DIE ZEIT: Herr Weilacher, ungeduldig warten wir auf den Frühling, nächsten Monat beginnt in Hamburg die Gartenschau, zweieinhalb Millionen Besucher werden erwartet – lassen Sie uns also über die Deutschen und ihre Gärten reden.

Udo Weilacher: Oje. Das wird heikel.

ZEIT: Warum?

Weilacher: Weil Gärten etwas zutiefst Privates sind. Zumal in dieser individualistischen Zeit, in der so vieles Auskunft geben soll über unsere Persönlichkeit: die Kleidung, die wir tragen, die Musik, die wir hören, sogar das Auto, das wir fahren – obwohl es sich dabei um ein Massenprodukt handelt. Und ein Garten ist ja wirklich eine Einzelanfertigung. Das Werk eines Einzelnen, jedenfalls einiger weniger Menschen. Da fließt immer viel Persönlichkeit ein.

ZEIT: Wenn Sie die Gärten von heute analysieren, welche Sehnsüchte erkennen Sie darin?

Weilacher: Mir fällt auf, dass es ein riesiges Bedürfnis nach Kontemplation, nach Entschleunigung und Rückzug gibt. Und dass viele Menschen versuchen, dieses Bedürfnis über den Konsum zu befriedigen, wie sie es nun mal gewohnt sind. In den Gartencentern kaufen die Leute gerade unzählige Buddhas, Feuerschalen und Profigrills. Ich frage mich manchmal: Wo soll das ganze Zeug hin, das die Leute da rausschleppen?

ZEIT: Klingt, als hätten Sie eine Buddha- und Feuerschalen-Allergie.

Weilacher: Erst mal stelle ich nur etwas fest. Bei der Gestaltung eines Gartens treibt uns die Sehnsucht nach dem Paradies. Wer einen Garten plant, entwirft sein Wunschbild der Welt. Er nimmt sich Versatzstücke aus der Natur – oder eben aus dem Gartencenter – und komponiert sie zu seinem Stück idealer Welt. Das kann ein Nutzgarten sein, der unabhängiger macht von industrieller Nahrungsmittelproduktion. Das kann ein Repräsentationsgarten sein, in dem, wie im Barock, alle Achsen auf das Haus des Herrschers weisen. Derzeit ist es vor allem die aufwendig ausstaffierte Gartenoase in einem als stressig empfundenen Alltag.

ZEIT: Fast 15 Milliarden Euro geben die Deutschen jährlich für Gärten und Grünzeug aus, Zeitschriften wie Landlust boomen, junge Städter werden Schrebergärtner, alle Welt spricht von einer Rückbesinnung auf die Natur. Aber ausgerechnet dieses letzte Stück »Natur« in unserem Leben ist eine absolute Kunstwelt?

Weilacher: Das ist so, seit der Garten erfunden wurde, als die Menschen vor Tausenden von Jahren in Mesopotamien sesshaft wurden, Feldbau betrieben und ihre Äcker zum Schutz vor wilden Tieren einzäunten. Da ging es nicht um Naturnähe, sondern zu hundert Prozent um Nützlichkeit. Kriterien wie Schönheit kamen hinzu, als der Mensch sich in der Renaissance von den Kräften der Natur emanzipierte – und sie deshalb überhaupt erst zu genießen lernte. Das heißt: Gärten gehen selten direkt aus der Natur hervor. Die Gartenkunst hat vielmehr immer dann große Sprünge gemacht, wenn Gesellschaften einen Überschuss an Zeit, Geld oder Energie hatten. Wenn heute zwanzig Millionen Haushalte in Deutschland einen Garten haben und die meisten dieser Gärten reine Ziergärten sind, bedeutet das also nicht back to the roots, sondern: Wir leben in einer Überflussgesellschaft, die sich das Luxusprodukt Garten leisten kann.

ZEIT: Finden Sie das jetzt gut oder schlecht?

Weilacher: Ich finde es toll, dass die Deutschen beginnen, in Gartenbildbänden zu blättern, Gartenzeitschriften zu lesen. Nicht so toll finde ich, dass sie dabei auf eine regelrechte Gartenindustrie hereinfallen, die eben nicht an wirklicher Gartenkultur interessiert ist, sondern an Auflage, Umsatz und Gewinn. All das erreicht sie besser mit einem leicht verständlichen, gut verkäuflichen Angebot, mit klischeehaften Gartenidealen. Warum stellen wir Mitteleuropäer Buddhas auf unsere Terrassen? Nicht weil das unser innigster Wunsch wäre, sondern weil wir nicht mehr wissen, welche Alternativen es gibt. Dass der richtige Baum an der richtigen Stelle viel kontemplativer sein könnte. Und das wissen wir nicht, weil unserer gefühlten Naturnähe eine Naturferne innewohnt.

 Abnehmende Sensibilität für unsere Umwelt

ZEIT: Wir sind also bedauernswerte Geschöpfe, die nicht mehr wissen, was die Natur zu bieten hat?

Weilacher: Unsere mobile Gesellschaft nimmt Landschaft fast nur noch aus der Bewegung wahr. Aus dem Auto, aus dem Zug. Wie viele ZEIT- Leser lesen dieses Interview in einem ICE? Und was sehen sie, wenn sie aus dem Fenster schauen? Nur noch Striche, Flächen, kräftige Impulse: Wald! Fluss! Raps! Stellen Sie sich vor, Sie würden mit dem ICE durch den Englischen Garten in München rasen: Ein grüner Lichtblitz, das war’s. Das Detail fällt also weg, die eigentliche Qualität. Wir nehmen nur noch Schemen wahr. Ich glaube, wir haben irgendwann auch nur noch eine schemenhafte Vorstellung davon, was Landschaft ausmacht. Der Club of Rome hat schon in den siebziger Jahren davor gewarnt: Die Umweltkatastrophe wird auch ausgelöst durch die abnehmende Sensibilität des Menschen für seine Umwelt. Was der Mensch nicht wahrnimmt, schützt er nicht. Beim Essen würde man sagen: Wer andauernd Fast Food vertilgt, einen Hamburger nach dem anderen, verliert den Sinn für gutes Essen, weil er an Geschmacksverstärker gewöhnt ist. Einen ähnlichen Geschmacksverlust erleben wir seit einiger Zeit in Sachen Natur.

ZEIT: Sicher? Der Deutsche Alpenverein hat mittlerweile eine Million Mitglieder, die Menschen gehen wandern, klettern, walken – und die Outdoor-Abteilungen in den Kaufhäusern werden größer und größer.

Weilacher: Das stimmt. Mir kommt es aber so vor, als werde die Natur bei diesem Trend von der Mehrheit als Sportgerät verstanden. Die Landschaft wird den Bedürfnissen der Freizeitsportler entsprechend doch immer mehr zurechtgehobelt – ob für Golfer, Skifahrer oder Mountainbiker. Das sieht man besonders in den Alpen. Meiner Meinung nach verstärkt das den Geschmacksverlust noch: Landschaften empfinden wir als schön, wenn sie uns gebrauchsfertig bereitgestellt werden. Mit Gärten ist es leider ähnlich. Sie müssen leicht verständlich und konsumierbar sein. Nicht dass Sie mich missverstehen: Ich liebe japanische Gartenkunst. Aber was Sie heute in deutschen Vorgärten sehen – weißer Kies, ein auf Bonsai getrimmter Wacholder, schlimmstenfalls noch eine Japan-Laterne –, das ist gärtnerisches Fast Food, der Hamburger der Gartenkunst.

ZEIT: Was soll schlimm daran sein, solange es den Besitzer glücklich macht?

Weilacher: Die Leute sollen glücklich sein. Aber als Landschaftsarchitekt trauere ich um die verpassten Möglichkeiten. Um die subtileren Geschmacksrichtungen, die verloren gehen. Und im Stillen frage ich mich, wie viel all diese scheinbar individuell zusammengestellten Gärten wirklich mit den Bedürfnissen ihrer Besitzer zu tun haben – und wie viel mit der Angebotspolitik der Gartenindustrie. Wenn ich mich als Konsument aber abhängig mache von dieser Produktpolitik, was tue ich dann, wenn japanische Gärten out sind? Alles neu machen? Es ist doch das Wesen eines Gartens, dass er erst über Jahre und Jahrzehnte seine Schönheit entfaltet.

ZEIT: Ist das, was Sie beschreiben, ein deutsches Phänomen oder typisch für westliche Wohlstandsgesellschaften allgemein?

Weilacher: In Gärten spiegeln sich Gesellschaften. Wenn Sie sich durch Gärten der Mittelschicht bewegen, sehen die in Brasilien anders aus als bei uns: mehr Zäune, höhere Mauern. Weil die sozialen Unterschiede größer sind und damit die Ängste vor Kriminalität. In diesen total homogenen nordamerikanischen Vorstädten wiederum, die wir aus zig Fernsehserien kennen, lässt man den Passanten relaxed Zutritt bis zum Haus. Aber dann wird scharf geschossen...

ZEIT: Unterscheiden sich die verschiedenen europäischen Nationen, was ihre Gärten angeht?

Weilacher: Ganz sicher. Ich finde, die Schweizer bestechen mit ihrer Garten- und Landschaftsarchitektur. Sehr zurückhaltend, sachlich und langlebig. Zwinglianisch geprägt eben.

ZEIT: Also zutiefst protestantisch?

Weilacher: Ja. Aber es gibt noch einen anderen, aktuelleren Grund: In der Schweiz gilt ja das Prinzip, dass zu großen Bauvorhaben – auch großen Parks – das Volk befragt wird. Und jetzt kommt’s: Die Schweizer kriegen nicht bloß einen Stimmzettel vorgelegt. Sondern jeder Haushalt erhält lange vor der Entscheidung ein dickes Abstimmungsmagazin, in dem der Architekt sein Projekt erklären muss. Mit Bildern, Plänen, genauen Zahlen über Bau- und Folgekosten. Jeder Bürger kann sich überlegen: Soll das gebaut werden oder nicht?

ZEIT: Siegt genau so nicht immer die Mehrheitsmeinung? Das Mittelmaß?

Weilacher: Eben nicht. Wenn eine Bevölkerung über Jahrzehnte an Debatten über Architektur und Landschaft beteiligt wird, entsteht ein gestalterisches Wissen, auch eine Lust, die uns Deutschen fehlt. Bei uns werden solche Themen allenfalls durch die Medien gejagt, wenn mal wieder was nicht fertig oder zu teuer wird. Eine produktive Debatte über die Gestaltung unserer Lebensumwelt führen wir nicht. Auch die meisten populären Gartenzeitschriften tun das nicht. Die verbreiten eher Stereotype.

ZEIT: Sind Architekten und Landschaftsarchitekten nicht selbst schuld, dass ihr Einfluss schwindet? Man muss doch Angst haben, dass da ein arroganter Kerl kommt, von den Wünschen seiner Kunden nichts hören will – und am Ende ist alles Beton.

Weilacher: Ja, dieser Hang zum Overdesign hat viel Vertrauen zerstört. Allzu lange hat sich meine Profession darin gefallen, fast ohne Pflanzen auszukommen. Klingt verrückt, aber: Hier ein Bäumchen, da ein Blümchen, das schien so was Kleinbürgerliches zu haben. Am Ende hatten die Menschen dann das Gefühl: Das ist kein Garten geworden, sondern ein spärlich begrünter Parkplatz.

ZEIT: Und teuer war’s auch noch. Sicher ist Deutschland eher wohlhabend, aber so groß ist der Luxus ja nicht, dass sich alle einen Gartenarchitekten leisten könnten.

Weilacher: Stimmt. Landschaftsarchitekten gestalten kaum noch Privatgärten...

ZEIT: Beleidigt?

Weilacher: Wirke ich so?

 Ein guter Park für 100.000 Großstadtbewohner

ZEIT: Sagen wir: enttäuscht.

Weilacher: Schade. Ich bin nämlich der Überzeugung, dass unsere Arbeit im öffentlichen Raum inzwischen viel relevanter ist als im privaten. Es geht in meinem Beruf ja um die Frage: Wie können wir eine lebenswerte Umwelt für alle Bürger gestalten? Da bewirke ich mehr, wenn ich einen guten Park für 100.000 Großstadtbewohner baue, als wenn ich 100.000 Privatgärtner zu missionieren versuche. Die großen Herausforderungen heute sind Stadtverdichtung und ein Landschaftsverbrauch von fast 90 Hektar pro Tag. Ich lehre Landschaftsarchitektur hier an der TU München in der Überzeugung, dass wir in den Städten vorhandene Freiräume erhalten und weiterentwickeln beziehungsweise neu entdecken müssen, um für alle lebenswerte Bedingungen zu schaffen – nicht nur für jene, die sich ein eigenes Grundstück leisten können. Die private Gartenkultur ist an meinem Lehrstuhl kein zentrales Thema. Aber um die Menschen für aktuelle Gartenkultur zu gewinnen, habe ich Bücher zur Gartengestaltung publiziert und einige Jahre lang eine Kolumne im NZZ Folio, dem Magazin der Neuen Zürcher Zeitung, geschrieben.

ZEIT: Dann machen Sie mal Volkshochschule bei uns: Wie gestalten Sie einen Garten?

Weilacher: Jeden individuell, aber wichtig ist immer: nie nur den Garten allein denken! Einen neuen Garten zeichnet man am besten aus dem Grundriss des Hauses heraus, man erweitert Räume von drinnen nach draußen. Nur durch den Dialog von Innen und Außen entsteht etwas Spannendes. Der Laie unterschätzt, was für eine Bedeutung Räume im Garten haben. Die Leute rollen ihren Rasen von der Terrasse bis zur Grundstücksgrenze aus und pflanzen etwas in die Ecken. In die Fläche gehen sie erst mal nicht, denn das macht Angst: Da steht plötzlich ein Strauch in der Mitte, der mitspielen will!

ZEIT: Wäre ja auch beim Fußball im Weg.

Weilacher: Es gibt die prospect-refuge- Theorie, die behauptet, dass wir Menschen noch immer ein archetypisches Bild einer idealen Landschaft in uns tragen – und unserer idealen Position darin. Wir empfinden eine Landschaft, auch einen Garten, als angenehm, wenn sie Ausblick, also prospect, und Deckung, refuge, bietet. Dafür gibt es zahllose Beispiele: Auf einem Spaziergang fühlen sich Menschen besonders wohl, wenn sie an einem Waldrand stehen und den Blick in eine sanft abfallende Ebene schweifen lassen können. Die Bilder von Caspar David Friedrich sind so aufgebaut, auch die Fantasielandschaften in Filmen wie Avatar.

ZEIT: Das heißt: Der Mann auf der Terrasse, sein Haus als Deckung im Rücken, will möglichst tief in seinen Garten schauen können?

Weilacher: Vereinfacht ausgedrückt schon. Eine Gartengestaltung, die sich von diesem archaischen Code zu weit entfernt, wird nicht akzeptiert. Andererseits wird ein allzu leerer Garten seinem Besitzer oft langweilig. Dabei sollten diese paar Quadratmeter Grün ihn immer glücklicher machen! Und da kommen Hecke und Strauch ins Spiel. Man sollte einem Garten eine gewisse Struktur geben, Räume aus pflanzlichen und baulichen Elementen schaffen, damit sich ein gutes Maß an Spannung aufbaut. Da reicht ein Mäuerchen an der richtigen Stelle. Eine Pergola. Oder Hecken aus Buchs...

ZEIT: ...um bloß den Buddha zu vermeiden? Den neuen deutschen Gartenzwerg?

Weilacher: Wir müssen jetzt nicht weiter auf dem Buddha herumhacken. Ich meine nur: Wenn sie sich erst einmal auf die Vielfalt der Möglichkeiten einlassen, merken die Menschen, dass es mehr gibt als die neuesten Deko-Ideen aus dem Baumarkt. Faszinierende, experimentelle Gärten wurden doch schon in der Renaissance gebaut, die Gärtner damals waren Meister im Wasserbau, im Terrassen- und Treppenbau, waren begnadete Künstler im Umgang mit Materialien, Pflanzen und Topografie. Und so eine Raumstruktur trägt den Garten. Im Winter gibt sie optischen Halt, im Sommer tritt sie in den Hintergrund zwischen allem, was wächst und blüht.

ZEIT: Wie groß ist die Gefahr, dass Sie Ihren Kunden etwas einreden, das die gar nicht wollen?

Weilacher: Die Gefahr besteht nicht, wenn die Menschen Bilder mitbringen, wenn sie Worte für ihre Wünsche haben, was nicht mehr selbstverständlich ist. Und dann reden wir, zeichnen und reden wieder. Manchmal artet das in Therapiesitzungen aus. Ich hatte mal ein Paar: er ein total strukturiert denkender Mensch, dem es wichtig war, dass auch sein Garten eine klare Ordnung hat. Sie das Gegenteil, wollte alles wild und bunt und keine gerade Linie. In unseren Gesprächen wurde plötzlich deutlich, dass diese beiden Menschen, die sich ansonsten hervorragend verstanden, zwei ganz verschiedene Lebensentwürfe hatten.

ZEIT: Lebensentwürfe – da übertreiben Sie jetzt aber.

Weilacher: Ich glaube, beim Thema Garten treffen unterschiedliche Geschmäcker und Weltbilder besonders ungebremst aufeinander. Beim Bau eines Hauses ist das noch anders, da sind zwangsläufig viele rationale Entscheidungen zu treffen: Es gibt die Statik, es gibt Normen. Ein schlecht gebautes Haus kann einstürzen, ein schlecht gemachter Garten nicht. In einem Garten sind funktionale Fragen weniger wichtig, da ist mehr Platz für persönliche Vorlieben. Und dieses Paar war unversöhnlich. Wir haben noch versucht, beider Vorlieben zu kombinieren, haben gesagt: Darin könnte der Reiz des Gartens liegen, dass man beide Welten mit- und gegeneinander zur Geltung bringt. Aber keine Chance.

Frauen komponieren, Männer setzen "Gerät" ein

ZEIT: Das heißt ja: Wer eine Beziehungskrise will, muss zum Gartenarchitekten gehen...

Weilacher: In dem Fall ist aus dem Garten tatsächlich nichts geworden.

ZEIT: Und aus der Beziehung?

Weilacher: Das wüsste ich auch gern!

ZEIT: Gärtnern Männer anders als Frauen?

Weilacher: Ohne zu pauschal zu werden: Sogar in der professionellen Gartengestaltung sind Frauen mehrheitlich diejenigen, die Pflanzen kultivieren, Blütenfarben komponieren, ganze Gärten choreografieren – und Männer eher diejenigen, die gern »Gerät« einsetzen: Hier bauen wir eine Mauer! Da pflastern wir einen Weg! Dort pflanzen wir einen Baum! Ich kenne Kunden, die haben sich Aufsitzmäher gekauft, damit sie endlich einen Kindheitstraum ausleben können: Treckerfahren. Das Tolle ist ja: Es ist auch noch nützlich. Wer Rasen mäht, sorgt für Ordnung.

ZEIT: Dann ist Rasenmähen mehr als nur Staubsaugen in freier Wildbahn?

Weilacher: Rasenmähen beglückt mehrfach: Der Mann hat sein Spielzeug. Er beherrscht ein Gerät, dem eine gewisse Gefährlichkeit innewohnt. Und Ursache und Wirkung sind so klar zu benennen wie selten im Leben: Vor ihm ist der Rasen sieben Zentimeter lang, hinter ihm nur vier.

ZEIT: Dann können Gärten also auch im guten Sinne therapieren.

Weilacher: Ganz sicher, im Ernst. Es ist eine uralte Idee, seelische Wunden über die Arbeit im Garten zu heilen. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es in Berlin die sogenannten Invalidengärten. Damals hat man Kriegsversehrten, die an Körper und Seele geschädigt waren, Gartenparzellen zugewiesen und festgestellt, dass über die schöpferische Arbeit im Garten, das Pflanzen und Ernten, auch die Psyche wieder genesen ist. Heute werden Burn-out-Patienten mit Dufttherapien behandelt, werden Gärten als Sinnesparcours benutzt, damit die Menschen wieder sensorische Qualitäten ausbilden können.

ZEIT: Hans Magnus Enzensberger hat einmal geschrieben, die Luxusgüter der Zukunft werde man nicht in Duty-free-Shops kaufen können: Zeit, Raum, Ruhe...

Weilacher: ...genau das, worum es im Garten geht. Aber sogar meinen Kunden, die ja Interesse an Gartengestaltung haben, merke ich an, wie weit wir uns im Alltag von diesen Werten entfernt haben.

ZEIT: Inwiefern?

Weilacher: Es fehlt an Geduld. Das liegt zum einen daran, dass wir öfter umziehen als früher und mit diesem schnelleren Takt der Wunsch verbunden ist, trotzdem einen fertigen Garten zu haben. Zum anderen sind wir alle geeicht auf: heute online bestellt, morgen geliefert. Gucken Sie mal, wie viel Rollrasen verlegt wird. In den Baumschulen werden auch immer mehr ausgewachsene Bäume verkauft, zwölf Meter hoch und mehr als 20000 Euro teuer. Es fehlt an Demut gegenüber dem Rhythmus, den ein Garten eigentlich hat. Ich hatte mal eine Kundin, die partout keine Hainbuchenhecke wollte. Originalzitat: »Da hängen im Winter immer Leichen drin.«

ZEIT: Was für Leichen?

Weilacher: Habe ich sie auch gefragt. Ihre Antwort: »Na, die abgestorbenen Blätter. Das ertrage ich nicht. Ich will, dass das immer grün ist.« Dass Tod und Verwesung zum Gartenzyklus dazugehören, ist nicht mehr selbstverständlich. Das ist der Grund, warum die Menschen massenhaft Kirschlorbeer kaufen. All das Immergrüne, das im Herbst keine Blätter abwirft. Das macht auch weniger Arbeit. Viele Leute haben Angst vor einem pflegeintensiven Garten. Das ist mit das Erste, was sie fragen: Wie viel Arbeit macht das?

ZEIT: Wie viel macht’s denn?

Weilacher: Man rechnet etwa mit einer Stunde Gartenarbeit pro Quadratmeter im Jahr. Ein 400-Quadratmeter-Garten macht also 400 Stunden Arbeit. Schon ’ne Menge.

ZEIT: Umso mehr müssen Sie frohlocken, wenn Sie sehen, mit wie viel Aufwand die sogenannten Guerilla-Gärtner in Großstädten Baulücken und Verkehrsinseln okkupieren und bepflanzen.

Weilacher: Wenn in Detroit Arbeitslose auf alten Industriebrachen – da, wo sie früher Autos zusammengeschraubt haben – Gemüse anbauen, weil sie sich nicht mehr jeden Supermarkteinkauf leisten können, dann hat das meine totale Unterstützung. Wenn in Berlin irgendein Hipster eine Samenbombe in den Park schmeißt, nach dem alten Kriegsmotto fire and forget, dann ist mir das zu viel Attitüde bei zu wenig Nachhaltigkeit. Aber klar: Wenn Menschen sich fragen, wie sie ihre Städte lebenswerter machen können, finde ich das grundsympathisch. Diesen Kampf kämpfen wir Landschaftsarchitekten ja auch.

ZEIT: Langsam wird das Gärtnern zur Problemzone. Warum ist das schon wieder ein Kampf?

Weilacher: Weil wir es im öffentlichen Raum – wegen vieler verschiedener Interessen – mit einer Verengung der Möglichkeiten zu tun haben, die folgenreicher ist als in einem Privatgarten: Denn sie betrifft die Allgemeinheit. Ich sitze immer wieder mal in Jurys, die über die Gestaltung öffentlicher Parks entscheiden. Da begegne ich Leuten, die ihr Natur-Ideal aus Vorabendserien wie Forsthaus Falkenau, aus Volksmusiksendungen und dem ZDF-Fernsehgarten beziehen. Weichgezeichnete Landschaften, in denen Pferde ihre Mähnen schütteln! Jedenfalls habe ich noch nie einen Musikantenstadl vor Industriekulisse gesehen.

ZEIT: Was ist das Problem dabei?

Weilacher: Dass neue Parks heute in Städten oft in genau diesen Industriekulissen entstehen. Da, wo alte Nutzungen aufgegeben werden: Flugplätze, Fabriken, Kasernen. Und alle Auseinandersetzungen drehen sich um die Frage: Sollen wir diese Vergangenheit kaschieren, als sei in Duisburg oder Eisenhüttenstadt nie jemand anderes als Mutter Natur persönlich gewesen? Oder sollen wir das Vorhandene nutzen?

 Ein Park ohne malerischen See hat ein Legitimationsproblem

ZEIT: Ist das nicht eine Generationenfrage? Auf dem stillgelegten Flugfeld von Berlin-Tempelhof gehen Studenten joggen, lassen Kinder ihre Modellautos fahren und Familien Drachen steigen.

Weilacher: Und genau das ist fantastisch. Das sind Experimentierfelder, die eine Gesellschaft braucht. Wenn ein verbotener Ort mitten in der Stadt plötzlich betreten werden darf, setzt das Kreativität frei. Auf einem alten Stahlwerksgelände in Duisburg klettert heute eine der größten Sektionen des Deutschen Alpenvereins. Die haben Klettersteige in die Betonwände der alten Kohlebunker gebaut, ein Gipfelkreuz obendrauf gesetzt und das Ganze »Monte Thysso« genannt. Trotzdem haben solche Orte ein Legitimationsproblem. Weil sie als nicht schön gelten. Weil sie nicht einem uralten Idealbild von Park entsprechen – nämlich dem englischen Landschaftsgarten: sanfte Hügel, allein stehende Bäume, als Blickfang ein malerischer See. So, bitt schön, hat ein Park auszusehen!

ZEIT: Ist ja auch nicht unbedingt schlecht...

Weilacher: Der englische Landschaftsgarten ist wunderbar. Der Englische Garten in München, ein Paradebeispiel, 1792 eingeweiht, funktioniert bis heute hervorragend. Da kann man sogar wellenreiten. Aber es wäre fahrlässig, wenn wir eine 200 Jahre alte Gartenmode als einzige weiterpflegen würden. Heute wird in Parks nämlich nicht mehr nur flaniert. Wir haben Spaziergänger, Jogger, Skater, Radfahrer. Die Leute spielen Fußball, grillen, lassen ihren Müll liegen. Das beschäftigt mich: Wie macht man einen Park zukunftsfest? Geht das allein mit einem Erfolgsmodell aus der Vergangenheit? Ein Kennzeichen kultureller Weiterentwicklung – jedenfalls in der Literatur und der Malerei – ist doch, dass wir uns kritisch mit Konventionen auseinandersetzen. Weil Konventionen Alternativen ausschließen, schlimmstenfalls Fortschritt verhindern. Da erlebe ich beim Thema Parkgestaltung eine unglaubliche Resistenz.

ZEIT: Weil in den entscheidenden Gremien Fernsehgarten-Spießer sitzen?

Weilacher: Das haben Sie gesagt. Viele Bürgermeister haben Angst. Die sagen: »Etwas Neuartiges kann ich den Bürgern nicht zumuten.« Es ist legitim, dass Politiker bei öffentlich finanzierten Projekten die Kritik der Steuerzahler mitdenken, aber der Common Sense, was öffentliches Grün angeht, ist so eng definiert, da läuft die kleinste Abweichung unter »rausgeschmissenes Geld«. Auch wenn sie gar nicht teurer war! Da ist übrigens der Bund der Steuerzahler ganz vorn dabei.

ZEIT: Dann nennen Sie doch mal ein Beispiel für einen modernen Park, der auch noch günstig war.

Weilacher: Da können Sie nach Frankfurt gehen, in den Stadtteil Bonames. Da haben Kollegen einen ehemaligen Militärflughafen in einen Park umgewandelt. Eine Möglichkeit wäre gewesen, zu sagen: Wir räumen den ganzen Kram ab, die Startbahn, den Hangar, und gestalten eine Landschaft, wie wir sie von alten Gemälden kennen. Stattdessen haben sie gesagt, und das finde ich sehr, sehr klug: Wir fahren kein einziges Bröckchen Material weg. Mit großen Presslufthämmern haben sie den Asphalt aufgebrochen und in Schollen liegen gelassen.

ZEIT: Klingt nach Schutthalde.

Weilacher: Ach was. Zwischen diesen Schollen entwickelt sich eine ganz eigene Pflanzenwelt, bilden sich Wasserflächen. Überall schwirren Libellen herum, Kinder fangen Kaulquappen und beobachten Frösche.

ZEIT: Aber die Rentner sagen: »Schön ist das nicht.«

Weilacher: Tun sie nicht. Weil ihre Enkel fröhlich am Wasser rumturnen und sie selbst in Ruhe Kaffee trinken können. Der Park als grunddemokratische Einrichtung ist auch nicht nur für Rentner da. Er wird, er sollte sogar, immer Ecken bereithalten, die dem einen gefallen und dem anderen nicht. Manche fragen: Wie könnt ihr Landschaftsarchitekten so was Umweltschädigendes wie einen Flughafen legitimieren, indem ihr ihn nach seiner Stilllegung zu einem Park hochstilisiert? Ich stelle die Gegenfrage: Erst genießt ihr die Segnungen der Mobilität, fliegt nach Mallorca – und ich soll nachher fürs Tarnen, Täuschen und Überzuckern zuständig sein?

ZEIT: Wie könnte es Ihnen und Ihren Kollegen öfter gelingen, die Menschen zu begeistern statt zu verschrecken?

Weilacher: Ich kann schlecht ein Schild aufstellen: »Beachten Sie die hohe Gestaltungsqualität des Parks!« Und ich finde es auch nicht schlimm, wenn sich jemand über einen Park aufregt. Richtig schlechte Orte im öffentlichen Raum sind die, die nicht berühren, weder positiv noch negativ. Bei Privatgärten ist das anders. Die haben keinen gesellschaftlichen Auftrag, die müssen nicht demokratisch sein. Die gehören einem Menschen, und den sollen sie glücklich machen.

ZEIT: Dazu eine Beobachtung aus der ZEIT-Redaktion: In den Vorbesprechungen zu diesem Interview hatte kein einziger Kollege irgendeine Frage hinsichtlich öffentlicher Parks – aber viele hätten gern Ratschläge für ihren eigenen Garten.

Weilacher: Individualistische Zeiten eben.

ZEIT: Eine Kollegin wollte wissen: Ist es denkbar, dass das Stiefmütterchen je wieder modern wird? Und was für eine Zeit müsste das sein?

Weilacher: Kann es sein, dass das Stiefmütterchen nie aus der Mode gekommen ist – außer in den Kreisen der Hochkultur? Ich sage Ihnen mal was: Richtig eingesetzt im Garten, kann das Stiefmütterchen ein echter Knaller sein! Für mich sind Stiefmütterchen nicht aus der Mode gekommen, sie werden nur diffamiert. Allein der Name tut diesem Gewächs nicht gut.

 Es gibt die richtige Tanne am richtigen Ort

ZEIT: Ist es Fluch oder Segen, dass kaum noch jemand Tannen in seinen Garten pflanzt?

Weilacher: Wie das Stiefmütterchen ist auch die Tanne per se weder zu segnen noch zu verfluchen. Dieses Kategorisieren mache ich nicht mit. Es gibt kein normatives Maß für Pflanzen, ich will keinen Pro-Kopf-Proporz für Stiefmütterchen oder Nadelbäume ansetzen und dann über den Gartenzaun rufen: »Hören Sie mal, bei Tannen sind Sie zu 150 Prozent drüber!« Was es gibt: die richtige Tanne am richtigen Ort und die falsche Tanne am falschen Ort. Das ist meistens die, die früher mal Weihnachtsbaum war, dann eingepflanzt wurde, dementsprechend zufällig irgendwo rumsteht, an der falschen Stelle Schatten wirft, aber mit zu viel Sentimentalität behaftet ist, als dass man sie fällen würde. Nur: Das ist nicht das Problem der Tanne!

ZEIT: Was wird, nach Bambus und Buddha, die nächste Gartenmode sein?

Weilacher: Da fragen Sie den Falschen. Ich lese keine Gartenzeitschriften. Moden versuche ich zu ignorieren, denn Gärten sind etwas Langlebiges, Individuelles. Moden werden von kommerziellen Interessen ausgelöst. Ganz ausgeprägt ist das in England, dort gibt es Jahr für Jahr die Chelsea Flower Show, da werden hochtoupierte Gärten präsentiert, prämiert und dann teuer vermarktet. Das ist schick in Gesellschaftsschichten, die sich Gummistiefel für 200 Euro kaufen.

ZEIT: Versuchen wir es weiter: Wie viele Blütenfarben darf man kombinieren?

Weilacher: Man darf alles. Ich persönlich liebe monochrome Gärten, Schattierungen einer einzigen Farbe. Extrem wirkungsvoll ist es, wenn Sie 90 Prozent der Blüten in einer Farbe halten und zehn Prozent in der Komplementärfarbe. Also rot-grün, blau-gelb. Sie können, wenn Sie den Farbkreis vor Augen haben, auch in Dreieckskombinationen oder ganz anderen Farbschemata denken. Was meines Erachtens nicht funktioniert: buntes Durcheinander. Das ist so, als hätten Sie in einem einzigen Zimmer fünf Kofferradios an, und aus jedem dudelt andere Musik.

ZEIT: Noch eine Frage aus unserer Redaktion: Wie kriegt man ein Gemüsebeet hin, das nicht wie ein Fremdkörper im Garten wirkt?

Weilacher: Auch da hat die gute alte Gartenkunst eine Anregung zu bieten: Der Barockgarten des Schlosses Villandry an der Loire ist überwiegend mit Nutzpflanzen gestaltet. Eine Pflanze ist ja nicht hässlich, nur weil sie nützlich ist. Sie müssen kein Exil für Ihre Nutzpflanzen schaffen. Sie müssen nicht die Rationalität der Landwirte kopieren und einen Miniaturacker bauen. Sie können Schnittlauch genauso gut gestalterisch einsetzen. Es gibt richtig schöne Kohlsorten. Und Zucchini blüht wunderbar.

ZEIT: Braucht ein Garten Rasen – und wenn ja, wie viel?

Weilacher: Der Rasen ist im Grunde das idealisierte Abbild einer Weidelandschaft und wurde in den Gärten des englischen Adels zum edlen Zierrasen hochgezüchtet. Vorwiegend was fürs Auge. Heute ist er so etwas wie eine ideale Benutzeroberfläche, vor allem für Kinder. Er ist weich, kühl, hat eine angenehme Feuchte. Wenn Sie einen Garten mit Kies aufschütten, ändert sich das Verhalten der Menschen darin, logisch. Wer auf Dauer Freude an seinem Garten haben will, sollte sich trotzdem mehr ausdenken als nur Rasen. Wenn ich sehe, mit wie viel Aufwand und Chemie daran gearbeitet wird, dass der Rasen zu jeder Jahreszeit immer gleich grün ist, frage ich mich schon: Sind wir uns noch darüber im Klaren, dass wir im Garten mit etwas Lebendigem arbeiten und nicht mit totem Material?

ZEIT: Zuletzt: Was spricht für diese kleinen Kugelbäume, die gerade in jedem Gartencenter stehen?

Weilacher: Jetzt kriege ich Ärger mit den Baumschulen. Ich finde Kugelbäume affig. Mein Standpunkt: Entweder ich habe Platz, einen ordentlichen Baum zu pflanzen, oder ich lasse es und setze einen schönen großen Strauch. Diese Kugelbäumchen – zum Beispiel der Kugelahorn, eine Mutation des großen Spitzahorns – sind für mich Karikaturen, Mickymaus-Bäume. Die werden genetisch verändert und mit Viren geimpft, damit sie in die engen Gärten von heute passen. Ich schätze die hohe Kunst des Hecken- und Baumschnitts sehr, aber diese Manipulationen mag ich nicht. Wir regen uns über gentechnisch veränderte Nahrungsmittel auf, aber das ist uns egal? Das entspricht nicht meiner Idee von einem respektvollen Umgang mit der Natur.

ZEIT: Spätestens jetzt stellt sich die Frage: Wie sieht Ihr eigener Garten aus?

Weilacher: Ich habe keinen. Ich kann schlecht predigen, dass wir angesichts der immensen Flächenversiegelung nachhaltiger mit Boden umgehen müssen, und mir dann eine Villa am Stadtrand bauen. Meine Frau und ich wohnen in einer alten Kaserne. Da haben wir einen Balkon mit ein paar Oleandern und Stauden in Töpfen und Kübeln. Ganz unspektakulär.

ZEIT: Wie sind Sie eigentlich zu Ihrem Beruf gekommen?

Weilacher: Eigentlich wollte ich Förster werden. Ich bin im Pfälzer Wald aufgewachsen, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands. Meine Freunde und ich haben so gut wie jeden Tag im Wald verbracht, Baumhäuser gebaut, Bäche gestaut, Höhlen gegraben. Und als ich sieben Jahre alt war, hat mein Vater ein Fertighaus gebaut und den Garten dazu gestaltet. Ich habe das als Kind sehr bewundert: wie der Vater eigenhändig pflanzt und pflegt. Dieses Schöpferische hat mich fasziniert. Bei der Forstverwaltung haben sie mich später leider – heute würde ich sagen: zum Glück! – nicht genommen. Tja. Da habe ich eine Lehre als Landschaftsgärtner gemacht, noch mehr Feuer gefangen und dann Landschaftsarchitektur studiert.

ZEIT: Haben Sie seither jemals den Garten Ihres Vaters kommentiert?

Weilacher: Um Gottes willen. Nie.