Huntington-Krankheit"Da war ich tot"

Als einer der Ersten hat Rainer Wegener einen Gentest für die Huntington-Krankheit gemacht. Seitdem weiß er: Er wird an dem Nervenleiden sterben.

Rainer Wegener erfuhr früh, dass er genauso sterben wird wie seine Mutter. Lange vor seinem Tod wird er die Kontrolle über seine Bewegungen verlieren, irgendwann auch die Sprache. Wegener weiß das aus seinen Genen.

Noch bemerkt man nur leichte Symptome. Seine Gesten beginnen oft jäh und enden im Nichts. Hin und wieder zucken seine Arme; mit einer ausladenden Körpersprache versucht er das zu vertuschen. Man könnte auch denken, seine Gestik sei einfach impulsiv, sein Sprechen bedacht, als könnten Wörter manchmal seinen Mund nicht sofort verlassen. In einem fortgeschrittenen Stadium wird man ihn oft für betrunken halten, wenn er wankt und lallt. Die Krankheit wird seine Persönlichkeit verändern, ihn aggressiv machen – oder depressiv.

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Im Sommer des Jahres 1995 war Rainer Wegener einer der Ersten, die in Deutschland den Gentest für die tödliche Erbkrankheit Morbus Huntington machten. Das Nervenleiden war eine der Erbkrankheiten, deren Ursache früh entdeckt wurde. Vor 20 Jahren spürte man den Defekt im Huntingtin-Gen auf. Seither gibt es auch hierzulande einen Gentest für die Veranlagung. Das Nervenleiden lässt sich damit zweifelsfrei prognostizieren, schon viele Jahrzehnte vor dem Ausbruch. Zehn bis 25 Jahre nach Auftritt der ersten Symptome leben die Menschen mit der Krankheit. »Als ich das Ergebnis erfuhr, war ich tot«, sagt Wegener.

Noch immer ist es schwierig, den Ausbruch vieler Krankheiten per Gendiagnose vorherzusagen. Oft spielen zu viele Gene eine Rolle, außerdem Umwelteinflüsse und das eigene Handeln. Aber Huntington ist präziser vorhersehbar – und bis heute nicht heilbar. Kinder mit einem Elternteil, das daran erkrankte, haben ein Risiko von 50 Prozent, die fatale Mutation zu erben, an deren Folgen die Nervenzellen im Gehirn allmählich zugrunde gehen. Der Gentest gibt ihnen Gewissheit. Er kann sie entweder von ihrer Lebensangst befreien. Oder sie damit konfrontieren, dass sie einmal das durchstehen müssen, was sie bei ihren Eltern erlebt haben. Der Test kann sogar zeigen, wie früh die Krankheit wahrscheinlich ausbrechen und wie rapide ihr Zustand sich verschlechtern wird.

Seinem eineiigen Zwillingsbruder durfte er nicht sagen, was er wusste

Rainer Wegener wusste schon als Jugendlicher, dass ihm seine Mutter möglicherweise die Mutation für Huntington weitergegeben haben könnte. Dennoch fühlte er sich sicher. Eine Mischung aus Trotz, Optimismus und Verdrängung stärkte seinen Glauben, gesund zu sein. Er wollte nur die medizinische Bestätigung, dass er recht hatte. Deshalb machte er den Gentest. Mit 31 Jahren fuhr er von Kassel nach Göttingen und ließ sich ein paar Milliliter Blut abnehmen. Drei Monate musste er auf das Ergebnis warten. Nicht dass der Test so lange gedauert hätte – die Frist ist eine gesetzlich verordnete Bedenkzeit. Jeder soll noch einmal die Chance haben, sein Wissenwollen zu widerrufen. Wegener dachte keinen Moment daran, seine Frage zurückzunehmen.

Morbus Huntington: Das Nervenleiden

Die Krankheit, früher Veitstanz genannt, bricht vom 40. Lebensjahr an aus. Betroffene entwickeln erst Bewegungs- und Sprachstörungen, unkontrolliertes Zucken und Lallen. Später kommt es zu psychischen Veränderungen wie Aggressivität. Die Symptome verschlimmern sich durch das Sterben von Hirnzellen.

Der Genfehler

Die Ursache wurde 1993 entdeckt: Eine Genmutation verändert ein Eiweiß namens Huntingtin. Das normale Protein enthält einen Abschnitt, in dem die Aminosäure Glutamin bis zu 35-mal aufeinanderfolgt. Kommt sie durch die Mutation öfter vor, wirkt das Eiweiß giftig und lässt Nervenzellen sterben.

Behandlung

Trotz intensiver Forschung gibt es bislang noch keine Therapie.

Nach der vorgeschriebenen Zeit kam er wieder. Die Ärztin eröffnete ihm, er werde erkranken. Ihm wurde schwindlig, sein Kreislauf kippte. »Möchten Sie einen Kaffee?«, fragte die Ärztin, etwas anderes fiel ihr nicht ein.

Wegener konnte das genetische Todesurteil zunächst nicht akzeptieren. Mit seinem eineiigen Zwillingsbruder durfte er nicht über das Ergebnis sprechen. Beider Gene sind identisch, sie werden ihr Schicksal teilen. Doch der Bruder wollte sein Risiko weiter verdrängen und hoffen. Nicht wissen, was sein Bruder wusste. Vor dem Test hatten die beiden eine sehr enge Beziehung. Danach wäre sie beinahe zerbrochen, weil sie nicht über das sprechen konnten, was Rainer Wegener am meisten bewegte. Im ersten Moment wollte er das Ergebnis am liebsten wieder zurückgeben. Er grübelte. »Was bringt mir dieses Wissen?«

»Sicherheit«, sagt Michael Hayden. Der Genetiker sitzt auf der anderen Seite des Globus im kanadischen Vancouver an seinem Schreibtisch. Er gehört zu den Wissenschaftlern, die den Test damals entwickelten. »Menschen können nach der Genuntersuchung endlich planen. Ob sie lieber auf eine Vollzeitpflege sparen wollen oder sich ein Wohnmobil kaufen, um durch Kanada zu reisen.« Fast täglich spricht er in seinem Genetik-Institut mit Angehörigen Erkrankter. Er leitet die einzige offizielle Teststelle in der Provinz British Columbia. Tausende Testergebnisse hat er bereits verkündet. »Dennoch hat jeder Patient seine eigene Geschichte«, sagt Hayden, »einzigartig und berührend. Diese Menschen sind für mich sehr mutig.« Sie gingen durch diesen Test, um ihr Leben zu verbessern – und das der Menschen um sie herum, indem sie zum Beispiel an Forschungsprojekten teilnähmen.

Für Rainer Wegener war das Testergebnis zunächst wie ein Fluch. Das Schlimmste für ihn ist, dass er als Jugendlicher an seiner Mutter miterlebt hat, wie sie allmählich verfiel. Wie sich ihre Persönlichkeit wandelte, wie sie anfing zu stehlen. Als sie von fremder Hilfe abhing, erschreckten ihn ihre drastischen Launen. Mal war sie dankbar, wenn er sie fütterte, mal schleuderte sie zornig ein Glas nach ihm. Rainer Wegener weiß, was vor ihm liegt.

Die Diagnostik ist eine gefährliche Errungenschaft. Manche Betroffene verlieren nach einem positiven Ergebnis ihren Partner oder entzweien sich mit Verwandten, weil sie ein Thema aus der Verdrängung holen, das auch diese betrifft. Sie fallen nach dem Test in ein Loch, aus dem sie nicht mehr herauskommen.

Der Genetiker Michael Hayden hat ganz unterschiedliche Erfahrungen mit Menschen gemacht, die ihr Testergebnis erfahren. Einen Mann kann er nicht mehr vergessen. Als er ihm mitteilte, dass er keine Veranlagung für die Huntington-Krankheit in sich trage, »war er völlig aufgebracht«, erzählt Hayden. Der Mann hatte seit Jahren fest angenommen, dass er nicht alt werde, hatte getrunken, geraucht, viel gegessen. Sein Geld für Fallschirmspringen und Partys ausgegeben und nichts fürs Alter gespart. »Jetzt wusste er auf einmal, dass er nichts Besonderes war, dass er altern würde wie andere auch.«

Um Menschen in den abgelegenen Regionen, an der Grenze zu Alaska, zu erreichen, hat Hayden ein Telegesundheitssystem aufgebaut. Über eine verschlüsselte Videokonferenz berät er gemeinsam mit einer Kollegin Menschen, die möglicherweise die Veranlagung für die Huntington-Krankheit geerbt haben. Egal, ob persönlich oder per Video, das Wichtigste bei der Beratung sei, zu ergründen, was sich für den Betroffenen alles durch die Nachricht ändern würde. Im Beruf, in der Familie, im Alltag.

Man müsse versuchen abzuschätzen, ob der Ratsuchende mit einem Befund zurechtkommen könne. Ob er sich womöglich gerade in einer schweren Lebensphase befinde. Nach einer Trennung oder dem Verlust eines geliebten Menschen solle man möglichst warten. Keine spontane Entscheidung sollte es sein, sondern gut überlegt. »Ich verstehe auch, wenn jemand den Test nicht will, solange es keine Therapie gibt«, sagt Hayden. »Ich überrede die Leute nicht, den Test zu machen.« Mit den Menschen, bei denen er eine Veranlagung zur Huntington-Krankheit diagnostiziert, bleibt er durch regelmäßige Treffen und Telefonate in Kontakt.

Wenn der Forscher über den Test spricht, fixiert er sein Gegenüber mit seinen klaren blauen Augen. Er redet eindringlich und verwendet Metaphern von der Dunkelheit der Ungewissheit und dem Licht der Erkenntnis. Wissen ist für ihn eine Lebensgrundlage. Über seine eigenen Gene weiß er allerdings nichts. »Eine Genanalyse hätte bei mir wahrscheinlich nicht viel Aussagekraft«, sagt er, weil man die meisten Krankheiten noch nicht aus der DNA ablesen kann. Der Genetiker, der schon so vielen gesagt hat, wie sie wahrscheinlich sterben werden, hat sich noch nie gefragt, ob er seine wahrscheinlichste Todesursache wissen will, falls das bald möglich wäre.

Kurz nach der Diagnose wollte er so viel wie möglich erleben

Rainer Wegener hingegen fühlte sich durch die Tatsache, dass es einen Test für die Huntington-Krankheit gibt, gezwungen, sich zu entscheiden. »Ich habe ihn damals vielleicht ein bisschen übereilt gemacht, ohne die Konsequenzen zu überschauen«, sagt er. Der heute 47-Jährige muss manchmal lange nachdenken, bis er sich an die Vergangenheit erinnert. Anfangs machte sich seine Krankheit sehr vage bemerkbar, er stürzte leichter beim Bergsteigen, vertat sich bei einer Flugbuchung. Später konnte er sich immer schwerer konzentrieren, gab seine Arbeit als Streetworker mit Jugendlichen auf.

Heute arbeitet er hin und wieder in einer Behindertenwerkstatt. Als er in seiner Berliner Wohnung den Tisch deckt, verharrt sein Blick in der Besteckschublade. Er versucht sich zu erinnern, ob es Löffel waren, die noch fehlen, oder Messer. Er sieht auf den Tisch, wieder zurück in die Schublade, wieder auf den Küchentisch. Schließlich sucht er ein paar kleine Löffel heraus und legt sie neben den Tomate-Basilikum-Aufstrich und die getrockneten Tomaten.

Wegener hat sich mit seiner Krankheit so gut arrangiert, wie es nur wenige schaffen, die er in den Selbsthilfetreffen in Berlin regelmäßig sieht. Seine Lebensgefährtin und gute Freunde helfen ihm dabei, sie stehen weiterhin zu ihm. Kurz nach dem Test flog er nach Nordamerika und radelte durch Kanada und die USA, getrieben von der Angst vor der Zukunft und dem Willen, noch so viel wie möglich zu erleben. Es war eine Flucht, auf der er mit sich und seinen Genen rang. Und es war die Erfüllung eines Traums.

Nach langem Hadern hat Wegener seinen Frieden mit der Krankheit geschlossen. »Ich muss mich nicht aus Höflichkeit mit Leuten treffen, die ich nicht richtig mag. Ich brauche nicht mehr zu arbeiten, ich muss nicht Auto fahren, sondern fahre für 60 Euro im Jahr öffentlich. Das ist ein Luxus.« Er kann tun und lassen, was er will, solange er noch kann, und es gelingt ihm, das als Luxus zu empfinden. Auch die helle Wohnung, in der er mit seiner Lebensgefährtin wohnt, hat er so eingerichtet, wie es ihm Spaß macht. Die Wände hat er selbst bemalt, drei Fahrräder stehen im Wohnzimmer, eine grüne Schafsfigur, ein Schreibtischstuhl mit einer Krone, sein Thron.

Die Nachbarn im Mietshaus wissen Bescheid, er braucht sich nicht zu verstellen. Seine Zukunft hat er geplant, er weiß, in welches Pflegeheim er gehen will, wenn es zu Hause zu schwierig wird. Das gibt ihm Sicherheit. Denen, die nicht wissen, ob sie ihr Schicksal kennen wollen, rät er, es sich genau zu überlegen. »Wenn man es einmal weiß, kann man es nicht mehr rückgängig machen.« Und: » Es gibt keinen Grund für Hast.«

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. Man braucht schon starke Nerven, um das Ergebnis eines genetischen Tests erfahren zu wollen, bei dem es im Falle eines positiven Ergebnisses kein Entrinnen gibt. Man wird erkranken und man kann nichts dagegen tun.
    Nichtwissen ist in manchen Fällen ein Segen.

    Wenn eine Frau z.B. erfährt, dass sie das Gen BRAC 1 hat, kann sie eine präventive Mastektomie durchführen lassen. Aber bei Huntington...

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    • Maxey
    • 04.04.2013 um 15:59 Uhr

    Jeder Mensch hat BRCA1, das Protein hilft DNA-Brüche zu reparieren. Schlimm wird es nur wenn das Gen nicht intakt ist: DNA wird nicht mehr ausreichend repariert und Mutationen häufen sich an.

    - wenn jetzt der Artikel mit Bild in der Zeit und auf zeit online ist?

    • Maxey
    • 04.04.2013 um 15:59 Uhr

    Jeder Mensch hat BRCA1, das Protein hilft DNA-Brüche zu reparieren. Schlimm wird es nur wenn das Gen nicht intakt ist: DNA wird nicht mehr ausreichend repariert und Mutationen häufen sich an.

    - wenn jetzt der Artikel mit Bild in der Zeit und auf zeit online ist?

  2. Unter bestimmten Voraussetzungen erscheint mir die Durchführung des Tests nur logisch. Es z.B. sicher nicht ratsam ein Kind in die Welt zu setzen, mit dem Wissen das es mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an einer schmerzhaften Krankheit in jungen Jahren sterben wird.

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    • outis
    • 04.04.2013 um 15:59 Uhr

    Was Sie sagen ist also, dass es nur ratsam erscheint, ein Kind in die Welt zu setzen, wenn man sicher sein kann, dass es keinen schmerzhaften Tod erleiden und nicht in jungen Jahren sterben wird (wobei jung hier über 40 bedeutet). Interessant wäre hier die Frage, was der im Artikel beschriebene Mann seinen eigenen Eltern raten würde. Folgte er ihrem Rat, müsste ihm die eigene Existenz als wenig ratsam erscheinen. Wie wenig schmerzhaft muss das Sterben sein und wie lange muss das Leben davor gedauert haben, um die Existenz eines Menschen für nachträglich ratsam zu bewerten? Wem steht es zu, dieses Leben im Vorhinein zu bewerten und als wenig ratsam zu verwerfen?

    Sie würden wahrscheinlich staunen, wenn Sie wüssten, wieviele Menschen mit Morbus Huntington Kinder bekommen haben, selbst als sie bereits wussten oder es hätten wissen können, dass sie die pathologische Mutation tragen. Ich habe im beruflichen Alltag noch keinen Huntington-Patienten ohne Kinder angetroffen. Es reicht eigentlich, dass diese Patienten sich später häufig - nicht zu knapp - Vorwürfe machen, dass sie diese Kinder bekommen haben. Da brauchen jetzt nicht noch Nichtbetroffene daherkommen und Sprüche klopfen.

    Im übrigen verweise ich auf Kommentar #3. Wer entscheidet, wer Kinder bekommen darf und wer nicht?

    • outis
    • 04.04.2013 um 15:59 Uhr

    Was Sie sagen ist also, dass es nur ratsam erscheint, ein Kind in die Welt zu setzen, wenn man sicher sein kann, dass es keinen schmerzhaften Tod erleiden und nicht in jungen Jahren sterben wird (wobei jung hier über 40 bedeutet). Interessant wäre hier die Frage, was der im Artikel beschriebene Mann seinen eigenen Eltern raten würde. Folgte er ihrem Rat, müsste ihm die eigene Existenz als wenig ratsam erscheinen. Wie wenig schmerzhaft muss das Sterben sein und wie lange muss das Leben davor gedauert haben, um die Existenz eines Menschen für nachträglich ratsam zu bewerten? Wem steht es zu, dieses Leben im Vorhinein zu bewerten und als wenig ratsam zu verwerfen?

    Sie würden wahrscheinlich staunen, wenn Sie wüssten, wieviele Menschen mit Morbus Huntington Kinder bekommen haben, selbst als sie bereits wussten oder es hätten wissen können, dass sie die pathologische Mutation tragen. Ich habe im beruflichen Alltag noch keinen Huntington-Patienten ohne Kinder angetroffen. Es reicht eigentlich, dass diese Patienten sich später häufig - nicht zu knapp - Vorwürfe machen, dass sie diese Kinder bekommen haben. Da brauchen jetzt nicht noch Nichtbetroffene daherkommen und Sprüche klopfen.

    Im übrigen verweise ich auf Kommentar #3. Wer entscheidet, wer Kinder bekommen darf und wer nicht?

    • outis
    • 04.04.2013 um 15:59 Uhr

    Was Sie sagen ist also, dass es nur ratsam erscheint, ein Kind in die Welt zu setzen, wenn man sicher sein kann, dass es keinen schmerzhaften Tod erleiden und nicht in jungen Jahren sterben wird (wobei jung hier über 40 bedeutet). Interessant wäre hier die Frage, was der im Artikel beschriebene Mann seinen eigenen Eltern raten würde. Folgte er ihrem Rat, müsste ihm die eigene Existenz als wenig ratsam erscheinen. Wie wenig schmerzhaft muss das Sterben sein und wie lange muss das Leben davor gedauert haben, um die Existenz eines Menschen für nachträglich ratsam zu bewerten? Wem steht es zu, dieses Leben im Vorhinein zu bewerten und als wenig ratsam zu verwerfen?

    4 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Sinnvoll"
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    "Um die Existenz eines Menschen für nachträglich ratsam zu bewerten"

    Darum geht es doch garnicht. Es geht um theoretisches zukünftiges Leben. Wenn das nicht gezeugt wird, hat niemand etwas verloren, niemandem wurde etwas abgesprochen. Es hat nie existiert.

    Es gibt genug anderes, reelles Leben ohne dementsprechende Neigung um das man sich liebevoll kümmern kann, sollte dies ein Wunsch sein. Es besteht also kein "Bedarf" vorsätzlich eine 50% Chance auf Leiden in ein neues Leben einzupflanzen. Ganz nebenbei würde so nach und nach diese Krankheit (theoretisch) ausgerottet.

    • GDH
    • 04.04.2013 um 16:58 Uhr

    "Interessant wäre hier die Frage, was der im Artikel beschriebene Mann seinen eigenen Eltern raten würde. Folgte er ihrem Rat, müsste ihm die eigene Existenz als wenig ratsam erscheinen."

    Nach Ihrer Argumentation müsste jemand, der das vierte Kind seiner Eltern ist, auch entweder die eigene Existenz nicht sinnvoll finden oder eine Familienplanung befürworten, die zu Bevölkerungswachstum führt...

    Menschen die nunmal da sind, sind vollwertige Menschen mit allen Rechten und Pflichten. Das gilt auch für Menschen, deren Eltern sich durch einen Krieg kennengelernt haben (und Krieg vielleicht trotzdem "wenig ratsam" finden).

    Vor der Zeugung eines Kindes darf man darüber nachdenken, ob man ein Kind will und wenn ja, mit welchem Partner und wann. Selektion zwischen MÖGLICHEN Menschen ist halt etwas ganz anderes als Selektion TATSÄCHLICH LEBENDER Menschen.

    Was Sie allerdings in meine Aussage hineininterpretieren ist weit ab vom Schuss.
    Wenn man mal über den Wikipediaeinleitungssatz hinausliest, findet man schnell Informationen die zeigen, dass 50+ nicht die Regel sein muss.
    Das Wissen um eine schwerwiegende Krankheit, die zu 50% Wahrscheinlichkeit weitervererbt wird, nicht in die Entscheidung ein eigenes Kind zu zeugen miteinzubeziehen ist unlogisch.Des Weiteren kann der Test auch zeigen, dass man kein Huntingtons hat, was für die Zeugung eines Kindes ebenfalls eine wichtige Information ist. Natürlich kann und muss jeder diese Wahl selbst treffen.
    Mit ihrer Unterstellung, ich würde bereits enstandenes Leben als "unratsam" erachten, liegen sie falsch.

    "Um die Existenz eines Menschen für nachträglich ratsam zu bewerten"

    Darum geht es doch garnicht. Es geht um theoretisches zukünftiges Leben. Wenn das nicht gezeugt wird, hat niemand etwas verloren, niemandem wurde etwas abgesprochen. Es hat nie existiert.

    Es gibt genug anderes, reelles Leben ohne dementsprechende Neigung um das man sich liebevoll kümmern kann, sollte dies ein Wunsch sein. Es besteht also kein "Bedarf" vorsätzlich eine 50% Chance auf Leiden in ein neues Leben einzupflanzen. Ganz nebenbei würde so nach und nach diese Krankheit (theoretisch) ausgerottet.

    • GDH
    • 04.04.2013 um 16:58 Uhr

    "Interessant wäre hier die Frage, was der im Artikel beschriebene Mann seinen eigenen Eltern raten würde. Folgte er ihrem Rat, müsste ihm die eigene Existenz als wenig ratsam erscheinen."

    Nach Ihrer Argumentation müsste jemand, der das vierte Kind seiner Eltern ist, auch entweder die eigene Existenz nicht sinnvoll finden oder eine Familienplanung befürworten, die zu Bevölkerungswachstum führt...

    Menschen die nunmal da sind, sind vollwertige Menschen mit allen Rechten und Pflichten. Das gilt auch für Menschen, deren Eltern sich durch einen Krieg kennengelernt haben (und Krieg vielleicht trotzdem "wenig ratsam" finden).

    Vor der Zeugung eines Kindes darf man darüber nachdenken, ob man ein Kind will und wenn ja, mit welchem Partner und wann. Selektion zwischen MÖGLICHEN Menschen ist halt etwas ganz anderes als Selektion TATSÄCHLICH LEBENDER Menschen.

    Was Sie allerdings in meine Aussage hineininterpretieren ist weit ab vom Schuss.
    Wenn man mal über den Wikipediaeinleitungssatz hinausliest, findet man schnell Informationen die zeigen, dass 50+ nicht die Regel sein muss.
    Das Wissen um eine schwerwiegende Krankheit, die zu 50% Wahrscheinlichkeit weitervererbt wird, nicht in die Entscheidung ein eigenes Kind zu zeugen miteinzubeziehen ist unlogisch.Des Weiteren kann der Test auch zeigen, dass man kein Huntingtons hat, was für die Zeugung eines Kindes ebenfalls eine wichtige Information ist. Natürlich kann und muss jeder diese Wahl selbst treffen.
    Mit ihrer Unterstellung, ich würde bereits enstandenes Leben als "unratsam" erachten, liegen sie falsch.

    • Maxey
    • 04.04.2013 um 15:59 Uhr
    4. BRCA1

    Jeder Mensch hat BRCA1, das Protein hilft DNA-Brüche zu reparieren. Schlimm wird es nur wenn das Gen nicht intakt ist: DNA wird nicht mehr ausreichend repariert und Mutationen häufen sich an.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Eine Überschrift"
  3. Liebe Redaktion,

    es soll wohl "Huntington" hier heißen: "Vor 20 Jahren spürte man den Defekt im Huntingtin-Gen auf. Seither gibt es auch hierzulande einen Gentest für die Veranlagung."

    VG
    CC

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    Lieber CrazyCashier,

    nein, das ist völlig korrekt.

    Die Krankheit heißt Huntington's disease nach ihrem Erstbeschreiber Huntington.

    Das Protein, welches bei der Krankheit verändert ist und welches erst später beschrieben wurde, heißt, daran angelehnt Huntingtin, wobei "...in" ein typischer Poteinname ist, zB wie bei Albumin. Und das Gen entsprechend Huntingtin-Gen.

    mfg makemake

    Lieber CrazyCashier,

    nein, das ist völlig korrekt.

    Die Krankheit heißt Huntington's disease nach ihrem Erstbeschreiber Huntington.

    Das Protein, welches bei der Krankheit verändert ist und welches erst später beschrieben wurde, heißt, daran angelehnt Huntingtin, wobei "...in" ein typischer Poteinname ist, zB wie bei Albumin. Und das Gen entsprechend Huntingtin-Gen.

    mfg makemake

  4. "Um die Existenz eines Menschen für nachträglich ratsam zu bewerten"

    Darum geht es doch garnicht. Es geht um theoretisches zukünftiges Leben. Wenn das nicht gezeugt wird, hat niemand etwas verloren, niemandem wurde etwas abgesprochen. Es hat nie existiert.

    Es gibt genug anderes, reelles Leben ohne dementsprechende Neigung um das man sich liebevoll kümmern kann, sollte dies ein Wunsch sein. Es besteht also kein "Bedarf" vorsätzlich eine 50% Chance auf Leiden in ein neues Leben einzupflanzen. Ganz nebenbei würde so nach und nach diese Krankheit (theoretisch) ausgerottet.

    2 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Sinnvoll"
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    Lieber SoulSeeker,

    diese Krankheit kann auch durch Neumutationen entstehen (ca 5- 10 % aller Erkrankten), dementsprechend wird sie sich nicht ausrotten lassen können.

    Die Krankheit entsteht durch ein defektes Protein. Dabei kommt es auf die Länge an. Die Wiederholung einer bestimmten Aminosäure 9 bis 30 mal ist normal, ab 40 Wiederholungen kommt es zum sicheren Ausbruch der Krankheit.

    Die Wiederholungen der Aminosäuren sind genauso auf dem Gen repräsentiert, dort als Wiederholungen von Nukleotidtripletts. Diese können beim Verdoppeln der DNA entstehen, wenn die DNA-Polymerase zurückrutscht und schonmal kopierte Tripletts nochmal kopiert. Dadurch wird im kopierten Strang die Anzahl der Wiederholungen größer.

    Ab einer bestimmten Schwelle tritt dann die Krankheit auf.

    • outis
    • 04.04.2013 um 18:13 Uhr

    kann man eine solche Krankheit nicht, ohne eben die an dieser Krankheit Leidenden selbst auszurotten. Warum aber- das ist die Frage die ich stelle?
    Es geht darum, potentiell zukünftiges Leben aufgrund der Erfahrung tatsächlich bereits gelebten Lebens auszurotten- Ihre Wortwahl.
    Natürlich fällen Sie damit ein Werurteil über bereits Lebende: Dass sie besser nie geboren worden wären. Im Gegensatz zum Leid der bereits Lebenden, ist das Leid der ungezeugten nur eine Möglichkeit. Sie meinen aber, nur aufgrund dieser Möglichkeit des Leidens hätte man geradezu die Pflicht, ihgnen die Möglichkeit zu leben zu nehmen. Wenn aber das bloße Potential des Leidens uns gebietet, die Möglichkeit zum leidhaften Leben zu verneinen- was folgt dann aus der Tatsache des Leidens und Realität des verwirklichten Lebens?
    Das ist eine Frage, die Sie nicht aufgeworfen haben? Doch, das haben Sie. Wer die Frage nach dem "Lebenswert" aufwirft, stellt implizit diese Fragen. Die Selektionsrampe bleibt eine, auch wenn man sie vor den Uterus baut.

    Lieber SoulSeeker,

    diese Krankheit kann auch durch Neumutationen entstehen (ca 5- 10 % aller Erkrankten), dementsprechend wird sie sich nicht ausrotten lassen können.

    Die Krankheit entsteht durch ein defektes Protein. Dabei kommt es auf die Länge an. Die Wiederholung einer bestimmten Aminosäure 9 bis 30 mal ist normal, ab 40 Wiederholungen kommt es zum sicheren Ausbruch der Krankheit.

    Die Wiederholungen der Aminosäuren sind genauso auf dem Gen repräsentiert, dort als Wiederholungen von Nukleotidtripletts. Diese können beim Verdoppeln der DNA entstehen, wenn die DNA-Polymerase zurückrutscht und schonmal kopierte Tripletts nochmal kopiert. Dadurch wird im kopierten Strang die Anzahl der Wiederholungen größer.

    Ab einer bestimmten Schwelle tritt dann die Krankheit auf.

    • outis
    • 04.04.2013 um 18:13 Uhr

    kann man eine solche Krankheit nicht, ohne eben die an dieser Krankheit Leidenden selbst auszurotten. Warum aber- das ist die Frage die ich stelle?
    Es geht darum, potentiell zukünftiges Leben aufgrund der Erfahrung tatsächlich bereits gelebten Lebens auszurotten- Ihre Wortwahl.
    Natürlich fällen Sie damit ein Werurteil über bereits Lebende: Dass sie besser nie geboren worden wären. Im Gegensatz zum Leid der bereits Lebenden, ist das Leid der ungezeugten nur eine Möglichkeit. Sie meinen aber, nur aufgrund dieser Möglichkeit des Leidens hätte man geradezu die Pflicht, ihgnen die Möglichkeit zu leben zu nehmen. Wenn aber das bloße Potential des Leidens uns gebietet, die Möglichkeit zum leidhaften Leben zu verneinen- was folgt dann aus der Tatsache des Leidens und Realität des verwirklichten Lebens?
    Das ist eine Frage, die Sie nicht aufgeworfen haben? Doch, das haben Sie. Wer die Frage nach dem "Lebenswert" aufwirft, stellt implizit diese Fragen. Die Selektionsrampe bleibt eine, auch wenn man sie vor den Uterus baut.

  5. könnte mal ausprobieren mit psychobionik zu arbeiten. das hilft oft auch bei scheinbar unheilbaren krankheiten (symptomen), weil irgendwann ist dieser gendefekt ja entstanden in seinen vorfahren. jedenfalls kommt man mit genforschung nicht an die ursache der erkrankung, eher versucht man damit schon entstandene folgeerscheinungen anzugehen, welche sich in der genetik nur ausdruecken. also eine 'körpermechanische' fehlerbehebung, aber keine ursachenerkenntnis und die auflösung der ursachen

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    • porph
    • 04.04.2013 um 17:03 Uhr

    Doch, man kommt mit Forschung an die Ursache von Erbkrankheiten. Erbkrankheiten entstehen definitionsgemäß durch genetische Ursachen. Also ist Genetik das Mittel der Wahl, sowohl Diagnostik als auch (hoffentlich) Behandlung festzulegen. Leider ist die Behandlung in vielen Fällen (wie auch im Fall des Artikelthemas) Zukunftsmusik, so dass es bei der Diagnostik und darauf folgender Anpassung der Lebensplanung bleiben muss. Die große Hoffnung ist natürlich, dass dies nicht immer so bleibt - dafür gibt es die Forschung.

    Unwirksam ist hingegen die von Ihnen beschriebene Alternativmedizin. Vielleicht hilft sie dem ein oder anderen von einer schweren Krankheit Betroffenen zu einem besseren Lebensgefühl, wie auch der Glaube manchen Menschen helfen kann, aber sie ist keine Therapieform. Gefährlich wird es dann, wenn man versucht, eine nicht geeignete Lehre einer Pseudo-Therapieform dazu zu nutzen, legitime Forschung als weniger nützlich darstehen zu lassen. So etwas kann ich leider aus Ihrem Kommentar herauslesen. Und leider gibt es genug Menschen, die dadurch tatsächlich glauben, Forschung wäre der falsche Weg. Deswegen halte ich meinen Kommentar für notwendig, auch wenn er vielleicht bei den Betroffenen leider auf taube Ohren stößt.

    Sie ignorieren hier schlicht und einfach die Tatsache, dass die Ursache der Erkrankung auf molekularbiologischer Ebene bereits geklärt ist, wie schon von anderen Usern dargelegt wurde. Eine Repeat-Mutation im Huntingtin-Gen sorgt für ein fehlerhaftes Protein, welches akkumuliert und zu Nervenzelluntergang führt. Wie genau soll hierbei eine alternativmedizinische, in ihrer Wirksamkeit nicht belegte psychotherapeutische Methode helfen? Sicher kann Psychotherapie bei Betroffenen sinnvoll sein, allerdings im Sinne eines besseren Copings mit der Erkrankung, und nicht im Sinne einer magischen, wie auch immer gearteten Heilung (welche es auf diesem Wege wohl nicht geben wird). Also hören Sie doch bitte auf, hier solche Unwahrheiten zu verbreiten.

    • porph
    • 04.04.2013 um 17:03 Uhr

    Doch, man kommt mit Forschung an die Ursache von Erbkrankheiten. Erbkrankheiten entstehen definitionsgemäß durch genetische Ursachen. Also ist Genetik das Mittel der Wahl, sowohl Diagnostik als auch (hoffentlich) Behandlung festzulegen. Leider ist die Behandlung in vielen Fällen (wie auch im Fall des Artikelthemas) Zukunftsmusik, so dass es bei der Diagnostik und darauf folgender Anpassung der Lebensplanung bleiben muss. Die große Hoffnung ist natürlich, dass dies nicht immer so bleibt - dafür gibt es die Forschung.

    Unwirksam ist hingegen die von Ihnen beschriebene Alternativmedizin. Vielleicht hilft sie dem ein oder anderen von einer schweren Krankheit Betroffenen zu einem besseren Lebensgefühl, wie auch der Glaube manchen Menschen helfen kann, aber sie ist keine Therapieform. Gefährlich wird es dann, wenn man versucht, eine nicht geeignete Lehre einer Pseudo-Therapieform dazu zu nutzen, legitime Forschung als weniger nützlich darstehen zu lassen. So etwas kann ich leider aus Ihrem Kommentar herauslesen. Und leider gibt es genug Menschen, die dadurch tatsächlich glauben, Forschung wäre der falsche Weg. Deswegen halte ich meinen Kommentar für notwendig, auch wenn er vielleicht bei den Betroffenen leider auf taube Ohren stößt.

    Sie ignorieren hier schlicht und einfach die Tatsache, dass die Ursache der Erkrankung auf molekularbiologischer Ebene bereits geklärt ist, wie schon von anderen Usern dargelegt wurde. Eine Repeat-Mutation im Huntingtin-Gen sorgt für ein fehlerhaftes Protein, welches akkumuliert und zu Nervenzelluntergang führt. Wie genau soll hierbei eine alternativmedizinische, in ihrer Wirksamkeit nicht belegte psychotherapeutische Methode helfen? Sicher kann Psychotherapie bei Betroffenen sinnvoll sein, allerdings im Sinne eines besseren Copings mit der Erkrankung, und nicht im Sinne einer magischen, wie auch immer gearteten Heilung (welche es auf diesem Wege wohl nicht geben wird). Also hören Sie doch bitte auf, hier solche Unwahrheiten zu verbreiten.

    • GDH
    • 04.04.2013 um 16:58 Uhr

    "Interessant wäre hier die Frage, was der im Artikel beschriebene Mann seinen eigenen Eltern raten würde. Folgte er ihrem Rat, müsste ihm die eigene Existenz als wenig ratsam erscheinen."

    Nach Ihrer Argumentation müsste jemand, der das vierte Kind seiner Eltern ist, auch entweder die eigene Existenz nicht sinnvoll finden oder eine Familienplanung befürworten, die zu Bevölkerungswachstum führt...

    Menschen die nunmal da sind, sind vollwertige Menschen mit allen Rechten und Pflichten. Das gilt auch für Menschen, deren Eltern sich durch einen Krieg kennengelernt haben (und Krieg vielleicht trotzdem "wenig ratsam" finden).

    Vor der Zeugung eines Kindes darf man darüber nachdenken, ob man ein Kind will und wenn ja, mit welchem Partner und wann. Selektion zwischen MÖGLICHEN Menschen ist halt etwas ganz anderes als Selektion TATSÄCHLICH LEBENDER Menschen.

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