Steueroasen"Es soll nicht zu merken sein"

Nicholas Shaxson glaubt, dass etliche Politiker öffentlich über Steuerschlupflöcher schimpfen – sie aber in Wahrheit fördern wollen. Ein Gespräch mit dem britischen Steueroasen-Experten von 

Profitiert von britischen Offshore-Finanzzentren: die City of London.

Profitiert von britischen Offshore-Finanzzentren: die City of London.  |  © Peter Macdiarmid/Getty Images

DIE ZEIT: Wie konnte das eigentlich passieren? Da taucht vergangene Woche plötzlich ein Riesenstapel brisanter Unterlagen aus Steueroasen auf und offenbart pikante Details über Prominente und Unternehmen – sind Steueroasen nicht mehr die verschwiegensten Orte der Welt?

Nicholas Shaxson: Die einfache Antwort ist natürlich, dass ein oder mehrere gut positionierte Insider sich entschlossen haben, dieses ganze Spiel offenzulegen. Aber dahinter steht noch etwas anderes. Die öffentliche Stimmung hat sich gewandelt und lässt es heute zu, dass solche Geheimnisse herauskommen. Vor fünf oder zehn Jahren noch hätte sich kaum jemand dafür interessiert. Offshorezentren waren großteils akzeptiert, und auch die Leute, die dort arbeiten, hinterfragten kaum ihre eigene Arbeit. Inzwischen wissen aber viele Menschen, wie gefährlich diese Orte wirklich sind und wie viel Schaden sie anrichten. Man weiß es sogar in den Oasen selbst.

Anzeige

ZEIT: Sprich: Die internationale Staatengemeinschaft steht zwar mit ihren Steuerfahndern und Staatsanwälten vor verschlossenen Türen, sie kann aber ab und zu auf solche Geheimnisverräter in den Oasen setzen.

Shaxson: Ganz so extrem sehe ich das nicht. Man kann durchaus bestimmte Dinge herausfinden; es kommt auf die Energie an, die man da hineinsteckt. Wenn man etwas sehr Wichtiges sucht, Terrorgelder zum Beispiel, dann ist es üblicherweise möglich, das Offshoresystem zu penetrieren. Aber wenn es bloß um einen ganz normalen Steuerfall geht, ist es viel schwerer, und man trifft auch auf sehr wenig Kooperation.

ZEIT: Sie meinen Kooperation vonseiten der Banken oder Aufseher in den Steueroasen.

Shaxson: Seien Sie jetzt mal vorsichtig mit dem Begriff "Steueroasen". Darunter stellt man sich immer eine dieser kleinen Karibikinseln vor oder vielleicht noch die Schweiz und Monaco. Aber in Wahrheit bieten sehr viele Länder heute Offshoredienstleistungen an. Es gibt heute eine große Menge an sehr beweglichem Finanzkapital, das in Windeseile von einem Rechtsgebiet ins nächste transferiert werden kann, und viele Länder wollen dieses Geld anlocken.

Nicholas Shaxson: Der Aktivist

Der britische Journalist und Gesellschaftsforscher, 1966 in Malawi geboren, gehört zu den führenden Experten für Steueroasen – und zu einem ihrer erbittertsten Gegner. Er arbeitet unter anderem am Royal Institute of International Affairs in London und beim internationalen Tax Justice Network (TJN), das sich für die Schließung von Steuerschlupflöchern einsetzt. Shaxson lebt in der Schweiz.

Sein Buch

2011 veröffentlichte Shaxson die erste Ausgabe seines Buches »Schatzinseln«, das inzwischen zu einem Standardwerk über Steueroasen geworden ist. Er nennt sie aber nicht Steueroasen, sondern Secrecy Jurisdictions (Rechtsgebiete, die der Geheimhaltung dienen): Dort werde nämlich noch viel mehr verheimlicht als einfach nur Steuerbetrug.

ZEIT: ...und sich in Offshorezentren verwandeln?

Shaxson: In gewisser Hinsicht. Es gibt keine klare Definition davon, was ein Offshorezentrum überhaupt ist. Aber im Kern geht es immer nur um eines: Um eine Flucht in ein "Anderswo". Man parkt sein Geld eben nicht dort, wo man lebt und arbeitet, sondern "anderswo", um irgendwelchen Regeln und Verantwortlichkeiten der eigenen Gesellschaft zu entgehen. Niedrige Steuern sind dabei sehr wichtig, aber das ist nur eine der vielen Attraktionen. Im Angebot sind auch lasche Aufsicht über Finanztransaktionen, in bestimmten Punkten großzügige Strafgesetze, Gesetze für die Geheimhaltung von Besitzverhältnissen. Und wenn man sich dann einmal anschaut, wer solche "Leistungspakete" anbietet, landet man gelegentlich an überraschenden Orten.

ZEIT: Zum Beispiel?

Shaxson: Die USA etwa versuchen seit den siebziger Jahren sehr aggressiv Kapital anzulocken, vorwiegend aus Lateinamerika. Sie versprechen einen hohen Grad an Geheimhaltung und bieten einfach keinen Informationsaustausch mit etlichen lateinamerikanischen Ländern. Großbritannien, mein eigenes Heimatland, ist überhaupt der größte Offshoreplayer der Welt. Erstens bietet Großbritannien selber Vorteile durch bestimmte Arten laxer Finanzaufsicht, und zweitens spannt es einen Schutzschirm über eine ganze Schar kleiner Offshorezentren auf der Welt, die teilweise britisch sind oder eng mit Großbritannien verbunden sind.

ZEIT: Aber Großbritannien hat beim bevorstehenden G-8-Gipfeltreffen den Vorsitz und will offenbar das Thema "Steueroasen" auf die Tagesordnung setzen. Ein Umdenken?

Shaxson: Die G8 wie auch die G20 sind dominiert von Ländern wie Großbritannien und den USA, deren Finanzsektoren ein großes Interesse daran haben, dass es Geheimhaltung gibt. Großbritanniens Netzwerk an Offshorezentren etwa bringt eine Menge Geschäfte in die City of London, für die dortigen Banken, und damit bringt es indirekt sogar wieder Steuereinnahmen für die britische Regierung. Wenn man jetzt also einen großen Angriff auf die Geheimhaltungsstrukturen an einem Ort wie den British Virgin Islands unternimmt, trifft das die City of London ganz erheblich. Viel Arbeit an der Strukturierung von Unternehmen oder Finanzprodukten, die auf den Virgin Islands angeboten werden, viel der Buchhaltungs- und juristischen Arbeit, wird in Wirklichkeit in der City of London erledigt!

Leserkommentare
  1. Warum lässt der Rest von Europa ,diese Steuerflucht zu,wenn alle wissen ,daß überwiegend die Angelsachen ihre Exkolonien dazu missbrauchen sozusagen Steuerfluchtburgen aufzubauen? Weil ihre eigene Wirtschaft dahin dämmert und kaum noch was zu bieten hat,versuchen sie es nun schon seit geraumer Zeit sozusagen als moderne Raubritter Steuerfluchtgelder aus anderen Staaten abzusaugen.Anscheinend ein lukratives Geschäft,ohne das London nicht mehr leben kann? Es wird allerhöchste Zeit ,zumindestens auf europäischer Ebene dagegen anzugehen , natürlich ohne Rücksicht auf die -Antieuropäer- von der Insel,

    5 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Bashu
    • 19. April 2013 11:53 Uhr

    hat dort ebenfalls sein Geld gebunkert? Gerade in Deutschland gibt es viele Gewinner in der Euro-Krise und die möchten hier bestimmt keine Steuern zahlen.

    Merkel und die Union stehen für den Status Quo, für Hartz IV und die Spaltung der Gesellschaft in eine Ober- und Unterschicht. Das zeigt ihre Wirtschaftspolitik immer wieder. Deshalb wird nichts passieren.

    -
    Aktionäre, der 1600 gegründeten EIC haben in knapp 100 Jahren unermesslichen Reichtum angehäuft, waren der größte Steuerzahler und haben zudem die gesamte englische Kriegs-Flotte in Company-Eigentum an den König vermietet, so daß sich dieser verschulden mußte. 1694 waren die EIC-Aktionäre auch Mitgründer der Bank of England und haben für dieses Privileg den König mit einem 8 Mio. Pfund-Kredit ins Ausgedinge geschickt. Was danach kam ist uns als das Britische Empire bekannt, das im Grunde ein Privatunternehmen ist. Die Mächtigen haben nicht nur das Oberhaus dominiert, sondern auch im Unterhaus -mit über 500 Töchtern die einen Gutteil des engl. BSP aufgebracht haben- ihre Interessensvertreter gefunden. Die Commenwealth-Verträge lassen den Privat-Charakter der Offshors erkennen. Die Nachfolger der EIC, die "London-City" hat einen ähnlichen Rechtsstatus wie der Vatikan, die "City-of-God" . Der Sezessions-Krieg, der Wegfall des Sklaven- und Baumwollhandels, ein Aufstand in Indien und der Verlust von 200 Handels-und Kriegsschiffen haben die Company zur Auflösung zwecks Schulden-Sozialisierung veranlasst, nicht aber ihre 2000 Töchter. Die Hydra hat sich weiterentwickelt. Eine Weltschattenregierung verwaltet mittels Gouverneuren untilgbare Schuldgeldsysteme wie FED und EZB.
    Die Euro- und USD-Zone sind Geldkolonien. Ein interessanter geopoltischer Viewpoint sind die Kriege gegen all jene "Schurkenstaaten" die ihre staatl. geschöpfte Währung bis heute noch verteidigen konnten.

    • CPUX
    • 18. April 2013 20:50 Uhr

    Es ist doch auch immer wieder nett mit an zu sehen wie ein David Cameron mit Worten auf die EU/EURO eindrischt und sich gegen Steueroasen ausspricht und dabei im Hintergrund diverse Steuerfluchtburgen fördert, schützt oder im eigenen Land selbst unterhält! Soviel Verlogenheit ist nicht mehr zu toppen!

    8 Leserempfehlungen
    • loboc
    • 18. April 2013 21:05 Uhr
    3. Hihi..

    Während sich Deutschland vor der kleinen Schweiz aufplustert wie ein Frosch, mit freundlichster Unterstützung durch Grossbritannien und den USA, wäre es eigentlich gut beraten, sich diese Steueroase vor der Haustüre zu bewahren.
    Denn die USA oder Grossbritannien werden garantiert nie Verhandlungen über Steuerabkommen anbieten. Aber ein solches Abkommen wollte Deutschland ja ohnehin nicht..

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    mit folgenden britischen Überseegebieten:

    Bermuda, Gibraltar, Britische Jungferninseln, Kaimaninseln, Anquilla, Jersey, Insel Man, Turks und Caicos Inseln, Guernsey.

    http://www.bundesfinanzmi...

    Transfer your money to Commenwealth-Islands
    (100% save, granteed by City of London)

    Ja, es macht nach außen den Eindruck, als wäre die englische Insel endlich bereit, irgendwo nachzugeben und einer Regulierung im Finanzwesen zuzustimmen. Tatsächlich ist die Allmächtige "City of Geld" mit ähnlichem Rechtsstatus wie der Vatikan - scharf auf ein Offshore-Monopol.

    Michael Hudson, Prof. der Wirtschaftswissenschaften: Die internationale Finanzwelt betreibt eine neue Art von Kriegsführung, die dasselbe Ziel verfolgt wie in früheren Zeiten die militärische Eroberung: die Aneignung von Land und Bodenschätzen, die Übernahme staatlicher Infrastruktur und die Erhebung von Tributzahlungen.

    lesenswerter Artikel
    http://www.faz.net/aktuel...

  2. Es gibt schon ein paar einfache Maßnahmen, mit denen man die meisten Löcher stopfen könnte, man muss es nur wollen.

    1) Der Zinsabschlag wird vom Kreditnehmer bezahlt, und nicht vom Kreditgeber. D.h., wenn z.B. die BASF die Zinsen für eine Anleihe ausschüttet, führt sie direkt den Zinsabschlag an den Fiskus ab und nur den Rest an die Anleiheninhaber. Auf diese Weise ist es völlig egal, ob die Anleihe auf den Caymans oder in Düsseldorf deponiert ist. Dasselbe mit Dividenden.
    Wenn eine Firma sowohl Dividenden/Zinsen zahlt wie auch einnimmt, kann sie den Abschlag gegeneinander verrechnen - vergleichbar der Mehrwertsteuer.

    2) Zahlungen für Patente oder Lizenzen werden pauschal mit dem halben Steuersatz ohne Abzug belastet.

    Mit diesen zwei simplen Regeln hätte man einen Großteil der Probleme gelöst. Dummerweise haben die wirklich Reichen etwas dagegen, weshalb es wohl ein schöner Traum bleibt.

    3 Leserempfehlungen
  3. ... ist die des Trojanischen Pferdes der internationalen Finanzmafia. Die EU ist der größte zusammenhängende Markt der Welt und London sein größtes Finanzzentrum. Großbritannien muss nach dem weitgehenden Niedergang seiner Industrie--selbst mit stark abgewertetem Pfund fallen britische Exporte!--ganz und gar auf seine Finanzbranche als Melkkuh setzen. Es hat keine andere Wahl, als in der EU schonungslos die Interessen der City zu vertreten, selbst wenn dies zum Schaden des eigenen Volkes geschieht.

    Die Londoner City zieht gewaltige Mengen an Liquidität aus der europäischen Wirtschaft ab. Die Gelder werden in Steueroasen gebunkert und in die komplexen Finanzprodukte der City investiert, während vielerorts--in Großbritannien selber auch--Unternehmer keine Kredite für nötige Investitionen bekommen. Gleichzeitig entzieht die City aber auch gewaltige Geldsummen der Besteuerung (so wie es Luxemburg auch tut) und beschert so anderen Staaten Steuereinnahmenverluste. Die Rolle der britischen Regierung in der EU ist es, das parasitäre Geschäftsmodell der Londoner City zu schützen und die EU an einer effektiven Regulierung der Finanzwirtschaft zu hindern.

    Man hat der britischen Bevölkerung lange genug eingeredet, dass die EU Grund allen Übels sei, angefeuert von einer Presse, die sich mehrheitlich im Besitz ausländischer und in Steueroasen beheimateter Milliardäre befindet. Vielleicht stimmen die Briten für einen Austritt aus der EU. Ich wünsche mir das sehr.

    5 Leserempfehlungen
  4. mit folgenden britischen Überseegebieten:

    Bermuda, Gibraltar, Britische Jungferninseln, Kaimaninseln, Anquilla, Jersey, Insel Man, Turks und Caicos Inseln, Guernsey.

    http://www.bundesfinanzmi...

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Hihi.."
    • thbode
    • 18. April 2013 23:27 Uhr

    Unsere Regierung ist auch Meister im Tarnen und Täuschen. Leider honorieren viele Menschen das, obwohl sie es ahnen dass sie belogen werden. Das Bedürfnis nach Beruhigung, das Prinzip Hoffnung ist einfach zu stark. Eine andere Gruppe, die hoffentlich wächst, erträgt die Polit-Rhetorik nicht mehr und ekelt sich nur noch. Bestimmte Mythen werden aber ständig penetriert, auch aktiv von den Medien. Zum Beispiel von den armen reichen die schon gaanz viel Steuern zahlen und quasi uns doofen Rest alles finanzieren. Merkel hat das in ihrer Aschermittwochsrede wieder gebracht als Argument gegen Steuererhöhung. Irgendeine andere CDU-Tante hat vor kurzem in einem Talk als Maßnahme gegen Steuerflucht vorgeschlagen die Spitzensteuern zu SENKEN". Damit sich die Reichen erbarmen und ihr Geld doch hier lassen. Obwohl gleichzeitig über Gunther Sachs gesprochen wurde dem sogar die Schweizer Steuern zu hoch waren und er das Geld irgendwo in die Tropen schaffte. So lange man noch 5% sparen kann, tut man es halt. Dagegen hilft nur die entschlossene Durchsetzung nationaler Gesetze. Leider sind Schäuble, Merkel, Brüderle, und die CSU nicht wirklich interessiert. Sozialstaat abbauen finden sie angenehmer.

    6 Leserempfehlungen
  5. Die Ursachen für eine Vielzahl von Problemen wie das der Steueroasen, liegt leider deutlich tiefer. So wie wir die Geldwirtschaft organisiert haben, wird es immer wieder zu Finanzblasen und migrierenden, zerstörerischen Geldströmen kommen. Die Staaten werden sich immer weiter verschulden und wir sind gleichzeitig Gefangene der Inflation und dem Zwang zum endlosen Wirtschaftswachstum.

    Leider wird das Thema "Geldschöpfung" immer sehr ideologisch diskutiert. Doch es ist kein ideologisches Problem, sondern eher ein Naturphänomen. In dem Moment, da man aufhörte Waren zu tauschen und Geld, in welcher Form auch immer, als bequemes Tauschäquivalent einführte, ist die Urache aller nachfolgenden Probleme leider gelegt. Das hat weder etwas mit Kapitalismus noch mit Sozialismus zu tun. Und bitte behaupte auch keiner, wir könnten wieder zum Muschetausch zurückkehren.

    Sobald Geld existiert, existieren Zinsen. Diese beiden Grundeinheiten sind unauflösbar miteinander verbunden (ohne Zinsen würde jede Wirtschaft in einer Hyperinfkation versinken). Durch Zinsen entstehen aber urächlich die Mehrzahl aller Probleme der Gelschöpfung und Geldvermehrung. Zinsen bedeuten den Zwang zum ewigen Wirtschaftswachstum und sind Schuldenfalle für die Staaten.

    Wir haben bei der "Entdeckung" des Geldes Wirtschaftssystem installiert, das wir bis heute weder begreifen und schon gar nicht beherrschen. DAS ist unser eigentliches Problem!

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    .
    "... Sobald Geld existiert, existieren Zinsen ..."

    Das ist, gelinde gesagt, Unfug.

    Eine spürbar negative Verzinsung nicht investierten bzw. nicht reinvestierten Geldes ("Schwundgeld") löste alle derzeitigen Allokationsprobleme des Geldes.

    http://www.zeit.de/2010/5...

    Wenn wir es schaffen, dem Geld seinen eigenständigen Wert zu nehmen, den es derzeit durch die ungerechte, leistungslose Verzinsung hat, und dem Geld stattdessen seine Rolle als neutrales, passives Tauschmittel ohne Hortungsvorteil zurückzugeben, sind die meisten Probleme der Geldwirtschaft gelöst.

    Die meisten, nicht alle.

    Ein wesentliches Problem bleibt auch mit Negativzins bestehen, welches also politisch-gesetzgeberisch oder auf andere Weise gesellschaftlich gelöst werden muss:
    Der pervertierte Eigentumsschutz an beispielsweise Grund und Boden:
    solange derjenige bestraft wird, der Äpfel auf ungenutztem (Privat-)Grund erntet, derjenige aber hingegen nicht bestraft wird, welcher auf "seinem" Grund wachsende Äpfel ungeerntet verfaulen lässt, solange haben wir ein Problem mit der Ausübung der Sozialbindung von Eigentum.

    Diese Sozialbindung steht aber bereits eindeutig im Grundgesetz und in einigen Landesverfassungen, man müsste sie also lediglich mit Leben füllen und entsprechend ausüben.

    Fertig.

    Goldene Zeiten sind solche, in denen Geld FLIESST uns nicht irgendwo gehortet wird.

    Das Horten aus Zinsgründen ist das Problem, nicht das Geld als Tauschmittel.

    Die Verzinsung lässt sich umkehren.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Artikel Auf einer Seite lesen
  • Schlagworte Steueroasen | Steuer | Steuerpolitik | Finanzmarkt
Service