierhaltung. Deinen Tieren geht es bestimmt ausnahmslos gut.

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    • matbhm
    • 24. März 2013 13:57 Uhr

    ... insbesondere die besonders leckeren Lämmer kommen zwar aus der Massentierhaltung, nämlich der natürlichen Massentierhaltung als Herde, weil es nun Mal absolute Herdentiere sind. Aber sie wachsen halt unter freiem Himmel auf und grasen fleißig die Wiesen ab. Gerade Recht, um nachher auf dem Tisch zu landen.

    ich kenn da so ein paar Landwirte…
    ich weiß auch wie die mit ihren Tieren umgehen. Und da gehörten neben Rindern, Enten, Hühnern, Tauben auch Schafe dazu!
    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten!

    • 4p9xD
    • 24. März 2013 11:40 Uhr
    7. [...]

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

    2 Leserempfehlungen
    • GS2013
    • 24. März 2013 11:41 Uhr

    Sie wissen schon, in welchem Alter diese Tiere getötet werden? Von welchem Leben, von welchem Wohlbefinden sprechen Sie? Ignorante, verdrängende und einfach auf Provokation ausgelegte Kommentare verfehlen wohl den Kern des Problems. Um wen geht es denn bei dem Argument, dass es den Tieren doch bitte gut gehen sollte, bevor sie der Mensch verspeist, denn wirklich? Um das Tier oder um das gute Gewissen des Menschen?

    3 Leserempfehlungen
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    • cm30
    • 24. März 2013 12:48 Uhr

    Ich schätze Ihren Erstkommentar viel provokativer ein als die nachfolgenden. Den Menschen alles verbieten & umerziehen zu wollen, ist völlig kontraproduktiv.

    Wenn ich schreibe, dass es dem Tier gut gehen soll, denke ich in erster Linie an das Tier! Denn ich oder der Landwirt hat eine Verantwortung für das Tier und kümmert sich entsprechend um das Tier, denn es ist ein Lebewesen.
    Aber es geht natürlich auch um mein Gewissen. Denn nur wenn es den Tieren gut geht, kann ich mit gutem Gewissen das Fleisch genießen!

    es geht nur um den Geschmack.

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