Frankreich
Unfaires Frankreich
Fast jeder vierte Franzose unter 25 Jahren ist arbeitslos. Die Durchschnittszahl verdeckt ein noch größeres Problem: In den Ghettos der Vorstädte hat jeder zweite junge Mann keinen Job, für junge Frauen sieht es kaum besser aus. Zu erklären ist dieser Zustand nicht bloß mit der allgemeinen Schwäche der französischen Wirtschaft, es kommen besondere Ursachen hinzu.
Etwa die, dass die Berufsberatung eine Katastrophe ist. Die zuständigen Beamten in Frankreichs Schulen haben kaum Kontakt zu Firmen. Sie favorisieren Angestelltenberufe und wissen oft nicht, dass es im Handwerk oder bei Dienstleistern offene Stellen gibt. Es kommt die Diskriminierung der Schüler arabischer und afrikanischer Herkunft hinzu: Ihnen trauen viele Berater von vornherein keine interessante Karriere zu, also werden sie links liegen gelassen.
Der französische Steuerzahler finanziert an die 80 verschiedene Institutionen, die allesamt den Übergang junger Leute ins Berufsleben fördern sollen. Ärger noch der Zustand der Berufsbildung: Die Gewerkschaften kassieren jährlich 32 Milliarden Euro Subventionen, die sie auf 55.000 Bildungsinstitutionen verteilen. Die wiederum kümmern sich hauptsächlich um jene, die bereits einen Job haben. Frankreichs Präsident François Hollande hat versprochen, mit diesen Missständen aufzuräumen; das wird nur gehen, wenn die Gewerkschaften mit den Milliarden nicht mehr unkontrolliert treiben können, was sie wollen.
In einem Punkt hat die Regierung die Berufsbildung sogar schon verändert – zum Schlechteren. Sie hat eine Reform rückgängig gemacht, die 14- und 15-Jährigen eine Art Lehrlingsausbildung eröffnen sollte. Hintergrund: 36,9 Prozent der 15-Jährigen sind mindestens einmal sitzen geblieben; sie bilden den Hauptanteil der über 293.000 Schulabgänger ohne Abschluss.
Stattdessen konzentriert sich die Regierung auf zwei Maßnahmen, denen sie viel Symbolwert zumisst: Einmal die »Zukunftsjobs«, das sind subventionierte, befristete Stellen in Gemeinden und Vereinen, die Jugendlichen ohne Schulabschluss angeboten werden. Aber in diesem Jahr sind gerade mal 10.000 Verträge abgeschlossen worden – nur zehn Prozent des verkündeten Ziels. Eine Brücke in die Arbeitswelt sind diese Jobs ohnehin nicht, wie die fast 30-jährigen Erfahrungen mit solchen Projekten zeigt.
Der »Generationenvertrag« ist die interessantere Idee: Unternehmen werden dafür belohnt, dass sie einen mindestens 57-jährigen Mitarbeiter dafür beschäftigen, einem frisch eingestellten Jugendlichen den Job beizubringen. Der Blick in das soeben verabschiedete Gesetz ist allerdings ernüchternd: Die Vorschriften sind auf groteske Weise kompliziert. Schwer zu glauben, dass kleine und mittlere Unternehmen sich in großer Zahl diesem Ungetüm nähern möchten. Ab 300 Mitarbeitern kehrt das Gesetz den Spieß sogar um: Die müssen eine bestimmte Anzahl solcher Abmachungen nachweisen können, anderenfalls sind Geldbußen fällig. Ob dadurch Jahr für Jahr die angepeilten 100.000 Arbeitsplätze für junge Leute entstehen?
Gezielte Maßnahmen reichen freilich ohnehin nicht aus. Denn das Übel liegt im System. Das Risiko, arbeitslos zu sein, ist für junge Leute fast dreimal so hoch wie für die 25- bis 49-Jährigen; ein Verhältnis, das auf eine schreiende Ungleichbehandlung deutet: Arbeitsmarktpolitik hat bisher vorwiegend dazu gedient, bestehende Arbeitsverhältnisse zu sichern. Das Risiko trugen stets die Jungen, und in der Krise realisiert es sich jetzt eben.
Ihnen könnte man ein paar Dinge anbieten, die sich banaler anhören, als sie sind. Etwa das staatlich verordnete Kartell der Fahrschulen zerschlagen – der französische Führerschein ist der teuerste in ganz Europa, und ein Führerschein ist ein Plus für jeden Arbeitssuchenden. Oder die Gründung kleiner Unternehmen mit Rat und Tat fördern. Oder die Barrieren einreißen, die zwischen Schulen oder Universitäten und Unternehmen bestehen.
Frankreichs Politik spricht gern vom »Voluntarismus«: Wo ein Wille sei, sei auch ein Weg. Zurzeit mangelt es am Willen. Gero von Randow




an der Zahl sind es mittlerweile 200.000 ohne Arbeit, die Talente emigrieren und sind dabei sehr erfolgreich. So geht Italien (nicht allein) in der Krise viel Know-how verloren.
Was für ein schönes Europa mit dem Euro...zurück ins Mittelalter dank Goldman Sachs und nichts ändert sich...doch etwas bewegt sich, immer mehr Europa heisst die Devise und das bedeutet zugleich eine immer schwerer werdende Krise...
Vor 2 tage hat Marine Le Pen Beppe Grillo angerufen, sie will die nationale Währung wieder, der Euro kann dennoch als Gemeinschaftswährung bestehen bleiben..warum nicht? Das ist der einzige Ausweg aus der Krise...
Für alle die etwas italienisch können, hier das Interview von Marine Le Pen:
http://www.serviziopubbli...
Grüße an alle Europäer
und eine Rückkehr zu Nationalwährungen, inklusive national zersplitterter Geldpolitik wäre keine Lösung.
Ganz offensichtlich ist die Jugendarbeitslosigkeit durch andere Mißstände verursacht:
In Spanien z.B. durch eine geplatzte Immobilienblase, die zu Hochzeiten schnelles Geld verhieß und dazu führte, daß viele Jugendliche auf eine Ausbildung verzichteten.
In Frankreich durch einen irrwitzigen Teppich aus Einzelfallsubventionen und die Vernachlässigung mittelständischer Unternehmen und Handwerksbetriebe.
In Italien herrscht paradoxerweise Jugendarbeitslosigkeit bei gleichzeitigem Nachwuchsmangel im Handwerk, also ein fehlgesteuerter Arbeitsmarkt.
Das hat alles nichts mit dem Euro und der EU zu tun.
Die EU eröffnet viel mehr die Möglichkeit, daß ausgebildete Arbeitnehmer sich auch in anderen Ländern um Arbeit bewerben können, die Freizügigkeit ist ein wesentliches Recht eines jeden EU-Bürgers.
Und die EU ermöglicht es, von Arbeitsmärkten zu lernen, die günstigere Kennzahlen aufweisen.
Ebenfalls Grüße an alle Europäer
und eine Rückkehr zu Nationalwährungen, inklusive national zersplitterter Geldpolitik wäre keine Lösung.
Ganz offensichtlich ist die Jugendarbeitslosigkeit durch andere Mißstände verursacht:
In Spanien z.B. durch eine geplatzte Immobilienblase, die zu Hochzeiten schnelles Geld verhieß und dazu führte, daß viele Jugendliche auf eine Ausbildung verzichteten.
In Frankreich durch einen irrwitzigen Teppich aus Einzelfallsubventionen und die Vernachlässigung mittelständischer Unternehmen und Handwerksbetriebe.
In Italien herrscht paradoxerweise Jugendarbeitslosigkeit bei gleichzeitigem Nachwuchsmangel im Handwerk, also ein fehlgesteuerter Arbeitsmarkt.
Das hat alles nichts mit dem Euro und der EU zu tun.
Die EU eröffnet viel mehr die Möglichkeit, daß ausgebildete Arbeitnehmer sich auch in anderen Ländern um Arbeit bewerben können, die Freizügigkeit ist ein wesentliches Recht eines jeden EU-Bürgers.
Und die EU ermöglicht es, von Arbeitsmärkten zu lernen, die günstigere Kennzahlen aufweisen.
Ebenfalls Grüße an alle Europäer
und eine Rückkehr zu Nationalwährungen, inklusive national zersplitterter Geldpolitik wäre keine Lösung.
Ganz offensichtlich ist die Jugendarbeitslosigkeit durch andere Mißstände verursacht:
In Spanien z.B. durch eine geplatzte Immobilienblase, die zu Hochzeiten schnelles Geld verhieß und dazu führte, daß viele Jugendliche auf eine Ausbildung verzichteten.
In Frankreich durch einen irrwitzigen Teppich aus Einzelfallsubventionen und die Vernachlässigung mittelständischer Unternehmen und Handwerksbetriebe.
In Italien herrscht paradoxerweise Jugendarbeitslosigkeit bei gleichzeitigem Nachwuchsmangel im Handwerk, also ein fehlgesteuerter Arbeitsmarkt.
Das hat alles nichts mit dem Euro und der EU zu tun.
Die EU eröffnet viel mehr die Möglichkeit, daß ausgebildete Arbeitnehmer sich auch in anderen Ländern um Arbeit bewerben können, die Freizügigkeit ist ein wesentliches Recht eines jeden EU-Bürgers.
Und die EU ermöglicht es, von Arbeitsmärkten zu lernen, die günstigere Kennzahlen aufweisen.
Ebenfalls Grüße an alle Europäer
Sie schreiben:
"Die EU eröffnet viel mehr die Möglichkeit, daß ausgebildete Arbeitnehmer sich auch in anderen Ländern um Arbeit bewerben können, die Freizügigkeit ist ein wesentliches Recht eines jeden EU-Bürgers.
Und die EU ermöglicht es, von Arbeitsmärkten zu lernen, die günstigere Kennzahlen aufweisen."
das geht sehr gut ohne Euro.
Sie schreiben:
"Die EU eröffnet viel mehr die Möglichkeit, daß ausgebildete Arbeitnehmer sich auch in anderen Ländern um Arbeit bewerben können, die Freizügigkeit ist ein wesentliches Recht eines jeden EU-Bürgers.
Und die EU ermöglicht es, von Arbeitsmärkten zu lernen, die günstigere Kennzahlen aufweisen."
das geht sehr gut ohne Euro.
Sie schreiben:
"Die EU eröffnet viel mehr die Möglichkeit, daß ausgebildete Arbeitnehmer sich auch in anderen Ländern um Arbeit bewerben können, die Freizügigkeit ist ein wesentliches Recht eines jeden EU-Bürgers.
Und die EU ermöglicht es, von Arbeitsmärkten zu lernen, die günstigere Kennzahlen aufweisen."
das geht sehr gut ohne Euro.
Man muss sich nur die Frage stellen, was mit einer kleinen Lira oder Drachme passiert, wenn die Wirtschaft des Landes schwächelt. Die Abwertung führt nur auf den ersten Blick zu einem Vorteil des Exports. Denn der Großteil der Exporte geht in die EU selbst und Transaktionskosten werden wieder fällig. 2. ist die Wirtschaft zu eng mit Europa vernetzt, als das sich daraus langfristig ein Vorteil entwickeln könnte. 3. Würden die Importpreise eben wegen dieser Vernetzung sehr schnell ansteigen und in Griechenland beipielsweise gäbe es sehr schnell ein Ernährungsproblem. 4. Währungsspekulation im großen Stil, auch gegen den Euro, dann in die andere Richtung nach oben! Das würde dann auch in Deutschland und nicht nur bei den faulen anderen Europäern - auf die wir immer so verächtlich hinabschauen - zu Jobverlusten in Millionenhöhe führen. Eurokritiker möchte ich auch noch gerne auf die jetzige Inflationsrate von 1,7% hinweisen, Schreckensszenario ist für mich nur eins: Das jemand mal auf die hört, die nicht mal fähig sind das Werk des Wirtschaftsnobelpreisträgers Mundell und die Erweiterungen seiner Nachfolger(unter anderem De Growe der als erster riet, die EZB solle nur ankündigen sich zu engagieren, was ja wie man gesehen hat hervorragend klappt) richtig zu lesen. Pragmatismus bitte....
Man muss sich nur die Frage stellen, was mit einer kleinen Lira oder Drachme passiert, wenn die Wirtschaft des Landes schwächelt. Die Abwertung führt nur auf den ersten Blick zu einem Vorteil des Exports. Denn der Großteil der Exporte geht in die EU selbst und Transaktionskosten werden wieder fällig. 2. ist die Wirtschaft zu eng mit Europa vernetzt, als das sich daraus langfristig ein Vorteil entwickeln könnte. 3. Würden die Importpreise eben wegen dieser Vernetzung sehr schnell ansteigen und in Griechenland beipielsweise gäbe es sehr schnell ein Ernährungsproblem. 4. Währungsspekulation im großen Stil, auch gegen den Euro, dann in die andere Richtung nach oben! Das würde dann auch in Deutschland und nicht nur bei den faulen anderen Europäern - auf die wir immer so verächtlich hinabschauen - zu Jobverlusten in Millionenhöhe führen. Eurokritiker möchte ich auch noch gerne auf die jetzige Inflationsrate von 1,7% hinweisen, Schreckensszenario ist für mich nur eins: Das jemand mal auf die hört, die nicht mal fähig sind das Werk des Wirtschaftsnobelpreisträgers Mundell und die Erweiterungen seiner Nachfolger(unter anderem De Growe der als erster riet, die EZB solle nur ankündigen sich zu engagieren, was ja wie man gesehen hat hervorragend klappt) richtig zu lesen. Pragmatismus bitte....
Man muss sich nur die Frage stellen, was mit einer kleinen Lira oder Drachme passiert, wenn die Wirtschaft des Landes schwächelt. Die Abwertung führt nur auf den ersten Blick zu einem Vorteil des Exports. Denn der Großteil der Exporte geht in die EU selbst und Transaktionskosten werden wieder fällig. 2. ist die Wirtschaft zu eng mit Europa vernetzt, als das sich daraus langfristig ein Vorteil entwickeln könnte. 3. Würden die Importpreise eben wegen dieser Vernetzung sehr schnell ansteigen und in Griechenland beipielsweise gäbe es sehr schnell ein Ernährungsproblem. 4. Währungsspekulation im großen Stil, auch gegen den Euro, dann in die andere Richtung nach oben! Das würde dann auch in Deutschland und nicht nur bei den faulen anderen Europäern - auf die wir immer so verächtlich hinabschauen - zu Jobverlusten in Millionenhöhe führen. Eurokritiker möchte ich auch noch gerne auf die jetzige Inflationsrate von 1,7% hinweisen, Schreckensszenario ist für mich nur eins: Das jemand mal auf die hört, die nicht mal fähig sind das Werk des Wirtschaftsnobelpreisträgers Mundell und die Erweiterungen seiner Nachfolger(unter anderem De Growe der als erster riet, die EZB solle nur ankündigen sich zu engagieren, was ja wie man gesehen hat hervorragend klappt) richtig zu lesen. Pragmatismus bitte....
Die Folge des Preisanstiegs im Inland, muss zwangsläufig eine Lohnerhöhung und damit steigende Exportpreise sein. Es fehlt an Faktormobilität und an verschiedenen Branchen.....
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