WochenmarktEin Milchlamm mit Zwiebeln und Nüssen

Lammschulter im Ofen mit Romesco-Soße und gebratenen Frühlingszwiebeln

Lammschulter im Ofen mit Romesco-Soße und gebratenen Frühlingszwiebeln

In Spanien gibt es »Calçots«, sie ähneln Frühlingszwiebeln. Um diese Jahreszeit werden sie gegrillt, bis sie schwarz und süß werden. Sie sind in Deutschland schwer zu bekommen. Die Tapasbar Raval in Berlin bringt uns auf die Idee, blasse deutsche Frühlingszwiebeln scharf anzubraten, statt damit wie sonst unsere Wurstplatte zu dekorieren. Dazu gibt es Milchlamm und eine Romesco-Soße, einen Klassiker der spanischen Küche und für alle, die sie noch nicht kennen, eine Erleuchtung.

Kartoffeln in 1 cm dicke Scheiben schneiden, Zwiebeln in dünne Streifen. Beides auf einem Backblech auslegen. Darauf kommen die Knoblauchknolle, nicht geschält und quer halbiert, sowie die Rosmarinzweige. Salzen und pfeffern. Olivenöl darübergeben, mit Wasser und Wein auffüllen, sodass die Kartoffeln gerade bedeckt sind. Das mit Pfeffer und Salz eingeriebene Lamm darauflegen, bei 180 Grad zwei Stunden garen, wobei alle 30 Minuten das Fleisch mit dem Sud begossen wird. Die Garzeit hängt von der Größe der Lammschulter ab, man muss also mit Gefühl an die Sache herangehen.

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Für die Romesco-Soße gibt man auf ein zweites Blech je im Ganzen Tomaten und 1 bis 2 Knoblauchknollen. 30 Minuten garen, dann Tomaten schälen. Der Knoblauch ist weich und schmeckt süßlich, das Mus lässt sich leicht herausdrücken. Mit Mandeln, Haselnüssen, getrockneten Paprika (wer keine bekommen kann, lässt sie weg), Paprikapulver, Petersilie und Essig im Mixer zerkleinern.

Alle Wochenmarkt-Rezepte

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Ist das Lamm gar, sind die Kartoffeln goldgelb, die Flüssigkeit ist fast vollständig verdampft. Man entfernt Rosmarin und Knoblauch und gibt das Fleisch auf eine Servierplatte. Die Romesco-Soße mit den Kartoffeln vermengen, ebenfalls auf der Platte anrichten. Die Frühlingszwiebeln in einer Pfanne in heißem Öl braten, bis sie etwas Farbe angenommen haben. Salzen und pfeffern.

Lammschulter im Ofen mit Romesco-Soße und gebratenen Frühlingszwiebeln
für 4–6 Personen

Für das Fleisch:
6–8 Kartoffeln
2 Zwiebeln
1 Knoblauchknolle
einige Rosmarinzweige
Salz
schwarzer Pfeffer
ein Schuss Olivenöl
etwas Weißwein
1–2 Milchlammschultern

Für die Soße:
6 Tomaten
1–2 Knoblauchknollen
100 g geröstete Mandeln
50 g geröstete Haselnüsse
2 getrocknete Paprika (eine Stunde lang in Wasser eingelegt)
süßes Paprikapulver
eine Handvoll Petersilie
etwas Essig

Für die Beilage:
24 Frühlingszwiebeln

 
Leser-Kommentare
  1. ...(vom Schlachten im Nov) und das Rezept mal versuchen.
    .
    Blech dürfte für Keule nicht das richtige sein, aber offener Bräter mit angepasster Flüssigkeitsmenge im Backofen....??
    .
    Hört sich lecker an.
    .
    Guten Hunger
    Wuenscht
    Sikasuu

    3 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "[...]"
    • cm30
    • 24.03.2013 um 12:58 Uhr

    Das Fleisch ist schön zart, sie sollten es wenigstens einmal versuchen.

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    aber das Fleisch hat noch keinen Charakter. Das Terroir sollte man schon etwas herausschmecken.

    aber das Fleisch hat noch keinen Charakter. Das Terroir sollte man schon etwas herausschmecken.

    • cm30
    • 24.03.2013 um 13:01 Uhr
    19. [...]

    Entfernt. Bitte kehren Sie zum konkreten Thema des Artikels zurück. Danke, die Redaktion/au

    Antwort auf "[...]"
  2. Osterlamm ist 12 Wochen, Lamm (richtiges) wenn es hochkommt 6 Monate alt! Vergl. Spanferkel, Stubenkücken......
    .
    Hier geht es um "Schaf" ca 1 Jahr alt! Die sind ausgewachsen. Das deutsche Lebensmittelrecht macht solche "Falsch"deklaration möglich.
    .
    Die haben auch nicht im Stall gestanden und wurden mit Kraftfutter gemästet, sondern sind in der Herde auf der Wiese rumgelaufen. (Neuseeland, Türkei, Spanien ..... oder die inländische Variante "Salz"lamm, "Heide"lamm..... wenn man so etwas leckeres ohne Beziehungen und Kenntnisse denn bekommt!

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    Aber wie gesagt: man muss in der richtigen Region wohnen…

    Aber wie gesagt: man muss in der richtigen Region wohnen…

  3. Wenn man Milschschafe oder Milchziegen hält um Käse zu produzieren, dann müssen die Lämmer bzw. Zicklein nach 50 bis 60 Tagen geschlachtet werden.
    Bei uns in Südeuropa geschieht dies um die Osterzeit, dann haben die Muttertiere noch die Monate April bis Juni wo sie genügend Weide finden um Milch zu produzieren.
    Danke Frau Raether für das appetitliche Rezept. Bei uns Selbstversorgern ist Abwechslung im Menu sehr willkommen.

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    • GS2013
    • 24.03.2013 um 13:09 Uhr

    Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich und respektvoll. Danke, die Redaktion/au

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    Antwort auf "@GS2013"
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    Denk deinen Ansatz mal zu Ende!
    .
    Dann wird dir wohl klar wer oder was "Ideologie/en" vertritt:-)
    .
    In diesem Sinn
    "Freiheit" für die Nutztiere
    Sikasuu
    .
    Ps. Damit diese Erde aber nicht von den o.a. "Freunden" kahlgefressen wird, vergiss nicht Wolf, Bär, usw....... wieder an zu siedeln. Sonst geht es uns so wie den Australieren mit den Karnikeln...... = Landplage!
    .
    Pps. Und dann stellt sich nicht mehr die Frage: Wen ess ich heute, sondern mehr wer will mich heute essen!
    .
    Hier mal reinlesen: http://www.zeit.de/2013/1...

    Denk deinen Ansatz mal zu Ende!
    .
    Dann wird dir wohl klar wer oder was "Ideologie/en" vertritt:-)
    .
    In diesem Sinn
    "Freiheit" für die Nutztiere
    Sikasuu
    .
    Ps. Damit diese Erde aber nicht von den o.a. "Freunden" kahlgefressen wird, vergiss nicht Wolf, Bär, usw....... wieder an zu siedeln. Sonst geht es uns so wie den Australieren mit den Karnikeln...... = Landplage!
    .
    Pps. Und dann stellt sich nicht mehr die Frage: Wen ess ich heute, sondern mehr wer will mich heute essen!
    .
    Hier mal reinlesen: http://www.zeit.de/2013/1...

    • GS2013
    • 24.03.2013 um 13:16 Uhr

    "Das können die "freien" Nutztiere in Freiheit verhungern!" Ganz einfach: Würde nicht mehr im gegenwärtigen Ausmaß Fleisch gegessen werden, würden diese Tiere erst überhaupt nicht gezüchtet werden und damit würde auch von vornherein nicht diese Masse an Leid und Qual entstehen. Die Schlussfolgerung es wäre doch in Ordnung Tiere zu essen, weil sie sonst freigelassen verhungern würden, ist ein wenig kurz gedacht und macht mir eher den Anschein der Selbstrechtfertigung.

    Eine Leser-Empfehlung
  4. Denk deinen Ansatz mal zu Ende!
    .
    Dann wird dir wohl klar wer oder was "Ideologie/en" vertritt:-)
    .
    In diesem Sinn
    "Freiheit" für die Nutztiere
    Sikasuu
    .
    Ps. Damit diese Erde aber nicht von den o.a. "Freunden" kahlgefressen wird, vergiss nicht Wolf, Bär, usw....... wieder an zu siedeln. Sonst geht es uns so wie den Australieren mit den Karnikeln...... = Landplage!
    .
    Pps. Und dann stellt sich nicht mehr die Frage: Wen ess ich heute, sondern mehr wer will mich heute essen!
    .
    Hier mal reinlesen: http://www.zeit.de/2013/1...

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    Antwort auf "Wie gesagt..."
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    Sie haben natürlich recht. Ohne Nutztierhaltung würde es viele Tierarten nicht geben. Verantwortungsbewußter Fleischkonsum hat insofern positive Auswirkungen im Sinne des Artenschutzes.

    Sie haben natürlich recht. Ohne Nutztierhaltung würde es viele Tierarten nicht geben. Verantwortungsbewußter Fleischkonsum hat insofern positive Auswirkungen im Sinne des Artenschutzes.

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  • Serie Wochenmarkt
  • Quelle ZEITmagazin, 21.3.2013 Nr. 13
  • Kommentare 79
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  • Schlagworte Kochen | Genuss | Kochrezept
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