Wochenmarkt: Frische Wildkräuter statt Frost
Vom Münchner Restaurant Gratitude stammt dieses Rezept für eine Wildkräutersuppe. Sie sollte nicht heißer werden als 42 Grad – dann bleibt die Kraft der Kräuter erhalten.
© Jason Lowe

Misosuppe mit Wildkräutern
Gehen die einen Nahrungstabus, kommen andere. Früher war es verpönt, auf der Straße zu essen, dafür hatte man kein Problem damit, Singvögel zu verspeisen (Thüringer Meisensuppe). Mit der Lockerung der Tischmanieren entstanden offenbar neue Sensibilitäten für bestimmte Tierarten. Der Ekel wendet sich immer Neuem zu, und vielen ist das schockgefrorene, sicherheitsverpackte Essen aus dem Supermarkt inzwischen unerträglich geworden. Das erklärt den Appeal von Wildkräutern. Sie werden am Wegesrand gepflückt und haben oft ein starkes, eigenwilliges Aroma. Für die einen ein Schreck, für die anderen die Idee der ganzen Sache.
In vielen Städten werden Kräuterwanderungen angeboten. Felicitas Bethmann erklärt im Hamburger Stadtpark, wo man wann welche Kräuter findet und wie sie sich unterscheiden lassen. Sie macht aus Kräutern Salate und Alkoholauszüge, die gegen Kopfschmerzen und Schlafstörungen helfen (dafür sollten die Kräuter 200 bis 500 Meter von der Straße entfernt gewachsen sein).
Vom Münchner Restaurant Gratitude stammt dieses Rezept für eine Wildkräutersuppe auf Misobasis. Einige Kräuter kann man auf dem Markt kaufen, so wie Sauerampfer, Bärlauch und Löwenzahn. Andere, wie der Giersch, wachsen im Garten.
Die Wildkräuter werden mit ungefähr zwei Tassen handwarmem Wasser püriert. Dann werden die restlichen Zutaten dazugegeben und püriert. Die Mischung wird langsam erhitzt. Das Ganze sollte nicht köcheln, sondern am besten nicht heißer als 42 Grad werden, damit die Enzyme erhalten bleiben.
Misosuppe mit Wildkräutern
(für 4 Personen)
3–4 Tassen Wildkräuter (zum Beispiel Giersch, Bärlauch, Brennnessel, Sauerampfer, Spitzwegerich, Löwenzahn)
1 Tasse Misopaste
1 reife Avocado
2 TL Olivenöl
2 TL Senf
1 TL Currypulver
1 TL Cayennepfeffer
Salz und Pfeffer












schön, dass hier in letzter Zeit auch immer öfter vegane Rezepte gebracht werden !
Mein herzlicher Dank !
Mit dem nahenden Frühling sicher eine tolle Abwechslung.
Aber Achtung! Bevor nun jemand auf die Idee kommt, irgendwelche Kräuter am Wegesrand zu sammeln: da gibt es auch ein paar ganz schön Giftige. Man sollte also schon wissen, was man sich da ins Körbchen legt respektive einen Experten zu Rate ziehen.
dazu kann ich im übrigen nur das wunderbare Buch "Essbare Wildpflanzen", - 200 Arten bestimmen und verwenden, erschienen im AT Verlag
wärmsten empfehlen. Eine wahre Goldgrube.
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... ein Buch? Sie dauern mich.
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Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Werbung. Danke, die Redaktion/sam
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